Versandkosten und Versandzeit

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Liebe eBayer/innen,

ich habe mich entschloßen, nun doch noch zwei weitere Ratgeber zu schreiben. Diesen hier, und später folgt dann noch einer zum Thema Bewertungen.

Jetzt aber zu den Versandkosten und der Versandzeit.

Nicht das jetzt ein falscher Eindruck entsteht, ich will mich nicht beschweren, da ich, zum Glück, in dieser Beziehung als Verkäuferin, noch keine schlechten Erfahrungen gemacht habe, ich hoffe das bleibt auch so :-).

Was mich vielmehr bewegt hat diesen Ratgeber zu schreiben, ist die Tatsache, das ich wieder einmal in vielen negativ und neutralen Bewertungen die Begründung gelesen habe z.B.: "... Versandkosten 2,20 Euro, und für 1,65 Euro verschickt...".

Lassen Sie mich erstmal erklären, warum ich diese Bewertungen lese. Da ich ja nicht nur Verkäuferin bin, sondern auch Käuferin, schaue ich natürlich bei Waren, die mich interessieren und der Verkäufer keine 100% Positiv hat, warum er zumindest 1 Negativ-Bewertung hat. Ich denke, das macht jeder.

Und dann lese ich die Bemerkungen mit den Versandkosten. Ich finde das schon recht unfair von Käufern, deswegen eine Neutrale oder gar Negativ-Bewertung zu geben. Jeder Käufer weiß um die Versandkosten vor seiner Gebotsabgabe (die sind immer angegeben) und jeder Käufer hat immer zwei Optionen die, seiner Meinung nach überhöhten, Versandkosten zu umgehen (davon mache ich persönlich häufiger gebrauch):

1. ich kann den Verkäufer anschreiben, um ihn zu bitten eine günstigere Versandart zu wählen - viele versenden auch Kleinwaren als Päckchen - 

und

2. wenn er darauf nicht eingeht, biete ich eben nicht. Aber sich hinterher darüber zu beschweren, finde ich, wie schon gesagt, ziemlich unfair.

Und manchmal kommt mir dann der Verdacht, das diese Käufer denken, das die Versandkosten nur das Porto darstellen. Aber es sind  eben Versandkosten, nicht nur Portogebühren. In den Versandkosten sind auch immer Versandmaterialien enthalten.

Ich berechne dafür z.B. 5 - 10 Cent. Und davon kaufe ich auch wirklich das Versandmaterial. Was zu 95% aus Luftpolsterumschlägen besteht. Die restlichen 5% beinhalten die Verschlußklammern und Packband. 

Bei Päckchen und Paketen finde ich 5,- € und 8,- € auch zuviel. Dafür berechne ich z.B. nur die Portokosten. Wenn ich Päckchen versende, brauche ich keine Versandmaterialien zu kaufen. Kleine und auch größere Päckchen bekommt man, in jedem Schuhgeschäft umsonst, oder im Supermarkt, oder, oder, oder... da sind der Auswahl fast keine Grenzen gesetzt.

Was mir vor Kurzem allerdings passiert ist, hat mich auch ziemlich verärgert, und da gebe ich dann auch neutrale (eine negative Bewertung ausschließlich wegen der Versandkosten finde ich grundsätzlich für unangemessen) Bewertungen.

Ich habe mir mal wieder Tarot-Karten (meine Leidenschaft :-D) gekauft. Es waren Gebrauchte mit einem Begleitbuch. In den Versandkosten waren 3,90 € für ein DHL-Päckchen angegeben. Fand ich angemessen, denn, gerade weil es gebrauchte Karten waren, sollten die auf dem Transport nicht mehr Schaden nehmen (jeder weiß, das die Post mitunter ein "wenig grobmotorisch" mit den Waren umgeht :-D). Was dann hier ankam, war ein gebrauchter Papierumschlag als Büchersendung für 0,85 € deklariert, die Karten lose darin und der Umschlag schon eingerissen. Die Verkäuferin daraufhin angeschrieben, hielt es noch nicht einmal für Nötig mir zu antworten. Das fand ich wirklich "Porto-Abzocke" in Reinkultur. Und wie gesagt, dementsprechend fiel auch meine Bewertung aus.

