Versteckte Kosten beim Null Euro DSL.....

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Achtung, Kleingedrucktes lesen!!!

Immer mehr Internet-Benutzer legen sich einen DSL-Anschluss zu. Damit geht das Surfen schneller, Dateien lassen sich in kurzer Zeit herunterladen. Und ein DSL-Anschluss kostet angeblich Null Euro. Das jedenfalls will uns die Werbung weiß machen, die wir in Zeitungen und Zeitschriften finden. Viele Verbraucher sind überrascht, wenn sie dann doch eine Rechnung bekommen.

Kostenstruktur: Es gibt unterschiedliche Kosten, die bei einem DSL-Anschluss anfallen können.
Die monatliche Gebühr für den Anschluss: Je nach dem wie "dick" die Datenleitung ins Internet sein soll, können die Gebühren für den Anschluss unterschiedlich sein. Ein DSL-1000er Anschluss kostet beispielsweise bei der T-Com 16,99 Euro im Monat und ist für Einsteiger und Normalsurfer ausreichend. Wer häufiger Musik und ab und zu mal Videos herunter lädt, zahlt für die doppelt so "breite" Leitung DSL-2000 ca. 19,99 Euro im Monat. DSL-6000 und mehr brauchen nur die Powersurfer und wer Fernsehen möchte übers Internet.

Verbrauchsabhängige Gebühren: Gebräuchlich ist eine Abrechnung nach Datenvolumen. Das heißt im Prinzip, je mehr Daten (Webseiten, Musikstücke, Videos) aus dem Internet geladen werden und ins Internet geschickt werden (Fotos per E-Mail), desto teurer kann es sein. Viele Firmen bieten an, dass für einen monatlichen Grundpreis ein bestimmtes Datenvolumen frei ist. Ein Normalsurfer sollte mit 1-2 GB monatlich auskommen. Eine so genannte Flatrate bietet unbegrenztes Surfen zu einem Pauschalpreis, also egal wie viel Sie rauf- oder runterladen.

Internet-Telefonie: Häufig wird im Paket auch angeboten, dass der Benutzer kostenlos telefonieren kann. Oft steht im Kleingedruckten, dass nur die Gespräche zwischen Kunden des selben Anbieters untereinander wirklich gebührenfrei sind. Für einen Pauschalpreis kaufen viele eine "Telefon-Flatrate". Doch eingeschlossen sind zumeist nur Gespräche ins deutsche Festnetz. Kosten können weiter entstehen für Gespräche in Mobilfunknetz, für Sonderrufnummern (0180xx, 0900xx) und ins Ausland. Hier können die Gebühren zum Teil deutlich höher liegen, als bei Sparvorwahlen.

Vertragsabschluss: Manche Anbieter lassen es sich bezahlen, dass man Kunde werden darf. Diese Einrichtungsgebühren können durchaus 50 Euro betragen. Bei einem Zweijahresvertrag macht das einen umgerechneten Monatsaufschlag von ca. 2 Euro.

Laufzeit: Häufig binden sich die Kunden mit einem heute günstig erscheinenden Angebot über zwei Jahre an den Anbieter. Das kann auf Dauer ganz schön teuer sein. Keiner vermag die Kostenstruktur in zwei Jahren vorhersagen. Dann können zum selben Preis deutlich mehr Features inbegriffen sein. Wechseln können Sie dann allerdings erst nach Ablauf der Vertragszeit. Binden Sie sich also so kurz wie möglich, um auf aktuelle Angebote reagieren zu können.

Kostenlos kann teuer sein: Wenn Sie einfach nur kostenlos über einen DSL-Anschluss telefonieren wollen, kann das ganz schön ins Geld gehen. Denn Sie brauchen in aller Regel dafür einen Festnetzanschluss. Den gibt es zum Beispiel für 15,95 Euro bei der T-Com. Der "kleinste" DSL-Anschluss beim selben Anbieter kostet noch mal 16,99 Euro. Dazu können Kosten für eine Telefon-Flatrate von ca. 9,99 Euro kommen. Zum Vergleich: zum selben Preis von 27 Euro monatlich können Sie mit Sparvorwahlen (Call-by-Call) ca. 30 Stunden ins deutsche Festnetz telefonieren, also jeden Tag eine Stunde. Der DSL-Anschluss zum Telefonieren lohnt sich also nur, wenn Ihre Gebühren stets darüber liegen.

Unterm Strich: Die Tarife der unterschiedlichen Anbieter zu vergleichen erscheint wie eine Herkules-Aufgabe. Ein echter Vergleich ist angesichts der vielen Tarifmodelle kaum möglich. Noch schwieriger wird es, wenn bei einem Anbieter die benötigten technischen Zusatzkästchen (Router) im Preis mit drin sind und bei einem anderen extra bezahlt werden müssen. Manchmal hilft es da, die Gesamtkosten für die Laufzeit des Vertrages zu addieren, also Gebühren für die Einrichtungsgebühr plus die monatlichen Kosten plus Kosten für Technik und daraus die tatsächlichen monatlichen Kosten zu ermitteln. So erhält man eine relativ objektive Vergleichsgröße.

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