Wann lohnt sich ein Handy mit oder ohne Vertrag?

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Wann lohnt sich ein Handy mit oder ohne Vertrag?

Mittlerweile ist es gar nicht mehr die Frage, ob man sich überhaupt ein Handy kauft, sondern eher welches Modell man wählt. Die Auswahl ist mannigfaltig, denn es existieren Modelle für jeden Anspruch, jeden Geldbeutel, jede Vorliebe und jeden Typ. Wie zum Beispiel das Samsung S4. Selbstverständlich gibt es, wie bei jedem Produkt, auch im Bereich der Handys Hersteller die den Markt beherrschen und  kleinere Firmen. Das muss jedoch nicht  bedeuten, dass Modelle weniger bekannter Hersteller schlechter funktionieren oder gar für Ihre Ansprüche ungeeignet sind. Entscheidend ist lediglich welche Ansprüche Sie haben und ob diese sich mit Ihrem Geldbeutel vereinbaren lassen. Nicht zuletzt ist es von enormer Wichtigkeit, dass Sie sich einen persönlichen Eindruck darüber verschaffen, wie die infrage kommenden Geräte in der Hand liegen und ob Sie mit der Benutzeroberfläche klarkommen. Nicht selten ist es bereits passiert, dass Nutzer sich das neueste Smartphone gekauft und es vorher nicht einmal ausprobiert haben. Enttäuschungen sind bei so einer Vorgehensweise vorprogrammiert. Vermeiden Sie es deshalb, Ihnen unbekannte Geräte zu bestellen und lassen Sie sich gegebenenfalls extern zusätzlich beraten.

Alt gegen neu: Herkömmliches Handy oder Smartphone?

Zunächst werden Sie persönlich allerdings die Entscheidung treffen müssen, ob es ein konventionelles Handy  oder ein Smartphone sein soll, das sich mittlerweile quasi durchgesetzt hat und im Allgemeinen wesentlich mehr Funktionen bietet. Möglicherweise kennen Sie noch von Ihrem alten Handy das Prinzip der Prepaid-Karte, das es heutzutage nur noch in eingeschränktem Maße auf dem Markt gibt. Diese Entwicklung hängt mit dem Aufkommen der Smartphones zusammen, die im Betrieb mit einer Prepaid-Karte nur sehr begrenzt Sinn ergeben. Je nachdem wofür das Smartphone benutzt wird, können durch die Internetnutzung Kosten entstehen, die den Rahmen einer Prepaidkarte schnell sprengen würden. Zudem würde man bei Verwendung einer solchen Karte gefahrlaufen, bei aufgebrauchtem Guthaben erst eine neue erwerben zu müssen, um das Handy weiterhin nutzen zu können.

Ohne Vertrag oder mit: Ihre Ansprüche entscheiden

Einen ersten Anhaltspunkt für die Entscheidung zwischen einem Handy mit oder ohne Vertrag liefert damit die vorauszusehende Nutzung beziehungsweise Nutzungsdauer. Ebenso entscheidend ist allerdings auch die Nutzungsgüte. In diesem Zusammenhang sollten Sie sich ehrlicherweise die Frage stellen, welchen konkreten Nutzen Sie sich von Ihrem Handy versprechen und welche Anwendungen Sie voraussichtlich benötigen werden. Fallen Sie beispielsweise bei der Nutzungsgüte in den Bereich der mobilen Internetnutzer sowie der Vieltelefonierer, so werden Sie in der Regel eine Prepaidkarte beziehungsweise ein Handy ohne Vertrag nicht rentabel nutzen können. In diesen Fällen macht es Sinn, stattdessen einen Vertrag abzuschließen, der zu Ihrem monatlichen Budget und Ihren Präferenzen passt. Gleiches gilt entsprechend, wenn Sie im Monat sehr viel telefonieren und viele SMS-Nachrichten verschicken.
Gemeinsam haben all diese Beispiele ein recht hohes Volumen beziehungsweise Datenaufkommen, das bei Nutzung einer Prepaidkarte nur mit einem finanziellen Mehraufwand zu stemmen ist. Hinsichtlich der Nutzungsdauer, ist es ebenso von entscheidender Bedeutung, wie lange Sie ihr Handy voraussichtlich benutzen werden, respektive über welchen Zeitraum Sie eine intensive Nutzung anstreben. Ergeben alle diese Punkte, dass Sie eher zu den kontinuierlichen, intensiven Konsumenten zählen, sollten Sie nicht in eine Prepaidkarte investieren.

