Warme Outdoorbekleidung für Frauen

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Warme Outdoorbekleidung für Frauen

Warm und gut geschützt – so finden Sie gute Damenbekleidung für Outdooraktivitäten

Draußen aktiv zu sein macht Spaß. Egal ob Sie auf Spaziergängen oder einem Waldlauf die Umgebung erkunden oder ob Sie beim Wandern, Camping oder anderen Sportarten viel Zeit im Freien verbringen  gute Outdoorbekleidung sorgt dabei stets für das richtige Körperklima und hohen Tragekomfort. Hier erfahren Sie, wie Sie sich ein warmes Outdooroutfit für kalte Tage zusammenstellen, was ein Zwiebelprinzip ist und was Sie generell bei Kleidung für unterwegs beachten sollten.

Flexibel nach Art der Zwiebel – gutes Klima bei allen Wetterlagen

Wer draußen unterwegs ist, hat es oft mit wechselnden Temperaturverhältnissen zu tun. Zu Beginn einer Wanderung ist es beispielsweise morgens noch empfindlich kühl, während es um die Mittagszeit sommerlich heiß werden kann. Wenn dann noch ein Witterungsumschwung mit Regen und Temperatursturz dazukommt, haben Sie eine ganze Handvoll verschiedener Wetterlagen und Temperaturbereiche, denen Sie sich mit Ihrer Kleidung anpassen müssen. Im Outdoorbereich hat sich dafür das Zwiebelprinzip bewährt. Es besteht aus mehreren unterschiedlichen Bekleidungsschichten und sorgt zum einen für einen guten Feuchtigkeitstransport vom Körper weg nach außen, zum anderen regulieren die einzelnen Schichten zusätzlich das Klima, indem sie bei Bedarf wärmen und isolieren.

Funktionsunterwäsche – die Basis für ein ausgeglichenes Körperklima

Warme Kleidung beginnt bei der Unterwäsche. Sie wird auch als erste Bekleidungsschicht bezeichnet. Da sie direkt auf der Haut liegt, bildet sie mit ihrem Feuchtigkeitstransport den wichtigen Grundstock für ein ausgeglichenes Körperklima. Denn durch körperliche Anstrengung fängt der menschliche Körper an zu schwitzen. Der Schweiß verdunstet auf der Haut und entzieht dem Körper dabei Wärme. Die Verdunstungskälte ist erwünscht, da sie den Menschen vor Überhitzung schützt. Der Organismus kann auf diese Art überschüssige Wärme an die Umgebung abgeben. Weniger erwünscht ist in unseren Breiten jedoch Unterwäsche, die diese Feuchtigkeit aufsaugt und nicht weitertransportiert. Produkte aus Baumwolle sind daher eher ungeeignet als erste Schicht. Einmal feucht geworden, klebt sie unangenehm klamm am Körper und entzieht ihm dadurch ständig Wärme. Es entsteht ein unangenehm kaltes Klima, bei dem Sie irgendwann unweigerlich anfangen zu frösteln und zu frieren.

Funktionswäsche verhindert diesen Effekt, da die Fasern die Feuchtigkeit aufnehmen, gleichmäßig auf dem Stoff verteilen und von der Haut weg an die nächste Bekleidungsschicht abgeben. Dieser Prozess sollte jedoch auch nicht zu schnell ablaufen, da sonst das Kühlprinzip durch die Verdunstung verlorengeht.

Wolle, Kunstfasern oder beides – verschiedene Wäschearten für Sportler und Outdoorfans

Funktionswäsche gibt es als Naturprodukt aus reiner Merinowolle. Dazu kommen innovative Produkte aus Kunstfasern wie Polyamid, Polyester oder Polypropylen. Auch Mischgewebe aus Wolle und Kunstfasern sind bei eBay erhältlich. Welche Outdoorunterwäsche die richtige ist, hängt einerseits von der Jahreszeit (Sommer oder Winter) ab, andererseits spielt hier auch die Dauer und Art der Aktivität sowie persönliche Vorlieben eine große Rolle. Wenn Sie leichte Wäsche suchen und nicht gerne Wolle tragen, ist Funktionskleidung aus Kunstfasern genau das Richtige. Diese Wäsche punktet mit ausgezeichneten atmungsaktiven Eigenschaften und trocknet zudem zügig. Für den Wintersport gibt diese Modelle auch in dickerer Ausführung.

