Vorsicht vor Ratgebern!

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Liebe ebayer:

Vor einigen Minuten bin ich über diesen Rat gestolpert. Wenn man sich die Geschichte aufmerksam durchliest, wird man feststellen, dass es hier einige seltsame Aussagen gibt. Ich frage mich nun, was der Sinn und Zweck dieses Artikels wohl sein mag, aber lest doch selber:

"...Ich habe Anfang August 2007 bei Ebay einen Dell Latitude D520 über Ebay.de gekauft. Der Verkäufer hatte seinen Wohnsitz in Malaysia. Der Preis des Notebooks lag bei 605$ zzgl. 40$ Versand. Der Verkäufer akzeptierte die Bezahlung mit PayPal, war als gewerblicher Verkäufer angemeldet und hatte 17 positive Bewertungen. In seiner Artikelbeschreibung war eine Telefonnummer sowie eine Adresse angegeben.

Daher und vor allem, weil er PayPal akzeptierte lies ich mich auf dieses Geschäft ein.

Nachdem ich den Artikel mit PayPal bezahlt hatte, verschickte der Verkäufer das Notebook.

"Nach ca. 4 Tagen war es in Deutschland beim Zoll". Die Auskunft, ob ein Paket beim Zoll eingegangen ist, bekommt man nur, wenn nachgewiesen ist, dass man der rechtmässige Empfämger dieser Sendung ist. Und zwar ist es der Deutsche Zoll, der den Empfänger darüber benachrichtigt!

"...Nach 13 weiteren Tagen war die Zollabfertigung fertig...." Der Zoll schickt dem Empfänger ein Formular, auf welchem er ihm mitteilt, dass eine Sendung für ihn eingegangen ist. Gleichzeitig fordert der Zoll den Empfänger auf, den Kaufpreis des Gegenstandes zu benennen und zu belegen. Dies dauert übrigens nur dann 13 Tage, wenn der Empfänger das Formular nicht sofort zurückschickt, sondern es erst einmal in einer Schublade schmoren lässt, weil er nämlich die Zollgebühren nicht bezahlen will und dementsprechend versucht, sich um die Rücksendung zu drücken.                    Fest steht aber, dass der Zoll definitiv die richtige Empfängeranschrift hatte, ansonsten hätte man dort niemals eine Auskunft gegeben.

Diese Geschichte hat einfach zu viele Lücken, um tatsächlich der Wahrheit zu entsprechen. Mein Fazit:
Wer denkt, er könne durch den Kauf billiger Produkte aus China, Japan oder anderen asiatischen Ländern für kleines Geld an große Markenartikel zu gelangen, der sollte sich grundsätzlich von vorneherein darüber klar sein, dass er Einfuhrzoll bezahlen muss! Wer diesen Zoll nicht bezahlt, tja, dessen Paket wird dann an den Absender zurück geschickt, und zwar nicht etwa, weil keine Adresse vorliegt, sondern weil man versucht hat, den Staat übers Ohr zu hauen.

..".Im Nachhinein erfuht ich, dass er diese Betrügermasche auch bei anderen Käufern eingesetzt hat. Er hat regelmäßig eine frei erfundene Adresse angegeben und konnte deshalb davon ausgehen, dass die Ware wieder zurückgeschickt wird..." Ja, und darum sind hier auch keine Namen angegeben, weil dieser Bericht so wahr ist, stimmts? Im Übrigen wäre er bei Paypal längst herausgeflogen, wenn dem tatsächlich so wäre. Paypal ist eine Bank und macht mit Betrügern kurzen Prozeß - vorausgesetzt, die Geschichte stimmt.
Frohe Weihnachten!
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