Was Sie beachten sollten, wenn Sie eine Harley-Davidson suchen

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Was Sie beachten sollten, wenn Sie eine Harley-Davidson suchen

Die Firma Harley-Davidson ist nicht nur die viertälteste Motorradmarke der Welt, sie gehört auch zu den Marktführern und ist durch ihren speziellen sicher eine der unvergleichlichsten Marken im Sektor der Motorräder. Mit ganz speziellem Design und Spirit hat sich Harley-Davidson weniger zum Fabrikanten fortschrittlicher Motorradmodelle entwickelt, als viel mehr zu einer ganz eigenen Marke, die auf Tradition und Emotion setzt. Allen Unkenrufen und Kritiken zum trotz gibt der Erfolg des Unternehmens dieser Strategie recht. Trotz eines global schrumpfenden Motorradmarktes können sich die Maschinen der Firma aus Milwaukee behaupten und sogar stellenweise die Absätze vergrößern.

Durch die clevere Verknüpfung von Lebensgefühl und Marke wird Harley-Davidson für viele Motorradliebhaber daher zur ersten Wahl. Das bewusste Festhalten an traditionellen Werten und Technik in Kombination mit dem edlen Design kreiert einen ganz eigenen, bewusst altmodischen Charme. Finden sie im Folgenden eine Übersicht über die aktuellen Modelle des Unternehmens und die Eigenarten, die mit Ihnen einhergehen.

Die vermutlich beständigste Motorradfirma der Welt – die Geschichte von Harley-Davidson

2013 feiert Harley Davidson sein hundertjähriges Jubiläum, gegründet wurde die Firma im Jahre 1903 von William S. Harley und Arthur Davidson. Beide arbeiteten damals gemeinsam bei einer anderen Firma als technischer Zeichner bzw. Modellbauer für Elektromotoren. Schon bald entflammte der Wunsch, eigene Modelle zu bauen, sodass man eine gemeinsame Werkstatt bezog und auch die beiden Brüder William und Walter Davidson mit an Bord holte. Das hauseigene erste Modell erschien dabei im Jahr 1905.
Zwei Jahre später, 1907, gründeten die Amerikaner offiziell die „Harley-Davidson Motor Company of Milwaukee.“ Innerhalb weniger Jahre zogen Harley und Davidson erste Auftragsarbeiten für Polizei- oder Telefongesellschaften, an Land. Die Zahl der Mitarbeiter wuchs stetig, aus Ein- wurden relativ schnell Zweizylinder-Maschinen. In den darauffolgenden Jahrzehnten entwickelte die Firma viele verschiedene Motortypen mit unterschiedlichen Zylinderstärken.

In den 60er Jahren kam es zum Einbruch der Verkaufszahlen, auch weil die Modelle von Harley-Davidson gegenüber der internationalen Konkurrenz wie Honda oder Yamaha zusehends das Nachsehen hatten. Als Resultat wurde die Firma zuerst in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und musste dann im Laufe der 70er Jahre notdürftig saniert werden. Nachdem sich die Marke in dieser Zeit immer stärker ins Abseits gelenkt hatte, folgt die zaghafte, aber kontinuierliche Rückkehr in die Erfolgsspur während der 80er Jahre.

Durch den Börsengang, neue Motorradmodelle und dem cleveren Marketingkonzept bekam Harley-Davidson schlussendlich wieder Oberwasser. Heute gehört neben der ursprünglichen Firma auch das Motorradunternehmen Buell, sowie die „Harley-Davidson Financial Services, Inc.“ zur Gruppe. Letztere berät unter anderem Händler von Motorrädern der beiden Marken Harley-Davidson und Buell in Sachen Finanzdienstleistung und Versicherung. Auch ein Modelabel gehört inzwischen dazu.

Ein üppiges Angebot für jedermann - die aktuellen Modelle von Harley-Davidson

Im Laufe seiner über hundertjährigen Geschichte hat Harley-Davidson unzählige verschiedene Modelle auf den Markt gebracht, bei denen es nahezu unmöglich erscheint eine objektive und umfassende Aussage über deren Tauglichkeit zu treffen. Im Folgenden soll sich daher nur auf die aktuellen Modelle des 2013er-Jahrgangs beschränkt werden, welche nach den folgenden Kategorien geordnet werden.

