Wann liegt mein Sattel richtig

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Die meisten Reiter sind unsicher wenn es um die Anpassung ihres Sattels geht.

Daher hier die wichtigsten Dinge, die Ihr zu beachten habt.

1. Der Schwerpunkt. Wenn der Sattel auf dem Pferderücken liegt (hinter dem Schulterblatt!), am besten angegurtet, soll der Schwerpunkt, also der tiefste Punkt der Sitzfläche mittig sein. Um dies festzustellen, legt eure linke Hand senkrecht an das vordere Ende des Sattels und die rechte Hand an das hintere Ende, zieht eine imaginäre Linie nach oben, führt Eure Hände in der Mitte zusammen und führt sie runter auf die Sitzfläche. Hier sollte der tiefste Punkt sein.

2. Die Auflagefläche. Hier sind die Sattelkissen, also der untere Teil des Sattels gemeint, die Kontakt zum Pferderücken haben. Hier solltet Ihr darauf achten, das die Kissen beidseitig von vorne bis hinten aufliegen. Hierzu legt Ihr den Sattel auf, drückt leicht mit Eurer linken Hand oben auf die Sitzfläche und fühlt mit Eurer rechten Hand unter dem Sattelblatt endlang und prüft, ob ein gleichmäßiger Kontakt zwischen Sattelkissen und Pferderücken besteht. Wichtig ist hier auch, dass der Sattel nicht schaukelt. Das heißt, dass Ihr nicht nicht kippeln könnt wenn er noch nicht gegurtet ist und das er nach dem Gurten seine Lage nicht verändert, z.B. hinten hoch kommt und wippt.

3. Die Kammerweite. Hierbei geht es einfach ausgedrückt, um die Widerrist/Schulterfreiheit. Ist die Kammer zu weit, liegt der Sattel auf. Das könnt Ihr einfach kontrollieren, indem Ihr von oben mit den Fingern zwischen Widerrist und Sattel faßt. Da manche Sättel sich beim Reiten noch setzen, solltet Ihr diese Kontrolle auch einmal machen, wenn Ihr eine Zeit geritten seit. Es sollten immer noch 2 Finger breit Platz sein. Und das nicht nur oben, sondern auch rechts und links vom Widerrist, damit bei Biegungen und Wendungen genug Platz bleibt. Ist die Kammer zu eng habt Ihr zwar genug Platz am Widerrist aber die Schulter wird eingeklemmt und die Bewegungsfreiheit eingeschrenkt. Auch die Muskulatur die diesem Bereich bildet sich zurück. Es entstehen "Kuhlen",seitlich unterhalb des Widerristes, die man oft sehen kann, wenn man darauf achtet.

Wenn Ihr ein elastisches Lineal, wie Architekten sie benutzen, oder ein biegsames Kabel oder Draht, ca. 40 cm lang, in der Mitte knickt, auf den Widerrist stülpt, wo die Sattellage beginnt (ca. 3 Finger ab Schulterblatt) und dann rechts und links senkrecht abformt. Diese Form auf Pappe übertragt und ausschneiden. Jetzt habt Ihr eine Schablone, mit der Ihr auch unterwegs, auf "Gebrauchtsattelsuche", schnell einen ersten Eindruck bezüglich der Kammerweite erlangt. Legt sie einfach vorne in den Sattel, die Schablone ist das Pferd, passt sie nicht rein, ist die Kammer zu eng, könnt Ihr Sie bis an die obere Kante führen, ist sie zu weit. Bei den meisten Sätteln läßt sich die Kammer verändern. Also nicht verzagen!

Das sind erstmal die wichtigsten Basic´s. Für Fragen und praktische Hilfe stehe natürlich zur Verfügung. Tel. 0163/8824888 täglich ab 13.00 Uhr. Gruß Iris (Sattlerin)

 

 

 

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