Virtual-Reality-Brillen bald serienreif

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Gamer und Technik-Freaks träumen seit über 20 Jahren von der perfekten virtuellen Realität. Diese Träume nehmen nun rasant Gestalt an: Die einst futuristischen VR- und AR-Brillen sind auf dem Weg zur Serienreife. Erfahren Sie, was heute schon möglich ist und was zukünftige Modelle alles drauf haben sollen.
Sieht so die Zukunft aus?
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Sieht so die Zukunft aus?

Zwei Entwicklungen: VR-Brillen und AR-Brillen

Die Virtual-Reality-Brillen (VR-Brillen) ziehen den Anwender in eine virtuelle Welt, die real wirkt. Durch 360-Grad-Optik und die unmittelbare Reaktion auf Kopfbewegungen fühlt sich der Träger wie mitten im Geschehen. Neben der Spielebranche werden die Brillen u.a. auch für die Filmindustrie interessant.

Einem anderen Ansatz folgen die Augmented-Reality-Brillen: Sie erweitern computergestützt die sichtbare Realität, im Vordergrund steht die Darstellung zusätzlicher Informationen. Realität und virtuelle Realität sind kombiniert. Anwendungsfelder werden neben Spiel und Unterhaltung auch in den Bereichen Team-Arbeit, Navigation, Militär und vielem mehr erwartet. Google war mit seiner Datenbrille Google Glass ein Vorreiter der AR-Brillen, der Verkauf wurde jedoch eingestellt – das Unternehmen kündigt aber zugleich einen Neuanfang an.

Sehen Sie hier, womit uns die Hersteller den Weg in die virtuelle Realität weisen:
Oculus Rift: der Pionier der neuen Generation von VR-Brillen (Sergey Galyonkin (CC BY-SA 2.0))
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Oculus Rift: der Pionier der neuen Generation von VR-Brillen (Sergey Galyonkin (CC BY-SA 2.0))
Die Datenbrille Oculus VR (David Jones 大卫 琼斯 (CC BY-NC-SA 2.0))
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Die Datenbrille Oculus VR (David Jones 大卫 琼斯 (CC BY-NC-SA 2.0))

Pionier der modernen VR-Brillen: Oculus VR mit Oculus Rift

Pionier der neuen VR-Brillen ist das US-Unternehmen Oculus VR mit seiner Datenbrille Oculus Rift. 2012 wurde ein erster Prototyp der VR-Brille vorgestellt, die das Spieleerlebnis revolutionieren soll. Facebook hat das Unternehmen 2014 übernommen.
Zahlreiche Sensoren messen die Kopfbewegungen und stellen den Bildschirminhalt entsprechend dar. Vorherige Head-Mounted-Displays (am Kopf befestigte Bildschirme) bieten meist ein Sichtfeld von 40 Grad in der Diagonalen, man hat den Eindruck auf einen entfernten rechteckigen Bildschirm zu schauen. Oculus Rift ermöglicht hingegen ein Sichtfeld von 110 Grad diagonal und 90 Grad horizontal.
Wie mitten im Spiel (Leonard Lin (CC BY-SA 2.0))
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Wie mitten im Spiel (Leonard Lin (CC BY-SA 2.0))

Damit ist praktisch das gesamte Gesichtsfeld ausgefüllt und der Spieler fühlt sich „im Spiel“. Im Bereich der Virtuellen Realität bedeutet die Entwicklung der Oculus Rift einen Meilenstein. Sie kommt der Idealvorstellung des Holodecks aus Star Trek näher als sämtliche Vorgänger.
Geplanter Verkaufsstart: Ende 2015.

VR-Brille Morpheus von Sony

Das Projekt Morpheus ist Sonys Prototyp einer VR-Brille für die PlayStation 4. Die Entwicklung ist ähnlich weit fortgeschritten wie bei der Oculus Rift, das Sichtfeld soll 90 Grad groß sein und eine Full-HD-Auflösung darstellen (960x1080 Pixel pro Auge). Das Gerät arbeitet mit dem PS4-Controller zusammen und die optionale PS4-Kamera erfasst die Benutzer-Bewegungen gemeinsam mit den zahlreichen Bewegungs- und Beschleunigungssensoren im VR-Headset.
Geplante Markteinführung: Frühestens Ende 2015.
Sonys VR-Prototyp: Morpheus (Marie Kare (CC BY-NC-ND 2.0))
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Sonys VR-Prototyp: Morpheus (Marie Kare (CC BY-NC-ND 2.0))
Die Samsung Gear VR ist erhältlich, ein Smartphone wird benötigt (SamsungTomorrow (CC BY-NC-SA 2.0))
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Die Samsung Gear VR ist erhältlich, ein Smartphone wird benötigt (SamsungTomorrow (CC BY-NC-SA 2.0))

VR-Brille Samsung Gear VR – powered by Oculus

Die Kooperation von Samsung und Oculus führt zur ersten marktreifen VR-Brille: Die Gear VR verfügt über zwei Vergrößerungs-Linsen und funktioniert nur durch das Aufstecken des Phablets Samsung Galaxy Note 4.
Das große 96 Grad Sichtfeld rührt einzig vom 5,7 Zoll großen Bildschirm des Note 4, mit einem Klick ist das Phablet in der Halterung befestigt. Die Schärfe lässt sich über ein Drehrad einstellen. Das ist vor allem für Brillenträger wichtig. Die Tester zeigen sich beeindruckt, der deutlich wahrnehmbare 3D-Effekt macht Spaß, Bilddarstellung und Grafik profitieren dabei vom exzellenten WQHD-Display des Note 4 (2.560 x 1.440 Pixel).
So sieht die VR-Brille von Samsung aus (SamsungTomorrow (CC BY-NC-SA 2.0))
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So sieht die VR-Brille von Samsung aus (SamsungTomorrow (CC BY-NC-SA 2.0))

