Wandern im Herbst - die 5 wichtigsten Tipps für Kleidung und Ausrüstung

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Goldenes Sonnenlicht, bunte Blätter – der Herbst verwandelt Berggipfel, Wiesen und Wälder in ein atemberaubendes Farbenmeer. Kein Wunder, dass Wander-Fans diese Jahreszeit so gerne nutzen. Hier die wichtigsten Tipps für gelungene Wander-Touren in den Lieblingsmonaten.

Wandern im Herbst - die 5 wichtigsten Tipps für Kleidung und Ausrüstung

Gut zu Fuß – auf den Wanderschuh kommt es an

 Ohne gute Wanderschuhe geht gar nichts. Sie müssen den Fuß schützen, sicheren Halt geben, dürfen nicht zu schwer sein und bei Regen nicht durchnässen. Vor allem aber müssen sie perfekt sitzen. Hier die Checkliste zum Kauf.

  • Fester Fersensitz: Hat die Ferse auch nur den geringsten Spielraum, gibt es Blasen. Vermeiden Sie also den sogenannten Fersenschlupf.
  • Stabiler Knöchelhalt: Der Schaft sollte sich fest zuschnüren lassen und den Knöchel eng umschließen, ohne zu drücken. Manche bevorzugen deshalb Wanderstiefel.
  • Weiches Abrollverhalten: Am besten ist es, wenn sich der Schuh beim Gehen unter dem Ballen weich und angenehm biegt.
  • Zehenfreiheit: Die Zehen sollten nach oben nicht anstoßen und etwa 1 cm Platz bis zur Schuhspitze haben. Sonst drohen beim Bergablaufen Druckstellen.
  • Fester Mittelfuß: Der Schuh muss im Mittelfußbereich stützend wirken, damit der Fuß einen guten Stand hat.

Muss funktionieren: Unterwäsche beim Wandern

Beim Wandern schwitzt man schnell und gerade im Herbst können sommerliche Temperaturen rasch mit kalten Winden abwechseln. Feuchtigkeit auf der Haut und im Stoff kann dazu führen, dass der Körper auskühlt. Funktionsunterwäsche soll auch beim Wandern Abhilfe schaffen und den Schweiß von der Haut abtransportieren. Sie ist meist sehr leicht, aus Kunstfasern gefertigt und gibt die Feuchtigkeit an die nächste Kleidungsschicht weiter.
Tipp: Wer Kunstfasern nicht gern auf der Haut trägt, nimmt dünne Unterwäsche aus Merino-Wolle. Sie wärmt dezent und trocknet schneller als Baumwolle und Wolle.


Kurz oder lang? Wanderhosen für den Herbst

Eins vorab: Baumwollhosen oder gar Jeans sind für’s Wandern so gar nicht geeignet. Wanderhosen aus funktionellen Kunstfaserkompositionen haben eindeutig die Nase vorn. Sie tragen sich leicht, trocknen schnell und geben die Körperfeuchtigkeit nach außen ab. Achten Sie beim Kauf auf einen weichen, flexiblen Hosenbund. Übrigens: Bei Zip-Off-Hosen scheiden sich die Geister. Die einen finden es praktisch, die Hosenbeine abnehmen zu können, wenn die Temperaturen steigen. Andere empfinden die umlaufenden Reißverschlüsse als störend beim Wandern.
Tipp: Einige Hersteller bieten Hosen mit speziellen Laschen an, um hochgekrempelte Hosenbeine zu befestigen.


Softshell oder Hardshell: Wanderjacken-ABC

Sie wollen beim Wandern vom Herbstwetter unabhängig sein? Dann brauchen Sie eine atmungsaktive Jacke. Softshells punkten durch ihr weiches und angenehm zu tragendes Material. Diese Jacken sind entweder windabweisend oder winddicht und auch wasserabweisend, jedoch nicht wasserdicht. Komplett trocken halten dagegen die Hardshells. Hochwertige Modelle haben eine Membran, die so kleine Poren hat, dass Wassertropfen von außen nicht eindringen können. Sie sind jedoch durchlässig für die Dampfmoleküle, die bei der Körpererwärmung entstehen. Gängige Materialien mit dieser Funktion: Gore Tex, HyVent, Event.
Tipp: Bunte und hippe Kleidung gibt’s auch für Wanderlustige. Die Firma prana ist zwar auf Kletterer spezialisiert, die tollen Outdoor-Kollektionen passen aber auch auf Wander-Freaks.


Den richtigen Weg finden – Wandern digital

Handy an und los? Nicht ganz. Jede Wandertour sollte gut geplant sein. Über spezielle Apps kann man sich Wanderrouten aussuchen. Die Karten dafür werden auf das Smartphone heruntergeladen und offline benutzt. Also Papierkarten adé? Nein, immer trotzdem eine Wanderkarte dabei haben! Denn wenn das Handy in eine Felsspalte rutscht, der Akku zur Neige geht oder man das Zielgebiet verlässt und eine neue Karte gerade nicht zu laden ist, ist eine Orientierung schwer. Und der Outdoor-GPS-Empfänger? Die Spezialgeräte bleiben mit langen Akku-Laufzeiten und auch bei Sonnenlicht gut erkennbaren Displays eine echte Alternative.
Tipp: Per GPS-Tracking können die tatsächlich gewanderten Strecken aufgezeichnet und später am PC nachvollzogen werden. Gut, wenn es eine besonders schöne Tour war, die man wiederholen möchte.

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