Jedoch wird der Verdunstungseffekt auf der Haut bei Funktionstextilien oftmals auch als störend empfunden. Außerdem kühlt der Körper unter Umständen bei Pausen zwischen den Aktivitäten schnell aus. Beides kann zu einem unangenehmen Kälteempfinden führen. Unterhemden und -hosen aus Merinowolle wärmen dagegen, wie alle Wollprodukte, auch in nassem Zustand. Gleichzeitig besitzen sie jedoch die natürlichen atmungsaktiven Merkmale von Wollprodukten. Allerdings funktioniert der Feuchtigkeitstransport hier etwas langsamer als bei Kunststoffen. Wenn sie leicht frieren, ist das jedoch ein Vorteil und erhöht den Tragekomfort.

Übrigens: Merinowolle kratzt aufgrund ihrer äußerst feinen Struktur so gut wie gar nicht und ist zudem geruchsneutral. Damit ist dieses Naturprodukt die ideale Alternative zu reiner Kunstfaser.

Die Mischtypen bestehen entweder aus einem Wolle-Kunstfasergemisch oder sind je nach Körperzone mit Merinowolle oder Kunstfasern ausgestattet. Letztendlich entscheidet, wie so oft, der persönliche Geschmack darüber, welche Unterwäsche am Ende Ihr Favorit werden wird.

Die zweite Bekleidungsschicht: wärmendes Darüber an kalten Tagen

Auch bei der zweiten und dritten Kleidungsschicht spielt die Atmungsaktivität eine große Rolle. Denn die beste Funktionswäsche nützt nichts, wenn sich die Feuchtigkeit an SweatshirtsHemden oder der Jacke staut. Auch hier können Sie auf Produkte aus Kunstfasern, Merinowolle oder Mischgeweben zurückgreifen. Eine weitere Möglichkeit sind Pullis und Westen aus Fleece. Diese atmungsaktiven Fasern sind besonders beliebt, da die leichten Textilien eine kuschelig weiche Oberfläche besitzen und ausgezeichnet wärmen. Zudem ist Fleece die einzige Kunstfaser, die wie Wolle auch in nassem Zustand warmhält. Ein weiterer Vorteil ist, dass nasses Fleece auch relativ schnell wieder trocknet. Diese Eigenschaften machen Fleeceprodukte als Outdoorkleidung zu einem echten Favoriten.

Gerade beim „Ultralight Trekking“, einer speziellen Sparte des Wandersports mit möglichst leichtem Gepäck, gehört Fleecekleidung zur Grundausstattung und wird als zusätzliche Wärmeschicht sogar nachts im Schlafsack getragen.

Die dritte Schicht: schützende Haut mit wärmenden Eigenschaften

Die äußere Schicht der Outdoormode besitzt wie bei einer echten Zwiebel in erster Linie Schutzfunktion. Die Jacken und Schlupfhemden sollen sicher vor Wind und Nässe schützen, Feuchtigkeit nach außen und gleichzeitig die Wärme drinnen lassen. Wie Outdoorkleidung im Allgemeinen ist auch diese dritte Schicht aus robusten, strapazierfähigen Materialien gefertigt um auch bei starker Beanspruchung eine lange Lebensdauer zu gewährleisten. Viele Damen setzen hier gerne auf 2- oder 3-in-1-Modelle mit herausnehmbarer Innenjacke. Dadurch haben sie je nach Wetterlage und Temperaturbereich eine schützende Regenjacke, eine Fleecejacke oder eine Kombination aus beidem für kalte Tage.

Wenn Sie jedoch als zweite Kleidungsschicht schon wärmende Produkte aus Fleece oder Merinowolle tragen, können Sie die abschließende Schicht mit einer dünneren Regen- oder Windjacke abschließen. Das spart bei Wander- und Trekkingtouren Gewicht und Volumen im Gepäck. Die Ausnahme bilden Winteraktivitäten. Hier ist eine warme Winterjacke erforderlich. Allerdings richtet sich auch hier die Dicke der Isolierschicht sowie die Art der Füllung nach den geplanten Aktivitäten.  Skifahrer und Snowboarder benötigen extrem wasserabweisende Jacken mit bequemen Schnitten für ausreichend Bewegungsfreiheit. Als Zuschauerin an der Piste sind  Winterjacken und -mäntel mit Daunenfüllung ideal, da sich zwischen den Daunenfasern ein besonders warmes Luftpolster bildet, das Sie auch bei wenig Bewegung vor Kälte schützt und wärmt.

