Warum quietschen Keilriemen bei Kälte?

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Warum quietschen Keilriemen bei Kälte?

Bestimmt ist es Ihnen auch schon aufgefallen: Ist es morgens frostig kalt, ertönt beim Starten des Autos oftmals ein lautes und nerviges Quietschen. Der Keilriemen meldet sich lautstark zu Wort. Im schlimmsten Fall beruhigt er sich erst nach einige Metern Fahrt wieder, nur um am folgenden Morgen erneut auf sich aufmerksam zu machen. Doch warum Quietscht ein Keilriemen überhaupt? Und warum am liebsten in der kalten Jahreszeit? Lesen Sie hier, woran das liegt und wie Sie dieses störende Geräusch beseitigen können.

  

Der Keilriemen im Winter - Kälte und Feuchtigkeit verringern den Grip

Der Keilriemen im Auto dient als Antriebsriemen für die Lichtmaschine sowie für Wasserpumpe und Ventilator. Er besteht aus einem Gummigemisch mit einer Einlage aus Textilgewebe oder Stahl. Gummi dehnt sich bei Hitze aus und zieht sich bei Kälte zusammen. Gleichzeitig wird das Material bei kalten Temperaturen steif und verliert einen Teil seiner natürlichen Elastizität. Dies passiert besonders dann, wenn der Keilriemen schon älter ist und schon etwas von seiner früheren Spannkraft eingebüßt hat. In diesem Fall rutscht der Keilriemen durch. Das heißt, wenn die Antriebsscheibe beschleunigt, verliert der Keilriemen die Haftung auf einer der beiden Riemenscheiben. Feuchtigkeit auf den Keilriemenscheiben verstärkt das Problem noch. Es dauert einige Zeit, bis der Keilriemen seine Griffigkeit wiedererlangt. Durch das Durchrutschen entsteht Reibungswärme, die dafür sorgt, dass die Feuchtigkeit abtrocknet und das Material des Keilriemens elastischer wird. Wenn der Antriebsriemen wieder greift, hört das Quietschen schlagartig auf.

 

Zusätzliche Verbraucher im Winter machen die Lichtmaschine schwergängig

Eine weitere Ursache für quietschende Keilriemen im Winter ist die erhöhte Anzahl an Verbrauchern, die an der Lichtmaschine hängen. Ist es im Sommer nur die Lüftung, sorgen Heckscheibenheizung, Licht und Gebläse zur Winterzeit dafür, dass die Lichtmaschine schwergängiger ist als im Sommer. Dadurch benötigt der Keilriemen deutlich mehr Kraft, um sie anzutreiben. Kommen dann noch obengenannte Ursachen hinzu, rutscht der Antriebsriemen öfters einmal durch. Ältere Keilriemen quietschen übrigens auch in der warmen Jahreszeit hin und wieder. Vor allem bei Regen lässt der Grip nach und es ertönt das lästige Geräusch.

 

Quietschender Keilriemen – so sorgen Sie für Ruhe im Auto

Häufig wird Autofahrern geraten, den Keilriemen nachzuspannen, damit das Quietschen aufhört. Erfahrungsgemäß hat das Spannen, wenn überhaupt, nur einen kurzzeitigen Effekt. Schon nach kurzer Zeit quietscht der Antriebsriemen erneut. Die einzig wirkliche Abhilfe gegen dieses unliebsame Geräusch ist der Austausch des alten Keilriemens gegen einen neuen. Neue Antriebsriemen sind wesentlich Griffiger und elastischer und treiben Lichtmaschine und Co auch im Winter zuverlässig und geräuschlos an.

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