Vom Schlittschuh bis zum Suspensorium – Tipps zum Zusammenstellen Ihrer Eishockey-Ausrüstung

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Vom Schlittschuh bis zum Suspensorium – Tipps zum Zusammenstellen Ihrer Eishockey-Ausrüstung

Eishockey gilt als eine der härtesten Sportarten der Welt. Durch die oft bösen Checks gegen die Bande, gegen den Kopf und den ganzen Körper können viele Verletzungen entstehen. Deshalb heißt es, vorzusorgen. Denn nicht selten werden vor allem Profisportler durch eine Knieverletzung oder eine Gehirnerschütterung ein Leben lang gequält und eingeschränkt. Doch auch der Hobbybereich ist nicht minder gefeit vor Zusammenstößen und Fouls. Da dies alles zum Eishockey dazugehört, ist die Ausrüstung dafür extra so gefertigt worden, dass dem Spieler möglichst wenig passiert. Wir stellen Ihnen alle benötigten Produkte für diesen Wintersport und Gadgets für Ihre zukünftige Karriere als Profiskater auf dem Eis vor.

Eishockey wird weltweit gespielt und erfreut sich immer größerer Beliebtheit

Nicht nur in Nordamerika, der Heimat und dem Ursprungsland des Eishockeysports, sondern auch in Europa wird Hockey auf höchstem Niveau gespielt. Die DEL, die Deutsche Eishockey-Liga, kann mit jungen Nachwuchsspielern aus den eigenen Reihen, aber auch mit namhaften Veteranen aus Übersee aufwarten. Diese haben teils bereits den Stanley Cup gewonnen, die wichtigste Trophäe im Eishockey auf der ganzen Welt, und geben nun Gastspiele in „Good old Germany". Zwar sind die Spieler hierzulande nicht derart bekannt wie in Kanada, aber trotzdem sind diese allesamt Profispieler, die ihren Lebensunterhalt mit dem Eishockey bestreiten können.

Die NHL, die National Hockey League, ist und bleibt aber die bekannteste Liga der Welt, die mit den besten und teuersten Spielern aufwarten kann. Sie besteht seit 1917 aus den Klubs aus Nordamerika. Insgesamt sind dies 30 Vereine, von welchen sieben in Kanada beheimatet sind und 23 aus den USA kommen. Nach dem Ende einer Saison wird in den sogenannten Play-offs der Sieger des Stanley Cups ermittelt. Die Farmteams, das sind sogenannte Vereine, die in der American Hockey League und der ECHL spielen, trainieren die jungen Spieler, um sie für die NHL fit zu machen. Dort können diese zusätzlich auch noch Spielpraxis sammeln.

Eine gute Schutzausrüstung ist unabdingbar für sicheres Spielen auf dem Eis

Profispieler beginnen bereits im Kindesalter, auf Schlittschuhen zu stehen. Viele von ihnen behaupten auch, dass sie, noch bevor sie zu laufen begonnen haben, schon auf den Kufen ihre Runden gedreht haben. In diesem jungen Alter, zwischen 3 und 4 Jahren ungefähr, ist es noch wichtiger, richtige Schutzkleidung zu tragen. Die Kinder befinden sich noch im Wachstum und haben auch ihre Motorik und die Koordination noch nicht so weit entwickelt, um wirklich sicher auf den Schuhen zu stehen. Auch gegen Checks, die selbstverständlich weit weniger brutal ausfallen als im Erwachsenenbereich, können sie noch nicht so schnell und klug reagieren.

Doch jeder, der sich als Stürmer, Verteidiger oder Torwart aufs Eis traut, muss sich entsprechend schützen. Denn oftmals sind es nicht die gewollten Attacken, die schmerzen. So schützen beispielsweise die dicken, aus Nylon gefertigte Handschuhe unter anderem vor den scharfen Kufen. Diese besitzen unterteilte Finger für einen guten Halt und eine verstärkte Innenhand. Zudem wird dafür auch oftmals die Haut von Schweinen als Überzug verarbeitet. Diese ist zudem dick und kann die Hand gut schützen. Auch der Helm schützt den Kopf vor einem heranfliegenden Puck, der kleinen Hartgummischeibe, dem „Fußball des Eishockeys".

Spielerausrüstungen für die Feldspieler auf der Eishockeyfläche

Achten Sie beim Kauf der Ausstattung immer darauf, dass die richtige Größe gewählt wird. Nicht immer ist die billigste Lösung auch die beste. Will man ein Kind richtig ausstatten, bedeutet dies, dass man nicht gleich zwei Nummern größer nimmt, damit man nicht jedes halbe Jahr eine komplett neue Ausstattung kaufen muss. Dies spart natürlich Geld, kann aber schnell böse Folgen haben. So kann der Helm bei einem Sturz, sitzt er nicht richtig, herunterrutschen.

In Profiligen, aber auch im Hobbyklub gibt es für die Ausrüstung klare Regeln. So wird der Schiedsrichter, hat ein Spieler eine unkorrekte Ausrüstung an, eine Strafe von zwei Minuten geben. Diese sitzt der Akteur, wie im Eishockey üblich, auf der Strafbank ab.

Der Helm ist eines der wichtigsten Teile bei der Ausrüstung

  • Der Helm besteht aus schlagfestem Kunststoff und ist als Schale geformt. Es gibt hierbei unterschiedliche Größen, die individuell an den Kopf des Spielers angepasst werden können. Durch den größenverstellbaren Gurt unterhalb des Kinns kann dabei der optimale Sitz verstärkt werden. Ein Rutschen wird dadurch verhindert.
  • Er ist äußerst robust. Leichte Schläge wehrt er ab, durch den innenliegenden Dual Density-Schaum werden Stöße absorbiert und nicht an den Kopf weitergeleitet. Selbst, wenn der Spieler den Helm verliert, bricht er nicht.
  • Die meisten Helme besitzen einen integrierten Ohrschutz. Diese schützen das „Hörorgan" doppelt: Zum einen wird die Muschel so geschützt vor Schubsen oder Kratzern. Noch wichtiger ist, dass das Trommelfell sicher ist. Fliegt der Puck unbeabsichtigt in die Nähe des Ohrs, kann das Fell durch die Wucht des Aufpralls reißen.
  • Damit bei einem hitzigen Spiel trotzdem ein kühler Kopf bewahrt werden kann, gibt es Belüftungsschlitze. Diese befinden sich an der Stirn, am Hinterkopf sowie in der Mitte des Kopfes.

In Deutschland gibt es einige Besonderheiten bezüglich des Helms. So wird hier verpflichtend mit einem Halbvisier aus Kunststoff gespielt. Dieses reicht bis zur Mitte der Nase. Für alle Jugendspieler unter 18 Jahren ist ein sogenanntes Gitter obligatorisch. Dies umfasst das komplette Gesicht. Für eishockeyspielende Damen gilt eine Gitterpflicht in allen Ligen und in jeder Altersklasse.

Das Suspensorium schützt die Männer und die Männlichkeit

  • Das Suspensorium, auch Genitalschutz genannt, ist eine Schutzkleidung für die empfindlichen, männlichen Stellen. Diese werden dadurch vor Schlägen und Verletzungen geschützt.
  • Darunter tragen die meisten Spieler normale Unterwäsche, da dies so angenehmer zu tragen ist.
  • Die Schale besitzt ein elastisches Hüftband, das auch je nach Umfang des Spielers angepasst werden kann. Die Schale selbst besteht aus Hartplastik oder auch aus Schaumstoff.

Die passende Unterwäsche ist Pflicht

Weniger die Angriffe der Gegner, sondern eher das Reiben der eigenen Schutzkleidung verlangt das Tragen von Unterwäsche. Diese sollte aus funktionalem Material bestehen, da das den Schweiß nach außen trägt und ein angenehmes Hautgefühl hinterlässt. Zudem liegt damit die Ausrüstung nicht direkt auf dem Körper und kann dort nicht einschneiden und Kratzer hinterlassen. Außerdem ist auf eine Thermofunktion zu achten. Dies ist vor allem dahingehend besonders wichtig, weil die kalte Luft vom Eis, aber auch von der Außentemperatur negativ auf den Spieler einwirkt und dieser sich so schnell erkälten kann.

Die Beine sind einer hohen Belastung ausgesetzt

Während eines Eishockeyspiels, das insgesamt aus drei Dritteln besteht, die je 20 Minuten dauern, läuft ein Spieler rund 14 Kilometer. Dies ist die eine Belastung für die Beine. Die andere können Kniechecks, ein Beinstellen mit dem Schläger oder ein unachtsam gespielter Puck sein, der gegen das Schienbein fliegt. Dagegen gibt es Schienbeinschoner, die auch mit Wadenschützern gepaart sein können. Diese werden mit einem Gummizug am Bein festgemacht und bestehen aus Kunststoff.

Der sogenannte Eishockey-Girdle ist die Hose, die über die Schoner gezogen wird. Sie besteht aus Polyester und weist somit Schweiß nach außen ab, hält aber auch Wasser, dass durch einen Fall auf das Eis eindringen kann, außen vor. Sowohl der Hüft- als auch der Steißbeinbereich werden durch die gute Polsterung geschützt und der Halt kann, je nach Umfang des Spielers, durch den Gürtel an der Hüfte individuell verstellt werden.

Ellenbogen sind gut für Checks geeignet

Mit den Gelenken am Arm sind nicht nur gute Einsätze gegen Gegner fahrbar, sondern sie sollten vor allem auch vor diesen geschützt werden. Die Ellbogenschützer gehen meistens bis zur Schulter und auf der anderen Seite bis zu den Handgelenken.

Die Schultern, als auch die Brust sind die Hauptangriffspunkte in einem Eishockeyspiel

Bei einer Rauferei, aber auch in normal gefahrenen Fouls werden vor allem diese beiden Partien in Mitleidenschaft gezogen. Zudem geht von den Armen und der Schulter die Kraft für das Führen des Schlägers aus.

Der Schutz für beide Bereiche ist ein zusammenhängender. In diesem ähnelt man einem Roboter, er wird auch als Brustpanzer bezeichnet. Die eng anliegenden Anzüge besitzen vorgeformte, harte Schultern und sind in der Regel aus mehrschichtigen Schutzplatten gefertigt. Die Bewegungsfreiheit ist dennoch nicht eingeschränkt, denn am Körper anliegend gibt es eine HD-Schaum-Verstärkung.

Nicht zu vergessen: Ohne Schläger und Schlittschuhe wird ein Eishockeyspiel nicht möglich sein

Der Schläger ist ein aus Holz, Fiberglas, Aluminium, Titan oder Carbon gefertigtes Spielgerät, mit welchem der Puck auf dem Eis bewegt wird. Denn wie im Fußball ist der Handpass auch im Eishockey verboten. Oftmals sind die verschiedenen Materialien auch miteinander kombiniert. Dies bringt den Vorteil, dass die Stöcke brechen und so zu keinen schwerwiegenden Verletzungen bei einem harten Check führen können. Der Griff sollte unbedingt auf die Körpergröße des Spielers angepasst sein. So sollte das Ende bis zu den Achseln reichen, dann ist der perfekte Schläger gefunden. Die Kelle ist für Links-und Rechtsschützen verschieden gebogen. Diese Besonderheit ist enorm wichtig für den perfekten Schuss.

Auch die Wahl der Schlittschuhe kann einen eigenen Ratgeber füllen. Wollen Sie spielen wie die meisten Profis, dann verzichten Sie auf Socken. So erhalten Sie eine bessere Blutzirkulation im Schuh, vor allem bei den kalten Temperaturen, die naturgemäß beim Eishockey herrschen. Jedoch gibt es auch spezielle Socken aus Kevlar, die für einen Barfußeffekt mit Socken sorgen. Kevlar wird im Normalfall für kugelsichere Westen verwendet. Das heißt, dass schlimme Verletzungen durch Schnitte oder Ähnliches ausgeschlossen werden können.

Schlittschuhe sollten sicher sitzen, jedoch nicht drücken oder einschneiden. Eine feste Bindung ist dabei äußerst wichtig. Das Außenmaterial muss robust und brechsicher verarbeitet sein. Ob Sie dabei auf eine Schale setzen oder Stoff genügt, liegt im eigenen Geschmack.

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