Von der Blüte bis zur Frucht: So erzielen Sie Zuchterfolge mit Ihrer Bananen-Staude

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Von der Blüte bis zur Frucht: So erzielen Sie Zuchterfolge mit Ihrer Bananen-Staude

Viele Bananenliebhaber in Deutschland bekommen ihre Stauden nicht bis zur Frucht. Die Fehler sind vielfältig und beginnen in der Regel damit, dass die Bananen-Stauden an den sonnigsten Fensterplatz gestellt werden, da es sich ja schließlich um Tropenpflanzen handelt. Wie Sie mit Ihrer Staude auch Zuchterfolge erzielen, erläutern wir nachfolgend.

 

Sonne oder Schatten – wie wachsen Bananen in der Natur?

In der Natur wachsen Bananenstauden (Musa) in der ersten Zeit im Schutze der Mutterpflanze. Nur morgens und abends haben sie Sonne. Daher sollten diese Pflanzen auch im Haus nicht ganztägig in der vollen Sonne stehen.

Bananenstauden stellen keine hohen Ansprüche an den Boden. Er sollte locker und luftdurchlässig sein. Während der Wachstumsperiode sollte die Erde niemals austrocknen. Staunässe muss jedoch unbedingt vermieden werden, da ansonsten die Knolle fault. Dies ist daran zu erkennen, dass die Staude zunächst deformierte gelbe Blätter hervorbringt, bis sie anschließend gänzlich stirbt.

 

Die richtige Düngung während der Wachstumsperiode

Eine 14-tägige Düngung mit einem stickstoffhaltigen Dünger während der Wachstumsperiode der winterharten Banane ist von Vorteil. Ebenfalls wirkt sich eine Blattdüngung in Bezug auf das Wachstum und das Blattgrün positiv aus.

 

Die richtige Haltung von Bananenstauden im Innenbereich

Ein optimales Wachstum in ausschließlich in Gewächshäusern mit einer Luftfeuchtigkeit von mindestens 70 Prozent gewährleistet. In Wohnungen mit trockener Luft ist die Pflege sehr zeitintensiv und schwierig. Die Indianer-Banane sollte mindestens zwei Mal wöchentlich besprüht werden. Ein großes Problem sind Blatt- und Wollläuse. Um zu vermeiden, dass zu viel Kraft in die Wurzelbildung gesteckt wird, sollten Sie die Musa in einem kleinen Topf pflanzen und beim Umtopfen nur eine Topfgröße größer wählen. Bananen sind ganzjährig gleichbleibende Temperaturen gewohnt und bleiben daher im gesamten Jahr auf ihrem angestammten Platz.

 

Zucht und Vermehrung von Bananen

Im Sommer können Zwergbananen durch Ableger vermehrt werden. Diese sollten vier bis sechs Blätter haben. Um die Ableger von der großen Pflanze zu trennen, legt man diese zunächst vorsichtig frei, um zu überprüfen, ob sie eigenständige Wurzeln gebildet haben. Sind Wurzeln vorhanden, werden diese mit einem Teppichmesser dicht an dem Rhizom der Mutterpflanze durchtrennt. Die Wundstellen werden mit Holzasche desinfiziert. Als Erde eignet sich ungedüngte Saaterde. Auch eine Zucht aus Samen ist möglich, jedoch ist diese sehr zeitintensiv, und für eine Keimung der Samen sind Temperaturen von mindestens 25 Grad Celsius notwendig.

 

Die richtige Überwinterung von Musas im Garten

Auch winterharte Sorten wie Sikkimensiis und Bajoo benötigen draußen im Garten einen Winterschutz. Dafür schneiden Sie den Stamm beim ersten Frost auf etwa einen halben Meter. Um diesen Stamm spannen Sie anschließend ein Drahtgeflecht und füllen dieses mit Stroh oder Laub auf. Anschließend machen Sie die Konstruktion mit Folie regendicht. Wichtig ist, dass die Banane trocken bleibt, um ein Faulen des Rhizoms zu vermeiden.

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