Versandabzocke bei Leichtgewichten im Normalbrief?

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Hallo User,

es ist wieder eine steigende Unsitte an der Vorgabe der Versandkosten für kleine, flache und sehr leichte Münzen für unversicherten Normalbrief festzustellen.

Gerade unter den privaten Verkäufern kann man sehr gut beobachten, das Porto in keiner Relation zum ersteigerten Artikel und der Versandart steht. So werden Kleinmünzen mit einem maximalen Gewicht von bis 5 Gramm und einer Höhe von 1mm mit Versandkosten für unversicherten Normal Brief in Höhe von

1,60 Euro bis zu 2,80 Euro angegeben.

Diese Münzen werden oft nur für einen Euro versteigert. Sollen hier die Versandkosten den entgangenen Gewinn erbringen? Der Gipfel an Dreistigkeit ist dann noch, das bei Mehrfachkäufen wo sich das Gewicht durch 2 - 3 Münzen zusätzlich nur geringfügig ändert, aber dann die Versandkosten sich für unversicherten Briefversand auch nochmal erhöhen. Und hier spreche ich nicht von 10 Cent/Auktion.

Mit welchen Mitteln läßt sich das rechtfertigen? Achtung! Ich spreche hier noch immer vom erfolgten Versand im unversicherten Normalbrief.

Ein Beispiel von mir, das Ihr sicher auch so oder ähnlich erlebt habt:

  • ersteigert: 1 Kreuzer Bay 1862 (Gewicht >2 Gramm) ersteigert für 1 Euro - Versandkosten 1,60 Euro
  • erhalten: Normalbrief ( 0,55 Euro Porto) gefalltetes Blatt mit ersteigerter Münze, lose inliegend.

Und hier kann man die Verkäufer in 3 Gruppen einteilen wenn man wegen anderer Versandkosten höfflich nachfragt, in:

  1. Verkäufer die nicht auf Anfragen wegen der Versandkosten reagieren,
  2. Verkäufer die sich sehr stark über die Anfrage aufregen, hamlose Äußerungen sind da noch: "das war alles vorher klar "oder "bleibt wie in Auktion beschrieben" und
  3. Verkäufer die freundlich und einsichtig reagieren und ein neues Versandangebot unterbreiten.

Da nutzt es auch nichts wen ich dann positiv Bewerten muß (Verkäufer 1 und 2) weil die Ware und Abwicklung in Ordnung waren. Andere User schauen bevor sie ersteigern auf die Positiven Bewertungen und nicht auf die Sterne, denn diese werden nicht in der Auktion angezeigt.

Wenn Ihr etwas Zeit findet schaut mal in die Rubriken: Münzen Altdeutschland, Notmünzen, Mittelalter oder ähnliche. Und hier vor allem bei Einzelmünzen. Wie kann man diesem Einhalt gebieten? Leider reagiert der Support sehr Verhalten damit oder ist so langsam, das die Auktionen bereits zu Ende sind. Sicher können nicht alle Meldungen umgehend bearbeitet werden aber wenn bei all diesen Auktionen kein Gebot mehr abgegeben wird verliert auch das Auktionshaus Geld von dem es existiert.

Hier sollte sich schnellstens etwas ändern.

Eine Möglichkeit wäre die Begrenzung des Betrages auf die angegebene Versandart wie bei größeren Artikeln bereits erfolgt.

Das es auch wirklich anders geht zeigen einige TOP Privat- und Gewerbliche- Verkäufer. Hier werden mehrere Münzen z. Bsp. in ein Pappstück eingeschoben und als ein Brief für ein sehr angemessenes Porto von 60 Cent bis 1 Euro versendet.

Wenn das bei gewerblichen Verkäufern, die noch Nebenkosten haben, möglich ist, sollte es bei Privatverkäufern erst recht möglich sein: die Portokosten angemessen zu gestallten.

Solange es keine Handhabung durch eine bessere Definierung der Kosten durch eBay gibt, bleibt uns nur:

  •  auf solche Anbieter und deren Angebote zu verzichten und
  • Meldungen wegen zu hoher Versandkosten an eBay weiter zugeben - was eigendlich wenig Sinn macht, da ja im Vorfeld niemand weis ob sich der Verkäufer auf ein besseres  bzw. faireres Porto einläßt und dann ja bereits die Auktionsbedingungen durch das Gebot, angenommen wurden.

Vielen Dank für Ihr Interesse und als Tipp: Immer schön auf die Versandart und deren Versandkosten in Relation zum ersteigerten Artikel achten.

Wenn Ihnen der Ratgeber als Sinnvoll erscheint, würde ich mich über eine Bewertung sehr freuen.

joerg_heidrich

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