Voller Klang: Hersteller von Konzertflügeln im Überblick

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Voller Klang: Hersteller von Konzertflügeln im Überblick

Die meisten namhaften Hersteller von Konzertflügeln stammen aus dem deutschsprachigen Raum. Einzig eine japanische Firma mischt bei den alteingesessenen Ausrüstern großer Konzertsäle durch brillante Flügel mit.

 

Voll, gediegen, laut und leise: Der Klang eines Konzertflügels begeistert jeden

Als "piano à queue" (Klavier mit Schwanz) bezeichnen die Franzosen das Tasteninstrument. "Grand" (groß) sagen kurz die Engländer. Die Deutschen vergleichen den geschwungenen Korpus mit dem Flügel eines Flugtieres. Ganz gleich, welche Bezeichnung das Instrument erhält: Volles Klangvolumen, gewaltige Tonalität und umwerfende Faszination umweht das Konzertinstrument. Seine Herstellung der geleimten Außenkontur ist eine Erfindung von Theodor Steinweg, einem der großen Hersteller bekannter Konzertflügel.

 

Steinweg und Bösendorfer setzen ihre Ideen vom perfekten Flügel in die Tat um

Heinrich Engelhardt Steinweg begann im Jahr 1836 in Seesen bei Braunschweig, seinen ersten Flügel zu bauen. Bereits 14 Jahre später überließ er die Werkstatt seinem Sohn Theodor und emigrierte mit dem Rest der Familie nach Amerika. Der erste Preis bei einem Wettbewerb für eine neue Entwicklung des Pianos verhalf ihm zu einem Höhenflug. Zwanzig Jahre nach Verlassen der Heimat produzierte der nun anglisierte Steinway in Amerika viele gefragte Flügel. Mit Ignaz Bösendorfer entstand um die gleiche Zeit in Wien eine Klaviermanufaktur. Schnell erwarb sich der Firmengründer durch gut verarbeitete und klanggewaltige Instrumente einen Namen. Anders als Steinweg setzt Bösendorfer noch heute das Flügelgehäuse seiner größten Konzertinstrumente aus Einzelteilen zusammen.

 

Blüthner und Bechstein entzücken die höfische Gesellschaft mit dem Klang ihrer Instrumente

Zum königlich-sächsischen Hoflieferanten ernannt, spielten schon im 19. Jahrhundert viele hochrangige Namen der Musikwelt auf einem Blüthner Flügel. Beflügelt von der aufstrebenden Musikszene in Leipzig fertigte Julius Ferdinand Blüthner ab 1853 Flügel und Pianos. In guter Tradition deutschen Erfindergeistes fügte Blüthner dem Flügel eine zusätzliche Saite hinzu. Diese verstärkte die Obertöne. Am Ende des 19. Jahrhunderts betrat ein weiteres Unternehmen die Bühne. Wilhelm Schimmel eröffnete in der Hochburg des Pianobaus in Leipzig seine erste Werkstatt. Nach schweren Jahren verlegte Schimmel seine Produktion nach Braunschweig. Den bereits als hervorragend spielbaren und in aller Welt bekannten Flügel exportiert Schimmel heute nach Nordamerika und in EU-Länder. Der größte Flügelhersteller Europas trägt den Namen Bechstein. Der Lieferant des Königs Friedrich Wilhelm des IV. von Preußen fertigt seit Mitte des 19. Jahrhunderts beachtete Flügel und Pianos in Berlin. Heute hat auch die Popmusik die Qualität der Bechstein Flügel entdeckt. Zahlreiche Künstler nehmen auf einem Bechstein ihre Musik auf.

 

Yamaha ist der einzig namhafte, nicht aus dem deutschsprachigen Raum stammende Flügelhersteller der Welt

In die großen Namen der deutschsprachigen Flügelhersteller reiht sich seit dem Jahr 1967 das japanische Unternehmen Yamaha ein. Der Megakonzern produziert neben vielen anderen Musikinstrumenten für Hobbymusiker auch echte Hochleistungsflügel. Mit klaren Tönen, guter Harmonie und brillantem Klang verfügen die Tasteninstrumente von Yamaha über viele kleine Innovationen und stehen in den weltweit bekanntesten Konzerthäusern.

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