Hardshell und Softshell – das sind die Unterschiede

Wer Outdoorkleidung kaufen möchte, kommt an den Begriffen Hard- und Softshell nicht vorbei. Shell ist das englische Wort für Muschel, Schale, Außenhaut und bezeichnet hier die Eigenschaft des Obermaterials für Jacken. Im Outdoorbereich ist es üblich, ungefütterte Regenjacken als Hardshells zu bezeichnen, um sie von den Softshelljacken abzugrenzen. Hardshell-Jacken müssen allerdings nicht zwingend aus festeren oder „härteren“ Materialien bestehen als Softshell-Modelle. Vielmehr liegt der Unterschied im Detail. Hardshells sind absolut wasser- und winddicht. Zugleich besitzen teurere Modelle durchaus atmungsaktive Eigenschaften durch eine feuchtigkeitstransportierende Membrantechnologie. Allerdings steht dieses Kriterium im Gegensatz zum Schutz vor Wind und Nässe bei dieser Jackenart nicht im Vordergrund. Hardshells sind also in erster Linie ein zuverlässiger Regenschutz.

Softshells sind dagegen äußerst atmungsaktiv und eignen sich dadurch ausgezeichnet für schweißtreibende Unternehmungen bei schlechtem Wetter. Sie besitzen zwar je nach Produkt sehr gute wasserabweisende Eigenschaften und sind winddicht, jedoch wird mit ihnen in der Regel kein Komplettschutz vor Regen erzielt. Dafür punkten die Softshells mit angenehmen Trageeigenschaften. Die Stoffe sind zudem geräuscharm und abriebfest und damit optimal für den Outdooreinsatz.

Socken, Hütten- und Biwakschuhe – Ihre Garantie für warme Füße

Kalte Füße gehören mit zu den unangenehmsten Erscheinungen im Outdoorleben. Viele Sockenhersteller versuchen diesem Phänomen mit Spezialsocken entgegenzuwirken. Diese Strümpfe und Socken sind meist aus Merinowolle gefertigt. Denn, wie schon erwähnt, wärmt dieses Material auch in feuchtem Zustand und bildet bei nassen oder verschwitzen Füßen keine Kältebrücke. Auch im Winter sind diese Wander- oder Trekkingsocken empfehlenswert. Doch kalte Füße kommen auch beim Camping, im Biwak oder dem Hüttenaufenthalt vor. Selbst im wärmsten Daunenschlafsack kann es passieren, dass die unteren Extremitäten einfach nicht warm werden. Hier können Hüttenschuhe aus warmem Wollfilz oder dichtgestrickter Wolle sehr hilfreich sein. Auch Biwakschuhe mit Daunenfüllung sorgen für schnelle Wärme am Fuß.

Und für den Winter halten einige Hersteller beheizbare Schuhsohlen für die Winterstiefel bereit. Je nach Modell sind diese Sohlen als Einwegprodukt oder für den Dauerbetrieb mit Batterie geeignet. Beide Arten garantieren über Stunden warme Füße bei Minusgraden. Ein praktisches Hilfsmittel, wenn Sie lange Zeit unbeweglich in der Kälte sitzen oder stehen müssen, zum Beispiel auf dem Markt oder auf dem Ansitz im Wald.

Weiteres nützliches Zubehör für kalte Tage

Für Ausflüge im Winter gehören Handschuhe, Schals und Mützen zur Grundausstattung. Bei extremen Wetterbedingungen wie starkem Wind oder großer Kälte kann zusätzlich eine Sturmhaube oder Balaklava hilfreich sein. Diese Hauben aus Wollmischgewebe oder Kunstfasern bedecken den größten Teil des Kopfes und des Gesichts. Sie lassen je nach Schnitt nur den Augenbereich frei und schützen die empfindliche Gesichtshaut sowie Ohren, Lippen und Nase vor der Kälte. Einige Sturmhauben reichen bis auf das Dekolleté hinunter und wärmen zusätzlich den kompletten Halsbereich.

Die komfortabelsten Mützen für den Outdoorbereich sind weitestgehend wasser- und winddicht. Das gilt auch für Handschuhe, denn durch Feuchtigkeit geht stets auch Wärme verloren und die Finger werden kalt und unbeweglich. Noch ein Wort zur Form Ihrer Handschuhe: Fingermodelle sind grundsätzlich kälter als Fäustlinge, da sie eine größere Oberfläche haben. Dafür bieten Fingerhandschuhe mehr Spielraum für feinmotorische Tätigkeiten. Daher sollten Sie schon vor der Auswahl der Handschuhe überlegen, für welchen Zweck Sie sie nutzen möchten. Manchmal kann es auch hilfreich sein, beide Arten zu kombinieren. Zum Beispiel bei Arbeiten in großer Kälte. Durch ein zusätzliches Paar Fingerhandschuhe unter den Fäustlingen sind Ihre Hände bei Bedarf nicht ungeschützt der Witterung preisgegeben und Ihre Fingerfertigkeit bleibt erhalten.

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