Warum es sich lohnen kann, einen Fernseher mit eingebautem DVB-T Receiver zu kaufen?

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Warum es sich lohnen kann, einen Fernseher mit eingebautem DVB-T Receiver zu kaufen?

Immer mehr Fernseher verfügen über einen digitalen Empfang. Vorbei sind die Zeiten, in denen mühsam Zimmerantennen ausgerichtet werden mussten, um wenigsten eine Handvoll Sender in annehmbarer Qualität empfangen zu können. Mit der fortschreitenden Digitalisierung hat sich auch die TV-Landschaft wesentlich verändert.

Fernsehapparate sind dank Flatscreen stets eleganter geworden, parallel dazu hat sich die Empfangstechnik digital gewandelt. Nicht nur das ankommende Signal, auch die Umsetzung des Geräts läuft auf immer mehr Fernsehern auf hohem Niveau. Hinzu tritt die Flexibilität: Ob Computer, Wohnzimmer-TV oder Smartphone, die Übergänge in Sachen TV-Konsum sind fließend und überbücken mit immer neuen Innovationen ehemalige Unterschiede in der Benutzung verschiedener Geräte. 

Einen wesentlichen Faktor stellen dabei die unterschiedlichen Arten des Empfangs dar: Neben der klassischen Methode des analogen Empfangs – der immer weiter auf dem Rückzug ist – hat sich der digitale Weg etabliert. Hier existieren verschiedene Optionen, eine besonders flexible und zudem preisgünstige ist mit DVB-T gegeben. Daneben gehören noch weitere Empfangsarten zur Familie des digitalen TVs. Erfahren Sie anhand dieses Ratgebers alle notwendigen technischen Voraussetzungen einer entsprechenden Empfangbarkeit. Machen Sie sich ein Bild über Vorteil und Nutzen dieses Verfahrens und schätzen Sie Ihre individuellen Möglichkeiten bezüglich einer DVB-T-Nutzung ab. 

Drei Wege zum digitalen Vergnügen: Antenne, Kabel und Satellit

Die Vielfalt ist relativ groß, wenn es um die Möglichkeit des digitalen Empfangs geht. Am nächsten zum analogen Anschluss befindet sich der Weg über das digitale Kabel. Es gehört zusammen mit der Antenne zu den jüngeren Erfindungen am Markt, den Anfang des Digitalen besorgten bereits vor vielen Jahren die Satellitenschüsseln. Im Grunde sind alle drei Verfahren in ihrem Endprodukt gleich, ein gestochen scharfes Bild, das sich deutlich vom Niveau einer analogen Übertragungsweise abhebt.

Keinesfalls kann ein zeitgemäßes TV-Modell ohne spezielle Ausstattung einfach so an ein digitales Empfangsnetz angeschlossen werden, vielmehr tut der detaillierte Blick auf die Einstellungen Not. Drei hauptsächliche Übertragungswege sind vorhanden und wollen dementsprechend in die Planungen mit einbezogen werden. Die Kürzel hierfür lauten DVB-C, DVB-S und eben DVB-T. Allen drei gemein ist ein entsprechender Receiver, der die eingehenden Daten in ein TV-gerechtes Format umwandelt, nämlich das Fernsehbild. Derartige Receiver waren in den Anfangsjahren stets separat zu erwerben, erst seit wenigen Jahren sind die Hersteller verstärkt dazu übergegangen, die passenden Geräte serienmäßig in ihren Fernsehapparaten zu verbauen. Gerade bei einem Neukauf ist also besondere Aufmerksamkeit geboten, mit etwas Glück erhalten Sie gleich ein Exemplar für alle drei Empfangsmöglichkeiten auf einmal. Derartige Kombinationen sind allerdings nicht die Regel. 

Intern oder extern: Ohne Receiver kein Bild

Der Receiver regelt den digitalen Empfang und muss nicht selten extern angeschlossen werden. Mittels Receiver sind viele Möglichkeiten gegeben, den TV-Konsum entsprechend zu unterstützen. Nach Bedarf fungieren bestimmte Receiver auch als Festplatte, so lassen sich im großen Rahmen digitale Sammlungen anlegen. Aber nicht nur zum Aufspielen von fertigen Filmen eignet sich die Technik, auch Übertragungen aus dem Fernsehen sind direkt mitzuschneiden und im digitalen Format ganz ohne CD abzuspeichern. Hinzu tritt der immense Zeitgewinn: Durch eine Verbindung mit einem Computer oder Smartphone können Daten jederzeit ausgetauscht werden. Diese Sonderleistungen gehören nicht zur durchschnittlichen Ausstattung, hier spielt einmal mehr Ihre persönlich Vorliebe die Hauptrolle. 

Die drei Grundlagen des digitalen Empfangs

Das Namenskürzel „DVB" ist leicht entschlüsselt: „Digital Video Broadcasting", nicht weiter schwierig gestaltet sich auch die Herleitung der drei entsprechenden Einzelbuchstaben. Dabei steht das „C" für „Cable", also Kabel, das „S" für Satellit und das „T" für terrestrisch. Jeder Weg für sich genommen birgt seine Vor- und Nachteile.

Die Option des Kabels dürfte den meisten Nutzern vertraut sein, Kabel gehören zur elektronischen Grundausstattung dazu, selbst bei modernen transportablen Geräten sind sie nach wie vor unverzichtbar. Der Begriff „Kabel" hat hier natürlich einen doppeldeutigen Sinn, neben dem Kabel als eigentlicher Leitung benutzt die Industrie den Ausdruck auch als Metapher für eine Art des Sender-Empfangs. In der Tat läuft das Signal des DVB-C ausschließlich über eine Kabelleitung; sollten Sie keinen Kabelanschluss besitzen – der genaue Anbieter spielt dabei eine wichtige Rolle – fällt diese Option flach. Bei bereits vorhandenem Kabelfernsehen muss unbedingt geklärt werden, ob der jeweilige Anbieter den digitalen Zugang prinzipiell anbietet, was bei den meisten Firmen aber der Fall ist. Unabhängig davon wäre ein spezielles Einrichten des Kabelempfangs finanziell wenig lohnend, an dieser Stelle böten sich Alternativen an.

