Warum fast alle AKAI Tonbandgeräte defekt sind .... !

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Das ist ganz einfach ! Fast alle ursprünglichen AKAI Besitzer haben die Betriebsanleitung nicht aufmerksam gelesen ! Es geht um die originalen AKAI NAB Adapter. Diese können am Spulenteller in 2 Positionen montiert werden. Position 1 für dickere Kunststoffspulen und Positon 2 für dünnere Aluspulen. Betreibt man nun das Gerät mit der falschen Spule in Verbindung mit der falschen NAB Adapter Position, dann ergeben sich minimale Spurlagefehler, die dazu führen, daß ein Höhenverlust eintritt und die Pegel sich bei Vor und Hinterband unterscheiden - und zwar auf einem Kanal stärker als auf dem anderen (ich meine nicht den gleichmäßigen db-Abfall auf beiden Kanälen aufgrund der unterschiedlichen Bandmaterialien). Das wird durch die 4 Spur Autoreversetechnik noch verstärkt, da die Tonkopfspalte sehr schmal sind und kaum Toleranzen zulassen.

Was machte nun der unzufriedene Nutzer ? Er suchte zweit bis drittklassige Werkstätten auf, die öfter sogar Tonkopfdefekte diagnostizierten. Was für ein Blödsinn ! Ich glaube ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, daß 95 % aller ausgetauschten Köpfe unnötig ausgetauscht worden sind.

Die Werkstätten wußten es oft - haben aber prima daran verdient. Wenn der Tonkopf nicht ausgetauscht wurde, dann wurden die am Boden befindlichen Einstellpotis der Hauptplatine munter verdreht. Dazu wurde von diesen ahnungslosen Ignoranten die Versiegelungsfolie durchstochen und ein wenig am Level und ein wenig am Bias gedreht - solange bis die Signale bei Vor und Hinterband wieder gleich waren. Oft wurden auch die Tonköpfe sinnlos verstellt. Jedes Schräubchen was erreichbar war, wurde ein wenig nach rechts und nach links gedreht - in der Hoffnung der Pegel würde sich angleichen. Meistens war es jedoch eine Kombination aus Fummeln am Tonkopf und drehen an den internen Potis. Der Kunde war meistens zufrieden, wenn die Pegel wieder gleich zappelten und das Gerät war nun in Wahrheit versaut. Seriöse Werkstätten haben das Gerät aufwendig neu eingemessen. Das sind aber die wenigsten Geräte. Ich möchte behaupten, daß 80 % aller AKAIs nicht mehr den Werkseinstellungen entsprechen und ihr Klangpotential nicht voll entfalten können. Die Frequenzgänge sind verbogen und die Geräte klirren, daß es einem die Schuhe auszieht. Was solls sagen die einen - wer hört schon 20000 HZ ? Hauptsache die Teile sehen geil aus und die VUs zappeln ein wenig. Schade sagen die anderen - durch die NAB Adapter sind die Geräte unnötig verstellt worden. Wer kennt sich heute schon noch mit AKAI Geräten aus ? Die Service Leute vom alten Schlag sind alle in Rente oder schon tot und AKAI selbst gibt es bei uns nicht mehr. Die aufwendigen Meßplätze sind alle aufgelöst und bei den Stundenlöhnen heute, kann es sich niemend mehr leisten sich 3 Stunden Zeit zu nehmen und eine AKAI vernünftig einzumessen. Was macht der leidenschaftliche Sammler - er kauft immer weitere Geräte und hofft, daß endlich eins dabei ist, welches vernünftig klingt, bzw. welches noch intakte Poti Versiegelungsfolien und originalen Tonkopfversiegelungslack hat. Der "Ausschuß" wird schnell bei Ebay weiterverkauft. Schade um die schönen Geräte !

