Warenkunde Muttern

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Warenkunde Muttern

Für Heimwerker bietet eBay eine große Auswahl an diversen Eisenwaren, wie beispielsweise Muttern an. Der folgende Text enthält grundlegende Informationen zu Muttern und deren Verwendung.

Allgemeine Informationen zu Muttern

Muttern stellen das Gegenstück mit Innengewinde für Schrauben oder ähnliches dar. Manchmal werden sie auch als Schraubenmuttern bezeichnet, analog zur Bezeichnung des Gegenstücks als Schraubenvater. Die Schraube bildet zusammen mit der Mutter eine Schraubenverbindung.

Eine Mutter ist ein hohler Gegenstand, der auf der Innenfläche ein Innengewinde hat. Die prismatische Außenkontur erleichtert die Verbindung mit dem Schraubenschlüssel, womit das zum Anziehen der Mutter benötigte Drehmoment aufgebracht werden kann.

Die gängigsten Arten von Muttern

Sechskantmuttern, Flügelmuttern und Rändelmuttern sind die am häufigsten verwendeten Mutter-Typen. Sie sind alle bei eBay in unterschiedlichen Variationen erhältlich.

Sechskantmuttern

Typisch für Sechskantmuttern ist die sechseckige Außenform. Es gibt sie in zahlreichen Ausführungen und Größen. In Tabellenbüchern können die genauen Abmessungen nachgeschlagen werden. Leichte Abwandlungen der Sechskantmuttern stellen beispielsweise Kronenmuttern, Hutmuttern oder Rohrmuttern dar.

Flügelmutter

Flügelmuttern weisen eine leicht konische Außenkontur auf. Die sogenannten Flügel sind Erweiterungen der Mutter, um sie ohne Werkzeug zwischen den Fingern anziehen oder auch lösen zu können. Verwendet werden sie meist dort, wo die Muttern häufig manuell wieder gelöst werden sollen.

Rändelmuttern

Rändelmuttern können, wie die Flügelmuttern, ohne Werkzeug angezogen und gelöst werden. Der Kontakt zwischen Fingern und Mutter wird durch die gerändelte, zylindrische Außenfläche verbessert. Außerdem ist der Rand außen etwas aufgeraut, was das Festhalten weiter erleichtert. Häufig werden diese Muttern bei Fahrradventilen verwendet.

Weitere Arten von Muttern

Muttern gibt es in vielen Ausführungen, die alle unterschiedliche Eigenschaften besitzen. Manche dienen dazu, ein selbstständiges Lösen der Mutter zu verhindern oder sie sollen Bleche mit einem Gewinde versehen. Im Folgenden soll auf ein paar dieser Varianten eingegangen und ihre Verwendung genauer erläutert werden. Alle Ausführungen von Muttern können Sie bei eBay erwerben.

Vierkantmuttern.

Vierkantmuttern waren früher dank der einfachen Herstellung der Form weit verbreitet. Heutige Anwendungen dieser Muttern sind etwa Gehäuseprofile, wo sie eingeschoben werden, um andere Teile später anschrauben zu können. Auch findet man sie oft als Einlegemuttern in Spritzgussteilen.

Nutmutter

Nutmuttern sind an der zylindrischen Außenkontur mit Nuten versehen. Hier wird ein passender Hakenschlüssel eingesetzt, um die Mutter anziehen oder lösen zu können. Typische Anwendungen sind Welle-Nabe-Verbindungen, wo sie zur axialen Sicherung oder Spieleinstellung Verwendung finden.

Schweißmutter

Diese Muttern dienen dazu, in Bleche ein Gewinde einzubringen. Sie werden mit dem Blech, beispielsweise durch Widerstandsschweißen, verbunden. Dafür haben die Muttern einen Zentrieransatz und mehrere Schweißwarzen. Verwendet werden Schweißmuttern oft an schwer zugänglichen Stellen im Karosserie- oder Gehäusebau, da kein Gegenhalten an der Mutter während des Schraubens notwendig ist. Allerdings kann ein optimales Ergebnis nur auf unlackierten und unbehandelten Blechen erzielt werden. Außerdem ist nach dem Schweißen eine Schutzbehandlung gegen Korrosion erforderlich.

Setzmutter

Diese Muttern werden ebenfalls dazu verwendet, um dünne Bleche mit einem Gewinde auszustatten. Setzmuttern weisen in der Regel einen gezahnten Kragen auf. Dieser wird in das Loch eines Bleches eingepresst und die Schraube kann von der Rückseite aus eingeschraubt werden, wodurch die Zahnung, die im Blech eingegraben ist, das Anzugsmoment aufnehmen kann.

