Videoüberwachung für Jedermann – Geht das überhaupt?

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Im Grunde können wir diese Frage einfach beantworten: Ja, es geht!

Allerdings gehört dazu eben doch ein wenig Grundverständnis für die Zusammenhänge. Dieser kleine Ratgeber soll Ihnen dabei helfen, die richtigen Vorüberlegungen anzustellen.

Welche generellen Möglichkeiten in der Videoüberwachung gibt es eigentlich?

Wir als Planer klären mit unseren Kunden zuvor die nachfolgenden, grundsätzlichen Fragen:

  1. Lichtverhältnisse (Tag, Nacht oder Tag/Nacht)?
  2. Aussen oder Innen?
  3. Permanente Aufzeichnung oder Ereignisgesteuert?
  4. Analoge Überwachungskameras oder Netzwerkkameras (IP-Cams)
  5. Welche Grösse (LxBxH) hat das zu überwachende Areal oder Objekt?
  6. Wie viele Kameras benötigen Sie?
  7. Möchten Sie aus der Ferne, also über das Internet oder Ihrem Handy auf die Livebilder und/oder Aufzeichnungen zugreifen können?
  8. Bewegen sich im überwachten Bereich die Objekte schnell oder aufgrund der örtlichen Begebenheiten eher langsam?
  9. Wie viele Benutzer sollen gleichzeitig auf die Livebilder und Aufzeichnungen zugreifen können?


In unseren Projekten helfen die oben aufgeführten Fragen bei der Auswahl der richtigen Komponenten wie folgt:

Zu 1.)
Auswahl der Kamera mit oder ohne Infrarot-LED’s, bzw. Infrarotfilter oder zusätzlicher Einsatz von Infrarotstrahlern. Muss das Objektiv Infrarot-geeignet sein?

Zu 2.)
Welche IP-Schutzklasse benötigen die Überwachungskameras. Müssen darüber hinaus ggf. Schutzgehäuse mit Heizung und Lüfter zum Einsatz kommen?

Zu 3.)
Art und Kapazität vom Aufzeichnungsgerät: Es kommen in den meisten Fällen Computer mit PCI-Videoüberwachungskarten oder sogenannte DVR’s, also digitale Videorekorder zum Einsatz.

Zu 4.)
Unter anderem wichtig für die Auswahl der Verkabelung. Darüber hinaus gibt es noch weitere Gründe, die wir ggf. in einem weiteren Ratgeber einmal veröffentlichen werden.

Zu 5.)
Daraus kann zum einen die benötigte Anzahl der Überwachungskameras und zum anderen die richtigen Objektive ausgewählt werden.

Zu 6.)
Ähnlich wie unter Punkt 5. beschrieben ergibt sich auch die notwendige Anzahl der Überwachungskameras und die Anzahl der verfügbaren Kanäle einer Videoüberwachungskarte, bzw. eines DVR.

Zu 7.)
Welche Videomanagementsoftware oder welcher DVR muss zum Einsatz kommen? Nicht nur die Qualität der Aufzeichnung und die Bildrate ist für die korrekte Auswahl der Hardware entscheidend, sondern auch die zusätzlichen Möglichkeiten, wie der Fernzugriff.

Zu 8.)
Damit lässt sich die Bildrate kalkulieren, also wie viele Bilder pro Sekunde (Fps) aufgezeichnet werden müssen.

Dazu ein Beispiel:

Wenn Sie z.B. als Inhaber eines Autohauses eine befahrbare Strasse überwachen wollen, benötigen Sie mehr Bilder pro Sekunde (Fps), als wenn Sie einen, nur für Menschen begehbaren, schmalen Flur oder Eingangsbereich überwachen. Das liegt in erster Linie daran, dass ein Fahrzeug theoretisch mit z.B. 50 Km/h durch einen überwachten Bereich von z.B. 10 Meter fahren könnte. Das entspricht rund 13,8 Meter pro Sekunde. Damit Sie also mindestens auf einem der aufgezeichneten Bilder das Kennzeichen eindeutig erkennen können, müssen in dieser einen Sekunde genügend Bilder aufgezeichnet werden. Im anderen Fall ist das nicht notwendig, da die Geschwindigkeit eines Menschen durch natürliche und ggf. bauliche Einschränkungen begrenzt ist. In der Videoüberwachung gilt als grobe Faustregel: Eine Bildrate (Fps) ab 12,5 Bildern pro Sekunde nehmen wir mit unseren Augen als flüssige Bewegung wahr. Von Realtime, also vergleichbar mit dem Fernsehbild, wird bei einer Bildrate von 25 Bildern pro Sekunde (Fps) gesprochen.

Zu 9.)
Die Wahl der richtigen Videoüberwachungssoftware, bzw. Videomanagementsoftware oder eines geeigneten digitalen Videorekorder (DVR) wird unter anderem davon beeinflusst.


Fazit:

Die richtigen Komponenten für die persönlichen Anforderungen an die zu planende Videoüberwachung zu finden, ist nicht wirklich kompliziert. Aber dennoch sollte das Konzept in erfahrene Hände gegeben werden. Andernfalls passiert es schnell, dass Sie zunächst zwar einige Euro sparen, aber Ihre Videoüberwachung keine vernünftigen Ergebnisse liefert oder eben einfach nicht den kommenden Anforderungen genügt.

Das soll aber nicht heißen, was nichts kostet taugt auch nichts! Sondern Sie können in einigen Bereichen auch eher mehr Geld ausgeben, als Ihre Anforderungen es notwendig gemacht hätten.

Ein kleine Auswahl an Produkten zum Thema Videoüberwachung finden Sie in unserem eBay-Shop.

Weitere Informationen erhalten Sie direkt von unseren Beratern oder auf unser Website.

Lassen Sie sich kostenlos von uns beraten.


Ihr Team von Sicherleben24

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