  • Sportster
  • Dyna
  • Softail
  • Touring
  • VRSC/ V-Rod
  • CVO

Die Sportster-Modelle – leistungsstarke Leichtgewichte und flexible Einsteigermodelle für alle Harley-Davidson-Neulinge

Die Leichtgewichte unter den Harley-Davidsons entpuppen sich als besonders einsteigerfreundlich und flexibel. Hergestellt wird der spezielle V2-Motor mit den Zylinderköpfen aus Leichtmetall dabei seit 1986, seit 2004 besitzen die Modelle einen komplett neu designten Rahmen. Die Motorengröße variiert zwischen 883 und 120 ccm und erlaubt den Erwerb einer Harley-Davidson inklusive klassischem V-Twin-Sound bereits für wenig Geld. Aktuell hat die Firma folgende Modelle auf dem Markt.

  • 883L Superlow
  • 883R Roadster
  • 883N Iron
  • 1200X Forty-Eight
  • 1200C Custom
  • 1200V Seventy-Two

Das „D“ steht für Dynamik - die Dyna-Modelle sind auf Aerodynamik und Fahrgefühl ausgerichtet

Bereits im Jahr 1991 debütierte das erste Modell aus Harley-Davidsons „Dyna“-Reihe. Sie ist ähnlich gebaut, wie die Softail-Modelle mit dem Unterschied, dass die Hinterradfederung nicht verbogen ist, sondern durch die klassischen Federbeine gestützt wird. Besonders der stabile Rahmen ist dabei auf Aerodynamik und Fahrgefühl getrimmt. Seit 2006 besitzt die Reihe darüber hinaus auch ein schräg verzahntes Sechsganggetriebe, welches unter anderem die Lautstärke leicht drosselt. Die „Dyna“-Modelle stellen dabei eine gute Zwischenstufe da, zwischen alltagstauglichem Straßenmodell und großspuriger Maschine. Folgende Modelle sind zu haben:

  • FXDB Street Bob
  • Super Glide Custom
  • FXDF Fab Bob
  • FXDWG Wide Glide
  • FLD Switchback

Die Softail-Reihe – flexible Harley-Davidson-Variante im klassischen Chopper Look.

Als Harley-Davidsons Antwort auf die immer populäreren Chopper-Modelle in den 80er Jahren kann die Entwicklung der „Softail“-Reihe verstanden werden. Seinen Namen erhielt das Motorrad durch sein gefedertes Heck, welches in „Hardtail“-Optik mit versteckten Stoßdämpfern daher kommt. Sie sind ausgerüstet mit dem modernen 103ci TwinCam Motor und ABS. Sie entpuppen sich als flexibel einsetzbare Alleskönner im Leistungsbereich zwischen 76 und 79 PS.

  • FXSB Breakout
  • FLSTF Fat Boy
  • FLSTF Fat Boy Special
  • FLS Softail Slim
  • FXS Blackline
  • FLSTN Softail Deluxe
  • FLSTC Heritage Classic

Die Touring-Modelle – voller Luxus und Robustheit für die weitesten Fahrstrecken

Wenn Sie mit Ihrer Harley-Davidson auf große Reisen gehen wollen, dann sollten die leistungsstarken Touring-Modelle Ihre erste Wahl sein. Die Abteilung gilt zurecht als Fachgebiet und Stärke der Firma, die robusten Modelle sind bis zu 82 PS stark und auf Langstreckentauglichkeit und maximalen Reisekomfort getrimmt. Der üppige TwinCam 103-Motor bringt dabei maximale Leistung, Doppelscheibenbremse, ABS und passende Reifen garantieren für die komfortable Fahrt, optionale Koffersätze für die entsprechende Ausrüstung bei folgenden Modellen:

  • FLHRC Road King Classic
  • FLHX Street Glide
  • FLHTK Electra Glide Ultra Limited
  • FLHTCU Ultra Classic Electra Glide

Die VRSC/ V-Rod-Modelle – leistungsstarke Alleskönner im Gewand eines Dragstar

Das Kernstück dieser Reihe bildet der 1.247 ccm Revolution Motor, welcher im Jahr 2002 erstmals vorgestellt und mithilfe von Porsche entwickelt wurde. Als einziger Motor des Herstellers ist er wassergekühlt und besitzt eine Leistung von 125 PS. In Anlehnung an die klassische Dragstar-Bauweise ist die Silhouette flach und recht lang gestreckt gehalten, fällt damit deutlich auf im Straßenverkehr. Vorverlegte Fußrasten, ein breiter 240er-Hinterreifen und eine leistungsintensive Brembo Bremsanlage mit serienmäßigen Antiblockiersystem sind ebenfalls ein Merkmal dieser Reihe. Da so ein edles Gefährt auch geschützt werden muss, besitzen die Modelle außerdem ein integriertes Security-System mit Alarmanlage und Wegfahrsperre, welches sich automatisch aktiviert, sobald der Fahrer sein Gefährt verlässt bzw. deaktiviert es sich, sobald er wieder zum Motorrad zurückkehrt. Aktuell hat Harley zwei Modelle aus der leistungsstarken Serie im Angebot:

