Vorkasse = Kredit = ohne Sicherheiten ?

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Vorab, sorry wenn Tippfehler im Text sind. mine Tasta macht was sie will :-( Gross/Kleinschreibung, doppelte Buchstaben, oder einfach welche weglassen :-(

Viele beschweren sich, weil der Bieter nicht zahlt.

Gegenfrage, gibt es eine Bank, die einen Kredit gewährt aufgrund eBay-Bewertungen oder der schönen blauen Augen ? Wohl eher nicht.

Warum also bitte soll man vorab zahlen ? Das Geld ist weg (der Anbieter hat die Hand gehoben) und die Ware sieht man nie, oder es kommt Schrott an.

Nachnahme ist das gleiche wie Vorkasse. Man zahlt zuerst, bevor man die Ware sieht. Wer garantiert, dass kein Stein im Paket ist ? Betrüger haben keine Probleme mit einer Strafanzeige, da lachen die drüber.

"Weil es so üblich ist" sagen viele Mitglieder. "Üblich" ist aber nicht das Gesetz. Dieses schreibt vor, dass eine KORREKTE Formulierung der Umkehrung des § 320 BGB (aus Ware gegen Geld soll Geld gegeen Ware werden) von Nöten ist, um Vorkassse zum Vertragssbestandteil zu machen. Wie auch der zu 99% falsche Gewährleistungsausschluss (rechtlich absolut keine Einschränkung der Gewährleistung) so auch hier. "Lieferung nach Zahlungserhalt" ist das Gleiche, als steht dort NICHTS. Muss also nicht akzeptiert werden, egal wie oft im Text steht, der Bieter akzeptiert alles, wenn er bietet.

Mal krass ausgedrückt, um es allen klar zu machen: "Der Bieter muss erst seine Mutter um die Ecke bringen, wenn er den Artikel erhalten will und erklärt sich mit seinem Gebot mit meinen Bestimmungen einverstanden"

Und nun ? Darf ich jetzt nicht bieten, ich liebe meine Mutter ja, oder ist dies rechtlich unzulässig, weil das Gesetz über jeglicher AGB und Bestimmungen steht ?

Aha, Sie haben es begrifffen. Eben, ERST DAS GESETZ, dann die AGB der Plattform, dann die eigenen Spielregeln.

Im Klartext, wer Vorkasse möchte, mir seriös erscheint (klärt sich oft in einem Telefonat, aber auch nicht selten schon in Mails vorab) der hat bei mir mit Vorkasse keine Probleme. Wer aber um die Telefonnummer (und ich meine Telefon, kein Mobilfunk, keine Mehrwertrufnummer)  ein grösseres Geheimnis macht, als um die wesentlich sensibeleren Bankdaten, da ist was nicht koscher. Vorkasse ade, wenn die Vorkassenforderung nicht rechtlich korrekt aufgeführt wurde. Somit bin ich bei fast allen Auktionen nicht im Zahlungsverzug, sondern der Anbieter im Lieferverzug. Da ich lange Zeit im Sozi war, ist es fast schon ausnahmslos Tatsache, dass 99% der Personen, die kein Festnetz besitzen, Schulden am Bein kleben haben und daher kein Festnetz bekommen. Oft haben diese nicht mal Guthaben auf der Prepaid. Die Wenigsten haben eine Base mit Flat in alle Netze vom Handy aus. Und diese bieten auch direkt an, dass sie zurückrufen. Wobei, meine Telefonnummer steht in meinem Adressfeld, bekommt jeder Bieter und Anbieter automatisch von mir.

Besteht der Anbieter dennoch auf Vorkasse, ok, kein Problem. Vom Gesetz her habe ich das Recht genaue Auskünfte vor einer Kreditvergabe zu erhalten. Der Anbieter ist verpflichtet den Kaufvertrag zu erfüllen wie ich auch (§ 433 BGB)., dazu gehören unter anderem die Daten, die nur mit einer amtlichen Legitimation (Perso 2-Seitig kopiert)  und einem Bonitaetsnachweis zu erbringen sind. Er will schliesslich etwas von mir (mein Geld) was nicht mit Eigentumsvorbehalt überwiesen werden kann. Ware dagegen kann sehr wohl mit Eigentumsvorbehalt versendet werden (machen auch alle Unternehmeen, sofern sie auf Rechnung versenden, in jeder AGB zu lesen).

Alternativ gibt es noch PayPal und Treuhand. Hier sträuben sich dann auch viele Leute und wollen die Kosten ncht übernehmen (Treuhand über illox z. B.). Sorry, ist doch nicht mein Problem, wenn der Anbieter sich nicht an das BGB hält und keinen Legitimationsnachweis und Bonitatsnachweis erbringen will. Warum soll ich dann noch für die Sicherheit meines Geldes zahlen. Das macht absolut kein Kreditunternehmen. Der Geldempfänger hat für alle Kosten aufzukommen.

Weiterhin, der Anbieter erwartet Vertrauen vom Bieter (Vertrauen muss man sich in der Regel erst mal verdienen) bringen aber mit der sturen "erstGeldwill" Haltung absolut kein Vertrauen dem Bieter gegenüber. Warum um alles in der Welt soll ich einem Vertrauen schenken, der mir auch keines entgegenbringt und dann noch mit recht wenigen Bewertungen ? Jeder fängt mal klein an OK, aber wie auch in jeder Firma, muss man sich erst mal durch Zuverlässigkeit hocharbeiten. das geht kaum mit 10-50 Bewertungspunkten und die auch noch seltenst als Anbieter.

