Vintage-Damenmode für Modebewusste: Shorts aus den 80ern

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Vintage-Damenmode für Modebewusste: Shorts aus den 80ern

Im Trachtenoutfit, als Sporthose, in der Freizeit und sogar im Dienst – die Shorts als Kleidungsstück hat sich in vielen Bereichen fest etabliert. Nachdem sie sich bereits in den 70er Jahren als tragbarer Alltagslook durchsetzen konnte, feierte sie in den 80ern in knalligen Neonfarben und luftigen Stoffen ihr langes Bestehen. Wer sich dem aktuellen Vintage-Trend nicht verschließen möchte, ist bei dieser Mode genau richtig.

Der Siegeszug der Kürzesten unter den Kurzen

Shorts für Frauen werden, je nach Region und ethischen Vorstellungen, als anstößig oder extrem sexy empfunden. Erste Modelle sind bereits aus der Bademode der 30er Jahre bekannt, doch waren sie noch lange nicht alltagstauglich. Erst in den 60ern, nachdem der Minirock zum Vorzeige-Look der westlichen Welt avancierte, traten Shorts in Form von Hot Pants ihren Siegeszug an. Mit der emanzipierten Frauenbewegung galt die Devise der Stunde: je kürzer, desto besser. Ihren Höhepunkt erreichten die knappen Höschen, als junge Damen die Beine einer Jeanshose so weit abtrennten, dass beim Tragen der selbst gemachten Hose ein Teil des Gesäßes sichtbar wurde. Jeans galt zudem als Lieblingsmaterial der Modeindustrie, doch auch Shorts aus Satin, die optisch der Damenunterwäsche glichen, zählten zu den Favoriten. Damit der sexy Look auch im Winter getragen werden konnte, kreierten Designer zur engen Hose die passenden Maximäntel. Diese umspielten herrlich die Formen der Frau und machten aus dem sommerlichen Outfit eine raffinierte Variante für den Winter. Auch der Trendwechsel von einzelnen halterlosen Strümpfen hin zur geschlossenen Strumpfhose erleichterte die Tragbarkeit in der kalten Jahreszeit.

Wer kann den Look tragen?

Zugegeben, an den spindeldürren Laufstegschönheiten sehen kurze Hosen immer attraktiv und anziehend aus. Doch im Gegensatz zu so manch anderem Kleidungsstück, können auch Frauen ohne Traummaße den kurzen Look tragen. Selbst mit Problemzönchen an Bauch, Beinen und Po kann unter den vielfältigen Modellen das richtige gefunden werden, ohne unnötig aufzutragen. Kräftige Oberschenkel werden am besten mit fließenden Stoffen und weit geschnittenen Hosenformen kaschiert, eine dunkle Farbwahl tut ihr Übriges. Mit der richtigen kurzen Hose lässt sich zudem hervorragend ein kleiner Bauch verstecken. Feste Materialien, wie Jeans oder Leinen und hohe Schnitte passen zu dieser Figur am besten. Einfarbige Varianten kaschieren zudem besser als feingliedrige Musterungen. Damit sehr schlanke Frauen nicht zu knabenhaft in der kurzen Hose wirken, sollten sie eher zu den ganz kurzen Shorts greifen. Knappe Schnitte zaubern eine weiblichere Figur. Falten am Bund und Taschen sorgen ebenfalls optisch für rundere Kurven. Auch kleine Frauen können in den knappen Shorts glänzen. Allein die kurzen Schnitte wirken vorteilhaft und mit hohen Schuhen kombiniert wirken die Beine noch um ein vielfaches Länger. Ob groß, klein, schmal oder vollschlank – für alle Figurtypen gilt: Bei delligen Beinen und Cellulitis tragen Sie eine Strumpfhose. Selbst eine hautfarbene Feinstrumpfhose kann Wunder wirken und zaubert eine glatte Linie. Für den Winter greifen Sie zur blickdichten Strumpfhose aus Strick.

Wie kreieren Sie den perfekten 80er-Look mit Shorts?