Unterschiedliche Nutzung - unterschiedliche Verträge

Stattdessen können Sie dann am besten einen Vertrag abschließen, der die von Ihnen beabsichtigte Nutzung in einem relativ hohen Maße zulässt. Konkret sucht sich zum Beispiel jemand, der viel im Internet surft, einen Vertrag aus, der ein hohes inkludiertes Datenvolumen im Monat aufweist. Wenn dabei keine zu hohen Kosten verursacht werden sollen, empfiehlt es sich, bei den anderen Dienstleistungen des Providers Einschränkungen hinzunehmen. Beispielsweise können Sie zu solchen Konditionen Verträge abschließen, die keine Inklusiv-SMS oder Inklusivminuten im Monat enthalten, dafür aber diese Nutzungen für ein relativ geringes Entgelt offerieren. Beachten sollten Sie jedoch, dass Sie gegebenenfalls Ihr neues Smartphone und den neuen Vertrag zusammen erwerben.
Der Vorteil bei dieser Vorgehensweise ist der mögliche Rabatt beziehungsweise Kombinationspreis, den es in der Form nur beim gemeinsamen Erwerb gibt. Begehen Sie jedoch nicht den Fehler, auf vermeintlich günstige Angebote hereinzufallen, die nur den Zweck haben, Sie an einen festen Anbieter zu binden. Mitunter dauern entsprechende Verträge mindestens 24 Monate, was bei einem unbesonnen abgeschlossenen Vertrag eine sehr lange Zahlungsdauer bedeutet. Es ist daher besonders wichtig, dass Sie sich vorab ausführlich informieren, damit Sie eine genaue Vorstellung von ihren Bedürfnissen bekommen.

Flexibilität bei monatlicher Kündbarkeit

Größere Sicherheit bietet hingegen der Abschluss eines Vertrages, der zu jeder Zeit gekündigt werden kann. Solche Verträge bieten Ihnen ein Höchstmaß an Flexibilität. Damit können Sie besonders schnell auf sich ändernde Bedürfnisse eingehen, die sich gerade in den ersten Monaten, wenn man mit dem Gerät noch nicht so vertraut ist, einstellen können. Hier dürfen Sie allerdings nicht mit günstigen Konditionen rechnen, weil die Provider in Bindungen über einen längeren Zeitraum bevorzugen. Sie stehen dann in der Pflicht, bereits bei Abschluss des Vertrages eine gewisse Summe zusätzlich zu den Anschlussgebühren zu entrichten, sodass Ihnen die Kündigung jederzeit möglich ist. Bedauerlicherweise bieten leider nicht alle Provider die Möglichkeit an, solche Verträge abzuschließen. Daher ist es ratsam vor dem Kauf eines neuen Handys einen umfangreichen Tarif-Vergleich durchzuführen.

Aufteilung des Guthabens oder Zahlung der Grundgebühr?

