Waidmanns Heil! Ratgeber für attraktiven Jagdschmuck

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Waidmanns Heil! Ratgeber für attraktiven Jagdschmuck

Jagdschmuck ist sicherlich der älteste Schmuck der Menschheit. Schon unsere Vorfahren in der Altsteinzeit fertigten aus Zähnen, Knochen, Krallen und Federn erlegter Tiere sowie aus Schneckenhäusern Ketten, Armbänder und Anhänger, um sich zu schmücken. Bereits in diesen frühen Gesellschaften spielte der Jagdschmuck eine große Rolle. Neben seinen zierenden Eigenschaften erfüllte der Schmuck der Jäger noch weitere Aufgaben. Als Talisman schütze er seinen Träger vor Unglück oder Krankheit, er förderte die Fruchtbarkeit oder markierte den Eintritt in das Erwachsenenalter.

Der Stil und die Verarbeitungstechnik haben sich über die Jahrtausende gewandelt, aber auch heute noch spielt Jagdschmuck für viele Menschen eine große Rolle. Neben Jägern schätzen auch die Träger von Trachten den edlen Schmuck mit tierischen Komponenten. Neben traditionellen Modellen fertigen viele Anbieter von Jagdschmuck heute auch modern gestaltete Schmuckstücke. Diese kleinen Kunstwerke sind nur für den Kenner als Jagdschmuck zu erkennen. So zeigen Sie Ihre Liebe zur Jagd auch geschmackvoll und dezent zum Business-Anzug oder Kostüm. Lässiger Halsschmuck aus Leder geschmückt mit einem Zahn, einer Kralle oder Federn passen dagegen zum bequemen Freizeit-Look und schmeicheln besonders einem Outfit mit Jeans oder Lederhosen. Den perfekten Jagdschmuck gibt es heute für jeden Typ und Geschmack.

Grandeln – Schmuck vom König der Wälder

Mit das beliebteste Material der Fans von Jagdschmuck sind Stücke, die mit Grandeln angefertigt wurden. Als Grandeln bezeichnen Jäger die Eckzähne des Hirschs. Viele Wiederkäuer haben statt Zähnen im vorderen Oberkieferbereich eine Kauplatte. Aber beispielsweise der Rothirsch besitzt zumindest Eckzähne im Oberkiefer. Diese Zähne nutzen Menschen bereits seit der Steinzeit als Jagdtrophäe und fertigen filigranen Schmuck daraus. Die Zähne sind überraschend klein und rund. Vielen Menschen fällt es schwer, diese besonderen "Schmucksteine" als Zahn zu identifizieren. Daher sind Grandeln auch für dezenten Jagdschmuck in moderner Optik ein toller Rohstoff.
Echte Klassiker sind Grandeln in Gelbgold gefasst. Traditionell formen die Goldschmiede Ohrringe, Anhänger, Broschen und Krawattennadeln mit Eichenlaub aus Gold und arbeiten die Zähne geschickt ein. Grandeln in Gold eignen sich nicht nur als Schmuck zur Jagd- oder Trachtenbekleidung, modern gearbeitete Stücke machen auch im Alltag eine gute Figur und heben Sie von der Masse ab. Besonders als Ohrringe sind Grandeln ein toller Schmuck für Damen, die jeden Tag ihre Verbundenheit zu Jagd und Natur zeigen möchten.

Das Charivari – die Schmuckkette zur Trachten- und Jagdbekleidung

Das Charivari ist eine für den Ostalpenraum typische Schmuckkette, die traditionell über dem Hosentürl der Trachtenlederhose getragen wird. In früheren Zeiten war diese Schmuckkette ein Statussymbol für Jäger und Landwirte. Der Schmuck erfüllte neben seiner Prunkfunktion auch noch den Zweck, als Talisman für eine erfolgreiche Jagd zu dienen. Über lange Zeit durfte ein Charivari nicht gekauft werden – um in seinen Besitz zu gelangen, blieb nur die Schenkung oder eine Erbschaft. Die Ketten aus Altsilber schmücken zahlreiche Anhänger, die traditionell tierischen Ursprungs sind. Neben Grandeln, Kümmerern und Hornscheiben finden auch Zähne jagdbaren Wildes, Tierpfoten oder Dachsbärte ihren Weg an das Schmuckstück.
Während die Modelle für Herren sehr markant gearbeitet sind, fallen Charivari-Ketten für Damen deutlich filigraner aus. Die Talismane an den Damen-Ketten sind aus massivem Silber gegossen. Auf dem Markt erhalten Sie nicht nur komplette Charivaris, auch die Ketten allein und viele verschiedene Anhänger werden angeboten. Moderne Varianten ergänzen auch gekonnt eine lässige Jeans und sorgen für einen modischen Auftritt mit persönlicher Note abseits vom Mainstream.

