Vordach Pultvord. Haustürd. 150cm x 100cm - nicht gut!

Aufrufe 4 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war

Es war nun schon das dritte Vordach, aus drei unterschiedlichen Produktionen und von drei unterschiedlichen Verkäufern, welches ich montiert habe.
Die vorherigen wurden beide mit einer einteiligen, 5mm starken, 150x100cm großen Acrylglasscheibe geliefert und waren für eine Person alleine gut montierbar. (Die Begriffe Acrylglas und Plexiglas sind bedeutungsgleich.)

Produktbeschreibung des Verkäufers dieses Mal:

"NEU Vordach Haustürdach Pultvordach Haustür 150x100cm" ... "Robuste, stabile und stoßsichere Konstruktion; Hochwertiges Polycarbonat - Brett"

Dieses Pultvordach wurde nun mit einer 5mm dicken dreiteiligen Doppelstegplatte, jeweils ca. 33cm breit und 150cm lang, ausgeliefert. (Hochwertig definiere ich aber anders!)
Verbunden werden sollten die Stegplatten durch Profilleisten, die jeweils zwei Platten miteinander verbinden.
Durch eine Aluminiumleiste an der Vorder- und eine an der Rückseite des Vordaches sollte der Konstruktion an den Längsseiten, also in der Breite, Stabilität verliehen werden.
Die Trennung der Doppelstegplatten war mittig, vertikal zwischen zwei Kammern vorgenommen worden, wodurch bei jeder Platte offene, dünne und wabbelige Kanten durch die geschnittenen Unter- und Oberflächen entstanden.
Das Material von Unter- und Oberfläche der Platten war so dünn, dass die Montage der Profilleisten, die hart und unflexibel waren, sehr schwer bzw. unter Beschädigungen der Doppelstegplatten erfolgte. (Durch den Einsatz von Silikonspray konnte ich dann das seitliche Aufschieben der Leisten bewerkstelligen.)
Beim Einschieben bzw. Einbau der Platten in die seitlichen Halter lösten sich jedes Mal die Profilleisten von den Doppelstegplatten, und wegen der in dieser Lage Nicht-Montierbarkeit der Profilleisten mussten die Platten dann wieder aus den Haltern entnommen werden.

Diese Konstruktion habe ich, wie die vorherigen auch, alleine montieren wollen - hier war es mir nicht möglich. Zu zweit hätte es eventuell klappen können, da dann auf jeder Seite jemand geführt hätte und die Bewegungen innerhalb der Plattenverbindungen minimiert worden wären, weil die Profilleisten sich dann eventuell nicht wieder gelöst hätten.
Die seitlichen Halter und Aluminiumprofilleisten an Vorder- und Rückfront waren ähnlich der aus anderen Produktionen und bei anderen Verkäufern erworbenen; jedenfalls in Aufbau und Funktion.

Beim Vergleich zwischen 5mm (Voll-)Plexiglasplatten und 5mm Doppelstegplatten stellte ich fest, dass die Doppelstegplatten durch ihren inneren, wabenförmigen Aufbau ohne diese 3-fache Teilung nicht in die Biegung gebracht werden können, die die seitlichen Halter vorgeben. Bei (Voll-)Plexiglasplatten funktioniert das ohne Probleme, da diese biegefähig sind!
Bei geraden Oberflächen haben die Doppelstegplatten Vorteile, weil ihnen ihr innerer Aufbau mehr Stabilität verleiht, was den (Voll-)Plexiglasplatten naturgemäß abgeht.
Das Gewicht der Doppelstegplatten ist bei gleicher Größe auch bedeutend geringer, als der von (Voll-)Plexiglasplatten.
Die Doppelstegplatten waren in drei Baumärkten, die ich deswegen aufsuchte, mehr als 50% billiger pro m² als die der  entsprechenden (Voll-)Plexiglasplatten!

Ich werde nun eine einteilige Plexiglasscheibe einbauen (geordert für 47,30€ bei einem örtlichen Händler, zu einem Vergleichsangebot von 140,56€) und beim nächsten Mal darauf achten, dass das Vordach keine geteilte Doppelsteg-Oberfläche hat, sondern eine einteilige aus (Voll-)Plexiglas!

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden