Von wegen kleines Geschenk: mit luxeriösen Bleistiften Schreiber und Zeichner begeistern!

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Von wegen kleines Geschenk: mit luxeriösen Bleistiften Schreiber und Zeichner begeistern!

Landläufig wird unter edlen Schreibgeräten mindestens ein Kugelschreiber aus Edelstahl verstanden, den besonderen Fall dürfte der Füllfederhalter darstellen. Jenseits von Mine oder Patrone scheint keine Alternative sichtbar, Filzstifte in einer hochwertigen Variante sind nicht bekannt, ihr Arbeitsradius wäre auch erst einmal zu definieren – darüber hinaus würde ein Textmarker mit Gewinde aus verchromten Stahl kaum den Geschmack der potenziellen Kundschaft treffen. Allerdings verfügt das Angebot der Luxus-Schreibgeräte sehr wohl über eine Facette abseits der Klassiker Füller und Kuli, nämlich das durchaus gut bestückte Sortiment der Bleistifte.
In verschiedenen Größen und von unterschiedlicher Herstellungsweise geprägt, stellen die praktischen Zeichenstifte ihr ganzes Potenzial unter Beweis. Längst nicht nur professionelle Zeichner und Architekten setzen auf Bleistifte der Extraklasse, auch für den Privatnutzer am heimischen Schreibtisch oder im Büro ergibt sich aus der Nutzung eines überdurchschnittlich qualitativ fabrizierten Bleistifts ein beachtlicher Vorteil. Die Stiftführung gelingt erstaunlich flüssig und drängt sich als Ersatz eines handelsüblichen Kugelschreibers förmlich auf.
Erfahren Sie mit diesem Ratgeber alles Wissenswerte über die Materie des Bleistifts, seine bevorzugten Anwendungsgebiete und die Vor- und Nachteile im Vergleich mit alternativen Stiften und Schreibern. Die Lektüre der folgenden Informationen ermöglicht Ihnen schließlich den fundierten und bequemen Einkauf der entsprechenden Exemplare. Ein breit aufgestelltes Angebot an edlen Schreibgeräten kommt diversen Ansprüche gekonnt entgegen.

Varianten in Hülle und Fülle

In Bezug auf Füllfederhalter sind die Grenzen der Anwendung relativ eng gezogen, niemand käme auf den Gedanken, zur Erstellung einer Skizze auf Tinte zurückzugreifen. Der Einsatz des Füllers bleibt an den exklusiven Moment gebunden, etwa bei der Unterschrift eines Vertrags oder einer Urkunde. Ähnlich verhält es sich beim Kugelschreiber. Er fungiert als eine Art Allzweckwaffe, wobei die edleren Versionen auch mit einem repräsentativen Charakter überzeugen können. Zur Feinarbeit sind beide Typen kaum geeignet, jede Form von Zeichnung bedarf des filigranen Schreibgeräts, das sich nicht nur leicht und unkompliziert in der Hand halten lässt, sondern dessen Schreibe problemlos korrigierbar ist. Aus diesem Grund sind auch Spitzer und Radiergummi unverzichtbare Accessoires.

Vom Holzstift mit Graphitmine zum Druckbleistift

Die einfachste Ausführung eines Bleistifts ist zugleich die vertrauteste: Spätestens seit der Schulzeit kennt jeder den Umgang mit den meist lackierten Holzstiften, die in ihrer Mitte eine Bleimine tragen. Durch regelmäßiges Abschälen, dem sogenannten „Anspitzen“ des vorderen Teils wird ein neues Stück der Mine freigelegt und kann zum Schreiben gebraucht werden. So einfach und praktisch dieses Prinzip auch ist, so simpel bleibt die optische Aufmachung. Holz und Blei geben nicht die besten Zutaten ab für eine auffallend luxuriöse Gestaltung. Zugleich gelangt auch der Bleistift in seinem Urzustand an seine Anwendungsgrenzen. Ist ungefähr die Hälfte des Stifts „aufgebraucht“, also durch ständiges Anspitzen abgetragen worden, so gestaltet sich die Führung des Bleistifts als schwierige Angelegenheit - bis er schließlich dermaßen auf ein Mindestmaß herabgestutzt worden ist, dass der restliche Stift keine Verwendung mehr findet.
Um an diesem Punkt für einen souveränen Verbrauch zu sorgen, wurden im Laufe des letzten Jahrhunderts die „Druckbleistifte“ erfunden. Der Clou bei allen Bleistiften: Die ausschließlich als Blei identifizierte graue Substanz ist in Wirklichkeit gebranntes Graphit. Bereits im ausgehenden Mittelalter begann der Verdrängungsprozess und kam reines Blei immer seltener zum Einsatz. Ab dem frühen 19. Jahrhundert gelang es der Wissenschaft schließlich, Graphitstäbchen im keramischen Verfahren herzustellen, also Einheiten in beliebigen Größen und Stärken zu liefern. Dem optischen Eindruck nach hat sich die Bezeichnung „Blei“ allerdings bis heute hartnäckig gehalten.

