Vom Röhren- zum ultraflachen LED-Monitor – eine Zeitreise

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Vom Röhren- zum ultraflachen LED-Monitor – eine Zeitreise

Computerbildschirme haben über die Jahrzehnte eine immense Entwicklung durchlaufen. Technologien wie HDMI und LED sind erst mit der Zeit eingeführt worden, am Anfang standen einfache Röhrenmonitore. Die verschiedenen Bildschirm-Modelle haben dabei allesamt ihre spezifischen Charakteristiken, ihre Stärken und Schwächen, die Sie als Käufer kennen sollten.

Am Anfang standen die Röhrenmonitore

Die Röhrenmonitore waren lange Zeit die dominierende Technologie auf dem Markt für Computerbildschirme. Bereits diese Monitore konnten Auflösungen von mehreren Tausend Pixeln in der Breite und der Höhe darstellen und unterschieden sich damit nicht von den TFT-Bildschirmen. Die Technik, bei der über eine Lochmaske Lichtpunkte auf einen Bildschirm geschossen werden, bringt spezifische Vorteile mit sich wie etwa eine vollständige Blickwinkelunabhängigkeit und eine hohe Reaktionsgeschwindigkeit. Nachteile ergeben sich bei diesen Bildschirmen vor allem durch das Flimmern des Bildes, was beim längeren Arbeiten die Augen ermüden kann, und bei der Aufstellung der sperrigen Geräte.

Röhrenmonitore haben ein Vielfaches der Tiefe von Flachbildschirmen und verursachen damit häufig Platzprobleme. Die Geräte weisen ein immenses Gewicht auf und sind daher nur schwierig zu transportieren. Außerdem besteht hier nicht die Möglichkeit, dass die Monitore an die Wand gehängt werden können, wodurch die Flexibilität im Ergebnis deutlich eingeschränkt wird. Bis Ende der 1990er-Jahre waren diese Bildschirme auf dem Markt für Computermonitore dominierend.

Flachbildschirme mit LCD-Hintergrundbeleuchtung

Mit der Einführung der Flüssigkeitskristall-Bildschirme, die gemeinhin unter dem Begriff TFT oder Flachbildschirm zusammengefasst werden, hat sich vor allem das äußere Erscheinungsbild der Computermonitore verändert. Die ersten Modelle dieser LCD-Monitore wiesen eine Tiefe von mehreren Zentimetern auf und waren damit bereits deutlich dünner als jeder Röhrenmonitor. Das wichtigste Merkmal bei diesen Monitoren ist es, dass sie auf eine Hintergrundbeleuchtung angewiesen sind. Der Grund hierfür ist, dass die Flüssigkeitskristalle selbst nicht leuchten können, und damit das Bild ohne eine zusätzliche Beleuchtung schwarz bliebe. Gerade bei den ersten Generationen dieser Monitore kam es durch die Notwendigkeit einer Hintergrundbeleuchtung zum Effekt des Bleeding und zu einer allgemeinen Auswaschung des Bildes. Da die Hintergrundbeleuchtung nicht abgeschaltet werden kann, dringt konstant Licht durch das Panel, was in Situationen mit vielen Schwarzwerten und dunklen Bereichen zu einem zu hellen bzw. blassen Bild führt. Wenn Sie auf tiefe Schwarzwerte Wert legen, sind daher Modelle mit LED-Technologie eine bessere Wahl.

Die ersten LCD-Bildschirme mit HD-Auflösung

Zu Beginn hatten die LCD-Bildschirme noch geringe Auflösungen von beispielsweise 640 x 480 Pixeln, die erst mit der Zeit erhöht wurden. Den größten Fortschritt bedeutete hier die Einführung des HD-Standards. Dieser sieht Auflösungen bis zu 1920 x 1080 Pixeln vor bzw. 1280 x 720 beim HD-Ready-Standard. Hiermit ist es erstmals auch Flachbildschirmen möglich, Videometarial, Fotos und vieles andere mehr in höchster Qualität wiederzugeben. Die Darstellung auf diesen HD-Monitoren zeichnet sich durch eine hohe Schärfe aus, winzige Bilddetails können Sie immer noch klar erkennen.

Übergang von VGA- zu HDMI-Anschlüssen

Möglich wurde die Einführung von HD auch dadurch, dass die Hersteller die alten VGA-Anschlüsse durch HDMI-Anschlüsse ersetzten. HDMI erlaubt eine höhere Bandbreite und ist dann für Sie von Interesse, wenn Sie eine größtmögliche Kompatibilität mit verschiedenen Endgeräten wünschen. HDMI-LCDs erlauben den Anschluss von Camcordern, Spielekonsolen und Laufwerken wie DVD- oder Blu-Ray-Playern. Die Einsatzmöglichkeiten der TFTs werden damit also deutlich variabler.

