Vor dem Kauf eines Betonmischers informieren!

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Vor dem Kauf eines Betonmischers informieren!

Wozu werden Betonmischer verwendet?

Betonmischer sind unverzichtbar für Bauarbeiten mit Beton. Sie werden dazu verwendet, die Bestandteile des Betons schnell und gleichmäßig zu Frischbeton zu vermischen. Je nach Ausführung lässt sich der Beton damit nicht nur mischen, sondern auch transportieren und weiterverarbeiten. Die Größe respektive Füllmenge des verwendeten Betonmischers richtet sich vor allem nach dem Bedarf an frischem Beton. Auf Großbaustellen wird meist auf Transportbetonmischer zurückgegriffen. Bei kleineren Mengen für den privaten Bereich oder kleineren Baustellen kommen dagegen eher Trommelmischer zum Einsatz. Wichtig ist, dass der Beton innerhalb kurzer Zeit verarbeitet werden muss, da er schnell aushärtet und die Weiterverarbeitung damit unmöglich wird.

Was ist beim Mischen von Beton zu beachten?

Bei Beton handelt es sich um ein Gebinde aus Gesteinskörnung, Zement und Wasser, dem zum Teil noch weitere Stoffe wie Verhärter oder Verflüssiger zugesetzt werden. Für den Zusammenhalt der Zutaten sorgt die Hydration des Zements. Von Beton ist erst dann die Rede, wenn der Durchmesser des sogenannten Größtkorns mindestens vier Millimeter beträgt. Darunter handelt es sich um Mörtel. Das Größtkorn der Gesteinskörnung gibt die Größe der gröbsten Korngruppe innerhalb der Gesteinskörnung im Beton an. In der Regel wird Beton aus gerundeten Gesteinskörnungen von 8, 16 oder 32 mm oder aus gebrochenen Gesteinskörnungen von 11 oder 22 mm hergestellt.

Beton ist heute fast überall zu finden. Er wird beim Haus- und Straßenbau verwendet, Gehwege werden aus Beton gegossen, und in modernen Häusern hat Beton ebenfalls wieder Einzug gehalten, meist in der Form versiegelten Betons. Die Ansprüche an Beton und dessen Qualität werden immer höher. Für seine Herstellung gibt es eine Vielzahl von DIN-Normen. In Deutschland gelten für Beton, der bei der Errichtung von Bauwerken zum Einsatz kommt, die DIN EN 206-1 und die DIN 1045-2. In diesen DIN-Normen wurden bereits bestehende Normen zusammengefasst, die es zum Ziel haben, die Langlebigkeit von Bauwerken noch weiter zu steigern.

Für die Herstellung von qualitativ gutem Beton ist es wichtig, dass sowohl die passenden Grundstoffe als auch das richtige Verfahren verwendet werden. Damit der Beton auch höchsten Ansprüchen gerecht werden kann, müssen die einzelnen Arbeitsschritte genau eingehalten werden. Die Zusammensetzung des Betons richtet sich nach der gewünschten Festigkeit und dem späteren Einsatzgebiet. Als Faustformel gilt: Je mehr Wasser der Mischung hinzugegeben wird, desto geringer ist die Festigkeit des Betons. Pro Kilo Zement wird etwa ein halber Liter Wasser benötigt.

Wer guten Beton mischen möchte, sollte auf spezielle Sand-Arten zurückgreifen. Passende Varianten wären spezieller Maurer-Sand oder Mörtel-Sand. Das Mischen kleinerer Betonmengen kann in einem Mörteleimer oder einem Mischkübel oder -bottich erfolgen. Das genutzte Gefäß sollte groß genug sein, um die Zutaten noch gut verrühren zu können. Größere Mengen Beton sollten in einem Betonmischer gemischt werden.

Mischen des Betons in einem Bottich

Kies und Zement müssen gemischt werden, bevor das Wasser hinzugegeben wird. Hierbei ist auf das richtige Mischverhältnis und eine ordentliche Durchmischung der trockenen Zusätze zu achten. Anschließend wird das Wasser hinzugefügt und unter ständigem Rühren mit den anderen Bestandteilen gemischt. Für die optimale Entwicklung des Betons ist eine gute Durchmischung unerlässlich. Dies kann beispielsweise mit einer Maurerkelle erfolgen, empfehlenswert ist jedoch ein Quirlaufsatz für die Bohrmaschine.

Mischen des Betons im Betonmischer

Circa zwei Drittel des Wassers werden in den laufenden Betonmischer gegeben. Im nächsten Schritt wird der Kies dem Wasser hinzugefügt. Im Anschluss daran wird langsam der Zement eingefüllt. Zum Abschluss wird das restliche Wasser in die Trommel gefüllt. Der Betonmischer muss etwa fünf Minuten lang laufen, bis der Beton die richtige Konsistenz erhält.

