Walt Disney Comics – die 5 beliebtesten Figuren und ihre Besonderheiten

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Walt Disney Comics – die 5 beliebtesten Figuren und ihre Besonderheiten

Jedes Kind kennt die sympathischen und lustigen Bewohner Entenhausens. Auf den Straßen der fiktiven Comic-Stadt tummeln sich jede Menge vermenschlichte Enten, Mäuse, Hunde und Schweine, die dort und anderswo aufregende oder lustige Abenteuer erleben. Ganz besonders dreht es sich in den Walt Disney Comics um die Familien Maus und Duck, die berühmtesten darunter Micky Maus und Donald Duck. Die Geschichten spielen im nahezu zeitlosen Entenhausen, auch wenn Onkel Dagobert noch immer als Teilnehmer des Goldrauschs in Klondike erwähnt wird. Heute sind weltweit mehrere Generationen von Menschen mit den Comics rund um die Entenhausener aufgewachsen. Und viele alte Hefte mit besonderen Figuren oder nur geringen Auflagen werden als Sammlerstücke gehandelt. Wir stellen in diesem Ratgeber die wichtigsten Figuren aus dem Lustigen Taschenbuch und den Micky-Maus-Heften vor – mit all ihren liebenswerten Ticks, Macken und Eigenschaften.

Micky – die Gründermaus von Entenhausen

Kaum ein Kind auf diesem Planeten wird nicht schon einmal von Micky Maus gehört haben. Die Figur gehört zu den mit Abstand bekanntesten Comicfiguren der Welt und hat längst absoluten Kultstatus erlangt. Da mag es überraschen, dass Micky von seinem Schöpfer Walt Disney ursprünglich nur als Notlösung angedacht war und erst „Mortimer“ heißen sollte. Nachdem Disney die Rechte an seiner Hasenfigur Oswald the Lucky Rabbit verloren hatte, musste er sich schnell eine neue Figur ausdenken.

Seinen allerersten Auftritt hatte Micky Maus dann sogar noch in einem Stummfilm namens Plane Crazy, bevor er kurz darauf mit der Stimme Walt Disneys in einem der ersten Tonzeichentrickfilme (Steamboat Willie) auftauchte. Das war im Jahr 1928. Schon in den 1930er Jahren wurde die kleine, mutige Maus in Hose zum Erfolg, denn sie tauchte alsbald auch in Comics auf. In diesen Comics, die in Zeitungen veröffentlicht wurden, gesellten sich bald noch Gefährten für Micky dazu – so wie Goofy, Minni Maus, Kommissar Hunter und andere. Nachdem die Disney-Comics auch in Europa äußerst beliebt wurden, begann man in Italien, Dänemark und anderen europäischen Ländern Geschichten um die Entenhausener zu zeichnen und erfand noch mehr Figuren dazu. Schließlich wurden in Deutschland die Zeitschriften Micky Maus und Mickyvision sowie das Lustige Taschenbuch mit neuen Abenteuern der Helden gegründet.

Micky Maus – die clevere, heldenhafte Maus auf Abenteuer

Die Figur, mit der alles anfing, war Micky Maus. Musste dieser zunächst noch in einfacher roter Hose mit Knopf herumlaufen, bekam er im Laufe der Jahrzehnte immer mal wieder neue Kleidung, die mehr den Vorstellungen im Wandel der Zeit entsprachen. Immer beibehalten wurden jedoch die weißen Handschuhe, die er schon in den 1920ern erhalten hatte. Mickys herausragendste Eigenschaft ist die Tatsache, dass er sehr schlau ist. In vielen Abenteuern ist er als Detektiv tätig. Sein bester Freund und gleichzeitig treuer und wesentlich dümmerer Begleiter ist Goofy. Micky zeichnet sich durch einen Sinn für das Gute aus und er ist sehr selbstsicher und zuweilen auch ein wenig besserwisserisch. Seine Abenteuer umfassen oft typische Kriminalgeschichten, aber auch Zeitreisen. Besuch hat er manchmal von seinen Neffen Mack und Muck oder von seiner Freundin Minni Maus. Zu seinen Gegnern gehören unter anderen Kater Karlo und das Schwarze Phantom.

