Was Sie beachten müssen, wenn Sie Schmalfilm-Schnittgeräte suchen

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Was Sie beachten müssen, wenn Sie Schmalfilm-Schnittgeräte suchen

Für die Aufnahme mit einem Schmalfilmformat benötigt man natürlich zuerst einmal eine passende Kamera. Einige Voraussetzungen für das anschließende Schneiden des Films, das für ansehnliche Ergebnisse meistens unumgänglich ist, sollten auch beachtet werden. Mit einem Schmalfilm-Schnittgerät können die Filme geschnitten werden, das heißt hier geht es wirklich mit Schere und Kleber zu Werk. Filmemacher, die den Nostalgiefaktor schätzen, aber trotzdem auf den Komfort der digitalen Wiedergabetechnik nicht verzichten wollen, können den Film, sobald er nach den persönlichen Vorstellungen zusammengeschnitten ist, später auch digital aufzeichnen und auf DVD oder CD zu brennen. Auch eine Aufbereitung in High Definition (HD) wäre möglich, ist jedoch kompliziert, zeitaufwendig und mit hohen Kosten verbunden. Für den Anfang wenden wir die Aufmerksamkeit zuerst einmal dem Schnittgerät zu. Die Digitalisierung der Werke ist kein Muss, kann aber gleich mit eingebunden werden.

Der Schmalfilm

Um ein Schmalfilm-Schnitt- oder Schneidegerät effizient nutzen zu können, wird ein Rollfilm gebraucht, dessen Breite weniger als 35 mm beträgt. Der sogenannte Schmalfilm ist zum Beispiel in der Variante 8-mm-Film zu finden und wird sehr gerne als Kleinstformat in der analogen Fotografie genutzt. Die Besonderheiten des 8-mm-Films ergeben sich aus den Vorteilen, die diese Rollfilmart brachte. Aufgrund des dünnen Films konnten die Kameras sehr klein gebaut werden und waren so für die meisten erschwinglich. Die Anschaffungskosten waren damit relativ gering, genau wie die Kosten für Filmmaterial oder Ersatzteile.

Es gibt verschiedene Arten des Schmalfilms, besonders des 8-mm-Films. Diesen gibt es zum Beispiel als Super-8-Film, Doppel-8-Film oder Single-8-Film. Jede Art bietet einen anderen Vorteil. So werden bei einem Doppel-8-Film ein 16-mm-Film genutzt, der während der Entwicklung in zwei Hälften geschnitten wird. Er ist somit doppelt perforiert. Durch die große Perforation kann der Film sicherer transportiert werden als der Super-8-Film, und ist damit weniger störanfällig.

Der 16-mm-Film

Es gibt neben dem 8-mm-Film und 9,5-mm-Film auch den 16-mm-Film, der lange Zeit eine der beliebtesten Arten des Filmens war. Er wurde 1923 eingeführt und war bis 1980 der am häufigsten genutzte Rollfilm der Dokumentations-Filmer. Die 16-mm-Filmrolle ist beidseitig perforiert, liefert in der einseitigen perforierten Lochung aber eine bessere Tonaufnahme. 16-mm-Film ist semiprofessionelles Material und konnte auch für hochwertige Produktionen genutzt werden. Der typische Fuß des Filmes enthält 40 Bilder und nach dem Auftragen einer Magnetspur konnte der Ton extrem verbessert werden.

Der 9,5-mm-Film und weitere Formen

Ein weiteres Format, das eine lange Zeit genutzt wurde, war das 9,5-mm-Film-Format. Dieses wurde nach einiger Zeit von dem 8-mm-Film und 16-mm-Film verdrängt, doch gab es erhebliche Vorteile mit diesem Format. Da die Perforation in der Mitte des Filmstreifens ist, kann bei 9,5mm-Filmen fast die gesamte Breite für die Belichtung verwendet werden. Die Qualität reichte an einen 16-mm-Film heran, doch waren die Kameras leichter und nicht so teuer.