Arten von Betonmischern

Betonmisch-Rührer und Handrührgeräte

Für das Verarbeiten kleiner Betonmengen eignen sich Betonmisch-Rührer, die auf eine Bohrmaschine aufgesetzt werden können. Diese ähneln in ihrer Form überdimensionalen Rührstäben von Handmixern, besitzen im Gegensatz zu diesen jedoch am unteren Ende einen Abschlussring, welcher das Behältnis, das für das Mischen des Betons genutzt wird, vor Beschädigungen schützt.

Eine weitere Möglichkeit zur Herstellung kleinster Mengen an Beton bieten Handrührgeräte, welche mit einem kleinen Elektromotor und einem austauschbaren Rührstab ausgestattet sind. Sowohl für die Handrührer als auch für die Bohrmaschine sind Rührständer erhältlich, in welche die Geräte eingebunden werden können. Da das Rührgerät nicht mehr mit der Hand gehalten werden muss, kann die so eingesparte Zeit für Vorrichtarbeiten für das anschließende Ausgießen des fertigen Betons genutzt werden.

Trommelmischer oder Freifallmischer

Wird mehr Beton benötigt, als in einen Baueimer passt, kommen auf Kleinbaustellen und im Heimwerkerbereich Trommelmischer zum Einsatz. Bei diesen findet der Mischprozess in einer drehbaren Trommel statt. An der Trommelwand befinden sich schräg positionierte Schaufeln, welche das Material durch das Drehen der Trommel in der Mischpositionierung anheben. Dreht sich die Trommel weiter, fällt das Material durch die Schwerkraft wieder nach unten. Verfügt der Trommelmischer über eine kardanische Aufhängung (Freifallmischer), kann mittels einer Kippvorrichtung die Auslassöffnung bei beibehaltener Drehrichtung geschwenkt werden, wodurch ein gleichzeitiges Mischen und Entleeren möglich ist. Ist keine kardanische Aufhängung vorhanden, ist es nötig, die Drehrichtung der Trommel zu ändern, damit das Mischgut durch die Schaufeln zur Öffnung befördert und somit die Entleerung bewirkt wird. Beide Bauformen haben den Nachteil, dass die Homogenität des Mischguts auch bei längerer Mischzeit stark schwankt.

Zwangsmischer

Zwangsmischer bestehen aus einem zumeist statisch gelagerten Behälter (Trogmischer), in welchem das Produkt durch Mischwerkzeuge wie Pflugscharen, Schnecken oder Schaufeln gemischt wird. Diese Mischer werden von oben befüllt und über einen Segmentschieber nach unten entladen. So kann der fertige Beton beispielsweise direkt in eine Schubkarre eingefüllt werden. Gegenüber den Trommelmischern bieten Zwangsmischer den Vorteil der schnelleren vollständigen Durchmischung. In der Regel verfügt das Rührwerk eines solchen Mischers über einen Wandabstreifer, welcher an der Trommelwand haftende Teile der Betonmischung und des Wassers abstreift, in das Rührwerk einbringt und das Mischergebnis auf diese Weise verbessert.

Ringtrog- und Planetenmischer

Bei Ringtrog- und Planetenmischern drehen sich innerhalb eines feststehenden Mischbehälters die Mischwerkzeuge in einer Ring- beziehungsweise auf Planetenbahnen. Dabei übernehmen sie neben dem eigentlichen Mischvorgang auch die Aufgabe des Materialtransports. In einigen Modellen sind neben den Mischarmen im Mischraum zusätzlich hochdrehende Wirbler vorhanden, welche den Mischeffekt verbessern. Die Entleerung erfolgt über ein bis zwei Schieber, welche in den Boden des Behälters eingelassen sind. Die verhältnismäßig geringe Füllhöhe dieser Mischer wird durch relativ ausladende Maschinenabmessungen ausgeglichen. Da die Bewegung des Mischgutes weitgehend zweidimensional erfolgt, ist die Durchmischung häufig unzureichend. Dieses Problem wird durch den Einsatz von Wirblern reduziert. Die hohe Umfangsgeschwindigkeit der Mischwerkzeuge und der geringe Füllungsgrad bewirken darüber hinaus einen hohen Verschleiß sowohl der Mischwerkzeuge als auch der Trogauskleidung. Daher wird diese Bauform vorwiegend für kleine Chargengrößen genutzt, wie sie beispielsweise in kleinen Fertigteilwerken anzutreffen sind.

