Vom großen Schwindel mit dem Privatkauf ohne ...

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Es ist doch immer wieder ein "Vergnügen", die schon allzu oft gehörten Phrasen wie "Von privat an privat" oder "Privatauktion ohne Rückgabe und Garantie" oder "Laut neuem EU-Recht erfolgt diese Auktion unter Ausschluss ..." zu lesen, wenn es sich dabei um offensichtlich gewerblich tätige eBayer handelt.

Aber woran erkenne ich als Kunde, ob mich ein gewerblicher Anbieter um meine Kundenrechte (Rückgabe- oder Widerrufsrecht, Gewährleistungspflicht etc.) bringen will ?

Es ist doch so einfach ! Die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs hat hierfür klare und eindeutige Kriterien definiert, an denen jeder potenzielle Kunde sehr leicht überprüfen kann, ob es sich um einen echten Privatanbieter handelt oder um einen unseriösen gewerblichen Anbieter, welcher sich hinter dem Deckmantel "privat" versteckt, um den Kunden ihre gesetzlich verbrieften Rechte vorzuenthalten und sich einen unrechtmäßigen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz zu verschaffen (niedrigere Preise kalkulierbar, da weniger Kosten durch Rücksendungen ...). 

Die 3 wichtigsten von der Wettbewerbszentrale festgelegten Kriterien werden nachfolgend genannt. Es müssen nicht alle Kriterien erfüllt sein, um als gewerblich tätig zu gelten (wie viele aktuelle Gerichtsurteile inzwischen zeigen):

1. Der Ebayer bietet nicht nur einmalig bzw. selten, sondern regelmäßig Waren an (z.B. 30 Bewertungen von Käufern pro Monat). Bei hochpreisigen Artikeln (z.B. Schmuck) weisen bereits weitaus weniger Bewertungen pro Monat auf eine gewerbliche Tätigkeit hin !

2. Der Ebayer bietet regelmäßig ein gleichartiges Warensortiment an (z.B. nur Antiquitäten, nur Schmuck etc.). Man denke an die nicht enden wollenden "fiktiven Nachlassauflösungen" so mancher "Scheinprivaten", welche ständig ihre "Erbschaften" auflösen - die Glücklichen ! oder an die ständig ihr "übervolles Schmuckkästchen" leerenden Ebayer oder an die sich regelmäßig wiederholenden Auflösungen von "Schmucksammlungen aus gutem Hause" - und das alles von "privat an privat" ...

3. Betreiben eines eBay-Shops (Offensichtlicher geht es wohl nicht !).

Es gleicht also einem Kinderspiel festzustellen, ob ich als Kunde um meine Rechte gebracht werde. Dem gesetzestreuen Händler, welcher brav Umsatz-, Gewerbe- und Einkommenssteuer an den Fiskus abführt und sich an das Fernabsatzgesetz mit all seinen umfassenden Vorschriften und Informationspflichten zum Schutz der Kundenrechte hält, bleibt nur die Hoffnung, dass derartige "schwarze Schafe" von der Wettbewerbszentrale und Verbraucherverbänden kostenpflichtig abgemahnt werden und im Falle von Schwarzarbeit von der Steuerfahndung zur Rechenschaft gezogen und zur Nachzahlung ihrer angehäuften Steuerschuld verpflichtet werden, was glücklicherweise immer öfter der Fall ist :-)

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