Was Sie bei der Suche nach Kompletträdern beachten sollten

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Alles, was Sie bei der Suche nach Kompletträdern beachten sollten

Jedes Jahr im Herbst und Frühling denkt sicher jeder Autobesitzer wieder an das Thema Reifen. Zweimal im Jahr wechseln Sie zusammen mit Millionen anderen Bundesbürger von Sommer- auf Winterreifen und umgekehrt. Um sicher Auto fahren zu können. Und natürlich, weil in Deutschland Winterreifenpflicht besteht. Aber nicht nur im Frühling und Herbst kann es vorkommen, dass Sie neue Reifen benötigen.

Vielleicht haben Sie ein neues Auto gekauft und benötigen nun ein neues Set Winterreifen oder ihre alten Reifen müssen nach langem Gebrauch endlich einmal ausgetauscht werden. Womöglich möchten Sie auch für einen Wagen einen Satz Geländereifen haben, weil Sie Touren durch unwegsames Gelände vorhaben und mit den richtigen Reifen ausgestattet sein wollen. Man kann jedoch Abhilfe darüber leisten, indem man Allwetterreifen montiert, die bei allen Wetterlagen verkehrssicher sind.

Der Kauf von Kompletträdern erleichtert die Auswahl: Was es zu beachten gilt

Steht ein Reifenkauf an, werden zumeist Kompletträder gekauft, d.h. ein fertiger Satz Reifen mit Felgen, statt beides einzeln. Kompletträder sind praktisch, weil Sie viel leichter zu montieren sind, als einzelne Reifen und Felgen und werden daher von den meisten Käufern bevorzugt. Die wenigsten Leute kennen sich genug mit Automechanik aus, um selbst Hand anzulegen, aber die Montage von Kompletträdern kann selbst von Laien relativ einfach selbst erledigt werden, solange das richtige Werkzeug vorhanden ist.

Wenn Sie einen neuen Satz Räder oder auch ein oder zwei einzelne Kompletträder suchen, dann gibt es ein paar Dinge, die Sie beachten sollten. Wir stellen in diesem Ratgeber hilfreiche Tipps für den Radkauf vor, erklären ein paar grundlegende Suchkriterien und geben Informationen über alles, was für Sie sonst noch wissenswert und hilfreich beim Radkauf sein könnte.

Grundlagenwissen für den Kauf: Der Aufbau von Kompletträdern

Das Rad eines Fahrzeugs besteht aus dem sogenannten Radkranz und einem darüber aufgezogenen Reifen. Unter einer Felge verstand man ursprünglich eigentlich nur den äußeren Ring des Radkranzes, der nach außen hin sichtbar ist. Doch da diese für Pkw im Allgemeinen in einem Stück gefertigt werden, bezeichnet man häufig das ganze Stück als Felge. Bei der Suche nach Kompletträdern werden Sie häufig auf die beiden Begriffe Felge und Reifen stoßen, die zusammen das Komplettrad bilden. Sowohl für die Reifen als auch die Felgen gibt es beim Kauf von Kompletträdern einiges zu beachten.

Die Räder sind neben dem Motor zweifellos das wichtigste Element an einem Auto. Und auch wenn Sie die einzelnen Bestandteile des Rades nicht ganz genau kennen müssen um die richtigen Räder zu kaufen, ist es nützlich zumindest einige der wichtigsten zu kennen und zu wissen, welche Eigenschaften sie haben sollten.

Felgen aus Aluminium, aus Stahl oder aus Magnesium: Was ist besser?

Bei der Wahl der Felge stehen drei verschiedene Typen von Felgen zur Auswahl. Ein Laie wird hier womöglich ratlos dastehen, weil er oder sie nicht weiß, was genau die Unterschiede zwischen den Typen sind. Was für einen Vorteil bringt eine Alu-Felge oder warum ist vielleicht eine Stahlfelge besser? Wenn Sie in so einer Situation einfach nach dem billigsten Exemplar greifen, kann sich das später als Fehler herausstellen, den Sie bereuen. Wir stellen Ihnen hier die Vor- und Nachteile der jeweiligen Felgenarten vor. Damit Sie beim Kauf optimal informiert sind und Ihre Auswahl nach allen wichtigen Kriterien treffen können. So können Sie zwischen Nutzen und Geldbeutel sicher abwägen.