Schnappmuttern

Eine Schnappmutter wird von einem u-förmigen und federnden Blechbügel getragen, wobei der Gegenschenkel das Durchgangsloch enthält. Sie kann über den Rand eines Bleches geschoben werden, um ein Gewinde einzubringen. Wenn Schraube und der zu befestigende Teil eingeschraubt sind, ist die Mutter formschlüssig mit dem Blech, welches allerdings vorgebohrt sein muss, verbunden.

Hutmutter

Hutmuttern sind Sechskantmuttern, die einen sogenannten Hut auf einer Seite besitzen. Sie haben kein durchlaufendes Innengewinde, sondern ein Sacklochgewinde, welches im Hut endet. Somit ist das Schraubenende durch die einseitig geschlossene Mutter vor Schmutz oder Rost geschützt. Auch die Verletzungsgefahr wird durch den Hut eingedämmt. Typische Einsatzgebiete sind beispielsweise die Befestigung von Radachsen an Fahrrädern.

Bundmutter

Bundmuttern sind Sechskantmuttern, die an einer der Stirnseiten eine Scheibe als Erweiterung besitzen. Durch diese Erweiterung kann die Schraubkraft auf eine größere Fläche verteilt werden. Besonders bei weichen Gegen-Materialien wie Aluminium oder Kunststoffen ist das von Vorteil. Die Erweiterung der Bundmutter kann auch mit einer Sperrverzahnung versehen sein, wodurch ein Formschluss mit dem weichen Gegenstück entstehen kann.

Geteilte Mutter

Eine geteilte Mutter ist eine gewöhnliche Mutter, die allerdings axial in zwei oder auch mehrere Abschnitte geteilt ist. So kann sie seitlich an Gewindebolzen angebracht und die einzelnen Teile der Mutter miteinander verbunden werden.

Hülsenmutter

Hülsenmuttern sind dünne Hohlzylinder, die ein Innenzylinder und einen Schraubenkopf haben. Sie können in eine Durchgangsbohrung gesteckt und von der anderen Seite mit einer Schraube fixiert werden. Die fertige Verbindung besitzt auf beiden Seiten einen Schraubenkopf und wird oft in der Möbelindustrie verwendet.

Quermutterbolzen

Hierbei handelt es sich um einen Bolzen, der ein Gewindeloch hat, welches quer zur Bolzenachse angebracht ist. So können Platten rechtwinklig zueinander fixiert werden. Der Quermutterbolzen wird dafür in ein Loch gesteckt, welches in Normalen-Richtung in eine der Platten gebohrt ist. Das Schraubenloch hingegen geht von einer Kante bis hin zum Bolzenloch. Durch die andere Platte verläuft die Schraube in Normalen-Richtung und der Schlitz an der Rückseite des Bolzens dient zur Ausrichtung der Querbohrung. Häufig lassen sich diese Arten von Muttern bei Möbeln finden.

Einschlagmutter

Einschlagmuttern können beispielsweise zylindrisch sein. Sie besitzen eine verzahnte Scheibe, deren Zähne ins Material gedrückt werden und das auftretende Drehmoment stützen. Üblich sind auch Verzahnungen auf dem Außenzylinder, wo beim Einschlagen ebenfalls ein Formschluss gegen Verdrehen entsteht.

Kontermutter

Kontermuttern sind keine speziellen Muttern, sondern meist flache Sechskantmuttern, die mit der primären Mutter kombiniert werden und das selbstständige Lösen verhindern. Die beiden Muttern werden gegeneinander verdreht, um einen Kraftschluss zwischen ihnen und dem Schraubenteil zu erreichen. Um das Kontern anzuwenden und die primäre Mutter gegen das Lösen zu sichern, muss zuerst die flachere Mutter, dann die dickere Mutter aufgeschraubt werden. So kann die dickere Mutter den größten Teil der Zugkraft übernehmen. Außerdem wird so die Pressung zwischen den Muttern größer und das Lösen kann besser verhindert werden.

Spannmutter

Spannmuttern sind recht groß und werden eher selten verwendet. Um das Gewindeloch sind mehrere kleine Schrauben angebracht, womit die lose herangedrehte Mutter befestigt werden kann. Das Anzugsmoment lässt sich hier in mehreren auf die Schrauben verteilten Schritten erzeugen.