Es gibt noch weitere Arten von Schmalfilmen, die sich aber nie richtig durchgesetzt haben und von den drei Typen verdrängt wurden. Hier kann zum Beispiel das Duplex/Monoplex-Format. Dieses war ein 9,5-mm-Film, der quer durch die Kamera gesponnen wurde und wie ein 8-mm-Film umgedreht werden musste. Damals der wirtschaftlichste Film. Die 17,5 mm wurden unter anderem für das Pathé-Rural-System genutzt, das auch Filmkopien in abgelegenen Orten abspielen konnte. Das frühe 28,5 mm Heimkino-Format hat sich nur bis in die 50er Jahre gehalten.

Bestimmte Filmkameras

Um den Film aufzeichnen zu können, wurden kleine Filmkameras genutzt, die die perfekte Größe für den Rollfilm aufweisen konnten. Sie gab es für jedes Schmalbild-Format. Erheblich günstiger wie das Breitfilm-Format konnten selbst Kleinverdiener Urlaubserlebnisse und Familienfeste aufzeichnen. Auch das Einlegen des Films gestaltet sich einfach.

Das Schnittgerät

Das mit einem Schnittgerät für Breitfilm kein Schmalfilm geschnitten werden kann, ist logisch. Daher gab es spezielle Schnittgeräte, die sich perfekt auf den Film einstellen konnten. In der heutigen Zeit sind diese auch sehr günstig zu bekommen. Oft sind sie mit einem Bildschirm verbunden, damit man bei Schneiden auch exakt die richtige Stelle findet.

Wichtigste Begriffe

Film

Der Rollfilm ist das Grundmaterial für ein Bild. Eine Filmkamera macht 24 Bilder pro Sekunde, wodurch der Eindruck einer flüssigen Bewegung entsteht. Film, die schmaler sind als 35 mm nennt man Schmalfilme. Sie werden oft als Kleinbild bezeichnet.

Schnittgerät

Schnittgeräte sind in der Regel einfach mechanische Geräte, die das Schneiden und Zusammenkleben von Filmen ermöglichen. Es gibt sie sowohl in kleinen, handlichen Ausführungen als auch in großen Versionen für den professionellen Einsatz.

Filmbetrachter

Sind eine Vorrichtung zur Betrachtung von Kleinbildfilmen. Sie selbst sind nicht sehr groß und transportabel. Nach dem Einlegen des Films, kann zwischen den einzelnen Bildern gescrollt werden, die dann über den Bildschirm betrachtet werden können.

Klebepresse

Die Klebepresse ist neben dem Schnittgerät sehr wichtig. Mit Filmkitt und der Heißklebepresse werden die einzelnen Filmstücke zu einer Filmrolle verbunden, die dann im Projektor abgespielt werden kann. Es gibt Trocken- oder Nassklebeverfahren.

Soundgerät

Eine weitere Komponente, die für einen guten Film nötig ist. Hier werden die Tonspuren bearbeitet und optimiert.

Szenenordner

Mit einem Szenenordner können die einzelnen Szenen nach dem Dreh geordnet werden.

Schneidetisch

Der Schneidetisch ist eine Kombination aus Soundgerät, Schnittgerät, Vorführer und Klebepresse. Sie sind meistens in gehobenen Preisklassen, liefern dafür aber viele Möglichkeiten. Hier können gleichzeitig mehrere Rollen bearbeitet werden und der Film wird besser synchronisiert. So entstehen keine Fehler im Film, wie zum Beispiel asynchrone Dialoge.

Filmkitt

Filmkitt ist äußerst wichtig zur Verarbeitung des Films. Eigentlich ist er gar kein Kitt, sondern ein Lösungsmittel, welches mit verschiedenen Zusätzen bearbeitet wird, damit der Film aneinander haftet. Er sollte nur in kleinen Mengen benutzt werden, denn sonst wirkt der Film nicht mehr natürlich, wirft Blasen oder wird uneben. Der Spleiß ist wichtig für den Film, auch wenn dieser schon alt ist und zerfallen könnte.

Filmschnittgeräte nutzen

Es gibt immer noch eine breite Auswahl an Schmalfilm-Schnittgeräten, denn die analoge Fotografie wird von Sammlern und Nostalgikern gerne genutzt. Vor dem Kauf sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass eigentlich jedes Schnittgerät für den Schmalfilm nutzbar ist, solange es kein Breifilm-Schnittgerät ist. Sie sind sehr handlich und können auch unterwegs genutzt werden, was sie äußerst praktisch macht.