Druckbleistifte gewähren Sauberkeit und Akkuratesse

Zwei gewichtige Vorteile bringt der Druckbleistift mit sich: Zum einen ist er bis zur Neige anwendbar, da die Bleiminen nicht angespitzt, sondern mittels Drucktechnik lediglich nachgeschoben zu werden brauchen. Zum anderen sind eben diese Minen in diversen Stärken mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften vorhanden, sodass ein Auswechseln eine jederzeit mögliche Option darstellt. Im Vergleich zu Tintenpatronen, die zwar auch in zahlreichen Farben erhältlich sind, gelingt der Austausch hier deutlich reibungsloser. Das ist allerdings auch nötig, schließlich setzt die Radierung einen gänzlich anderen, nämlich breiteren Ansatz auf dem Papier voraus, als es die feine Linienführung einer dünnen Mine zu leisten vermag.

Die verschiedenen Minenarten und ihre Bezeichnung

Feinstrichminen sind mit Vorsicht zu behandeln, ihr Durchmesser beläuft sich auf gerade mal einen halben Zentimeter, auch dickere Versionen sind äußerst zerbrechlich und sollten daher unbedingt in dafür vorgesehen Behältern transportiert werden. Konstruktionen aus Kunststoff stellen diesbezüglich den Standard dar, deutlich ästhetischer gelingt die Aufbewahrung in feinen Glasröhrchen mit Korkverschluss. Die Beschaffenheit der empfindlichen Minen setzt zudem ein bestimmtes Verhalten voraus. Die dünnsten Varianten mit jeweils 0,5 mm Durchmesser eignen sich exzellent für entsprechend filigrane Arbeiten, mit ansteigender Dicke variiert auch die Einsatzmöglichkeit.
Zünglein an der Waage ist die korrekte Bezeichnung der Minen, ein Fehlgriff kann sich schnell als Ärgernis herausstellen – die falsche Mine zum richtigen Anlass bedeutet ein Fiasko. Um ein solches zu verhindern, gilt eine internationale Einordnung, die jede Version mit einem Kürzel belegt. Die Skala beginnt mit der weichsten Mine und endet mit der robustesten. Dabei steht der Buchstabe „B“ für „black“, „HB“ für „hard black“, „F“ für „firm“ und „H“ für „hard“. Die beiden populärsten Minen sind die gegensätzlichsten, „B“ und „H“, und sind deshalb noch mal in einer eigenen Abstufung erhältlich. Sie verläuft von 2 bis 9 und setzt mit dem weichsten Minentyp ein.

Elegant und schneidig: die sportlichen Varianten des Bleistifts

Dass Bleistifte keine reinen Zeichengeräte sind, beweist am besten die Klasse der sportiven Reisebleistifte. Versehen mit einem Körper aus Harz und einer meist um die 3 mm breiten Mine sorgen diese soliden, aber im Vergleich zu anderen Stiften immer noch auffallend feinen Exemplare für ein sauberes Schreiben unterwegs. Die massive Konstruktion hat nichts mehr gemein mit den manchmal etwas zerbrechlich wirkenden Bleistiften, was sie zu einem vielseitigen Schreibgerät macht, das problemlos den Kugelschreiber ersetzt. Ebenfalls in die sportliche Richtung geht der Bleistift mit raffinierter Gewindemechanik.

