Vorsicht bei Geschäften mit der Firma THE PHONE HOUSE

Aufrufe 15 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war

PHONEHOUSE

Eine kurze Leidensgeschichte

 

Allen , die mit dem Gedanken spielen , eine Art von Vertrag mit der Firma PHONEHOUSE einzugehen , sei dieser kurze Ratgeber ans Herz gelegt , der aus persönlicher Sicht , das Geschäftsgebaren dieses Ladens beschreibt:

Dem Geschäft ging folgender Dialog zwischen mir und meiner Frau voraus:

 

Meine Frau : "Eigentlich bräuchten wir einen Laptop"

Ich: "Mir reicht mein PC zum Arbeiten , auch wenn er nicht der neueste ist- ich benutze doch fast nur WORD."

Meine Frau : "Aber Dein Rechner nimmt so viel Platz im Arbeitszimmer ein"

Ich: "Mich stört er nicht"

Meine Frau "Mit einem Laptop ist man einfach flexibler , man kann dann auch mal im Wohnzimmer im Internet surfen oder sogar draußen"

Ich: "Darf ich bitte weiter drinnen arbeiten?"

Meine Frau: "Ich möchte halt auch mal an den Computer , ohne in Deinem vollgestellten Arbeitszimmer zu sitzen!"

Ich : "Ich kauf einen Laptop...."

Meine Frau: "Brauchst Du nicht , denn bein PHONEHOUSE bekommt man einen zum Internet- bzw. Telefonanschluß dazu"

Ich: "Wir haben doch bereits Internet bzw. Telefon"

Meine Frau: "Die sind aber billiger"

Ich: "Schön für die.................-Kann ich nicht einfach in ein Geschäft gehen und einen Laptop kaufen?"

Meine Frau: "Wäre doch blöd , wenn wir bei PHONEHOUSE einen geschenkt kriegen,oder?"

Ich: "Arbeiten die für die Weihnachtsmann & Altruismus AG?"

Meine Frau: "Das wird sich für die wohl auch irgendwie rechnen- ich weiß es nicht."

Ich: "Ja, ich auch nicht - und das genau ist der Punkt"

Meine Frau: "PHONEHOUSE gehört mit zu Vodafone , das wird schon kein Saftladen sein."

Ich: " Warum heißen die dann nicht Vodafone?Will Vodafone das nicht? Warum nicht?"

Meine Frau: "Ich glaube, die arbeiten auf Provisionsbasis"

Ich: "Das ist immer gut....."

Meine Frau: "Ich werde mich da mal erkundigen."

 

Dass "erkundigen" im Dictum meiner Frau "kaufen,besorgen,unterschreiben oder auch herbeischaffen" bedeutet , war mir kurzzeitig entfallen - dieses sollte sich rächen.

Da stand er nun  , der PHONEHOUSE-Laptop mit mittelmäßiger technischer Austattung - insgesamt passabel, dachte ich.Ganz nett , aber nicht toll.......- was will man schon erwarten.Nun wollte ich den Computer ans Internet anschließen , natürlich funktionierte nichts - Google ließ sich nicht laden, da der Empfang mangelhaft sei.

Der Wireless-Vodafone-Internet-Stick bekam im gesamten Haus keinen Empfang , sodass ich auf unseren althergebrachten Kabelanschluß zurückgreifen musste , jetzt funktionierte es tadellos.

Ich sagte meiner Frau , dass ich unter diesen Umständen aber nicht unserem alten Anbieter kündigen kann , da ich das Internet auch zum Arbeiten benötige und mich auf den Stick nicht verlassen kann.

In der PHONEHOUSE-Niederlassung in Langenfeld/Rheinland teilte man mir schließlich mit , dass es zu Schwankungen bei der Empfangsqualität kommen könne und dieser PHONEHOUSE-Laptop sowieso inkompatibel ( qua WINDOWS VISTA ) mit dem Stick sei : Er sei halt nur eine Zugabe.