Ein weiterer Vorteil von HDMI ist darin zu sehen, dass über dieses Kabel auch Ton übertragen werden kann. Während hierfür früher noch ein separater Anschluss notwendig war, können Bild und Ton nun gemeinsam übertragen werden. Das bringt im Alltag eine Reihe von Vorteilen mit sich wie etwa eine leichtere Verlegung der Kabel. Als Anwender müssen Sie sich über den korrekten Anschluss Ihrer Geräte weniger Gedanken machen. Und falls Ihr Monitor über eingebaute Lautsprecher verfügt, können Sie per HDMI den Ton von Ihrem Computer direkt über einen solchen HDMI-Monitor wiedergeben.

Hohe Farbtreue für den professionellen Einsatz: Displays mit IPS-Panel

Auch wenn TFTs von jeher über leuchtende Farben und hohe Kontrastwerte verfügen, sind diese Werte im professionellen Einsatz häufig nicht ausreichend. Bei der beruflichen Fotobearbeitung und auch im ambitionierten Hobbybereich ist die Farbwiedergabe gewöhnlicher TN-Panels, also des Bildschirms, häufig nicht ausreichend, um auch Ihre höchsten Ansprüche zu befriedigen. In Computer-TFTs werden vor allem solche TN-Panels verbaut, da sie eine Reihe von positiven Eigenschaften aufweisen. Dazu gehört es insbesondere, dass die Reaktionsgeschwindigkeit sehr hoch ist, die bei dieser Art von Geräten in Millisekunden ausgedrückt wird. TFT-Modelle haben eine Reaktion von 3 ms und weniger, worunter die Dauer zu verstehen ist, in der ein Farbpixel auf einen anderen Farbwert gewechselt hat. Diese Eigenschaft macht die TN-Panels ideal für den Einsatz im Zusammenhang mit Spielen oder Filmen, bei denen schnelle Kameraschwenks auftreten. Zudem sind diese Panels kostengünstig zu produzieren, so dass die TFTs insgesamt günstiger angeboten werden können. Nachteile haben diese Panels jedoch bei der Farbtreue bzw. der Farbkalibrierung. Fotos werden häufig mit einer Vielzahl von Abweichungen von der Quelle wiedergegeben, eine allerhöchste Farbtreue ist mit diesen Panels nicht zu erreichen.

Abhilfe hat hier die Entwicklung der IPS-Panels geschaffen. Bei diesen Panels wird auf eine andere Technologie der Farberzeugung gesetzt, obwohl es sich noch immer um Flüssigkeitskristalle handelt. Diese Bildschirme sind in der Anschaffung deutlich teurer als TFTs mit TN-Panel, sie weisen aber eine hohe Überlegenheit bei der Farbtreue auf. Das macht diese Geräte zu idealen Partnern in der professionellen Fotobearbeitung und überall dort, wo die Darstellung von Medien nicht von den Originalwerten der Quellen abweichen darf.

Als ein weiterer Vorteil erweist sich bei den IPS-Panels die geringe Blickwinkelabhängigkeit. Konstruktionsbedingt weisen alle TFTs ein Problem auf, das bei Röhrenmonitoren nicht existiert: Blickt der Anwender seitlich auf die Bildschirme, erscheinen das Bild blasser und die Farben ausgewaschen. Dieser Effekt ist am stärksten bei den TN-Panels zu beobachten, weshalb es bei diesen Monitoren schwierig sein kann, sie mit mehreren Personen zu benutzen, die nebeneinandersitzen müssen. Als Nachteil bei IPS-Panels hingegen ergibt sich eine geringere Reaktionsgeschwindigkeit, als dieses bei den TN-Panels der Fall ist. Für Spiele und ähnliche Anwendungen sind die IPS-Panels daher in der Regel weniger geeignet.

LED-Monitore: besonders sparsam im Verbrauch

Eine der wichtigsten Neuerung im Bereich der Computer-Bildschirme ist die Einführung der LED-Technologie. Hierbei handelt es sich um eine neue Form der Hintergrundbeleuchtung, die bei Flachbildschirmen eine so große Rolle spielt. Die LED-Lampen sind kleiner als ihre Vorgängermodelle und deutlich stromsparender. Im Ergebnis können hierdurch flachere Geräte gebaut werden, die häufig nur noch wenige Millimeter dick sind, und Geräte, die sich durch einen deutlich geringeren Stromverbrauch auszeichnen.