Die Stahlfelge: Der stabile, wetter- und kratzfeste Klassiker unter den Felgen

Stahlfelgen werden aus warmgewälztem Stahl hergestellt und anschließend verschweißt. Das Material Stahl ist schwerer als Aluminium oder Magnesium, bietet aber einige Vorteile: Es ist äußerst stabil und übersteht auch den Kontakt mit einer Bordsteinkante oder einem Poller völlig unbeschädigt und zerkratzt nicht. Auch im Winter macht den Stahlfelgen das Wetter nichts aus, Streusalz kann ihnen nichts anhaben, genausowenig wie Splitt und Kälte. Da Stahlfelgen aus dem Ganzen gefertigt werden, haben Sie keine speichenartige Struktur wie Leichtmetallfelgen und kühlen dadurch die Radbremsen nicht so einfach wie diese. Wer gerne seine Radkappen wechselt, kann dies bei Stahlfelgen aber sehr leicht tun.

Da sie die Wetterbedingungen gut überstehen, werden Stahlfelgen oft für Winterräder verwendet. Jedoch können Stahlfelgen bei schlechter Qualität zum Rosten neigen und haben ein recht hohes Gewicht, was sich natürlich auf den Benzinverbrauch auswirkt. Wenn Sie Wert auf die Optik der Räder legen, kann es bei Stahlfelgen auch schwierig werden, ansprechende Stahlfelgen zu finden.

Stahlfelgen haben aber den großen Vorteil, dass sie oft deutlich günstiger sind als Leichtmetallfelgen.

Die Aluminiumfelge: Schicke, leichte und gewichtsreduzierende Felge für weniger Rollwiderstand

Aluminiumfelgen gehören genauso wie die Magnesiumfelgen zu den Leichtmetallfelgen. Wie der Name schon besagt, liegt ihr großer Vorteil im Gewicht. Weniger Gewicht bedeutet auch weniger Rollwiderstand und dadurch weniger Benzinverbrauch. Den Kontakt mit einer Bordsteinkante übersteht eine Aluminiumfelge allerdings nicht so gut wie eine Stahlfelge. Sie kann zerkratzen oder sich sogar verformen.

Aluminiumfelgen werden im Gussverfahren oder geschmiedet hergestellt und erhalten anschließend eine Schicht Klarlack, manchmal auch eine Lackierung mit Chrom (sogenannte Chromalufelgen). Wenn der Lack sich abnutzt, kann es allerdings zu Alufraß kommen, weshalb eventuell neu lackiert werden muss oder spezielle Pflegemittel vonnöten sind. Alufelgen haben daher einen höheren Pflegeaufwand und müssen auch öfters sauber gemacht werden.

Großer Vorteil von Alufelgen ist die gute Kühlung der Bremsen aufgrund der offenen Bauweise mit oft speichenartiger Struktur. Dies führt auch zu optisch ansprechenden unterschiedlichsten Designs, die Alufelgen zu einem Hingucker machen können. Wenn Sie Wert auf das Aussehen Ihrer Felgen legen, sind Sie bei Alufelgen richtig, denn diese machen fast immer wesentlich mehr her als Stahlfelgen. Alufelgen sind deshalb in der Tuning-Szene sehr beliebt.

Die Magnesiumfelge: Die superleichte, sportliche Sonderausstattung unter den Felgen

Magnesiumfelgen spielen für den Nutzer normaler Pkws und im Alltag in der Regel keine Rolle. Sie gehören zu den Leichtmetallfelgen wie die Alufelgen, bestehen aber nicht aus Aluminium, sondern aus einer Magnesiumlegierung. Anwendung finden Sie vor allem bei Sportwagen und im professionellen Sportbereich, wie etwa bei Rallyes und in der Formel 1. Ihre Eigenschaften ähneln denen von Aluminiumfelgen und sie verfügen ebenfalls über eine Lackierung.

Die Art des Reifen: So finden Sie ordentliche Winterreifen und Sommerreifen

Neben den Felgen, ist das Wichtigste am Komplettrad natürlich der Reifen. Als Bindeglied zwischen Auto und Fahrbahn beeinflussen die Reifen das Fahrverhalten des Fahrzeugs und es werden deshalb unterschiedliche Reifen für verschiedene Temperaturen, Fahrbahnen und Beanspruchungen hergestellt.

