Vorwerk Tiger – hohe Saugkraft ohne Leistungsverlust

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Vorwerk Tiger – hohe Saugkraft ohne Leistungsverlust

Hausarbeit besteht aus vielen Aufgaben wie Wäsche waschen, Kochen, Einkaufen und die Wohnung sauber halten, was für viele ein nerviges Unterfangen ist. Denn jeden Tag kommt neuer Schmutz in die Wohnung: Sei es durch Kinder, Haustiere oder einen selbst. Und nicht zu vergessen der Staub, der sich auf Möbeln, auf dem Boden und versteckt in Ecken oder hinter Schränken und Regalen sammelt. Um eine Wohnung oder gar ein ganzes Haus sauber zu halten, gibt es zum Glück einen Helfer, auf den man weder verzichten möchte noch muss - den Staubsauger. Durch die hohe Saugkraft, den verminderten Lärmpegel und verschiedenen Zusatzfunktionen der neueren Modelle hilft er beim Wohnungsputz enorm und ist nicht mehr wegzudenken.

Die Geschichte des Staubsaugers

Der Staubsauger entstand Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts in den USA. In den folgenden Jahren gab es verschiedene Ansätze und Ideen, die alle eins gemein hatten: Kleinerer Dreck und Staub sollte durch einen Schlauch eingesaugt werden. Einer der Entwickler verkaufte später sein Patent an die Firma seines Cousins, die „Hoover Harnness and Leather Goods Factory“ – der Begriff „hovern“ ist bis heute im englischen Sprachraum ein Synonym für staubsaugen. Zwar kam ein erstes Modell für die deutsche Bevölkerung Anfang des 20. Jahrhunderts auf den Markt, allerdings blieb dies bis in die 50er Jahre Luxus. Und auch unter den Reichen wurden Dienstmädchen, die mit der Hand säuberten, den frühen Modellen der Staubsauger vorgezogen. Nach und nach entwickelten sich Modelle, die zumeist aus einem großen Motor in einem Raum des Hauses und längeren Schläuchen in weitere Räume bestanden. In Berlin gab es auch solche Motoren auf Fahrzeugen: Von ihnen gingen Schläuche die Hauswand hoch und durch die Fenster in die Wohnungen. Erst in den 1980er Jahren entwickelten sich kleinere Modelle, die den heute üblichen Bodenstaubsaugern ähnelten und auch erschwinglich waren. Jedoch hatten diese nicht viel Saugkraft und waren davon abgesehen sehr kantig, sodass man beispielsweise Ecken nur schwer erreichen konnte.

Das Funktionsprinzip eines Staubsaugers

Ein Staubsauger besteht aus einem Korpus, in dem ein Motor Unterdruck erzeugt, einem Schlauch, durch den die Luft und der Schmutz eingesaugt werden, und einer Reinigungsfunktion der verschmutzten Luft. Diese besteht heute aus einer von drei verschiedenen Funktionsprinzipien: Sogenannte Beutelstaubsauger reinigen mit Filtertüten, was bedeutet, dass die Luft mit dem Schmutz direkt aus dem Schlauch in einen Beutel geleitet wird. Dieser luftdurchlässige Beutel filtert den Schmutz heraus und lässt saubere Luft wieder austreten. Außerdem hat der Sauger meist einen Grobfilter, der im Falle von eingesaugten, spitzen Gegenständen den Motor schützen kann, sowie einen Mikrofilter im Abluftbereich, der den minimalen Kohleabrieb des Motors filtert.
Beutellose Staubsauger funktionieren entweder mit Hilfe eines Zentralfilters und Einfachzyklonprinzips oder eines Multizyklonprinzips. Erstere schleudern die Luft im Auffangbottich in einen Wirbel, sodass der grobe Schmutz per Fliehkraft nach außen in einen Schmutzauffangbehälter geschleudert wird. Der verbleibende Feinstaub wird im Zentralfilter aufgefangen, welcher sich allerdings relativ häufig zusetzt und dementsprechend oft der Reinigung bedarf, da dies die Saugkraft stark beeinträchtigt. Die Multizyklontechnik von beutellosen Staubsaugern leitet die Luft im ersten Teil ebenfalls in einen Zentralfilter, um den groben Schmutz abzufangen. In einem zweiten Schritt wird die vorgesäuberte Luft dann in kleineren Zyklonen mit einer viel höheren Geschwindigkeit zum Rotieren gebracht, sodass auch feinerer Schmutz in Auffangfächer geschleudert wird. Somit fallen auch die häufige Reinigung und das Nachlassen der Saugkraft aus.

