Versandkosten und ihre 3 Varianten...

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Hallo liebe Ebayer,

auch mit diesem Erfahrungsbericht möchte ich hier einige hoffentlich hilfreiche Tips hinterlassen bezüglich des Phänomens "Versandkosten und 3 ihrer verbreiteten Varianten"

vorab muss ich offen und ehrlich gestehen, das sich mein Vertrauen, bezüglich Auktionen sowohl als Käufer sowie auch als Verkäufer aufgrund sehr böser gemachter Erfahrungen,  so ziemlich 3 Meter unter dem Fundament eines Kellers befindet. Dennoch werde ich mich bemühen, meine Tips und Erläuterungen  nicht auf den Einzelfall zu beziehen und diese so neutral wie nur möglich zu halten.

Die derzeitig von Verkäufern angegebenen Versandkosten für ihre Artikel kann man bald schon mit unseren aktuell steigenden und fallenden Bezinpreishikhak vergleichen!
So fallen mir hier besonders  immer wieder 3 Varianten der Versandkosten auf, wobei mir selbst bisher unklar ist welche der 3 Varianten augenblicklich den höchsten Rang in der Beliebtheitsscala belegt!

Aus meinen bisherigen Erfahrungen resultierend, möchte ich folgendes dazu näher erläutern:

Beispiel 1:
Viel zu hohe und überzogene Versandkosten geben manchmal schon Aufschluss über die Seriösität eines Geschäftspartners. Es spricht nicht gerade für einen fairen Verkäufer wenn dieser in den viel zu hoch veranschlagten Versandkosten versucht einen etwaigen Differenzbetrag zwischen Angebotspreis und dem tatsächlichen Wert des Artikels zu erschleichen oder eventuell auch noch seine entstandenen Angebotskosten für das Einstellen der Ware mit ab zu setzen versucht!
Nicht selten endet ein Angebot das Anfangs noch als Schnäppchen unter Beobachtung gesetzt wurde, als teurer Spaß.
Deshalb mein TIP bevor ihr bietet:
ist der Artikel und das Angebot noch so verlockend, nehmt euch die Zeit und lest euch die Artikelbeschreibung genau durch! Bei dem ganz klein gedruckten und etwaigen Agb`s oder "Mich- Seiten, solltet ihr besonders darauf achten, ob euch bei Reklamation und Rücksendung auch wirklich die vollen von euch im Vorfeld geleisteten Versandkosten oder womöglich nur die tatsächlich anfallenden Kosten die euch bei Rückversand entstehen würden rückerstattet werden?

Ein ganz banales und frei erfundenes Beispiel wäre:
Ihr habt ein  Bekleidungsstück (Neuware) für einen Schäppchenpreis von 1,- € erworbenen, habt aber  20,- € Versandkosten bezahlt.
Mit dem Kauf dieses Artikels bei dem Verkäufer habt ihr seine Agb`s oder sonstiges in seiner Artikelbeschreibung anerkannt.
Der Verkäufer erklärt in seinen AGB´s das bei Reklamationen oder Rücksendungen die nicht aufgrund eines Fehlverhaltens seitens des Verkäufers entstanden sind die Rück - Versandkosten von dem Reklamierenden selbst zu tragen sind.
Bei entstandene Fehler durch den Verkäufer, dem Käufer aber ein Umtausch kostenfrei zugestellt werden würde.
Liest sich auf den ersten Blick gesehen seriös, und nachvollziehbar,
(Doch in vielen Fällen wird dann eine Zustellung zu handelsüblichen Versandpreisen verschickt)!

Beim auspacken stellt ihr fest, das euch (beispielsweise) eine falsche Größe zugesandt wurde,  lt. den AGB`s des Verkäufers also sein Verschulden.
Fazit: Reklamation und Rückversand ist somit meist unumgänglich, allerdings wären die 20,-€ Versandkosten welche ihr anfangs an den Verkäufer bezahlt habt in den meisten Fällen verloren.

Die Arglist in meinem (frei erfundenen) Beispiel liegt darin, das sich der Verkäufer durch die viel zu hoch veranschlagten Versandkosten nicht nur einen eventuellen Differenzbetrag zwischen dem Verkaufspreis und dem tatsächlichen Warenwert erschleicht, sondern sich dieser zudem noch zusätzlich eine deftige Provision sichert!
Eine grobe Aufrechnung sähe dann vielleicht so aus:
Beispiel:
Neuware Shirt = 7,00 € Warenwert
Verpackung +Versandkosten = 2,20 €
kämen wir auf eine Gesamtsumme von 9,20 € / Gewinn des Verkäufers in meinem Beispiel = 11,80 €
je verkauftes Shirt!
Also Vorsicht bei Artikel zu Schnäppchenpreise mit horenden Versandkosten!