Jeder kennt sicher die Unterscheidung zwischen Winter- und Sommerreifen und hat zumindest schon einmal von Ganzjahres- oder Allwetterreifen gehört. In Deutschland besteht Winterreifenpflicht laut Gesetzgeber dann, wenn mit „Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte auf der Fahrbahn“ zu rechnen ist, deshalb haben Sie ein breites Angebot an Winterreifen und Felgen auf eBay. Theoretisch könnten Sie also auch im Winter zumindest auf schnee- oder eisfreier Fläche mit Sommerreifen fahren. Ratsam ist dies aber nicht.

Der Winterreifen: Guter Grip auch auf Matsch und Schnee, erkennbar am Zeichen „M+S“

Winterreifen sind speziell für kalte Temperaturen und Straßenverhältnisse wie sie im Winter vorkommen ausgerichtet. Sie zeichnen sich durch eine Gummimischung aus, die auch bei sehr kalten Temperaturen noch elastisch bleibt und verfügen am Profil über mehr Lamellen als Sommerreifen. Dadurch wird eine ausreichende Kraftübertragung zur Fahrbahn gewährleistet und eine bessere Verzahnung mit lockerem Untergrund wie Schnee oder Matsch.

Möchten Sie Winterreifen kaufen und sind kein Experte, der dies schon am bloßen Aussehen eines Reifen erkennt, schauen Sie beim Kauf nach dem Zeichen „M+S“. Dies steht für „mud and snow“ (deutsch „Matsch und Schnee“) und ist auf Winterreifen zu finden. Neben dieser Markierung wird auch noch ein Piktogramm verwendet, um Winterreifen für Verbraucher zu markieren: ein Berg mit einer Schneeflocke.

Der Sommereifen und der Ganzjahresreifen: Kompromisse zwischen verschiedenen Ansprüchen

Sommerreifen werden so hergestellt, dass sie auch bei hohen Temperaturen nicht weich werden und sich dadurch nicht so schnell abnutzen und die Profiltiefe sich verringert. Meist wird bei der Herstellung ein gewisser Kompromiss eingegangen, weil Sommerreifen sowohl gute Bodenhaftung bei Nässe haben sollen, um Aquaplaning zu vermeiden - aber die Reifen gleichzeitig einen geringen Rollwiderstand zur Fahrbahn haben sollen, um den Benzinverbrauch möglichst niedrig zu halten.

Ganzjahresreifen, auch Allwetterreifen genannt, sollen ein Kompromiss zwischen den Anforderungen des Winter- und Sommerwetters sein und ersparen dem Autobesitzer das Wechseln der Reifen zweimal im Jahr. Solche Reifen lohnen sich für Sie, wenn Sie Wenigfahrer sind und es nicht schaffen Sommer- und Winterreifen im Laufe ihrer Lebensdauer abzunutzen. Vor allem in Gegenden mit eher geringen Temperatur- und Witterungsbedingungen sind sie nützlich, aber an die Eigenschaften eines Sommerreifens oder Winterreifens kommen Sie jeweils nicht heran.

Auch sehr interessant ist die Technologie des Runflat Reifen, die auch unter der Bezeichnung Self Supporting Tires bekannt sind und bei einer Reifenpanne durch verstärkte Flanken auch ohne Luft eine Strecke von etwa 80 Kilometern bei einer Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h zurücklegen können. Dadurch vermeiden Sie riskante Aktionen am Seitenstreifen und haben gegebenenfalls noch die Möglichkeit zur Werkstatt Ihres Vertrauens zu fahren.

Fazit: Was es alles zu beachten gilt, von Reifenbreite bis Felgenwerkstoff

Neben den Eigenschaften der Felgen und Reifen soll Ihr neues Komplettrad natürlich noch an Ihr Auto passen. Dazu empfiehlt es sich z.B. direkt nach geeigneten Reifen für Ihr Automodell zu suchen, nach dem Hersteller, von dem Sie schon den letzten Reifen hatten oder nach dem Fahrzeugtyp (z.B. Pkw, Geländewagen)

Möchten Sie davon unabhängig suchen, können Sie die richtigen Reifen finden, indem Sie nach der geeigneten Reifenbreite suchen und nach der Zollgröße. Beachten Sie einfach unsere Tipps in diesem Ratgeber und finden Sie leicht die richtigen Komplettreifen.
 

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden