Von den Fifties bis zur Designermode der 1990er: Kaufratgeber für Vintage-Damenhosen

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Von den Fifties bis zur Designermode der 90er: Ratgeber für den Kauf von Vintage-Damenhosen

Ehe Sie sich auf den Weg machen, um nach Mode im Vintage-Look zu suchen, ist es vielleicht sinnvoll zu hinterfragen, welche Kleidung denn nun wirklich Vintage ist und welche nicht. Vintage kann im Englischen mehrere Bedeutungen haben, darunter zum Beispiel altmodisch, klassisch und erlesen. Vintage-Sachen können ebenso auch altehrwürdig sein – so streng sieht der geneigte Amerikaner das vermutlich nicht. Was bedeutet das für deutsche Frauen, die beim Kauf einer neuen Jeans über den Begriff Vintage stolpern und nichts damit anzufangen wissen?

Vintage-Mode ist in hiesigen Breitengraden, aber auch unter internationalen Herstellern oft Kleidung, deren Stil an vergangene Jahrzehnte angelehnt ist. Welche Jahrzehnte damit wirklich gemeint sind, ist eine Frage der Perspektive. Manchmal heißt es, dass der Vintage-Look von den 1950er- bis zu den 1970er-Jahren reicht. Andere wiederum setzen die untere Grenze früher an, beispielsweise in den 1920er-Jahren. Und auch die 1980er- und 1990er-Jahre liegen mittlerweile so weit zurück, dass es sich durchaus lohnen kann, von Vintage-Mode zu sprechen. Manchmal handelt es ich dabei nicht um Kleidungsstücke, die nur alt wirken, sondern tatsächlich um seltene Einzelstücke, die mehrere Jahrzehnte überdauert haben. Werfen Sie doch einmal einen Blick in Ihren Kleiderschrank und schauen Sie dort nach alten Schätzen. Noch besser: Fragen Sie Ihre Eltern, ob sie noch alte Sachen im Schrank haben, die vor einigen Jahren und Jahrzehnten total angesagt waren.

Beispiele für Vintage- und Designerstücke vergangener Jahrzehnte, an der sich die Modewelt erfreut

Eines der bekanntesten Kleidungsstücke, das sich einst bei Herren und Damen gleichermaßen großer Beliebtheit erfreute, ist die Schlaghose mit weit ausgestellten Beinen. Auch breite Gürtel, Hemden aus Nylon und schrille, bunte Muster waren in den 1970er- und 1980er-Jahren nicht ungewöhnlich. Viele Menschen müssen daher  schmunzeln, wenn sie Fotos aus diesen Zeiten sehen – vor allem, wenn sie selbst darauf diese Sachen tragen. Dabei setzt sich dieser Vintage-Look vor allem auf Mottopartys immer wieder durch. Runde Geburtstage oder Firmenfeiern laden dazu ein, eine rauschende 1970er-Jahre-Party zu veranstalten und den Gästen einen entsprechenden Dresscode aufzuerlegen. Dazu kommt dann noch typische Musik, und früher sehr beliebte Getränke und Speisen runden den Abend glanzvoll ab. Da ist Spaß programmiert.

100% Vintage: der Petticoat

Gehen Sie in der Geschichte noch etwas weiter zurück, treffen Sie auf Petticoats, die ab den 1950er-Jahren der letzte Schrei waren. Bei einem Petticoat handelt es sich um einen versteiften Unterrock mit Stufen aus Rüschen oder Spitze, der unter langen weiten Röcken, die die Taille jedoch eng umschließen, hilft, die Form zu erhalten. Petticoats sind als Kleider oder Röcke sehr beliebt und erfreuen sich noch heute einer großen Anhängerschaft. Vor allem gepunktete Modelle sind weit verbreitet und verdienen den Begriff Vintage allemal.

Und auch Leggins dürfen sich in die Vintage-Mode einreihen, denn sie waren ab 1980 zunehmend in der Damenwelt zu sehen. Nach einer Weile flaute der Trend wieder ab, doch nur wenige Jahrzehnte später waren sie plötzlich wieder da und halten sich seither in der Mode.

Vintage-Mode für Damen sorgt für Abwechslung im Kleiderschrank

Wenn Sie Ihren Look gerne anpassen oder verändern, sollten Sie auf Vintage-Damenmode nicht verzichten. Dabei müssen Sie nicht einmal zu besonders auffälligen Kleidungsstücken greifen. Bereits eine knackig enge Röhrenjeans mit einer entsprechenden Waschung kreiert einen unaufdringlichen, aber überzeugenden Vintage-Look. Tragen Sie hierzu eine lange glänzende Bluse und eine kurze Lederjacke sowie farblich passende Pumps, ist Ihnen ein gelungener Auftritt sicher. Auch ein Damen Overall im Vintage-Look lässt Sie zum echten Hingucker werden. Vielleicht finden Sie ja noch das ein oder andere Teil im Kleiderschrank, das entweder auf alt getrimmt ist oder Sie tatsächlich schon einige Jahre begleitet. Falls nicht, sollten Sie einmal in aller Ruhe in Onlineshops stöbern, die Vintage-Mode anbieten. Außerdem kann es sich auch lohnen, nach gebrauchten Einzelstücken zu suchen, die Sie so heute nicht mehr kaufen können – Sie finden hier coole Kleidung aus den 1960er- oder 1970er-Jahren, mit der Sie Ihrem Outfit den letzten Schliff verleihen können, wenn es für eine Party etwas Besonderes sein soll.

Damenhosen früher und heute: Modelle, die immer wieder beliebt sind

Ursprünglich haben Frauen Röcke und Kleider getragen, als es schon längst Hosen gab – jedoch nur für die Herren. Noch vor einigen Jahrzehnten wäre es undenkbar gewesen, dass Sie als Frau in einer Hose auftreten, doch diese Zeiten haben sich glücklicherweise längst geändert. Heute sind Damenhosen nicht mehr nur zweckmäßige Kleidungsstücke, sondern attraktive Beinkleider, die Ihre Schokoladenseiten betonen und von kleinen Problemzonen geschickt ablenken können, wenn Sie die richtige Form und Größe wählen. Auch die Farbe kann einen Einfluss darauf haben, wie gut eine Hose Ihnen steht. Als Materialien dienen verschiedene Stoffe, deren Grundlage meist Naturfasern wie Baumwolle bilden. Im Laufe der Jahrzehnte sind einige Hosen in Mode gekommen, um dann praktisch wieder vom Markt zu verschwinden – bis zu ihrer neuerlichen Rückkehr auf die Laufstege dieser Welt. Echte Designerstücke sind ebenso begehrt wie hübsch aufgemachte Jeans, bei deren erster Betrachtung Sie unweigerlich an vergangene Zeiten denken und schmunzeln. Ob Schlaghose, weite Pumphose oder enge Röhre – all diese Vintage-Damenhosen hat es bereits einmal gegeben, und es ist sicher, dass sie immer wieder zurückkommen werden.

True Vintage oder Designermode: Welche Hose soll es sein?

Suchen Sie nach True Vintage-Mode, also nach Kleidungsstücken, die original aus den 1960er- oder 1980er-Jahren stammen, oder legen Sie hingegen gar keinen Wert darauf, eine authentische Hose aus vergangenen Jahrzehnten zu kaufen? Dann können Sie nach Damenhosen suchen, deren Schnitt, Farbe oder Material an frühere Versionen angelehnt ist und deren Aussehen durchaus zu überzeugen weiß. Dabei können Sie ebenso auf die Angebote moderner Labels zurückgreifen wie auf hübsche Designerstücke. Diese tragen oft einige Merkmale, die in früheren Jahrzehnten auf keinen Fall fehlen durften. Allerdings müssen Sie für eine feine Damenhose eines Designers mehr Geld ausgeben als für gute Markenhosen, die jedoch nicht ganz so exklusiv sind.