Welche Bauarten gibt es?

Es gibt drei etablierte Bauarten von Staubsaugern: Hand- oder Stabstaubsauger sind längliche, handliche Geräte ohne Schlauch, die eine schlitzförmige Öffnung haben, wodurch der Luftstrom angesaugt wird. Rüsselstaubsauger besitzen zusätzlich ein Saugrohr, an dem vorne auch ein Bürstenkopf angebracht ist. Die in Deutschland üblichen Bodenstaubsauger haben einen größeren Korpus und stehen auf kleinen Rädern. An das Gerät ist ein Schlauch mit Bürstenkopf angeschlossen. Verschiedene Bürstenaufsätze und Düsen-Zubehör können außerdem die Effektivität eines Staubsaugers enorm steigern. Kleinere Aufsätze erlauben es außerdem, an schwer erreichbaren Stellen zu saugen. Neben den oben erwähnten Hand- und Bodenstaubsaugern gibt es auch zentrale Saugsysteme im Hause oder Kesselsauger, die Flüssigkeiten aufsaugen. Akku- oder Tischstaubsauger brauchen keine direkte Stromanbindung und eignen sich für kurze Einsätze.

Der Konzern Vorwerk

Vorwerk ist ein seit Ende des 19. Jahrhunderts bestehender internationaler Konzern mit Sitz in Wuppertal. Seine Hauptvertriebsprodukte sind Teppiche, Kosmetika und vor allem Haushaltsgeräte mit Schwerpunkt auf Staubsaugern. Hatte die Firma sich zu Beginn noch auf Grammophone spezialisiert, führten sie in den 1920er Jahren Staubsauger in den Vertrieb ein, da es durch den Hörfunk einen erheblichen Einbruch in der Sparte gab. Erst mit dem Direktvertrieb Mitte der 1930er Jahre fing die Staubsaugersparte an, soviel abzuwerfen, dass sie ein neues Standbein der Firma wurde. Die Division Kobold besteht aus dem Raumpflegesystem Vorwerk Kobold, dem Vorwerk Tiger sowie ehemals auch Einbauküchen und gehört zu dem Hauptgeschäftsfeld des Konzerns.

Die Modelle des Vorwerk Tigers

Der Vorwerk Tiger ist die in Deutschland und Österreich zu erwerbende Bodenstaubsaugervariante des Kobolds. Alle Vorwerkmodelle haben eine mit Motor betriebene Elektrobürste, die auch eingetrockneten Schmutz lösen kann. Gemeinhin gelten sie als etwas unhandlicher als die verschiedenen Koboldmodelle, sind also eher ab einer mittelgroßen Wohnung zu empfehlen. Für große Wohnungen und Häuser eignen sie sich wegen der guten und robusten Bauweise gut. Dadurch hat der Vorwerk Tiger außerdem eine sehr hohe Saugkraft und ist vergleichsweise leiser. Die ersten Modelle sind der Tiger 250 und Tiger 251. Diese überzeugen bereits durch verschiedene Aufsätze, welche beispielsweise das Absaugen von Matratzen ermöglichen und insbesondere für Allergiker einen großen Vorteil bieten. Trotz ihres Alters sind sie auf Grund ihrer Qualität lange funktionstüchtig. Die Farbe der ersten Vorwerk Tiger ist immer grün mit beigefarbenen oder weißen Flächen.
Seit dem Vorwerk Tiger 260 gibt es außerdem ein überarbeitetes Design, welches die Geräte nicht mehr ganz so robust sondern schnittiger aussehen lässt. Sie werden außerdem von Modell zu Modell zu größeren Teilen weiß mit grünen Streifen. Das Modell des Tigers 260ist schmaler konstruiert als seine Vorgänger und somit wendiger. Außerdem ist das Stecksystem der Düsen erneuert worden. Für eine lange Lebensdauer empfiehlt es sich immer, neuere Modelle wie den Tiger 265 zu erwerben. Diese sind innovativer und haben beispielsweise bei einigen Aufsätzen stärkere Reinigungsleistungen. Das neueste Modell der Tigerreihe ist der VT270. Er ist weiß und handlicher konstruiert und verfügt außerdem über eine Elektrobürste, die die Schiebekraft je nach Untergrund selbst reguliert.