Als Zielgruppe gelten derzeit noch Entwickler und Early-Adopter, also Technik-Freaks. Die „Innovater Edition“ kostet 199 Euro (Stand Februar 2015). Aktuell ist das Spieleangebot noch überschaubar und die Kombination mit dem teuren Smartphone macht die Mittendrin-Illusion zu einer teuren Angelegenheit. Gamer sollten zudem in das Bluetooth-Gamepad EI-GP20 von Samsung investieren, viele Spiele funktionieren erst dann richtig.
Wer das Note 4 sowieso hat oder kaufen will, findet einen einfachen Einstieg in die virtuelle Realität.

Zeiss VR One: Arbeitet aktuell nur mir Galaxy S5 und iPhone 6 zusammen

Ganz ähnlich funktioniert die VR One von Zeiss. Für rund 100 Euro ist diese VR-Brille jedoch günstiger. Seit Januar 2015 ist die Datenbrille im Handel erhältlich.
Auch die VR One von Zeiss funktioniert nur in Verbindung mit einem Smartphone
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Auch die VR One von Zeiss funktioniert nur in Verbindung mit einem Smartphone

LG VR-Brille für das G3

Auf die Kombination von Smartphone und VR-Brille nach dem Cardboard-Vorbild setzt auch LG. Gemeinsam mit Google wurde die Brille entwickelt und wird in naher Zukunft auch in Deutschland beim Kauf eines LG G3 dem Lieferumfang kostenlos beigelegt.
Bald Teil des Lieferumfangs: die VR-Brille von LG
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Bald Teil des Lieferumfangs: die VR-Brille von LG

VR-Brille FOVE mit Eye-Tracking

FOVE aus Japan ermittelt nicht nur die Kopfbewegungen, sondern zusätzlich die Augenbewegungen.
Die Crowdfunding-Kampagne soll im März 2015 starten. Das Messen der Augenbewegungen in Echtzeit und die technische Umsetzung gelten als weiterer Meilenstein bei der Entwicklung erstklassiger VR-Brillen.
FOVE will im Frühjahr 2015 mit der Entwicklung seiner VR-Brille starten
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FOVE will im Frühjahr 2015 mit der Entwicklung seiner VR-Brille starten
Der View-Master ist die Wiederentdeckung des View-Master von 1939
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Der View-Master ist die Wiederentdeckung des View-Master von 1939

VR-Brille von Google und Mattel für Kinder: View-Master

Ein Spielzeug neu entwickelt: Mattel und Google arbeiten gemeinsam an der VR-Brille für Kinder, quasi eine Neuauflage des View-Master, dem 1939 auf der Weltausstellung in New York gezeigten Betrachtungsgerät für stereoskopische Bilder.
Die VR-Brille für Kinder funktioniert auf Basis von Google Cardboard, in das Gehäuse wird also ein Smartphone gesteckt. Die neue View-Master-Version muss festgehalten und kann nicht per Kopfband getragen werden. 3D-Welten in 360-Grad-Rundumsicht lassen sich erkunden. Die simpel konstruierte Brille soll noch 2015 für rund 30 Dollar auf den Markt kommen.
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AR-Brille Microsoft HoloLens: Hologramm-Brille mit Windows 10

Wow! Wenn die Brille kann, was die Entwickler bei der Präsentation versprochen haben, sind wir der in Science-Fiction-Filmen versprochenen Zukunft sehr nahe. Völlig überraschend hat Microsoft im Januar 2015 sein gut gehütetes Geheimnis gelüftet und die AR-Brille (Augmented-Reality-Brille) mit dem Namen HoloLens präsentiert. Sensoren, Hightech-Prozessor, Grafikchip, hochauflösendes Objektiv und Raumklang: Laut Microsoft ist die AR-Brille HoloLens der erste holografische Computer mit zahllosen Anwendungsmöglichkeiten, von moderner Kommunikation bis zur Kreation von 3D-Objekten.
Wann die HoloLens von Microsoft zu kaufen sein wird, ist noch unbekannt (Pierre Lecourt (CC BY-NC-SA 2.0))
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Wann die HoloLens von Microsoft zu kaufen sein wird, ist noch unbekannt (Pierre Lecourt (CC BY-NC-SA 2.0))

Sie soll Benutzeroberflächen ins Blickfeld einblenden und virtuelle Gegenstände in der realen Umgebung darstellen können. Das Video zeigt denkbare Anwendungsfelder für den Beruf und die private Nutzung. Im Spielebereich erhoffen sich die Entwickler der Brille eine rosige Zukunft. Das Projekt steckt noch in den Kinderschuhen, bis HoloLens sein volles Potenzial ausschöpfen wird, vergehen laut Bill Gates wohl noch einige Jahre.
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Die VR- und AR-Brillen werden möglicherweise die Medienwelt revolutionieren. Das Potenzial ist gewaltig, die nächsten Jahre werden zeigen, wohin die Entwicklung führt. Neben riesigen Flachbild-Fernsehern und hochauflösenden Beamern stellen die Datenbrillen den nächsten spannenden Schritt zur Mittendrin-Unterhaltung dar.
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