Verbrenner Modell - Erste Hilfe!

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Tipps zum Verbrennermotor einstellen


Das Beste ist: Kommen Sie bei uns im Race-Center vorbei ( 01665 Munzig Talstrasse 1 - Hotline 035244-49433 Öffnungszeiten von Dienstag - Sonntag zwischen 10 und 21 Uhr )! Wir erklären Ihnen persönlich unter praktischer Anleitung wie man einen Verbrenner - Motor auf ihrem Fahrzeug einstellt! Wenn dies nicht möglch sein sollte, dann dürfte diese Anleitung im Folgenden eine perfekte Anleitung sein:

Das Einstellen eines Verbrennermotors sollte gekonnt sein, denn wer seinen Motor nicht gut einstellen kann, wird nie gute Leistungen erreichen, sich mit einem schlechten Leerlauf ärgern müssen und wird desöfteren Motorüberhitzungen haben. Daher nutzt einem auch kein vollgetuntes Auto, wenn man mit der falschen Einstellung fährt, kann man einfach keine Rennen gewinnen.

Die Einstellschrauben am Vergaser:

Die Einstellschrauben am Vergaser sind die Basis für die Einstellung. Und hier trennen sich auch schon die Verschiedenen Vergasertypen. Denn es gibt Vergaser, die haben nur 2 Schrauben (Düsennadel, Leerlauf Luftbegrenzungsschraube) und dann gibt es welche die haben drei Schrauben (Düsennadel, Leerlauf Luftbegrenzungsschraube, Teillastnadel). Doch nun möchte ich hier erstmal die verschiedenen Einstellschrauben erklären.

Hauptdüsennadel:

Das ist die wichtigste Einstellschraube am Vergaser. Diese Schraube regelt nämlich den Sprit der in den Vergaser kommt, was die Leistung sehr beeinflusst. Wenn man die Hauptdüsennadel in Uhrzeigersinn dreht, bekommt der Vergaser weniger Sprit, das heißt der Motor bekommt ein magereres Luft – Sprit Gemisch und hat somit mehr Leistung jedoch eine höhere Temperatur, dreht man die Hauptdüsennadel gegen den Uhrzeigersinn bekommt der Motor ein fetteres Luft – Sprit Gemisch. Dadurch verliert er zwar sehr stark an Leistung, hat aber eine bessere Schmierung und bleibt somit bei niedrigerer Temperatur. Zwischen diesen beiden extremen muss man einen guten Kompromiss aus Leistung und Temperatur finden.

Leerlauf Luftbegrenzung:

Die Leerlauf Luftbegrenzungsschraube ist ein mechanischer Anschlag der die Größe des Spalts des Drosselkükens im Leerlauf bestimmt. Wird die Schraube im Uhrzeigersinn gedreht, steigt die Leerlaufdrehzahl, wird sie gegen den Uhrzeigersinn gedreht sinkt die Leerlaufdrehzahl.

Leerlauf Gemischverstellung:

Bei einigen Vergasern (meistens bei 3,5ccm Motoren) findet man noch eine Schraube für die Leerlauf Gemischverstellung. Diese Schraube regelt, wie es der Name schon sagt das Gemisch wenn der Motor im Leerlauf ist. Dreht man die Nadel im Uhrzeigersinn Wird das Leerlaufgemisch magerer, dreht man die Nadel gegen den Uhrzeigersinn wird das Leerlaufgemisch fetter.
Das Gasgestänge:

Bevor man sich mit der Einstellung des Motors auseinandersetzt, muss zuerst das Gasgestänge geprüft werden, denn ist das Gasgestänge falsch eingestellt, kann man den Motor nicht richtig einstellen. Dafür muss man den Sender bei der Trimmung als erstes neutral stellen, das heiß nicht trimmen.