Mit dieser Einstellung habe ich bisher viel Geld gespart. Z. B. 1050 Euro für einen Anbieter der einen Anhänger liefern wollte, Abholung lehnte er ab,Vorkasse verlangte, aber falsche Adressdaten im eBay hatte und sich weigerte überhaupt mal anzurufen um vorab den Liefertermin und die Zeit auszumachen. Auch einen Besichtigungstermin vor Angebotsende wich er aus und zusätzliche Bilder kamen auch nicht. Da zahlt doch nur ein blauäugiger Idiot Vorkasse, oder ? Inzwischen ist er kein Mitglied mehr. Und das ist nun ein ganz klarer Fall. Es gibt auch anderee, wo ich eine CD ersteigerte, erst 7 Taage nach Auktionsende die Bankdaten kamen und ich mich dann weigerte zu zahlen. Er war im Urlaub, schrieb er, ein Tag nach Auktionsende. Nun, er hat keine 30 Bewertungspunkte, keine korrekte Vorkassenforderung, warum also schickte er die CD für knapp 30 Euro nicht vorab raus ? Anhand meiner Käufe sieht man, dass ich alle Geschäfte mit seriösen Handelpartnern KORREKT abwickele. Dann ging er auf die Legitimation und den Bonitaetsnachweis gar nicht ein. Er glaubt sich immer noch im Recht, dabei kann man alles im Internet, auf meiner MICH und bei einem Anwalt erfragen. Was benötigt man noch mehr, um zu sehen, wer hier nun im Recht ist ?

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Laut § 320 BGB kündige ich auch an, dass ich die Gegenleistung (Zahlung) vor der Leistung (Lieferung) erwarte, also Vorkasse. Diese Angabe ist Voraussetzung, überhaupt Vokasse verlangen zu können. Steht keine Vorkasse (geltendes Gerichtsurteil) im Auktionstext, oder der MICH gilt eben § 320 (Lieferung hat vor Zahlung zu erfolgen). Meine Kontaktemail ist: xxxxxx. Bitte schreiben Sie mich nach Auktionsende nicht sofort für Sonderwünsche an, ich melde mich per eMail binnen 1-3 Tagen. Auf diese dann bitte inkl. Quote antworten und evtl. Änderungswünsche bzg. Zahlung, Versand, Lieferadresse etc. äussern. So kann ich sicher sein, dass es sich auch um den tatsächlichen Bieter handelt und keine Person, die mit z. B. gefälschter eMail eine andere Versandadresse angibt.

Keine rechtlich korrekte Aussage zur Vorkasse (Die Ware wird X Tage nach Zahlungseingang versendet, ist rechtlich UNWIRKSAM). Ich möchte anmerken, dass ich bei Angeboten, in denen Vorkasse nicht explizit nach § 320 aufgeführt wurde, diese auch nicht leisten werde und vor allem auch zu dieser Vorleistung der Gegenleistung nach dem Gesetz nicht verpflichtet bin. Da hilft auch die gerne benutzte Aussage: "Das ist doch im Auktionshaus so üblich" nichts.

Meine Artikel biete ich nach besten Wissen und Gewissen an. Bei älteren Teilen jedoch, die zwar bis zum letztem Tag funktionierten, kann ich keine Garantie/Gewährleistung übernehmen, dass diese nicht doch durch evtl. lange Lagerzeit einen Defekt abbekommen haben. Bitte haben Sie Verständnis, dass ich ältere Artikel, die ich für 1 Euro einstelle nicht vorher noch einmal auf Herz und Nieren prüfen möchte.

Mein Angebot bezieht sich immer auf die Bilder und den Text.Beispiel: Ist keine Anleitung auf dem Bild zu sehen und/oder auch keine im Text erwähnt, dann ist auch keine dabei.

Der übliche Spruch: "Die Gewährleistung für Verkauf gebrauchter Gegenstände wird ausgeschlossen. Ausgenommen hiervon sind Schadensersatzansprüche, die aus einer Verletzung von Leib oder Leben oder Garantiezusagen geltend gemacht werden oder die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit oder einer fahrlässigen Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht beruhen. Der Bieter "unterschreibt" dieses durch sein Gebot per elektronischer "Unterschrift"

Tip: Jede andere Formulierung des Gewährleistungsausschlusses ist UNWIRKSAM. Viele mussten schon zurückzahlen, obwohl sie diese ausschlossen (aber rechtlich eben nicht korrekt). Also vergesst den Blödsinn mit EU-Recht und so ein Schmarren. Schreibt und kopiert nicht jeden Müll, den irgendwelche Personen aus Unwissenheit, ohne mal zu googeln, in die Auktionstexte setzten oder der MICH. Ich bin kein Paragraphenreiter, aber wer Geschäfte und Zahlungen nach § 433 BGB und § 320 BGB abschliesst, sollte sich vorher den rechtlichen Verpflichtungen, die er damit eingeht, kundig machen. Ich selber mache auch nicht mehr, als mich an das BGB zu halten. Keine korrekte Vorkassenforderung = Ware gegen Geld, kein korrekter Gewährleistungsaussschluss = 1 Jahr Gewährleistung. So einfach ist das. Jeder der Internet besitzt, hat die Möglichkeit, sich über die recht
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