Wärmeleitpaste (WLP)

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Zur Anwendung in PC's hat sicher jeder schonmal etwas davon gehört: die Wärmeleitpaste (WLP). Sie dient in der Regel dazu, die Freiräume bzw. Luftpolster z.B. zwischen CPU und Kühlkörper, die durch etwaige Unebenheiten entstehen, auszugleichen. Diese "Wärmeleitpaste" leitet also- wie es der Name schon verrät- die Abwärme (thermische Verlustleistung pro Fläche) z.B. des Haupt- oder Grafikprozessors an die jeweils verwendeten passiven/aktiven Kühleinheiten ab. Sie unterstützt quasi die optimale Hitzeableitung. Die Zusammensetzung der WLP ist je nach Hersteller sehr unterschiedlich. Die klassischen WLP enthalten u.a. Silikonöl und Zinkoxid, die teuren Varianten zum Teil Aluminium-, Kupfer- oder Silberbestandteile. Zum Vergleich: Kupfer z.B. hat eine Wärmeleitfähigkeit von 240 bis 380 W/(m · K), Silber ca. 429- und Silikon nur 0,2 bis 0,3 W/(m · K)

Im Vorfeld sollte beachtet werden, dass die Oberflächen von CPU und Kühlkörper sauber und fettfrei sind. Für die Reinigung eignen sich zum Beispiel Aceton oder Isopropanol 100% (gibts in der Apotheke). Was auch immer vewendet wird: der jeweilige Reiniger sollte fettlösend sein (keine aggressiven Autoreiniger oder ähnliches). Ferner ist zu beachten, dass die Paste nicht zu dick, aber auch nicht zu dünn aufgetragen wird. Hier gilt es ein gesundes Mittelmaß zu finden. Zu dick aufgetragen bedeutet seitliches "herausquellen" der WLP. Man bedenke dabei, dass durch Lüfter eingesogene Staubpartikel im Gehäuse im ungünstigsten Fall mit der austretenden WLP in Kontakt geraten und dadurch die WLP elektrisch leitfähig werden könnte. Alles schon vorgekommen. Wärmeleitpaste sollte nicht mit dem Finger verstrichen werden, da so keine gleichmäßige Verteilung möglich ist und Lufteinschlüsse verbleiben können.
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Im Prinzip ist es egal, welche WLP verwendet wird- egal ob ARCTIC MX-2 oder MX-4 (mit 5,6 oder 8,5 W/(m · K)), Noctua NT-H1 von Caseking (auch für Kompressorkühlung geeignet) oder GELID SOLUTIONS (mit 8,5 W/(m · K)), die paar wenigen Temperaturunterschiede verursachen bei richtiger Anwendung keinen "Hitzetod" des jeweiligen Prozessors. Denn wichtig sind andere Dinge wie Langzeitstabilität, nicht elektrisch leitend und nicht korrodierend...

Übrigens: bei WLP wird oft die Wärmeleitzahl/Wärmeleitfähigkeit angegeben. Die Einheit: W/(m · K) -> Watt/(Meter · Kelvin) -> Watt pro Meter und Kelvin
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