Horn – ein vielseitiger Rohstoff für schmückende Elemente

Das Horn von Rotwild bildet traditionell die Grundlage für verschiedenen Jagdschmuck. Das natürliche Material lässt sich vielseitig verarbeiten und übt im Rohzustand ebenso einen starken Reiz aus wie liebevoll geglättet und poliert. Hornschmuck wird besonders oft als Kette angeboten. Schmuck aus Horn ist ausgesprochen vielseitig. Neben klassischem Jagdschmuck gibt es viele moderne Creolen und Armreifen, auch der Ethno-Look ist stark vertreten. Daher passen viele Schmuckstücke auch zu modischen Outfits und holen das traditionelle Material aus der Jagd- und Trachtenszene in die moderne Welt. Besonders gut auf Trachten machen sich auch schön gestaltete Knöpfe aus Horn.

Gut behütet im Revier unterwegs

Als Schutz vor Sonne, Regen und Wind ist ein Hut ein unverzichtbares Accessoire im Revier. Und damit das gute Stück eine persönliche Note bekommt, ist ein Anstecker mit jagdlichem Motiv genau das Richtige. Klassiker sind ein Keilerkopf oder auch Hirsch, Damwildschaufel oder ein Gamskopf, wenn es um Motive geht, die von jagdbarem Wild inspiriert sind. Silbernes Eichenlaub oder ein Edelweiß sind ebenfalls ein beliebter Hutschmuck. Oder Sie schmücken Ihre Kopfbedeckung mit einer Nadel mit Ihrem Jagdhund als Motiv. Von Deutsch Kurzhaar über den Teckel bis zum Setter sind alle Jagdhundrassen als Anstecker für den Hut erhältlich. Auch Angelfreunde finden ihren Lieblingsfisch als Anstecker. Natürlich können Sie mit einem Hutanstecker nicht nur Ihre Kopfbedeckung verschönern. Auch am Revers oder am Kragen machen die kleinen Kunstwerke Eindruck.

Typisch für den Alpenraum: der Gamsbart

Im Alpenraum muss dagegen ein Gamsbart den Hut zieren. Besonders wertvoll und edel im Erscheinungsbild sind Gamsbärte aus echtem Gamshaar. Für ihre Herstellung wird das Haar aus dem Aalstrich auf dem Rücken von bis zu zehn Gämsen verarbeitet. Die hellen Spitzen des Gamshaars werden Reif genannt und sorgen für die besondere Optik eines echten Gamsbartes. Etwas günstiger und auf ihre Art sehr reizvoll sind Modelle aus Dachs- oder Hirschhaar. Heute sind auch Gamsbärte aus Tierhaar erhältlich, das nicht von Wildtieren stammt. Das Haar wird gefärbt und dann traditionell verarbeitet. Neben der Qualität des Haars spielt natürlich die Ausführung der silbernen Hülse eine große Rolle für den Eindruck, den der Hutschmuck hinterlässt. Die Hülsen, die mit einer Nadel am Hut befestigt werden, schmücken meist jagdliche Motive, Hirsch, Gams und Auerhahn sind besonders beliebte Motive. An manchen Hülsen dienen auch Grandeln als zusätzliches schmückendes Element.

Raubwild – scharfe Zähne für schöne Schmuckstücke

Fuchs, Dachs oder Luchs haben ein beeindruckendes Gebiss. Die Zähne lassen sich hervorragend verarbeiten. Ein einzelner Fangzahn in Silberfassung an einem Lederband als Halsschmuck ist besonders attraktiv. Er kann nicht nur als Jagdschmuck getragen werden. Auch zu einem lässigen Freizeithemd und einer robusten Jeans passt dieser besondere Schmuck sehr gut. Auch sehr attraktiv sind Broschen mit Zahnbesatz. Kunstvoll um ein silbernes Mittelstück angeordnet, ergeben die Zähne einen Anstecker mit der Optik von einer Edelweißblüte. Erst auf den zweiten Blick sind die einzelnen Blütenblätter als Zähne zu erkennen.