Mein Rat für AKAI Tonband Käufer: Wollen Sie sich ein AKAI Autoreverse Tonbandgerät zulegen - egal ob GX 400 D oder GX 747 - prüfen Sie, ob die Folien an der Bodenplatine durchstochen wurden. Das ist ein untrügliches Zeichen, dafür daß an dem Gerät herumgewerkelt worden ist. Prüfen Sie, ob der originale Versiegelungslack an den Tonköpfen noch vorhanden ist oder ob bunter Nagellack darüber gekleckst wurde. Besitzen Sie ein Gerät, wo die Potischutzfolien noch intakt sind und wo der Tonkopfversiegelungslack noch original ist - hüten Sie es wie einen Augapfel - es gibt nicht mehr viele davon.  

Nachtrag: Ich habe nun erfahren, daß gerissene Abzocker versuchen Ihre Maschinen durch das überkleben der Potiöffnungen mit Tesa von innen als unverbastelte top Geräte auf den Markt zu bringen. Was soll ich dazu sagen - die Menschen sind halt schlecht ! Bandmaschinenkauf ist Glückssache ! Es hilft also nur noch das Geät unten aufzuschrauben und sich zu vergewissern ob es sich um frisches Tesa oder 20 Jahre alte Akaifolie handelt. 

P.S. Spurlagefehler können auch von verbogenen Fühlhebeln herrühren ! Spurlagefehler können aber auch bei TEAC R Modellen - Technics 1506 /1700 - Pioneer RT 909 , Tandbergs und Sonys auftreten, wenn man falsche NAB Adapter benutzt und die dünnen Gummischeibchen oder Distanzscheibchen nicht verwendet. Diese Spurlagefehler um Gottes Willen nicht damit versuchen zu korrigieren, daß man an den internen Geräteeinstellungen herumfummelt oder die Tonköpfe verstellt ! Dann geht der Ärger erst richtig los !

Sonderfall GX 77 - hier bricht gerne ein Plastikzapfen ab, an der eine Feder die Andruckrolle in hochgefahrener Position nach oben zieht. Das ist dann auch ein Spurlagefehler und wirkt sich auf die Pegel aus. Es gibt eine Reparaturmöglichkeit - auf jeden Fall nicht versuchen das Problem mit den inneren Einstellpotis zu lösen. Dieser Hinweis kommt wohl für die meisten Geräte zu spät. Merke - eine GX 77 mit abgebrochenem Zapfen und korrekten Pegeln ist innen bereits garantiert verstellt worden ! Der Zapfen bricht übrigens ab, da man dem Kunststoff irgendwann mal mit dem falschen Öl zu nahe gekommen ist - dies zerstört die Molekülstruktur langsam und es bricht - Knack ! Meistens merkt man es dann erst an den unterschiedlichen Pegeln.

 

Wegen vieler Fragen:

OK - noch einmal langsam zum mitschreiben. Bei AKAI Geräten sind Gummi Scheiben nicht notwendig, da die unterschiedlichen Dicken von Alu und Kunststoffspulen durch den Adapter selbst ausgeglichen werden können. Bei allen anderen Marken (TEAC, SONY, TECHNICS, PIONEER, TANDBERG usw.)  müssen die Gummischeiben beim Betrieb mit Aluspulen benutzt werden !

Akai Adapter funktionieren nur an Akai Maschinen korrekt !

Alles andere ist Murks und führt zu Spurlagefehlern und damit verbundenen Höhenverlusten oder Übersprechen von der gegenläufigen Tonbandspur !

Merke - ein 1/4 Spur Tonbandgerät welches mit falschen markenfremden NAB Adaptern (oder ohne Gummischeibe) ein exakt gleiches Signal rechts wie links bei Vor und Hinterband zustande bringt ist garantiert innen schon einmal verstellt worden !

Und noch eine Fehlerquelle: Manche Schlaumeier haben den Bandteller auf der Motorachse verschoben, um Spurlagefehler zu korrigieren. Das ist dann auch tödlich und nur mit größtem Mess Aufwand wieder auszubügeln (und die Soll Maße muß man erst einmal haben) !

 

Vielen Dank fürs Lesen und Bewerten dieses Ratgebers ! 

 

Nachtrag :  Sorry - aber das verstehe ich nicht - 9200 Ebayer lesen diesen Ratgeber und nur schlappe 850 bewerten ihn auch.... 

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