Vintage-Damenhosen gemäß der 1950er-Jahre: Hier sollten Sie zuschlagen

Damenhosen im Stil der 1950er-Jahre sind vor allem eines: schlicht. In einem Jahrzehnt, in dem viele Frauen immer noch gern Kleider und Röcke trugen, gab es nur wenige Hosen. Diese waren oft weit und bunt. Ansonsten haben sich manche Damen einmal die Anzughosen ihrer Gatten ausgeliehen und sind damit zumindest durch das Haus oder über den Hof gelaufen. Klingelt es da bei Ihnen? Anzughosen und Bundfalten – Chinos für Damen lassen grüßen. Für ganz verspielte Damen gibt es elegante Latzhosen mit floralen Designs, die die Figur betonen und Kurven besonders gut zur Geltung bringen. Auch einige Hüftjeans sind im Umlauf, deren Form und Schnitt den beliebten Rockabilly-Stil nachahmen und die sich deshalb gut neben Petticoats einreihen. Ansonsten sind unter den 1950er-Jahre-Damenhosen auch einige Shorts erhältlich, die mit breiten Knopfleisten auf sich aufmerksam machen. Da die Shorts auf der Taille sitzen und nicht zu kurz ausfallen, sind sie für jede modebewusste Frau eine exzellente Wahl.

Hippies und große Blumen: Damenhosen in den 1960er-Jahren

Hosen der 1960er-Jahre waren oft sehr bunt. Die Zeit der Hippies führte zu schrillen Hosen aus Stoff, teilweise mit sehr weitem Schlag, die schon beim Betrachten gute Laune machten. Auch heute können Sie solche Modelle kaufen. Hierbei handelt es sich oft um den Schlaghosen nachempfundene Modelle, die für beide Geschlechter erhältlich sind – auch wenn wohl nur noch wenige Herren mit diesen auffälligen Hosen zur Arbeit gehen würden. Darüber hinaus gibt es natürlich eine Vielzahl an Jeans in Schwarz, Weiß oder Blau. Heute bieten Labels und Designer daher Jeans mit normaler Leibhöhe an, deren Waschungen und moderate Abnutzungen an die 1960er-Jahre erinnern. Auch sehr schön: Schmal geschnittene 5-Pocket-Jeans für Damen, die bis zu den Knöcheln reichen. 

Flower-Power-Schlaghosen: unverzichtbar in den 1970er-Jahren

Die 1970er-Jahre-Schlaghose ist die Fortsetzung der bunten Vertreter aus dem vorherigen Jahrzehnt. Doch während in den 1960ern sämtliche Hosen auf den Hippie-Look ausgerichtet waren, griff die Schlaghose zehn Jahre später etwas weiter, aber dafür auch durchaus sanfter um sich. Plötzlich gab es nicht mehr nur bunte Stoffhosen mit großen Blumenprints, psychedelischen Mustern und extrem weit ausgestellten Beinen, sondern auch Schlagjeans, die sowohl Damen als auch Herren gut gefielen. Sind Sie auf der Suche nach einer solchen Hose für Damen, lohnt es sich, die Angebote einiger Designer zu überprüfen. Andernfalls können Sie überprüfen, ob Sie eine solche Schlagjeans auch als echtes Vintage-Stück gebraucht auftreiben können.

Elegante Vintage-Damenmode heute: weiche Cordhosen und High Waist-Jeans

In den 1980er-Jahren nahm die Farbpracht vergangener Jahrzehnte ab, denn die Hippies waren keine Hippies mehr. Stattdessen regierten Röhren im angesagten Grunge-Look, eine Richtung, die sich auch noch bis das nächste Jahrzehnt hielt. Möchten Sie weder bunte Hippie- und Flower-Power-Hosen noch den rockigen und bisweilen schmutzigen bis verruchten Grunge-Look tragen, können Sie nach eleganterer Vintage-Mode Ausschau halten. Wie wäre es mit einer Hose aus Cord, wie sie in den 1970er-Jahren verbreitet war? Die Cordhose kann sehr fein, aber auch grob ausfallen und ermöglicht somit zahlreiche Kombinationen. Gerade in Verbindung mit High Heels sind High Waist-Jeans, also Hosen, deren Bund sehr weit oben – oft deutlich in der Taille – sitzt, sehr schick und eventuell auch einmal einen Versuch wert. Ob Shorts oder lange Hose spielt dabei keine Rolle. Probieren Sie einfach einige Vintage-Hosen aus, bis Sie ein Modell gefunden haben, in dem Sie sich wohlfühlen.

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