Donald Duck – der sympathische, aufbrausende Pechvogel

Die stets glücklose und etwas dumme Ente im Matrosenanzug wurde ursprünglich als Gegenstück zum schlauen Micky erschaffen. Besonders markante Eigenschaften des Donald Duck sind, dass er ständig Pech hat, von seinem Onkel Dagobert über den Tisch gezogen und ausgetrickst wird und er zu Wutanfällen und besserwisserischem Getue neigt. Da er eigentlich immer arbeitslos ist und kein Geld hat, macht er ständig Schulden bei Onkel Dagobert, der ihn dann dazu nötigt, auf haarsträubende Abenteuerreisen mit ihm zu gehen. Donald ist immer eifersüchtig auf seinen erfolgreichen und wohlhabenden Vetter Gustav Gans, der ihm obendrein auch noch Konkurrenz bei seiner Herzensdame Daisy Duck macht. Viele Abenteuer Donalds drehen sich um seine chronische Geldnot und seine Pechsträhnen.

Donalds beständiges Pech und die Tatsache, dass er immer als Verlierer aus den Geschichten hervorging, führten in den späten Sechziger Jahren zur Erfindung seines Alter Egos „Phantomias“. Verkleidet als der maskierte Rächer, nahm Donald nachts als Phantomias Rache an denen, die ihn tagsüber geplagt und übers Ohr gehauen hatten. Donald hat einmal Glück, als ihm die Villa Rosa bei einer Versteigerung in die Hände fällt, weil der Postbote ihn mit Gustav Gans verwechselt. Dort findet er das geheime Tagebuch des vorherigen Besitzers, der offenbar nachts ein Doppelleben als Rächer führte. Donald beschließt dessen Nachfolger zu werden und findet Unterstützung von Daniel Düsentrieb, der sein Auto in einen Superheldenwagen umfunktioniert. Als Phantomias ist Donald heldenhaft, erfolgreich und ein guter Verbrecherjäger. Rächt er sich anfangs noch in Eigeninteresse an anderen Bewohnern Entenhausens, avanciert er schließlich zum Superhelden. Tagsüber ist er stets bemüht, seine zweite Identität geheim zu halten, nicht einmal seine Neffen Tick, Trick und Track wissen davon.

Goofy – der treudumme, tollpatschige Freund von Micky

Neben Micky und Donald ist Goofy eine der ältesten Figuren des Disney-Universums. Statt einer Maus oder einer Ente handelt es sich bei ihm um einen Hund und er verkörpert auch ähnliche Eigenschaften. So ist Goofy ein treuer, wenn auch naiver Begleiter von Micky, der oft mit ihm auf Abenteuern unterwegs ist. Allerdings ist er auch recht exzentrisch und erzählt des Öfteren von noch exzentrischeren Verwandten. Goofy trägt eine typische Kleidung, die sich im Laufe der Zeit kaum verändert hat: eine auffällige hohe blaue Mütze, einen roten Pulli und darüber eine schwarze Weste, zudem eine eher schlecht sitzende blaue Hose und Schuhe mit Löchern.
Goofy zeichnet sich dadurch aus, dass er niemandem etwas Arges oder Böses antun würde und solche Eigenschaften auch anderen nicht unterstellt. Das lässt ihn oft als etwas einfältig erscheinen und tatsächlich kann er es mit dem Intellekt seines Freundes Micky nicht aufnehmen. Trotzdem ist es oft Goofy, der als Begleiter Mickys den entscheidenden Anstoß zur Aufklärung eines Kriminalfalles gibt. Auch Goofy hat ein Alter Ego wie Donald. Nachdem Goofy eine Erdnuss von einem plötzlich aufgetauchten Erdnussstrauch in seinem Garten isst, verwandelt er sich in Supergoof, der ähnlich Superman ein blaues Cape trägt – allerdings kombiniert mit einem wollenen roten Babystrampler. Als Supergoof hat Goofy Superkräfte. Er kann fliegen, hat übermenschliche Kräfte und kann durch Wände sehen. Da die Kräfte leider von den Erdnüssen abhängig sind, verwandelt er sich öfter ungewollt zurück in Goofy – natürlich besonders dann, wenn er gerade etwas Schweres hebt oder fliegt. Das Ungeschick verlässt Goofy auch als Supergoof eher selten.