  • V-Rod Muscle (VRSCF)
  • Night Rod Special (VRSCDX)

Die CVO-Reihe – limitierte Sonderanfertigungen für maximale Kundenzufriedenheit und individuellen Luxus

Streng genommen handelt es sich bei den CVO-Modellen nicht um Mitglieder einer einzelnen Modellfamilie, sondern um Maschinen aus verschiedenen Baureihen. Die Abkürzung steht dabei für „Custom Vehicle Operations“. Ingenieure, Techniker und Designer haben sich dafür zusammengetan und ganz eigene Modelle geschaffen. Diese High-End-Geräte sind limitiert, begehrt und besitzen eine umfassende Sonderausstattung, teilweise mit Komponenten, die in dieser Form noch gar nicht auf dem freien Markt erhältlich sind. Das Resultat ist maximaler Kundenanspruch in Kombination mit leistungsstarker Technik. Besonders die fantasievollen Außenlackierungen stellen dabei eine Augenweide dar. Allerdings hat diese Exklusivität auch ihren Preis. Durch die große Beliebtheit sind viele Modelle bereits lange im Vorfeld reserviert und ausverkauft, zumal die Modellserie 2013 auch lediglich auf 300 bis 500 Einheiten pro Gerät limitiert ist. Dazu zählen:

  • CVO Breakout
  • CVO Road King
  • CVO Road Glide Custom
  • CVU Ultra Classic E-Glide

Privat oder beim Fachhändler – worauf Sie beim Kauf gebrauchte Harley-Davidson Modelle achten sollten

Wenngleich sie fabrikfrisch und mangelbefreit sind, so kosten neuwertige Harley-Davidson-Modelle in der Regel eine ordentliche Stange Geld. Gebrauchte Modelle stellen dabei eine Alternative da, die Sie durchaus in Betracht ziehen sollten. Die zahlreichen Harley-Davidson-Shops in Deutschland bieten unzählige Gebrauchtmodelle an, die allesamt dem 99-Punkte-Gebrauchtfahrzeug-Check des Unternehmens unterzogen werden. Diese Qualitätskontrolle garantiert Ihnen den Kauf von Harley Davidson-Qualität auch im Gebrauchtzustand, ohne ihre Ansprüche herunterzuschrauben. Von der Fahrzeughistorie bis zur Leistung der Bremsen prüfen die Händler alle Geräte auf Herz und Nieren. Erst dann wird die unternehmensübliche „Extended Warranty“ ausgestellt. Diese Garantie beinhaltet so gut wie alle elektronischen und mechanischen Bauteile, mit Ausnahme häufiger Verschleißteile. Sie gilt für zwölf Monate, kann aber auch optional um ein weiteres Jahr verlängert werden.

Sollten Sie eine Maschine außerhalb eines Harley-Davidson-Vertragshändlers kaufen, so müssen sie ohne die Garantie aufkommen, können in der Regel aber individueller entscheiden. Dennoch sollten Sie in Eigenregie folgende Bereiche überprüfen:

  • Kilometerstand: Überprüfen Sie, wie viel das Motorrad bereits gefahren ist. Aber einer gewissen Höhe ist mit stärkerem oder häufigerem Verschleiß und Inspektionen zu rechnen. All dies kann ein auf den ersten Blick günstiges Motorrad teurer machen, als geplant.
  • Wie dicht ist das Gerät? Verliert es unnatürlich viel Öl? Ist die Zylinderkopfdichtung auch wirklich undurchlässig? In jedem Fall sollten Sie das Gerät im Vorfeld auf einer ausgedehnten Probefahrt testen und dabei auch auf auffällige Geräusche achten oder wie fließend das Fahrgefühl ist.
  • Checken Sie auch beim Privatkauf unbedingt den Vorbesitz des Modells, inspizieren Sie das Scheckheft ausgiebig und überprüfen sie, welche Inspektionen in welchem Zeitraum bereits durchgeführt wurden.
  • Überprüfen Sie, inwieweit das anvisierte Gebrauchtmodell mit dem Original übereinstimmt. Wurden Veränderungen vorgenommen oder neue Teile eingebaut? Wenn ja, sollte dieser Vorgang eindeutig benannt sein.
  • Lassen Sie sich im Vorfeld am besten die Fahrgestellnummer geben. Über diese lasen sich allerhand Informationen, wie das Modelljahr, der Produktionsort oder die Original-Garantie herausfinden. Denn nicht überall, wo Harley-Davidson draufsteht, ist auch Harley-Davidson drin.
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