Meine Frau sagte , dass ihr nichts über Empfangsschwankungen beim Verkaufsgespräch gesagt worden sei .Sonst hätte sie vor Vertragsabschluß natürlich auf eine Prüfung bestanden.

Die Verkäuferin meinte daraufhin , dass wir doch nicht wirklich hätten erwarten können , überall mit dem Stick surfen zu können.

Die Netzverfügbarkeitsprüfung hätte deshalb nicht stattfinden können , da ( schnallt Euch an : ) der Stick in der Filiale gar nicht funktioniert - da müsse man sich raus auf die Hauptstraße stellen, doch unser Laptop funktioniere ja eh nicht mit dem Stick.

Als in Essen aufgewachsenes Kind des Ruhrpotts , blieb mir da spontan nur noch der mundartliche Ausdruck für absurde Perplexität : "Wat?!"

Unbeirrt spulte unterdessen die Verkäuferin ihre auf Wochenendseminaren gelernten Sprüche ab , die mich an den Vertragspartner Vodafone verwiesen , falls ich irgendwelche Beschwerden haben sollte...........

"Ja,nee - is klar!", dachte ich.

Nachdem mir dann Vodafone klargemacht hatte , dass natürlich PHONEHOUSE mein Vertragspartner sei ( natürlich sind sie das....) , setzte ich mich also wieder mit PHONEHOUSE in Verbindung und kündigte fristlos.

Nach mehreren Versuchen die Kündigung zuzustellen , kam schließlich irgendwann ein Schreiben mit der Kündigungsbestätigung Mitte 2011.

Am Telefon sagte ich der Call-Center-Agentin ( ....Agentin trifft´s recht genau...) , dass ich das nicht verlangt habe, Genau so gut hätten sie mir eine große Margherita mit extra Käse zuschicken können - ich will jetzt aus dem Vertrag raus und nicht 2011.

"Wenn eine Netzverfügbarkeitsprüfung in der Filiale durchgeführt worden ist , kann der Vertrag nicht fristlos aufgelöst werden" , sagte mir die Agentin .

Ich erwiderte , dass diese eben nicht durchgeführt worden sei.

"Da müssen Sie dann nochmal eine Kündigung schicken , die wird dann in dieser Hinsicht bearbeitet werden. Ich glaube aber nicht , dass die Sie aus dem Vertrag rauslassen werden.Setzen Sie den Vertrag doch bei eBay rein - das machen viele.".

In diesem Moment fragte ich mich , ob ich mit meinem Anruf vielleicht in eine feuchtfröhliche Betriebsfeier reingeplatzt bin , immerhin geht´s Richtung Karneval im Rheinland , leider handelte es sich aber bei dieser Antwort um nüchternsten Ernst. Die Call-Center-Agentin jedenfalls schien einigermaßen verständnisvoll und in der Lage zu beurteilen , für was für eine Art von Unternehmen sie da tätig ist.

Nun versuchen wir seit Wochen aus diesem Vertrag herauszukommen , haben mittlerweile fünf Kündigungen postalisch und diverse via E-Mail an PHONEHOUSE geschickt , um uns jedesmal von einem Call-Center-Agenten anhören zu dürfen:

"Es tut mir leid! Ich finde unter Ihrem Namen keinerlei Posteingänge bei uns."

Was soll man da machen , wenn man ignoriert wird?

Wir werden jetzt also juristisch gegen PHONEHOUSE vorgehen , da sie Post von Normalkunden vollkommen ignorieren , wenn diese ihnen nicht passt - was bleibt uns für eine Wahl?

Ich sehe es nicht ein nun 24 x 40 Euro für einen nicht funktionierenden Internetanschluß zu bezahlen und einen veralteten Laptop , der einen maximalen Neuwert von 250 Euro hat ( Stichwort : 50 GB Festplatte....) .