Beispiel 2 das Mittelmaß:
Etwas höher angegebene Versandkosten als jene, wie sie tatsächlich und aktuell von dem jeweiligen Versandunternehmen erhoben werden.
Hierzu sei folgend angemerkt:
Dem Verkäufer enstehen tatsächlich mehr Kosten als nur die, welche das jeweilig angebotene Versandunternehmen erhebt.
Zum einen der Zeitaufwand an sich, der daraus bestehen sollte das z.B.ein angebotenes gebrauchtes Shirt gewaschen (also rein) und manchmal auch . - oder evtl. vor Versand gebügelt wird.
Zum anderen eine ordnungsgemäße Verpackung, wobei ebenfalls für den Verkäufer zusätzliche Kosten enstehen können.
Beispiel : Maxiumschlag... gepolsterten Versandtaschen, oder einfaches Packpapier und Klebeband, all das sind zwar nur kleinere Beträge, summieren sich aber schnell.
und zu allerletzt der Weg / die Fahrt mit dem eigenen PKW zum jeweilig angebotenen Versandunternehmen wobei entweder wiederum eine Zeitaufwendung entsteht und bei Fahrten mit einem PKW auch Benzinkosten.
Ich persönlich halte einen Aufschlag  zwischen 1,50 € bis 2,50 €  von dem Verkäufer bei Versand von Warensendungen oder Päckchen für angemessen.

Mein Tip: Jeder sollte für sich selbst entscheiden wie hoch er seinen eigenen Aufwand bemessen würde, bei Berücksichtigung der Aufwendungen welche mit einem ordnungsgemäßen Versand verbunden sind, bevor er eine nicht ganz so tolle Bewertung für einen Verkäufer bezüglich "angemessener  Versandkosten" abgibt weil die Versandkosten etwas höher als die ihm bekannten Kosten ausfielen.

Zu allerletzt möchte ich nun noch die 3. Variante der Versandkosten kurz anschneiden:
Hierbei handelt es sich meistens um die preiswerteste Variante, welche allerdings meist als unversicherte Warensendung / Päckchen angeboten wird.

Mein persönlicher Tip:
Bei dem derzeitigen Aufkommen an dem bereits bekannten betrügerischen Vorgehensweisen einiger wirklich abgebrühten Zeitgenossen, kommt für mich persönlich ein unversicherter Versand von Warensendungen oder Päckchen  als Käufer nicht in Frage!

Bekanntlich gab es schon unzählige Beschwerden und Unstimmigkeiten weil zum einen vom Empfängern behauptet wurde das die Ware nie angekommen sei ... zum anderen aber auch der Versender den Versand einfach unterlassen hatte ohne das diesem ein schuldhaftes Vergehen wirklich nachgewiesen werden konnte! ( letzteres habe ich im Jahre 2006 schon erfahren müssen :( ich warte heute noch auf meine, lt. Verkäufer, angeblich versandte Ware!

im Falle eines unversicherten Versandes lassen sich folgende Aspekte schwer oder gar nicht nachweisen:

a) Empfänger behauptet Ware trotz Zahlung nie erhalten zu haben, wer haftet?
b) Versender versichert die Ware abgeschickt zu haben, Aussage gegen Aussage?
c) wer haftet nun? Wer bekommt Recht?

Übersteigt der Kaufpreis des Artikels deutlich eine eventuelle Einsparung von ein bis zwei Euro Zusatzkosten für einen versicherten Versand, sollte sich jeder genau überlegen welche Form des Versandes für ihn in Frage kommt und ob die Einsparung dieses Bagatellbetrages das darauf folgende  Ärgernis wirklich Wert ist!

bei versicherten Versand hat jeder Käufer die Möglichkeit bei dem Verkäufer die Auftragsnummer + Quittungsnummer des getätigten Versandes zu erfragen, so kann man online meist auch nachverfolgen wo sich die Sendung augenblicklich befindet, ob der Versand wirklich erfolgt ist und auch wann! Gleichwohl sind bei dieser Versandart die Artikel bei verlorengehen auf / während des Postwegs (wohlgemerkt nicht vor dem Postweg !!! ) versichert, sodaß in einem solchen Fall mit einem eventuellen Schadensersatz gerechnet werden darf.

liebe Ebayer, ich habe mir für Euch die Zeit genommen meine Erfahrungen und Tips hier nieder zuschreiben, würdet ihr euch bitte die Zeit nehmen diesen Artikel zu bewerten?
Mir wäre es wichtig in Erfahrung zu bringen ob meine Ratgeber hilfreich sind und sich der Zeitaufwand für das Verfassen lohnt
und der Sache auch wirklich dienen .

Dankend verbleibend

mfg eure moments12
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