Warum schreit mein Baby?

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Gesunde Babys schreien! Nicht immer, aber oft. Babys schreien, um sich Luft zu machen, sich auszudrücken, wahrhaft unsäglichen Hunger kundzutun und manchmal auch aus Langeweile. Für das Schreien eines Babys gibt es mindestens so viele Gründe, wie für das Unwohlsein eines jeden von uns. Das Baby kann sich nicht anders ausdrücken und schreit was das Zeug hält, um dem unerfreulichen Missstand schleunigst Einhalt zu gebieten. Errät man sofort, was das Baby "drückt" wird man prompt mit einer gnädigeren Miene belohnt. Braucht man einen Moment, bis man herausfindet, was den Zorn und die Verzweiflung des kleinen Lieblings ausgelöst hat, muss man manchmal einige Minuten schweißtreibenden Geschreis über sich ergehen lassen.

Sicherlich braucht man eine gewisse Übung, um die unterschiedlichen Bedürfnisse aus dem - für die eigenen Ohren zunächst einheitlich klingenden - Geschrei herauszuhören. Das Baby merkt sofort, wenn man dabei nervös und unsicher wird. Die eigene Unruhe überträgt sich auf das Kind und das führt wiederum zu verstärktem Schreien. Die wichtigste und manchmal am schwierigsten zu befolgende Grundregel lautet: Ruhe bewahren! Das Baby merkt schon, wenn Sie versuchen zu helfen und es verzeiht sicher, wenn Sie mal nicht sofort die richtige Idee haben. Weiterschreien muss es leider trotzdem, denn Sie würden ja sonst glauben, der Schaden sei behoben und sich möglicherweise verfrüht anderen Dingen widmen.

Die sechs häufigsten Schrei-Gründe

Gesunde Babys schreien meistens aus folgenden Gründen:

Hunger oder Durst .....

..... erkennt man meistens daran, dass sich das Baby durch Hochnehmen oder Wiegen kurz beruhigen lässt, aber sofort anfängt, die Brust zu "suchen" und kurz darauf weiter schreit oder weint.

Windel ist nass oder voll

Bedürfniss nach Zuwendung

Ein Baby hat ein ausgeprägtes Bedürfnis nach Nähe und Zuwendung. Oft lässt es sich schon durch Hochnehmen und Herumtragen oder beruhigendes Erzählen trösten.

Müdigkeit .....

..... erkennt man in der Regel daran, dass das Baby sich nur sehr schwer beruhigen lässt und man das Gefühl hat, es wird mit jedem Ablenkungsversuch noch schlimmer. Das Baby ist dann einfach überreizt und braucht Ruhe.

Die Zähnchen kommen?

Bei einigen Babys ist das so genannte "Zahnen" allem Anschein nach mit Schmerzen oder zumindest mit Irritationen im Kiefer verbunden. Hier scheiden sich jedoch die Geister: Die einen meinen, man macht die Zähnchen für zu viel des Geschreis verantwortlich, die anderen schwören, dass die Babys beim Zahnen häufig wirklich vor Schmerzem schreien.

Schmerzen / Unwohlsein

Wenn Sie den Eindruck haben, Ihr Baby hat Schmerzen oder ist krank, suchen Sie sicherheitshalber eine Kinderärztin oder einen Kinderarzt auf, nur sie können Krankheiten wirklich feststellen oder ausschließen.

Mal schreien lassen?

Am besten lassen Sie Ihren Säugling entgegen aller Ratschläge und Tipps aus dem Bekanntenkreis nicht "einfach mal " schreien. Die häufig empfohlenen "harten Methoden" entsprechen weder Ihrem eigenen Bedürfnis noch dem des Babys. Ihr eigener Körper ist in Hochspannung wenn das Kind schreit und das Kind schreit wesentlich intensiver, wenn Sie nicht zu Hilfe eilen.

Die Schreiintensität und Schreidauer lassen im Normalfall auf längere Sicht nach, wenn das Kleine merkt, dass auf sein Schreien promt reagiert wird und es nicht immer laut und lange, anhaltend brüllen muss, bis überhaupt jemand kommt. Der Schrei eines Säuglings ist niemals Gängelei, auch wenn man oft versucht ist, es dafür zu halten, es ist immer ein Hilferuf. Er muss selbstverständlich nicht immer etwas Schlimmes zur Ursache haben. Trotzdem ist es sinnvoll, nachzusehen und das Kind zu trösten und hochzunehmen, wenn es im Bettchen oder Laufstall liegt.

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