Tellermischer

Bei Tellermischern rotiert der zylindrische Mischbehälter verhältnismäßig langsam um die eigene vertikale Achse. Je nach Baugröße sind im Mischraum ein oder mehrere Mischwerkzeuge exzentrisch angeordnet. Die kreisrunde Entleeröffnung befindet sich im Zentrum des Mischbehälters. Die Behälterwandung wird durch einen stationär befestigten Wand- und Bodenabstreifer von Anhaftungen befreit, wodurch eine Grobvermischung des Mischgutes erreicht wird. Die Durchmischung kann durch eine geneigte Position des Mischbehälters unter Ausnutzung der Schwerkraft verbessert werden. Bewegen sich Mischwerkzeuge und Mischbehälter gegenläufig, ergibt sich ein ausgeprägtes dreidimensionales Bewegungsbild des zu vermischenden Inhalts.

Der Verschleiß ist gegenüber Mischern mit feststehenden Behältern wie Ringtrog-, Planeten-, Rohr- oder Doppelwellenmischern deutlich geringer, da die Ausführung des Mischwerkzeugs nicht wand- oder bodengängig erfolgt. Der Transport des Mischgutes geht ohne Relativbewegung zwischen Mischbehälter und Mischgut vonstatten. Dadurch kommt es innerhalb des Mischbehälters nur zu geringen Verschleißerscheinungen. Keramische Auskleidungen, wie sie bei Doppelwellenmischern üblich sind, werden hier nicht benötigt. Das spezielle Konstruktionsprinzip der Tellermischer erlaubt zudem eine flexible Einstellung der Geschwindigkeit und der Drehrichtung der Mischwerkzeuge. Dadurch lässt sich der Mischer optimal an die jeweilige Aufgabenstellung anpassen. So sind zum Beispiel für den Aufschluss der Farbpigmente in Vorsatzbeton oder den vollständigen Aufschluss der Fasern in ultrahochfestem Beton hohe lokale Werkzeug- und Schergeschwindigkeiten nötig. Dagegen erfolgt das schonende Untermischen von Schaum oder Leichtzuschlägen mit sehr niedrigen Werkzeuggeschwindigkeiten. Für das Erzielen eines minimalen Luftporengehaltes in ultrahochfestem Beton bietet sich die Verwendung von Vakuummischern an.

Doppelwellen-Chargenmischer

In den Mischtrommeln der Doppelwellen-Chargenmischer sind zwei horizontale Wellen zum Durchmischen des Mischgutes angebracht. Diese Mischer eignen sich sowohl für die Mischung jeder beliebigen Betonsorte als auch zur Fertigung von Transportbeton, selbst verdichtendem Beton und zur Betonelementeherstellung benötigter Grundstoffe. Darüber hinaus sind sie für das Vermischen von Mörtel, Gemischen aus Zement, Asphalt und anderen Stoffen geeignet. Die Mischarme, welche auf hexaedrischen Mischwellen angebracht sind, bewegen das Mischgut entlang der Wellen in gegenseitiger Richtung. Daraus resultiert in Zusammenspiel mit den Mischwellenumdrehungen eine Wirbelstrommischung. Die Mischzeit ist verhältnismäßig kurz und die Trommel unterliegt nur einem geringen Verschleiß. Im Boden des Mischers befindet sich eine Entleeröffnung, die als Klapptür oder Drehschieber ausgeführt sein kann. Eine entsprechende Steuerungstechnik erlaubt eine problemlose Modifizierung der Drehzahl der Mischwerkzeuge. So können auch bei speziellen Anforderungen zuverlässig gute Mischergebnisse erzielt werden.

Durchlaufmischer

Durchlaufmischer sind ein- oder zweiachsige Dauermischer, die vorwiegend beim Damm- und Straßenbau sowie beim Mischen von Zement, Mörtel und anderer Füllmittel, zum Beispiel Erde, verwendet werden. Sie verfügen über eine deutlich höhere Leistung als gleichgroße Chargenmischer, bedürfen jedoch einer kontinuierlichen Dosierung und Messung der Zusatzmittel. Die Materialien fließen in der Mischtrommel durch eine auf der Oberseite befindliche Einfüllöffnung ein. Die Umdrehung der Achse bzw. Achsen sichert die Durchmischung des Materials und seine Bewegung zur an der Vorderseite der Mischtrommel befindlichen Auslauföffnung. Da das zu mischende, anhaftende Material an der Trommelwand eine Schutzschicht bildet, ist im Allgemeinen kein spezieller Verschleißschutz nötig.

Transportbetonmischer

Für den Transport hochwertiger Betonsorten werden Transportbetonmischer genutzt. Diese sorgen dafür, dass sich der Beton während des Transports nicht entmischt. An den inneren Trommelwandungen sind spiralförmige Schaufeln angebracht, welche den Beton im Fahrbetrieb nach vorn befördern. Das Entleeren erfolgt durch Umkehren der Drehrichtung. Hierbei wird der Beton, ähnlich wie bei einer Förderschnecke, in Richtung der oben liegenden Trommelöffnung bewegt. Eine Änderung der Trommelposition ist dafür nicht notwendig.

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