Onkel Dagobert – die reichste und geizigste Ente der Welt

Im Jahr 1947 von Zeichner Carl Barks erfunden ist der Fantastillardär Onkel Dagobert sicher ebenso bekannt wie sein Neffe Donald. Seine herausragendste Eigenschaft ist sein unglaublicher Geiz. Obwohl er in seinem Geldspeicher ungeahnte Geldmengen liegen hat und öfter in den Münzen baden geht, spart er an allen Ecken und Enden und verlangt jeden geliehenen Taler zurück. Typisch für Dagobert ist außerdem sein Bart, sein Zwicker und die altmodische Kleidung, bestehend aus einem roten Gehrock, einem Zylinder, Gamaschen (ohne Schuhe darunter) und sein Gehstock. Sein wichtigster Besitz ist jedoch sein Glückstaler, ein Zehn-Kreuzer-Stück und das erste Geld, das er jemals selbst verdient hat. Dieser befindet sich zumeist unter einer Glasglocke mit Alarmsystem und die Hexe Gundel Gaukeley versucht ständig ihn zu stehlen. Zu seiner Familie gehören sein unglücklicher Neffe Donald Duck, den er des Öfteren mit dem Versprechen ihn zum Erben zu machen mit auf Abenteuerfahrt lockt und seine Großneffen Tick, Trick und Track. Seine wichtigsten Gegner sind die Panzerknacker, die immer wieder versuchen in seinen Geldspeicher einzubrechen und die beiden ebenfalls sehr reichen und skrupellosen Figuren Mac Moneysac und Klaas Klever.

Tick, Trick und Track – Donalds clevere Neffen

In Donalds Haus leben auch seine Neffen Tick, Trick und Track, die Kinder seiner Schwester Della. Die Drillinge tragen charakteristische Schirmmützen und sind eigentlich nur an der Farbe dieser Mützen auseinanderzuhalten. Im Gegensatz zu ihrem Onkel sind sie weder tollpatschig noch glücklos und verfügen mit dem schlauen Buch des Fähnlein Fieselschweif über einen Quell des Wissens. Oft werden sie als schlaue und vernünftige Kinder dargestellt, denen ihr Onkel peinlich ist. In ihren ersten Auftritten in Kurzfilmen waren sie jedoch frech und ungezogen und tanzten Donald auf dem Kopf herum. Sie begleiten Donald und ihren Großonkel Dagobert Duck häufig auf seinen Abenteuerreisen.

Die Schöpfer von Micky, Donald und ihren Freunden

Die vielen Alben, die im Laufe der vielen Jahrzehnte über die Entenhausener veröffentlicht wurden, stammen natürlich nicht alle aus derselben Feder. Die verschiedenen Stile der Zeichner und Geschichtenschreiber finden auch unterschiedliche Fans. Neben verschiedenen individuellen Zeichenstilen unterscheiden sich oft auch Handlungsstränge und Themen in den Comics der Zeichner. Nicht so bekannt ist zudem die Tatsache, dass viele Zeichner nicht direkt im Auftrag Disneys Comics schufen, sondern lediglich in Verlagen arbeiteten, die Lizenzen von Disney besaßen. Anfänglich wurden die Figuren vom Zeichner Carl Barks kreiert, der heute zu den bekanntesten Zeichnern im Disney-Universum gehört. Er erfand zum Beispiel Dagobert Duck, Daniel Düsentrieb und die Panzerknacker. An den Comics von Barks orientierte sich später Don Rosa, der einen Stammbaum der Ducks schuf und mehrere Preise erhielt. Zu den beliebtesten europäischen Zeichnern gehört außerdem der Italiener Romano Scarpa, der ebenfalls viele neue, heute etablierte Charaktere erschuf, so zum Beispiel Kater Karlo und Atömchen.

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