Versand gegen Rechnung und Zahlungsprobleme

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Wer kennt das nicht? Bestellen Sie heute und zahlen Sie auf Rechnung innerhalb der nächsten ...Tage?

Manchmal ist das Angebot so verlockend, und obwohl das Geld nicht wirklich da ist...3..2..1...meins!

Und nun, was mache ich mit der offenen Rechnung?

Zunächst sollte man es versuchen, mit dem Verkäufer Kontakt aufzunehmen und die vorgegebene Frist verlängern. Die große Zahl aller gewerblichen Verkäufer wird zustimmen, denn lieber das Geld irgendwann haben, als eventuell überhaupt nicht!

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, mit dem Käufer Raten zu vereinbaren. Es spricht viel dafür, warum ein gewerblicher Verkäufer diese Möglichkeit eben so zustimmt. Zum Einen kann er davon ausgehen, dass er den Rechnungsbetrag letztendlich doch bekommt. Zum anderen bedeutet eine Eskalation durch die Einleitung von rechtlichen Schritten für den Verkäufer weitere Arbeit und Kosten.

In der Regel kennt der Verkäufer die finanzielle Situation des Käufers nicht. Er muss zuerst die Kosten eines Rechtsanwaltes, Mahnbescheides etc. selber tragen. Schließlich kann es schon vorkommen, dass er Recht bekommt aber kein Geld! Mit einem Vollstreckungstitel in der Tasche aber ohne Vollstreckungsmöglichkeit beim Schuldner kann der Verkäufer nun die offene Forderung endgültig vergessen.

Auf der anderen Seite bedeutet die Eskalation durch die Einschaltung von rechtlichen Instanzen nie etwas Gutes für den Käufer. Er kann gezwungen sein, eine eidestattliche Versicherung abzugeben. Das bedeutet, dass er versichert, über kein Vermögen zu verfügen und darf in der Zukunft keine Schulden mehr machen. Im Übrigen kann eine erneute Bestellung auf Rechnung mit bereits vorhandener eidestattlichen Erklärung zu einer Betrugsanzeige führen!

Ferner kann ein Gerichtsvollzieher eines Tages an der Tür stehen, ein Erlebnis, das man seinen Kinder ganz bestimmt ersparen will. Dieser Vollstrechungstitel gilt für 30 Jahre. Das bedeutet, dass der Gerichtsvollzieher beim Schuldner 30 Jahre lang auftauchen kann. Mit jedem Besuch steigt der Forderungsbetrag. Eine Bestellung für 20 Euro kann ganz plötzlich zu 200 Euro Angelegenheit und sogar mehr werden.

Desweiteren bekommt man eine negative Schufa, die man in der Regel später sehr bereut und ganz schwer los kriegt. Eine negative Bonität hat Konsequenzen und wer sich später selbstständig machen will oder einen Kredit braucht, kann es schlicht und einfach vergessen. Zudem verlangen viele Vermieter eine Schufa Auskunft. Ich kenne aus meinem Umfeld ein Fall, in dem ein junger Mann einen Ausbildungsplatz erhalten hat und konnte im Ausbildungsort keine Mietwohnung auf Grund negativer Bonitätsauskunft finden.

Daher sollte man es in allen Mitteln versuchen, mit dem Verkäufer zu kommunizieren, um den Betrag durch Ratenzahlung über einen längeren Zeitraum zu begleichen bzw. die Zahlungsfrist zu verlängern. Emails und Mahnungen zu ignorieren verärgert nur den Verkäufer. Er wird nach einer Weile vom Betrug ausgehen und kann dies anzeigen.

Natürlich ist das sehr empfehlenswert nicht zu kaufen, wenn man keine Kohle hat...aber diese Tatsache ist jedem bekannt.

...und bevor ich es vergesse...soltet ihr diesen Beitrag hilfreich finden, so bitte ich um eure Empfehlung. 

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