Uhren für Jäger und Naturfreunde

Als klassisches Schmuckstück für Herren darf natürlich auch die Uhr als Jagdschmuck nicht vergessen werden. Traditionell sind Taschenuhren die erste Wahl für Jagdliebhaber. Die Modelle mit Uhrkette bestechen durch jagdliche Szenen auf dem Gehäuse. Neben mechanischen Modellen mit Handaufzug sind heute Taschenuhren mit jagdlichem Motiv auch mit modernen Präzisionsquarzwerken erhältlich. Sogar kleinere Modelle speziell für Damen sind auf dem Markt. Da Taschenuhren nicht immer praktisch und stilistisch passend zur Kleidung sind, darf natürlich auch eine Armbanduhr nicht fehlen.
Ein tolles Geschenk für Jäger ist eine Ansitzuhr mit jagdlichem Motiv auf dem Ziffernblatt. Ansitzuhren zeichnen sich ebenso wie Fliegeruhren durch ihre besondere Lumineszenz aus. Auch nach vielen Stunden in der Dunkelheit leuchtet das Ziffernblatt noch stark und erlaubt es, ganz diskret die Zeit abzulesen, ohne das Wild zu erschrecken. Einige Hersteller bauen in ihre Ansitzuhren auch ein Ziffernblatt mit Beleuchtung ein. Wenn Sie nun nicht vergessen, Ihr Mobiltelefon lautlos zu stellen, steht der erfolgreichen Jagd nichts mehr im Wege. Und im Alltag stellen Sie mit dem geschmückten Ziffernblatt ihre Passion selbstbewusst zur Schau.

Exotischer Schmuck mit lässiger Ausstrahlung

Kein echter Jagdschmuck im engeren Sinne, aber auch sehr beliebt sind Ketten und Anhänger exotischer Herkunft. Bei Surfern sehr beliebt sind Anhänger mit einem echten Haizahn als zentrales Schmuckelement. An einem Band aus Leder oder Naturkautschuk kommen die beeindruckenden Trophäen sehr gut zur Geltung. Auch Muscheln oder Schneckenhäuser sind als Schmuckstück beliebt. Eine ebenso beeindruckende Optik haben Tigerzähne als Halsschmuck.

Jugendlicher Jagdschmuck als Trend in der Modewelt

Jagdlich inspirierte Schmuckstücke liegen zurzeit absolut im Trend. Besonders an den Bettelarmbändern sind modern interpretierte Anhänger aus dem jagdlichen Bereich sehr gefragt. Aus Metall gegossene Eulen, Federn oder Hasen finden sich in den aktuellen Kollektionen vieler Designer. Sehr beliebt sind auch Charms mit einem aus Stein nachgebildeten Raubtierzahn in pastelligen Tönen. Schmuck mit jagdlichem Design muss nicht traditionell gearbeitet sein. Modern umgesetzt erobern kunstvolle Anhänger Bettelarmbänder und Ketten und bringen diesen ältesten Schmuck der Menschheit in ganz neuer Form wieder in Mode.

Jagdschmuck aus dem eigenen Revier

Natürlich besteht nicht nur die Möglichkeit, fertigen Jagdschmuck zu erwerben. Viele Anbieter fertigen auf Wunsch auch Schmuckstücke und verarbeiten Ihre im eigenen Revier erlegten Trophäen. Die versierten Goldschmiede richten sich ganz nach Ihren Wünschen und Vorstellungen. Sie können ein Schmuckstück aus dem normalen Sortiment als Vorlage verwenden und Ihre eigenen Stücke einarbeiten lassen. Ebenso gern setzen die erfahrenen Kunsthandwerker aber auch Ihren eigenen Entwurf um und erschaffen ein Unikat ganz nach Ihrem Geschmack. Sie können sich auch beraten lassen und einen Entwurf nach ihren Vorgaben anfertigen lassen. Wenn Sie die Idee zufriedenstellt, arbeiten die Goldschmiede dann in reiner Handarbeit Ihr ganz persönliches Schmuckstück aus. Dabei sind Ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt: Von einem Ohrgehänge oder einem Collier für die Liebste bis hin zu Manschettenknöpfen oder einer Krawattenadel im markanten Design ist alles möglich.

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