Neben dem geringeren Stromverbrauch und der kompakteren Konstruktionsweise bieten die LED-TFTs jedoch auch Vorteile bei der Bildqualität. Die Panels erreichen höhere Kontrastwerte und leuchtendere Farben, zudem lassen sich dunkle Bereiche nun überzeugender darstellen. Bei diesen Monitoren können Sie echte Schwarzwerte erleben, zudem kommen Technologien wie Edge-Lit und andere zum Einsatz, bei denen die Hintergrundbeleuchtung klüger gesteuert wird. Dazu gehören etwa eine Unterbringung der Lampen im Gehäuserahmen, sodass in dunklen Szenen das Bild nicht zu stark aufgehellt wird, sowie die gezielte Abdunkelung einzelner Bildbereiche.

100 und 120 Hz bringen auch im Büroalltag Vorteile

Am Anfang wiesen die TFT-Bildschirme eine Bildwiederholrate von 60 Hz auf, woran sich lange Zeit nichts geändert hat. Mit dem Aufkommen von 100- und 120-Hz-Bildschirmen konnte hier eine deutliche Verbesserung erreicht werden. Wenn Sie Effekte wie Schlieren reduzieren möchten und eine hohe Plastizität des Bildes schätzen, ist eine solche höhere Bildwiederholrate ein wichtiges Merkmal eines Flachbildschirms. Zudem ist die 120-Hz-Technologie auch Voraussetzung für die Wiedergabe von stereoskopischen Bildern und damit von 3D-Inhalten.

Aufbruch in die dritte Dimension: TFTs mit 3D-Funktionalität

Die Einführung von 3D bei Computermonitoren ist gerade im Zusammenhang mit Spielen und Filmen interessant. Bei diesen 3D-TFTs benötigen Sie in der Regel eine zusätzliche Shutter-Brille, bei vielen Produkten wird eine passende 3D-Brille jedoch gleich mitgeliefert. Hierbei handelt es sich um Monitore, die 3D-Inhalte auch tatsächlich in drei Dimensionen wiedergeben können. Dieses wird durch einen Trick erreicht, bei dem im schnellen Wechsel leicht gegeneinander verschobene Bildszenen auf das linke und das rechte Auge des Betrachters projiziert werden. Aus diesem Grund muss zwingend eine spezielle Brille aufgesetzt werden, damit beide Bildinhalte für jedes Auge voneinander getrennt werden können. Damit Sie diese Funktion nutzen können, muss das Ausgangsmaterial 3D unterstützen. Das ist zum Beispiel bei vielen Computerspielen der Fall sowie bei einer Reihe von Blu-Ray-Filmen. Wie sich die 3D-Inahlte im konkreten Fall wiedergeben lassen, hängt vom jeweiligen Monitor und der Quelle ab. Viele Software-Blu-Ray-Player bieten eine entsprechende Funktion an, bei der das Bild in den 3D-Modus umgestellt werden kann. In einigen Fällen kann auch direkt am Flachbildschirm auf 3D gewechselt werden, wobei dann der gesamte Bildinhalt betroffen ist, also zum Beispiel auch der Desktop und alle anderen 2D-Anwendungen.

Bessere Unterstützung von hohen Hertzzahlen – Displayport

Mit dem Aufkommen hoher Bildwiederholraten wie 120 oder 100 hz wurde auch der Ruf nach einem neuen Anschlusstypen laut, der diese hohe Datenlast bewältigen kann. Als Ergebnis wurde der Displayport eingeführt, der heute von vielen Monitoren und Grafikkarten unterstützt wird. Bei diesem Standard können hochauflösende Bilder mit einer hohen Aktualisierungsrate übertragen werden, ohne dass es zu Bildstörungen oder Instabilitäten kommt. Der Standard ist gerade im Zusammenspiel mit 3D von Vorteil, da hier doppelt so viele Bildsignale übertragen werden müssen wie bei nicht-stereoskopischen Bildern. Hier müssen Sie beim Kauf die beiden Standards Displayport und Mini-Displayport unterscheiden. Bei Mini-Displayport kommt ein kompakterer Stecker zum Einsatz, beim Anschluss an einen einfachen Displayport wird ein Adapter benötigt, den Sie, wie auch eine große Auswahl an Monitoren, bei eBay finden können.

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