Technische Daten von Staubsaugern

Um das Leistungsvermögen eines Staubsaugers zu bestimmen, hilft die Angabe der Leistungsaufnahme (in Watt), die bei den meisten Produkten angegeben wird, nur unwesentlich: Die tatsächliche Saugkraft hängt nämlich von der Beschaffenheit des Gebläses und der Luftführung ab. Kleine Filterbeutel beispielsweise schränken die Saugleistung schnell ein. Auch eine zu hohe Saugleistung kann stören, wenn sich der Sauger an Stoffen festsaugt. Hierfür gibt es die Öffnung an den Schläuchen der meisten Sauger, die eine Nebenluft zulässt und somit die Saugkraft auf Wunsch verringert. Um das Leistungsvermögen eines Staubsaugers tatsächlich zu messen, spielen verschiedene Größen eine Rolle: Erstens der Volumenstrom, also wie viel Kubikmeter oder Liter pro Sekunde eingesaugt werden können, zweitens die Geschwindigkeit, mit der die Luft eingesaugt wird und drittens die maximale Druckdifferenz. Letztere ist der Unterschied zwischen dem umgebenden und dem durch den Staubsauger erzeugten Luftdruck. Eine gute Differenz liegt bei ungefähr 25kPascal. Auch der Schallleistungspegel und die Funktion des Filterbeutelwechsels sollten zufriedenstellend sein.

Die Wahl eines geeigneten Filters: HEPA, Aktivkohlefilter oder Mikrofilter

HEPA steht für High Efficiny Particulate Airfilter und gehört zusammen zu einer Filterklasse, die aus der schmutzigen Luft auch Viren, Pollen, Rauchpartikel, Bakterien oder Milbeneier filtern kann. Diese HEPA-Filter werden vor allem im medizinischen Bereich verwendet und sind im häuslichen Bereich besonders für Allergiker geeignet. Beim Kauf eines solchen Filters sollten Sie überprüfen, ob die Bezeichnung HEPA auch wirklich zutrifft, der Filter also der Europäischen Norm angemessene Werte hat. Aktivkohlefilter reinigen Gase und Flüssigkeiten, meist in der Industrie. In Staubsaugern im häuslichen Bereich filtert er durch die Aktivkohle Staub und vor allem störende Gerüche aus der Luft. Eine dritte Möglichkeit sind die Mikrofaserfilter, welche durch ihre Struktur nicht oder kaum einreißen, gleichzeitig aber viel Staub einschließen und die Saugkraft des Saugers dabei nicht oder kaum schmälern.

Der passende Staubsaugerbeutel für Ihre Bedürfnisse

Die einfachste und umweltfreundlichste Variante ist wohl die Wahl eines beutellosen Saugers, dessen Filter allerdings oft gereinigt werden muss und dadurch seine Saugleistung schnell einbüßen kann. Zur Grundausstattung vieler Beutelstaubsauger gehört ein Papierfilter, der die Saugleistung etwas mindert, aber für den Normalfall ausreichend reinigt und kostengünstig ist. Eine dritte Möglichkeit sind Mikrofaserbeutel oder Mikrovliesbeutel, die die Saugleistung nicht mindern.

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