Schräg, schrill und laut – so präsentierte sich die stilprägende Mode der 80er Jahre. Auch Shorts mit Bundfalten in knalligen Farben oder verwaschene Jeans waren Teil dieser bedeutenden Modeepoche. Da sich Shorts allein bis heute in der Modewelt gehalten haben, sollten Sie für den richtigen 80er-Look auch den Rest der Kleidung stilecht kombinieren. Die Mode der 80er lebte von Kontrasten. Zu sehr kurzen Shorts oder hautengen Karottenhosen tragen Sie übergroße Pullover und lange Shirts. Sie können an der Seite einen Knoten in das Oberteil machen, dann kommt die kurze Hose besser zur Geltung. Einen besonderen Akzent setzen Sie mit einer taillenlangen, schwarzen Lederjacke und hohen Stiefeln. Auch knallige Bikerjacken setzen Sie richtig in Szene. Selbst zu eleganteren Anlässen können Sie die guten 80er-Shorts aus dem Schrank holen. Kombinieren Sie eine nicht allzu knappe Variante mit einer weißen Bluse mit Puffärmeln und Rüschen. Der dazu passende Blazer enthielt in den 80ern auffällige Schulterpolster. Wenn Sie es tatsächlich auf den originalen Look abgesehen haben, dürfen Sie auf die Polsterungen nicht verzichten. Allerdings erfordern diese zugegebenermaßen ein klein wenig Mut.

Accessoires, Schuhe und Frisur – die 80er sterben nie

Eine Vielzahl an Details der schrillen Mode hat sich bis heute gehalten. Wer ein typisches Outfit kreieren möchte, muss auch die Haare und den Schmuck mit einbeziehen. Böse Stimmen munkeln, der Stil der 80er Jahre hätte etwas mit der Vergrößerung des Ozonloches zu tun. Fakt ist allerdings, dass eine Dose Haarspray selten länger als einen Discoabend gereicht hat. Gewaltige Mähnen mit toupierten Locken und eine Dauerwelle bestimmten das allgemeine Straßenbild. Fixiert wurden die beeindruckenden Gebilde mit einer Wolke aus Haarspray.

Stiefeletten, Pumps und Overknee-Stiefel

Die teils recht gewagten Hosen werden mit flachen Stiefeletten kombiniert. Kleine Frauen sollten eher zu Pumps greifen. Besonders aufreizend wird der Look mit den typischen 80er-Jahre-Overknee-Stiefeln. In Wild- oder Naturleder werden Sie so zum Highlight auf jeder Party. Doch auch für den Alltag sind die Shorts sowohl im Sommer als auch Winter bestens geeignet.

Stulpen und Schweißbänder

Die klassischen bunten Stulpen an den Füßen und auch Handgelenken halten kuschelig warm. In der kalten Jahreszeit werden zudem Handschuhe zum Eyecatcher schlechthin. Mit abgeschnittenen Fingerkuppen an den Handschuhen werden Sie unverkennbar zum 80er-Girl. Besonders authentisch, heute allerdings weitestgehend aus der Alltagsmode verschwunden, sind die Schweißbänder für Stirn, Hand- und Fußgelenke. Vielleicht ist es an Ihnen, diesen Look wieder gesellschaftsfähig zu machen.

Halsketten und Broschen

Hinsichtlich der Schmuckauswahl dürfen Sie bei diesem Stil ganz tief in die Schatzkiste greifen. Groß, glitzernd und auffällig – hier ist beinahe alles erlaubt. Lange Halsketten wickeln Sie sich mehrfach um den Hals. Broschen und andere hervorstechende Details gehören ebenfalls ins 80er-Sortiment. Wichtig ist, dass Sie sich wohlfühlen und sich nicht wie eine verkleidete Faschingspuppe vorkommen.

Vintage-Shorts einfach selbst gemacht

Da Vintage heute zu den beliebtesten Trendrichtungen schlechthin zählt, wird es Ihnen nicht schwerfallen, das passende Modell im Handel oder online zu finden. Wenn Sie sich allerdings unbedingt von der Masse abheben möchten und das besondere Unikat haben wollen, können Sie auch ganz leicht selbst Hand anlegen. Werfen Sie einen Blick in Ihren Kleiderschrank, vielleicht finden Sie noch eine alte Jeans, die Sie dazu verwenden können. Sie können auch eine gebrauchte Jeans aus zweiter Hand erwerben. Denken Sie daran, dass die Hosen der 80er noch deutlich höher geschnitten waren als heutzutage. Hüfthosen und dergleichen kamen erst einige Jahre später auf den Markt. Haben Sie die richtige Jeans gefunden, können Sie gleich loslegen. Die langen Hosenbeine werden entfernt. Ziehen Sie die Hose am besten einmal an und entscheiden Sie so, welche Länge Ihnen steht. Idealerweise enden die Shorts etwa auf der Mitte Ihrer Oberschenkel. Die Elfen unter Ihnen können die Hose noch kürzer gestalten und die ganz Mutigen zeigen dabei sogar ein wenig ihres Podex´.

Schneiden Sie die Hosenbeine sorgfältig ab. Wenn die Fasern dabei etwas ausfransen, ist das nicht schlimm. So wirkt die Hose noch echter. Der fransige Look – Used-Look – mit Schürfungen und Rissen in der Hose kam ebenfalls in den 80ern auf. Nun ist das gute Stück fast schon fertig. Verzieren Sie die Hose mit Nieten, Strasssteinen, Fellapplikationen oder passenden Bügelbildern. Kombiniert mit einem glitzernden Gürtel haben Sie ein umwerfendes Unikat erschaffen, das Sie so sicher in keiner Boutique finden können.

Vintage-Shorts richtig auswählen und einkaufen

Retro- und Vintagemode ist dieser Tage aus keinem Kleiderschrank mehr wegzudenken. Die 80er dürfen dabei selbstverständlich nicht fehlen. Lässige Sweatshirts, coole Levis-Jeans und farbenprächtige Hot Pants bilden nur einen kleinen Teil der entspannten Mode. Auch bauchfrei kamen die knappen Höschen-Outfits sehr gut an. Da das Modejahrzehnt noch gar nicht so lange zurückliegt, ist es derzeit noch recht einfach, an die Originalteile zu kommen. Wer sich nur ungern der Kleidung aus zweiter Hand zuwenden möchte, kann natürlich auch auf Neuware zurückgreifen. Viele Designer entdecken den Look wieder für sich und bringen ihn in moderner Form zurück auf die Laufstege und auf eBay.

Statt der Jeansshorts können Sie auch zur flatternden Satin-Variante greifen. Bedenken Sie dabei, dass vor allem helle Pastelltöne leicht durchscheinend sein können. Dunkle Unterwäsche ist in diesem Fall ungünstig. Gerade bei Regen wird das leichte Material gerne zum unfreiwilligen Blickfang. Die eh schon kurze Hose klebt geradezu an Ihren Beinen und gibt unter Umständen mehr preis, als Ihnen lieb ist. Eine Alternative bieten gemusterte Shorts aus Leinen. Diese sind blickdicht, zaubern eine gute Figur und können mit vielen Teilen der 80er kombiniert werden. Polohemden galten damals als Statussymbol. Heute hingegen werden sie überall getragen und sehen immer noch sehr sportlich zur kurzen Hose aus.

Bequemer Tragekomfort war vor etwa 30 Jahren gang und gäbe und zeichnet den entsprechenden Look aus. Wenn Sie sich für eine Shorts entscheiden, überprüfen Sie im Spiegel, ob alles so sitzt, wie es sitzen soll. Bedenken Sie bei einer kurzen Hose, dass diese beim Sitzen oder Bücken noch einmal kürzer wird. Wenn Sie nicht zu viel Haut zeigen möchten, prüfen Sie das Trageverhalten schon - sofern möglich - vor dem Kauf, indem Sie einmal in die Hocke gehen. Authentische Mode ist oft reich an Verzierungen und Applikationen. Achten Sie darauf, dass der Nietenbesatz sorgsam verarbeitet wurde. Im Idealfall wurden die Nieten gestanzt. Bei Billigfabrikaten halten die kleinen Metallteile nur durch einen Textilkleber und können sich leicht lösen. Spätestens beim Waschen wird sich dieser Qualitätsunterschied bemerkbar machen.

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