 

Ich möchte hiermit allen eine Banalität ans Herz legen :

Lasst Euch den Kundenservice ruhig ein paar Cent kosten - es muss nicht immer der billigste Anbieter sein , da Geiz ansonsten sehr schnell ungeil werden kann.

PHONEHOUSE jedenfalls kann ich nur empfehlen , wenn man einen nervenstählenden Zeitvertreib für einen massiven Angriff auf seine Freizeit sucht.

Natürlich möchte ich die kompetenten Tipps der PHONEHOUSE-Mitarbeiter hier nicht ungenutzt verstreichen lassen, also:

 

"Ironie/on"

Nur 40 Euro pro Monat:

Ich biete hier einen super Abzocker-Vertrag von einem Unternehmen an , das direkt aus der Hölle zu kommen scheint.

Ist Ihnen langweilig?

Möchten Sie sich mal wieder so richtig aufregen?

Zu niedriger Blutdruck?

Ungenutzte Advocard?

 

Das muss doch nicht sein!

Melden Sie sich bei mir und ich überlasse Ihnen gerne dieses Vertragsschmuckstück

Es entstehen nur die PHONEHOUSE-Gebühren.

 

 "Ironie/off"

 

NACHTRAG , 11.02.10

 

Die Dame von der Verbraucherzentrale rollte mit den Augen , als der Begriff The Phone House ins Spiel kam :

"Dieser Laden gehört zu den härtesten noch aktiven Knochen im Telekommunikationssektor" , sagte mir die Beraterin.

"Selbst , wenn unsere Anwälte von der VBZ Briefe an The Phone House schreiben , bekommen wir daraufhin keine Antwort - das ist ein fast einmaliges Geschäftsgebaren , das selbst unter den vielen teilweise recht zwielichtigen Unternehmen , die hier bearbeitet werden , negativ heraussticht."

Ein Kontakt von Normalkunden mit diesem Unternehmen sei aus ihrer Erfahrung heraus unmöglich , da The Phonehouse scheinbar grundsätzlich seine Kunden mißachtet und ignoriert - dies gehöre offenbar zur Firmenpolitik.

Nach Durchsicht unserer Unterlagen wurde uns schließlich geraten , sofort den Rechtsweg zu beschreiten , da juristisch gar kein gültiger Vertrag zwischen uns und The Phone House bestünde -sämtliche Zahlungen sollten dabei rückwirkend zurückgefordert werden - leider ginge das aber ohne Gerichtsverfahren bei diesem schmarotzenden Unternehmen nicht.

Allerdings, wurden wir ermutigt , weiß fast jeder Richter aus Erfahrung , was man gemeinhin unter PHONEHOUSE zu verstehen hat - die gerichtliche Durchsetzung unserer Ansprüche dürfte dahingehend unproblematisch sein , zumal die Faktenlage eindeutig ist.

 

Also:

 

FINGER WEG VON THE PHONE HOUSE !!

 

 

 

Nachtrag 2:

Bei Durchsicht unserer Unterlagen ist unserer Rechtsanwältin eine Rechnung aufgefallen , die wegen einer Rücklastschrift 25 Euro Mahngebühren beinhaltete.

Diese Mahnkosten ( 25 Euro ) , die Phonehouse sich erschleicht , seien eindeutig NICHT STATTHAFT , sagte unsere Anwältin , weshalb sie diesbezüglich The Phone House abmahnen wird.

Richtersprüche können zwar etwas dauern , sagte sie , jedoch könnten dann alle Kunden rückwirkend die zuviel gezahlten Gelder zurückfordern.

Statthaft sei eine maximale Mahngebühr von 6 Euro, somit ergebe sich eine Differenz von 19 Euro pro Mahnung, die zurückgefordert werden kann.

Da Phonehose für solche Mondpreis-Mahnungen bekannt sei , dürfte das für sie eine schöne Stange Geld bedeuten.

 

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden