Vermehren mit Stecklingen

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Sind Sie Besitzer geliebter Pflanzen, wie etwa schöne Fuchsien, die prächtig gedeihen und die Sie gern sortenecht vermehren möchten? Das geht ganz kostenlos und einfach, wie Fuchsienspezialistin Gudrun Kleinau weiß: „Dazu nehmen wir einen Kopfsteckling, das sind die jungen Triebe, die nicht verholzt sind, und die schneiden wir unterhalb eines Knotens ab.“ In die angefeuchtete Anzuchterde macht sie ein Loch, steckt den Steckling hinein, drückt leicht an und setzt rechts und links am Topfrand ein Stöckchen. Dann stülpt sie eine Folie, zum Beispiel einen Gefrierbeutel, darüber, so dass eine gespannte Luft entsteht, das heißt, die Luft wird dann mit Feuchtigkeit gesättigt. Hell und warm, aber vor praller Sonne geschützt, dauert die Wurzelbildung zwischen zwei und acht Wochen.

Nach acht Wochen haben sich bei den Stecklingen neue Triebe gebildet. Damit die neuen Fuchsien schön buschig werden, knipst Gudrun Kleinau die Spitzen aus. „Aus diesen kann man dann auch wieder neue Stecklinge noch machen“, sagt Gudrun Kleinau. Stecklingsvermehrung ist nicht nur bei Fuchsien derart einfach und erfolgreich. Probieren Sie es aus!

Stecklinge vom Buchsbaum

Jetzt ist auch die richtige Zeit, um Stecklinge vom Buchsbaum zu machen. Dabei wird 1 bis 2 Zentimeter ins Holz vom Vorjahr geschnitten. Eventuelle Seitentriebe entfernen und an der Basis ein paar Blätter abstreifen, anschließend werden noch die Triebspitzen eingekürzt. Profis stecken die Buchstriebe in Schalen mit sehr feuchter Perlite, einem aufgeschäumten Gestein in Flockenform aus dem Baumarkt. An einer schattigen Stelle werden sich in den nächsten Monaten neue Wurzeln bilden. Damit das Substrat nicht so rasch austrocknet, kann man einen durchsichtigen Deckel aufsetzen. Das Ergebnis: junger Buchs – für eine preiswerte Gestaltung des eigenen grünen Zimmers!

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