Eine davon ist der Übertragungsweg mittels DVB-S. Beim Satellitenempfang gilt es natürlich einen gewissen Umstand zu beachten, denn nicht jeder Vermieter gestattet ohne Weiteres die Montage einer Schüssel. Das Herausfinden der richtigen Position und die anschließende Installation wären wiederum unkomplizierte Maßnahmen, die auch handwerklich eher Unbegabten keine großen Mühen bereiten dürften. Der Balkon oder das Fensterbrett sind in den meisten Fällen als Aufstellort ausreichend.

Der Satellitenempfang bringt aber nicht nur den Nachteil der relativ hohen Anfangsinvestition mit sich, sondern wandelt sich nach einem längeren Zeitraum sogar in einen klaren Vorteil: Wo der Kabelempfang laufend Kosten verursacht, in Form der monatlich anfallenden Gebühr, bleibt es via Satellit beim einmaligen Aufwand gleich zu Beginn – mit dem Kauf der Schüssel geht keine vertragliche Bindung einher. Bei der Kabeloption müssen Sie neben der grundsätzlich zu zahlenden Rundfunkgebühr immer auch die Verpflichtungen aus dem bestehenden Vertrag mit dem Kabelnetzbetreiber in Ihre Kostenaufstellung mit einbeziehen.

Alternative zu Kabel und Satellit: Die terrestrische Option

Mit der DVB-T-Technik wird der herkömmliche Übertragungsweg über die Antenne genutzt. Auch wenn dafür nicht jede Antenne infrage kommt, bietet dieses Verfahren doch den unkompliziertesten und kostengünstigsten Zugang aller digitalen Formate. Allerdings ist die überwältigende Mehrzahl der Dachantennen in Deutschland in der Lage, das digitale Signal zu empfangen, lediglich uralte Exemplare scheiden aus. Praktischerweise nutzt DVB-T die alten Leitungen, ohne dass Veränderungen vorgenommen werden müssen.

Ein entsprechender Receiver ist natürlich wie bei den beiden anderen Methoden Voraussetzung, auch hier gilt es, zwischen externen und internen Einrichtungen zu unterscheiden. Das bundesweite Angebot an Sendern und deren Empfangsprognosen sind online einsehbar, ebenso werden die Receiver während des Betriebs einem regelmäßigen Update unterzogen. Auch wessen Haus über keine Dachantenne mehr verfügt, muss nicht auf DVB-T verzichten: Mit einer kleinen Zimmerantenne lässt sich der Empfang herstellen, die Qualität ist gleich, kann allerdings bei einer ungünstigen Position (Nähe zu stark belasteten Funknetzen etwa) temporären Störungen ausgesetzt sein.

Viele Hersteller legen ihren Receivern gleich eine solche Antenne bei, aber auch der eventuelle Nachkauf erfordert kein Vermögen. Mögliches Plus in der Handhabung einer Zimmerantenne: Befindet sich der Sendemast in der Nähe, liefert die Antenne im Zimmer sogar ein deutlich besseres Bild als das Pendant auf dem Dach. Grund dafür ist das verstärkte Signal, dass der Zimmerantenne im Gegensatz zur verteilenden Dachantenne an den Fernseher zu senden möglich ist.

DVB-T auch als mobile Alternative

Die Einrichtung der Zimmerantenne lässt sich beliebig ausweiten. Ob Wohnmobil oder Auto, Gartenhaus oder Urlaubsdomizil, der Anschluss via DVB-T ist immer zügig hergestellt. In Zeiten handlicher und vor allem flacher TV-Geräte stellt der Transport keine Schwierigkeit mehr dar. Umso reibungsloser verläuft er, wenn der Receiver gleich in den Apparat eingebaut wurde. Das Verlegen von Kabeln entfällt, und bei einem Neukauf des Fernsehers, der sowieso anstand, sind bei aktuellen Modellen fast ausnahmslos DVB-T-Receiver integriert, sodass an diesem Punkt noch nicht einmal ein Zusatzkauf fällig wird.

Ein eklatanter Nachteil besteht wiederum in der Auswahl der Programme: Von der Vielfalt eines kabel- oder satellitengestützten Empfangs kann der Nutzer von DVB-T nur träumen. Die Gesamtzahl der Sender liegt deutlich unter dreißig, hinzu kommt eine eher abnehmende Tendenz, was die Ausweitung betrifft. Auf Pay-TV und ausländische Sender muss komplett verzichtet werden, dafür besteht für Radiofreunde die Option, eine größere Zahl an Sendern in erstklassiger Digitalqualität zu empfangen.

Trotz dieser Einschränkung im TV-Bereich liegen die Vorteile von DVB-T auf der Hand: Mit wenig Aufwand gelangen Sie als Nutzer in den Genuss einer digitalen Übertragung, der - je nach Sender sind unterschiedliche Kompressionsraten gegeben – einer Bildrate auf Blu-ray-Niveau in nichts nachsteht. Dass die Unterhaltungsindustrie in der Grundausstattung ihrer TV-Apparate immer stärker auf die digitale Technik eingeht (neben DVB-T auch DVB-S und DVB-C) und entsprechende Receiver bereits ab Werk installiert, spricht ebenfalls für die rundum gelungene Anwendbarkeit des digitalen Fernsehens.

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