Kronenmutter

Eine Kronenmutter ist im Prinzip eine erweiterte Sechskantmutter. Sie besitzt einen Splint, der formschlüssig gegen Drehen mit dem Schraubenschaft verbunden wird. Im Schaft muss ein dementsprechendes Querloch angebracht sein und die Mutter hat eine radial geschlitzte Krone, in die der Splint eingreifen kann. Diese Muttern können sich nicht selbstständig lösen.

Stopmutter

Hier wird kein weiteres Maschinenelement benötigt, um die Mutter gegen Lösen zu sichern und auch der Schaft muss nicht weiter bearbeitet werden. Es wird lediglich eine Sechskantmutter an einer Stirnfläche ringförmig erweitert. Sie erhält einen Ring aus Kunststoff, der in einer inneren Nut liegt. Durch das Eindrehen der Schraube wird dieser Ring plastisch und auch elastisch verformt. Die elastische Verformung führt zu einer radial wirkenden, kraftschlüssigen Sicherung der Mutter gegen selbstständiges Lösen. Allerdings sitzen diese Muttern in der Regel so fest, dass sie nicht von Hand aufgeschraubt werden können. Stopmuttern sollten nur einmal verwendet werden, da beim Lösen eine weitere plastische Verformung stattfindet und die Sicherheit anschließend nicht mehr gewährleistet werden kann. Auch bei hohen Temperaturen sind die Muttern mit Kunststoffring nicht geeignet. Stattdessen können sogenannte Stovermuttern verwendet werden. Diese sind leicht unrund verformt und der Kraftschluss entsteht durch eine elastische Rückverformung der Mutter.

Ringmutter

Ringmuttern sind wie der Name schon sagt Muttern, die mit einem Ring verbunden sind, welcher auf einer der Stirnseiten der Mutter stehend angeordnet ist. Zweck dieser Mutter ist es, eine Gewindestange mit einer Öse zu versehen.

Spannschlossmutter

Die Spannschlossmutter ist Teil eines Spannschlosses. Neben der Mutter enthält es noch zwei Gewindehaken oder auch Gewindeösen, die mit einem Rechtsgewinde und einem Linksgewinde ausgestattet sind. Die Mutter hat dementsprechend ein Rechtsgewinde und ein Linksgewinde, welche mit etwas Abstand auf der gleichen Achse liegen. Die Verbindung der beiden Gewinde wird durch ein zylindrisches Gehäuse oder einfach nur zwei Stangen hergestellt. Dreht man nun die Spannschlossmutter, so werden die Gewindestangen, je nach Drehrichtung, entweder voneinander entfernt oder aufeinander zubewegt. Ein typisches Anwendungsgebiet ist das Spannen von Drähten, beispielsweise bei Gartenzäunen.

T-Nut-Mutter

Bei diesen Muttern ist in einem Nutenstein ein Gewindeloch angebracht. Typische Anwendung für T-Nut-Muttern ist die Verbindung von Werkstück mit Maschinentisch, zum Beispiel bei Werkzeugmaschinen. Der Nutenstein befindet sich axial beweglich in der T-Nut des Tisches, um eine Anschlussstelle mit speziellen Schrauben für Werkstücke zu schaffen.

Spindelmutter

Spindelmuttern werden auch als Bewegungsmuttern bezeichnet. Sie sind Bauteile eines Gewindetriebes und somit kein Befestigungsmittel, sondern Teil eines Linearantriebs.

Material und Herstellung von Muttern

Muttern gibt es neben Stahl auch aus Messing, Kupfer, Aluminium oder Kunststoff. Bei eBay haben Sie eine große Auswahl an Muttern aus diesen und einer Vielzahl anderer Materialien. Je nach Anwendung sind unterschiedliche Materialien besser geeignet. Für Muttern aus Stahl wird in der Regel hochlegierter Stahldraht verwendet. Dieser wird in mehreren Schritten durch Schmieden warm geformt und anschließend durch Temperaturbehandlungen vergütet. Das Gewinde wird überwiegend spanlos geformt.

Muttern für Heimwerker

Muttern können vielfältig eingesetzt werden. Bei eBay finden Sie zahlreiche verschiedene Muttern und die dazu passenden Schrauben. Auch Unterlegscheiben für die Muttern und weiteres Zubehör sind erhältlich. Hier findet jeder Heimwerker das richtige Werkzeug und die passenden Befestigungsmittel für sein aktuelles Projekt.

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