Diese Drehbleistifte sind von klassisch schlanker Optik und verfügen praktischerweise über Stauraum für mehrere Ersatzminen. Hierbei sind die dünneren Ausführungen von etwa einem Millimeter gebräuchlich. Äußerlich erreicht der Bleistift damit ungefähr die Gestaltung eines edlen Kugelschreibers, und auch funktional setzt er Akzente: Die Schrift gelingt dank dünner Mine in einer unerreichbaren Präzision, was sämtliche Alternativen dagegen blass erscheinen lässt. Gerade für das Ausfüllen von dicht entworfenen Formularen empfiehlt sich eine solch feine Variante. Natürlich darf der Luxusaspekt nicht fehlen, Graphitmine hin oder her. Das weitläufige Sortiment an entsprechenden Drehbleistiften hält auch Modelle in Sterlingsilber und Gold bereit.

Kompakte Bleistifte empfehlen sich mit ihren Allrounderfähigkeiten

Den gesunden Mittelwert zwischen den Polen „edel“ und „praktisch“ stellen die mit Abstand am weitesten verbreiteten Druckbleistifte in verkleideter Ausführung dar. Einfach zu bedienen wie ein Kugelschreiber, gehören sie zu den jüngeren Erfindungen in der Welt der Schreibgeräte. Ursprünglich für Ingenieure entwickelt, setzten sie sich wegen ihrer gründlichen und dennoch leicht zu beherrschenden Handhabung rasch auch auf anderen Gebieten durch. Essenziell ist bei derartigen Modellen die Kappe, wie sie sonst nur bei Füllern üblich ist. Insgesamt liegt der handliche Druckbleistift bei der Ausführung kompakter in der Hand, die Griffigkeit gewinnt enorm ob der voluminösen Gestaltung.
Eine dünnes Stück Holz mit etwas Graphit ist das schon längst nicht mehr, eher erinnern die verschiedenen Formen an hochwertige Alltagsstifte, die in ihrer Wirkung allerdings herkömmlichen Markern und Filzstiften aufgrund ihrer Feinheit überlegen sind. Neben der kompakten Gestaltung und der daraus entstehenden Stabilität im Umgang rundet oftmals ein Radiergummi das Repertoire ab. Am anderen Ende des Bleistifts angebracht, lässt er sich buchstäblich im Handumdrehen einsetzen. Nicht selten sind derartige Druckbleistifte zudem mit einem Clip ausgestattet, der das Anbringen an Hemdentaschen und ähnlichen geeigneten Stellen ermöglicht. Bezüglich des Materials sind auch hier keine Grenzen gesetzt, was nicht nur den finanziellen Aspekt meint. Vom verchromten Stahl über bronzeschimmerndes Messing bis hin zum Modell aus dunklem Teakholz reicht die breite Palette.

Überdurchschnittliche Bleistifte bedürfen der entsprechenden Pflege

An erster Stelle bei der Benutzung von Schreibgeräten aller Art steht die Sauberkeit. Ist das Ergebnis nicht danach, so nützt der wertvollste und am aufwendigsten verarbeitete Stift nicht viel. Radiergummis beseitigen die schlimmsten Verfehlungen, aber Gummi ist nicht gleich Gummi. Zu hart oder zu weich, nicht selten entstehen Schlieren aus verwischtem Graphit, weil Minenstärke und Beschaffenheit des Radiergummis nicht aufeinander abgestimmt sind. Eine solche Abstimmung wäre indes für die meisten Nutzer schlichtweg zu zeitintensiv, weshalb sich besondere Exemplare mit einer entsprechenden Vielseitigkeit anbieten. Diese sind eher weich denn hart und mit Speck verfeinert, ihre sanfte Reinigung schont das Papier.
Noch ein Stück unerlässlicher als Radiergummis sind Spitzer. Gerade hier entscheidet ihr persönlicher Geschmack über die Wahl des Modells. Skalpelle stellen für geübte Handwerker durchaus eine reizvolle Option dar, vergleichbar dem Taschenmesser legen Sie dann selbst Hand an. Die Klingen aus Kohlenstoffstahl lassen die sofortige Anspitzung zu und erlauben überdies ein Arbeiten nach Augenmaß. Im geschlossenen Spitzergerät fällt dieses Moment weg, erfährt aber durch den Zugewinn an Pragmatik einen entscheidenden Vorteil – zumindest für alle Liebhaber hochwertiger Bleistifte, denen die Fingerfertigkeit diesbezüglich ein wenig abgeht. Eine mechanische Meisterleistung im Schreibtischformat wie etwa die Spitzmaschine mit Drehkurbel oder ganz gediegen die Spitzerdose aus Messing oder - noch praktischer - aus Duroplast - Bleistift ist eben nicht gleich Bleistift, auch nicht in der Pflege.

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