Warum Moleskine und was muss ich darüber wissen?

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Erst war es der gute, alte Filofax, dann kamen die Palms und PDAs, heute nutzen immer mehr ihr Handy für Termine und Notizen – doch ein unaufhaltbarer Trend geht zurück zu Papier und Stift. Keine Sync-Probleme, keine Absturzgefahr, leicht und von jedermann zu bedienen. Der schönste und stilvollste unter den täglichen Begleitern ist zweifelsfrei das Moleskine. Über die Entstehungsgeschichte und prominenten Persönlichkeiten, die bereits Produkte dieser Art verwendet haben sollen, wird allenortens ausreichend geschrieben, daher lasse ich das aus. ;-)


Größen:

Die Größen entsprechen nicht der deutschen DIN, zur Orientierung benutze ich sie jedoch vergleichend. Als "Handheld" oder "pocket size" wird in der Regel die handliche Größe von 9 x 14 cm bezeichnet. Sie entspricht etwa DIN A 6 und ist allemal auch für Damenhandtaschen geeignet.

Die größere Version "large" ist 13 x 21 cm groß und damit in etwa mit DIN A 5 vergleichbar.

Einige Hefte gibt es zudem in "extra groß" oder "XL". Sie haben die Maße 19 x 25 cm und sind damit etwas kleiner als DIN A 4.


Typen:

Grundsätzlich müssen Kalender und sonstige Hefte unterschieden werden.

Kalender gibt es als Wochenkalender (Weekly) mit je einer Woche auf einer Doppelseite, als Wochenkalender/Notizheft (Weekly Notebook) mit einer Woche auf der linken Seite und einer komplett linierten freien Seite rechts für Notizen und Aufgaben. Als drittes gibt es den täglichen Kalender (Daily) bei dem für jeden Tag eine Seite zur Verfügung steht.

Es gibt Notizhefte mit linierten, karierten oder blanko Seiten, dazu Sonderhefte z.B. mit Notenlinien für Musiker, speziellem Aquarellpapier für Künstler und vielen anderen Sparten und Nischen. Besonders hervorzuheben ist der Reporterblock, der – hochkant gehalten – bequemes Schreiben im Sitzen oder sogar im Stehen ermöglicht und nicht nur für Reporter geeignet ist. (siehe meinen extra Testbericht)

Neu in der Produktlinie sind die sog. " City Notebooks", spezielle Hefte über Großstädte mit vielen wissenswerten Informationen für Touristen und Einheimische. Die Stadthefte haben keinen Kalender, sondern viel Platz für eigene Notizen und bieten sich für Liebhaber an, die viel zu einer Stadt notieren wollen oder müssen, immer mal wieder an bestimmte Orte zurückkommen oder ähnliches. Auch als Geschenk für Bewohner der entsprechenden Stadt oder als Vorbereitung für einen Ausflug in diese Stadt durchaus empfehlenswert.



Allgemein gilt für alle Moleskine:

Sie haben Stil, sehen gut aus, liegen gut in der Hand, mit ihnen zu arbeiten macht Spaß und Kenner identifizieren Sie sofort als Person mit Understatement. Alle verfügen über einen schwarzen Gummizug, der versehentliches Öffnen verhindert und so dafür sorgt, dass keine Seiten verknicken oder verdrecken können. Dazu gibt es stets ein Lesebändchen zum Markieren der letzten Eintragung oder des aktuellen Datums. Außerdem für Moleskine typisch ist eine kleine Falttasche im hinteren Einband, in der lose Zettel, Kassenbons, Visitenkarten usw. Platz finden. Standard ist "hard cover", einige Kalender und Hefte gibt es jedoch auch als "soft cover". Wer seine Kalender arg beansprucht, sollte lieber den harten Einband wählen. Beide sind gut zu reinigen. Grundsätzlich sind Moleskine schwarz. Es gibt allerdings Sondereditionen z.B. in rot. Bei vielen Moleskine gibt es perforierte Seiten zum einfachen Heraustrennen sowie ein Adressbuch, das eingesteckt wird. So kann es am Jahresende herausgenommen und im nächsten Kalender weiterverwendet werden. Das Papier lässt sich mit Kugelschreiber, Tinte oder Bleistift gleichermaßen gut beschreiben. Allerdings bietet Moleskine keine Vorrichtung für den Stift am Kalender. Es gibt jedoch optionales Zubehör, z.B. einen Stifthalter, der im Buchrücken befestigt wird.

Um ihn immer dabei zu haben, ist die kleine Variante am geeignetsten. Sie passt locker in die Hosentasche, ist nicht zu groß und nicht zu dick und bietet dennoch genug Platz für Eintragungen. Wer viel schreibt oder den Kalender hauptsächlich im Büro oder Zuhause verwendet, sollte sich aber ruhig die größere Ausgabe zulegen. (vgl. A6)

Der Tageskalender bietet ausreichend Platz für Termine und Notizen. Nachteil: Mit seiner Dicke macht er einem Gebetbuch Konkurrenz. Man gewöhnt sich allerdings an die Maße und wer viele Termine und Notizen verwalten muss, wird sich sehr schnell mit dem Daily Moleskine anfreunden.

Der Wochenkalender auf einer Doppelseite bietet ausreichend Platz für Termine. Zudem hat man die laufende Woche gut "im Blick". Samstag und Sonntag müssen sich den Platz teilen, den die Wochentage einzeln haben. Für Notizen ist kein extra Raum vorgesehen. Wer viele Aufgaben oder Stichpunkte im Kalender notiert oder viele Termine an Wochenenden hat, sollte besser zum Daily greifen. Für alle anderen ist der Weekly perfekt, schick und schmal.

Als drittes wäre da noch die Kombination Wochenkalender/Notizen, bei der die linke Seite Platz für eine Woche bietet, während die rechte Seite liniert und ansonsten frei ist für Ihre Notizen, Aufgaben, Sonstiges. Dies kann sehr praktisch sein, allerdings ist eine Woche auf einer Seite nur dann sinnvoll, wenn nur wenige Termine im Kalender eingetragen werden. Bei durchschnittlicher Verwendung dieses Kalenders wird es bei der Hosentaschengröße eng. Ich empfehle bei diesem Modell unbedingt die größere Version. Sehr praktisch ist dabei die Variante des 18-Monatskalender, siehe dazu auch meinen extra Testbericht.


Wer sich einmal für Moleskine entschieden hat, der will so bald keinen anderen Kalender mehr. Selbst abgeschlossene Jahre sehen im Bücherregal immer noch gut aus und laden zum Schmökern in Erinnerungen ein. Das bietet (noch) kein elektronischer Begleiter...
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