Um den Film richtig schneiden zu können, werden neben dem Schnittgerät auch ein Filmvorspann und Markierungsstifte benötigt. Der Filmvorspann wird aus technischen Gründen vor den eigentlichen Film gefügt, damit auf der Aufwickelspule des Projektors nicht schon Bilder vom Film sind, bevor der Projektor gestartet wird. Mit den Markierungen können falsche Bilder aussortiert werden, die zum Beispiel zu schlecht belichtet wurden oder Fehler enthalten.

Den Film kleben

Wurden alle Filmteile ausgewählt, ist es nun wichtig eine Klebepresse zu besitzen, denn ohne sie können die einzelnen Teile nicht verbunden werden. Es gibt zwei Verfahren, mit denen der Film zusammengefügt werden kann: Das Nassklebeverfahren ist eine sehr gründliche Art der Verbindung, denn dabei wird unter heißen Temperaturen ein flüssiges Kitt auf die Enden gebracht. Das Trockenklebeverfahren nutzt nur Klebebänder und verhindert eine Blasenbildung.

Eine Klebepresse eignet sich sehr gut für den sofortigen Einsatz, da sie sehr handlich sind. Auch der Einsatz am Set kann erfolgen, denn sie werden in Taschen transportiert. So können sie einfach und ohne Beschädigung genutzt werden und stehen jederzeit zur Verfügung.

Der Filmbetrachter

Unter dem Betrachterwird ein Gerät verstanden, das die Bilder des Rollfilms anzeigen kann. Der Betrachter dient auch zum Bearbeiten des Films und sollte nicht mit dem Projektor verwechselt werden. Ein Filmbetrachter bietet die Möglichkeit, zwischen den Bildern hin und her zu schalten. Wurde zum Beispiel ein falsches Bild entdeckt, wird dieses markiert. Dabei wird ein Loch oder eine Ecke aus dem Bild gestanzt und der Schneider oder Editor erkennt dann die markierten Bilder. Der Einsatz am Set ist auch hier wieder möglich, da die Geräte meistens ziemlich handlich sind.

Das Besondere an den Betrachtern ist die Funktionalität. Im Aufbau ähneln sie einem alten Computer, doch sind die Möglichkeiten für den Fotografen sehr groß. Dieser muss nicht alle Negative selbst betrachten um herauszufinden, ob das Bild gut ist. So wird auch Rollfilm eingespart, der sonst verschwendet wird und weitere Kosten verursacht. Das Einspannen des Films ist sehr einfach.

Digitale Aufarbeitung und Schnitt

Der Schnitt des Films entsteht durch ein Schnittgerät. Hierbei ist die Funktion wie bei einem Papierschneidegerät, nur das stattdessen ein Film verwendet wird. Die Schnittgeräte können entweder einzeln oder in Verbindung mit einem Schneidetisch auftauchen. Bei einem Schneidetisch ist die zusätzliche Nutzung des Tongerätes vorteilhaft.

Um die Wiedergabe alter Schmalspurfilme zu erleichtern, lassen sie sich heute ohne großen Aufwand digital aufbereiten. Digitalfilm kann aus alten Filmrollen gewonnen werden, sobald dieser mit einem Filmscanner in Datenform verfügbar ist. Diese Daten können dann am PC bearbeitet werden und so entstehen sogar Filme, die auf großen Bildschirmen begeistern. Auch das Brennen auf DVD, CD oder Bluray ist möglich.

Fazit

Die Nutzung eines Schmalfilm-Schnittgerätes ist sehr wichtig für den analogen Filmer, der eine Schmalfilmkamera verwendet. So lassen sich aus den einzelnen Aufnahmen auch Filme erzeugen. Hier sollte immer auf das jeweilige Modell geachtet werden, denn nicht an allen Geräten kann man alle Filmformate bearbeiten. Die Bearbeitung ist einfach und die Ergebnisse sind filmreif.

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