Und nun noch etwas zu der Versandzeit, was auch etwas mit der Versandart zu tun hat.

Auch da nehme ich mich mal wieder als Beispiel :-).

Da lese ich jetzt immer öfter entweder schon in den Angeboten, z.B.: "... da sich in letzter Zeit die Verluste bei Waren-/Büchersendungen durch die Post häufen ... nur noch versichert ..." (in den meisten Fällen dann zu 4,50 €).

Ich versende ausschließlich mit der Post und ich kann mit gutem Gewissen behaupten, das noch nie eine Sendung verloren gegangen ist. Weder eine die ich versendet habe, noch welche die ich bekommen habe (mit der Post). Wenn mal eine Sendung nicht ankam (bei Waren die ich bekommen sollte), schob man die Schuld auch der Post zu. Aber nachdem ich die Verkäufer (es waren bisher nur zwei) angeschrieben habe, kam drei Tage später die Ware hier an. Angeblich sei die Ware verloren gegangen und man hätte dann die gleiche Ware noch einmal geschickt. Merkwürdig daran war nur, das es sich um Einzelstücke handelte ... Sie wissen was ich meine?

Allerdings sind schon drei Sendungen, die ich bekommen sollte, durch private Versandanbieter, nicht angekommen. Und ich bin mir sicher, das diese Verkäufer sie wirklich versendet haben. Sicher sind drei Sendungen nicht viel, aber drei zuviel für mich.

Die Versandzeit kann bei der Post allerdings schon variieren. Waren-/Büchersendungen sind meist ein, zwei Tage länger unterwegs. Das liegt daran, das diese Sendungsart mit vergünstigtem Porto versehen, auch nachrangig bearbeitet wird. Das heißt, die Sendungen werden erstmal bei der Post gesammelt. Aber die, wie bei der Post angegeben 10 Tage Laufzeit, habe ich auch noch nie erlebt.

Anhand meiner detaillierten Bewertungspunkte kann ich sehen, das auch bei mir ein paar Käufer mit Versandkosten- und zeit nicht 5***** zufrieden sind, aber dennoch denke ich, das ich durchaus ein vernüftiges Maß gefunden habe. Und wenn sich auf dem Postamt herausstellt, das ich doch günstiger versenden kann, so tu ich das natürlich und der Käufer bekommt garantiert das zuviel gezahlte Porto mit zurückgesendet. Allerdings kommt das nicht so häufig vor, da ich doch ganz gut einschätzen kann, wie ich welche Waren zu versenden habe.

Ich wünsche mir, das einige Käufer darüber nachdenken werden, bevor sie neutral oder negativ bewerten.

Und ich wünsche mir, das einige Verkäufer ihre, zugegebenermaßen wirklich überhöhten, Versandkosten nochmal überdenken.

 

Und die Moral von der Geschicht, "versau's" Dir mit den (Ver)Käufern nicht!

 

In diesem Sinne

Ganz liebe Grüße

Anna (karenina25)

 

Nachtrag 03.09.2009:

Leider gab es jetzt doch den ersten Verlust eines Päckchen zu beklagen. Nicht das ich das entschuldigen möchte, aber bei weit über 1000 Sendungen (inkl. der, die ich bekommen habe) ist dieser Schnitt immer noch besser, wie bei den privaten - aus meiner ganz persönlichen Erfahrung.

Liebe Grüße

Anna (karenina25)

Noch 'n Nachtrag:

Im nach hinein hat sich heraus gestellt, das die Käuferin das Päckchen wohl doch bekommen hat. Da sich die "Verluste" der Päckchen auf diese Käuferin konzentriert haben, wurde ich von ein paar anderen Verkäufern angeschrieben, ob ich auch den Kaufbetrag erstattet hätte ..., da war relativ klar, das eben besagte Käuferin für sich die "günstigste" Art des eBay-Handels heraus gefischt hat. Nun ja, "shit happens" :-).

 

Liebe Grüße

Anna (karenina25) 

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