Virenschutzsoftware: Den passenden Anbieter finden

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Von Programmstörungen über Datenverlust bis hin zu Hardwareschäden: Viren und andere Schädlinge können digitalen Endgeräten übel zusetzen. Ein Schutz ist deshalb unentbehrlich. Doch welches Abwehrprogramm ist das richtige?

 

Virenschutzsoftware: Den passenden Anbieter findenOhne Antiviren-Software sind PC, Tablet und Smartphone digitalen Angriffen schutzlos ausgeliefert. (Copyright: nevarpp/ Thinkstock)

 

 

Das Angebot ist vielfältig

Gut drei Dutzend Hersteller von Virenschutzsoftware tummeln sich im Markt - darunter bekannte Größen wie Microsoft, McAfee, Kaspersky oder Symantec, aber auch Spezialisten wie BullGuard, Comodo oder eScan.

 

Welche Lösung es letztlich sein soll, entscheiden entweder persönliche Präferenzen oder – noch besser - die Ergebnisse der regelmäßigen Tests von Schutzprogrammen in der Fachpresse. Als unabhängige und stets recht aktuelle Auskunftsstelle in Sachen Virenschutz und dessen Leistungsfähigkeit hat sich darüber hinaus AV-Test etabliert.

 

 

Fast alle Programme sind auf Windows ausgerichtet

Das Gros der Desktop-Systeme läuft unter einer Windows-Version. Entsprechend sind die Anwender von Windows-Rechnern einerseits das bevorzugte Ziel von Angreifern, andererseits aber auch Hauptzielgruppe der Hersteller von Virenschutzsoftware.

 

Microsoft selbst gehört mit Windows Defender zu den Anbietern einer Schutzlösung. Das Programm, das sich in die Systemsteuerung integriert, zählt allerdings nicht zu den leistungsfähigsten Vertretern seiner Art.

 

Die weiteren Anbieter von Antiviren-Software für Windows aufzulisten würde quasi auf ein komplettes Branchenverzeichnis hinauslaufen. Denn wer sich der Aufgabe verschrieben hat, Virenschutzlösungen anzubieten - und damit Geld zu verdienen - ist im Windows-Marktsegment präsent.

 

 

Virenschutz für Linux, Mac OS und Co.

Kaspersky bietet Abwehrprogramme für unterschiedliche Plattformen. (Copyright: Kaspersky) Andere bekanntere Hersteller fahren eine Produktstrategie für mehrere Plattformen. Zwar ist die Anzahl der Viren, die auf Mac OS- oder Linux-Rechner abzielen, noch fast vernachlässigbar. Doch die Zahl der Schad-Software, die Geräte unter dem mobilen Betriebssystemmarktführer Android aufs Korn nimmt, steigt kontinuierlich.

 

Virenschutz für den Mac gibt es beispielsweise von Herstellern wie Avast, Avira, F-Secure, Kaspersky und Sophos. Linux-Systeme lassen sich mit Lösungen etwa von ClamAV oder auch AVG absichern.

 

Für Systeme, die unter Android laufen, ist die Anbieterpalette mittlerweile fast so umfangreich wie für Windows-Systeme. Entsprechend mischen die Großen der Branche auch bei den Schutzangeboten für die vorwiegend  mobilen Android-Geräte fleißig mit. Hierzu zählen die meist mit guten Testergebnissen aufwartenden Software-Versionen von Avira und Avast  , aber auch Lösungen von F-Secure, Symantec unter dem Namen Norton, Trend Micro oder auch GData.

 

 

Bezahlen oder kostenfrei nutzen?

Der kostenlose Virenschutz ClamAV ist für Windows und Linux verfügbar. (Copyright: ClamTK-Entwickler/ Wikimedia) Zahlreiche Anbieter bieten kostenfreie Versionen ihrer Virenschutzprogramme an - und zwar nicht nur für Windows, sondern auch für andere Betriebssysteme. Dabei handelt es sich im Gegensatz zu den zum Verkauf angebotenen Paketen um reine Virenerkennungs- und -Beseitigungslösungen. Zusätze wie etwa eine Firewall oder Erweiterungen zur Spam-Erkennung und zur Warnung vor Spyware fehlen. Für diejenigen, die meinen, darauf verzichten zu können oder die diese sicherheitsrelevanten Bereiche anderweitig abgedeckt haben, dürfte diese 'Konzentration aufs Wesentliche' also kein Grund sein, auf eine kostenpflichtige Version umzusteigen.

 

Was neben dem reinen Lieferumfang (und dem Verzicht auf die teilweise eingeblendete Werbung bei Gratisversionen) für die Bezahlversionen spricht, ist allerdings die Tatsache, dass diese in kürzeren Abständen mit Programmaktualisierungen, sprich neuen Signaturen, versorgt werden. Während sich die Gratisversion mit ein oder zwei Updates begnügt, kann es beim bezahlten Virenscanner schon einmal zu einem Dutzend neuer Signaturdateien am Tag kommen. Aus diesem Blickwinkel ist der Kauf eines Virenscanners, der letztlich nur mit ein paar Euro Kosten pro Monat zu Buche schlägt, durchaus eine sinnvolle Investition.

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