Vom Brauseschlauch zum Kabelschutz - ein Basteltipp!

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  Bitte lesen Sie auch: "Tränkenwärmer bei eBay -  können dem Käufer ´einheizen´ ! "

 

                                                                      Als Brauseschlauch verwende ich diejenige Ausführung, welche nicht nur aussieht wie Chrom, sondern aus spiralig aufgebautem, verchromtem Messingmaterial besteht, da diese Art höchstmögliche Flexibilität garantiert. Auch ist ihr eine relativ lange Lebensdauer beschieden. Irgendwann aber, boshafterweise fast immer nach der Garantiezeit, wird der innenliegende Kunststoffschlauch undicht und die komplette Brausezuleitung muss ersetzt werden. Mögen mich Elektriker für meinen folgenden Tipp steinigen...ich werde es erdulden müssen...aber ich verwende das verchromte Messing-Obermaterial, nachdem ich den Kunststoffschlauch entfernt habe, als Kabelschutz überall dort, wo mechanische  Belastungen einem Kabel Schaden zufügen können:

  1. Zuleitung zur Wärmeplatte (Trinkwasserfrostschutz) in der Sittichvoliere
  2. Zuleitung zur Heizkassette für Nagerbehausung
  3. Zuleitung zur Beleuchtung des Papageienkäfigs (Gelbwangenamazone)
  4. Zuleitung für gefährdete stationäre elektrische Geräte in der Werkstatt (auch bei kurzfristig thermischer Belastung)
  5. Kabelschutz gegen Knicken bei beweglichen Verbindungen, welche hochflexibel bleiben sollen
  6. Zuleitungen im Terrarienuntergrund bei grabenden Bewohnern

Wie Bild 1 zeigt, lässt sich der Originalanschluss (bei einem passenden 1/2" Gegenstück aus dem Wasserinstallationsbereich) mit einem beliebigen Gehäuse optisch ansprechend und mechanisch überzeugend verbinden. Das außerhalb des zu schützenden Bereiches liegende Schlauchende wird mit selbstverschweißendem Isolierband umwickelt, nachdem man vorher den Kabelbereich ebenfalls damit gegen (höchst unwahrscheinliche) mechanische Beschädigungen durch den Metallschlauch gesichert und in die schützende Hülle eingeschoben hat (Bild 2).

Mag diese echte Recyclinglösung, zumal sie optisch und funktionsmäßig zufriedenstellt, Nachahmung finden!

Ergänzung am 6.11.2012:   Als ich heute wieder einmal eine Tränkenzuleitung gegen Zerbeißen im obigen Sinne absicherte, ließ sich der innenliegende Kunststoffschlauch wegen der niedrigen Umgebungstemperatur gar nicht so leicht ausbauen. Für alle, welche dies noch nie versuchten, beschreibe ich die dazu nötigen Arbeitsschritte:

1. Beide Gewindehülsen (an den Schlauchenden) weitmöglichst zurückschieben.                                                                                     
2. Gummidichtringe entfernen.                                                                                                                                                                                                                                               3. Schlauchende fest gegen Tischplatte drücken, evtl. gegen Verrollen sichern und mit einer Messerklinge zwischen den Metallschlauch und die Kunststoffplatte des  Hohlstöpsels (dort, wo vorher die  Dichtung auflag) eindringen. Dabei vorsichtig (!) den Teller des Stöpsels abhebeln.                                                                                                                                       4. Nach Entfernung beider Stöpsel lässt sich der Kunststoffschlauch durchziehen.

Die Metallhülle ist jetzt äüßerst flexibel und bietet Kabeln bis 3x0,75 oder oft auch 3x1,0 sicheren Schutz.

Ergänzung am 7.11.2012:  Ein weitere Verwendung als Kabelschutzmantel zeigen die letzten vier Aufnahmen. Es handelt sich um einen bruch- und kippsicher als Tränke verbauten Steingutnapf, welcher im Winter beheizt werden kann. Frettchen beispielsweise können ihn seines Gewichts wegen und da er eng eingepasst ist, nicht herausheben. Materialbedingt ist er ein guter Wärmespeicher. Die aus einem halbierten Stammstück herausgedrechselte durchgehende runde Öffnung wurde von der Unterseite her mit einer Oberfräse und - um die nötige Tiefe zu erreichen - einer Elektrofeile so bearbeitet, dass die Heizplatte eingelegt werden kann, eine weitere Ausfräsung nimmt - im Sinne einer Zugentlastung - die Verschraubung des Brauseschlauches auf. Eingefräste, radial angeordnete Nuten gestatten den Ablauf  des verspritzten  Trinkwassers ebenso wie die Bohrungen auf der (die Unterseite abdeckenden) Kunststoffplatte, welche mit Edelstahlschrauben befestigt ist. So ist nicht nur die Zuleitung sondern auch die mit Niederspannung (24V) betriebene Wärmeplatte vor zerstörerischen Bissen sicher. (Der Anschluss ans Stromnetz erfolgt in einem abschließbaren, stabilen Gehäuse, in welches der "Brauseschlauch im Ruhestand" einmündet. Darin ist auch ein Thermostatregler - für die Tiere unerreichbar - montiert.)

Siehe auch: "Sicherheitstränkenheizung (12V=) - selbst konstruiert !"

                                                                                                                                                                         

  

 

 

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