Auch über die monatlich anfallende Grundgebühr lohnt es sich Gedanken zu machen. Sofern Sie einen Vertrag abschließen, müssen Sie, vollkommen unabhängig von Ihrer monatlichen Nutzung, in der Regel stets eine bestimmte Grundgebühr bezahlen. Im Gegensatz dazu haben Sie bei Verwendung einer Prepaidkarte diese Probleme nicht. Es entstehen Ihnen lediglich die Kosten, die Sie effektiv pro Monat selbst verursachen. Außerdem bestimmen Sie gewissermaßen den entstehenden Abrechnungszeitraum vollkommen autonom. Wenn Sie sich eine Prepaid-Karte mit einem Guthaben von zehn oder zwanzig Euro kaufen, können Sie diese häufig über mehrere Monate oder gar ein ganzes Jahr benutzen, ohne dass der Betrag verfällt. Bei Nutzung derselben Prepaid-Karte über einen längeren Zeitraum sollten Sie jedoch darauf achten, dass Sie in regelmäßigen Abständen den Kontostand per vordefinierter Tastenkombinationen überprüfen. So vermeiden Sie im Notfall ein  ein wichtiges Telefonat nicht führen zu können.

Angebote entscheiden Vertrags-Wahl mit

Von mindestens genauso essenzieller Bedeutung bei der Entscheidung für ein Vertrags-Handy oder ein solches ohne Vertrag, ist die Frage nach der Verfügbarkeit. Gerade bei Erscheinen neuer Modelle im hochwertigen Highend-Bereich kommt es häufig vor, dass lediglich ein Erwerb zusammen mit Abschluss eines Vertrages infrage kommt. Dies ist jedoch wiederum von Modell zu Modell und von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Wichtig ist, dass Sie bei vermeintlich günstigen Konditionen in Bezug auf den Erwerb eines topaktuellen Handys sehr genau die entsprechenden Konditionen checken. Häufig werben Händler mit Discount-Preisen in Höhe von einem Euro, die sich jedoch nur auf eine zu entrichtende Einmalzahlung beziehen. Oft fällt die monatliche Grundgebühr empfindlich höher aus.

Vermeiden Sie Ärger - präferieren Sie eine gute Netzabdeckung

Die vielleicht wichtigste Frage bei einer anstehenden Kaufentscheidung ist für Sie diejenige nach dem zur Verfügung gestellten Netz. Die Netzabdeckung ist bei vielen Kunden immer wieder Grund für Beschwerden und Forderungen nach entsprechender Kostenminderung. Die verschiedenen Provider verfügen über eine unterschiedliche Netzdichte. Im Idealfall können Sie auch in vermeintlich abgelegenen Gegenden von flexibler Erreichbarkeit und permanentem Internetzugang profitieren. Gleiches gilt natürlich auch für den Erwerb einer entsprechenden Prepaidkarte. Die beste Vorgehensweise stellt die Notiznahme der infrage kommenden Tarife mit anschließendem konkreten Vergleich dar. Gemeinhin als sehr zuverlässiger Netzanbieter mit gutem Ausbau gilt die Deutsche Telekom.

Keine Vertragsbindung ohne Support

Keinesfalls unterschätzen sollten Sie des Weiteren, dass Sie mitunter Fragen zur erbrachten Dienstleistung haben werden, wobei ein guter und zuvorkommender Kundenservice von enormer Hilfe ist. Erfahren Sie jedoch bei auftretenden Problemen keinerlei Unterstützung, so kann dies trotz eines vergleichsweise günstigen Preises für Sie ein Verlustgeschäft darstellen. Schließlich erlangen Sie durch die nicht ordnungsgemäße Lösung von Problemen keine Vorteile, da Sie ihr Handy nicht im vollen Umfang nutzen können. Hingegen ist in der Regel die Telefonie und Nutzung einer Prepaidkarte insgesamt von weniger komplexer Bedeutung. Die Vertragsunterlagen sind nicht so ausführlich, sondern reduzieren sich auf das Wesentliche. Daraus resultiert auch der Fakt, dass Sie beim Erwerb einer Prepaidkarte meistens direkt loslegen können, wohingegen bei Abschluss eines Vertrages unter Umständen erst eine Bonitätsprüfung durchgeführt wird und die Aushändigung der Simkarte sowie weiterer Unterlagen erst mit Ablauf einiger Tage geschieht.
 

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