Dann gibt man am Sender Vollgas. Nun guckt man wie sich das Drosselküken verhält. Es müsste nun komplett geöffnet sein, und sollte sich nicht bewegen lassen, also starr stehen.

Wenn dies der Fall ist lässt man das Gas wieder los, das Drosselküken sollte nun in die Grundstellung gehen.

Nun macht man am Sender eine Vollbremsung. Das Drosselküken darf sich nicht bewegen. Nicht mal minimal, es muss absolut starr stehen. Falls es sich jedoch bei einer Bremsung etwas schließt, muss man die Leerlauf Lufteinstellschraube in kleinen Schritten im Uhrzeigersinn drehen, bis sich das Drosselküken bei einer Bremsung nicht mehr bewegt. Manchmal ist auch die Fernsteuerung falsch getrimmt, und dadurch kommen die nicht gewollten Bewegungen zustande. Dies sollte alllerdings nicht passieren wenn man die Trimmung vorher neutral gestellt hat.

Also noch mal: Bei Vollgas muss sich das Drosselküken voll öffnen, wenn man vom Gas geht muss es wieder in die ursprüngliche Stellung zurückgehen. Bei einer (Voll-)Bremsung darf sich das Drosselküken absolut nicht bewegen. Wenn ich die Bremse loslasse muss es ebenfalls starr stehen. Nun kann es mit der richtigen Einstellung losgehen.
Die Vollgaseinstellung:

Wenn der Motor schon fertig eingefahren ist, sollte man ja schon ein gewisses Gefühl für die Einstellung haben. An sich sollte der Motor sofort anspringen. Doch oft ist ein Motor so verstellt, dass er nicht mehr anspringt. Dann sollte man an allen Einstellschrauben die Werksvorgaben einstellen. Das sind die Angaben der Einstellungen vom Werk, mit denen der Motor auf jeden Fall anspringen sollte.

Wenn der Motor läuft, ist die Hauptsache schon mal geschafft, denn das Einstellen am laufenden Motor ist echt kein Hexenwerk. Als erstes sollte man die Einstellung der Hauptdüsennadel vornehmen. Zuerst muss man analysieren, ob der Motor zu fett oder zu mager läuft. Dafür muss man vor allem diese Dinge beachten:

- Temperatur: Zu hoch wenn zu mager, niedrig wenn fett

- Qualmwolke: Starke Qualmwolke bei fetter Einstellung, keine Qualmwolke bei zu magerer Einstellung

- Ölen aus dem Auspuff: Viel Öl bei fetter Einstellung, wenig Öl bei magerer Einstellung.

- Leistung: Gute Leistung bei Magerer Einstellung, mangelhafte Leistung bei fetter Einstellung

- Ansprechverhalten auf Gas: Sehr gutes Ansprechverhalten bei magerer Einstellung, langsames Ansprechverhalten bei fetter Einstellung.

Diese Merkmale sollte man überprüfen. Dabei ist das wichtigste Merkmal die Leistung.

Während der Einstellung sollte man immer von der fetten Seite anfangen einzustellen, um eventuelle Überhitzungen zu vermeiden.

Nun dreht man die Hauptdüsennadel in sehr kleinen Schritten im Uhrzeigersinn. Somit wird der Motor magerer gestellt, er sollte mehr Leistung bringen und besser auf Gas ansprechen.

Mit der neuen Einstellung sollte man dann eine Zeitlang fahren. Manchmal merkt man sofort dass der Motor noch immer zu fett läuft, dann sollte man ihn noch ein Stück magerer drehen. Man sollte an der Temperatur feststellen, in welche Richtung und wie viel man die Einstellung noch verändern sollte. Je näher man dem Punkt der optimalen Einstellung kommt, also je mehr Leistung und Temperatur der Motor hat, desto öfter sollte man die Temperatur messen. Dafür gibt es folgende Möglichkeiten:

- Spucke Test: Ein wenig Spucke auf den Zylinderkopf geben, und gucken wie sie verdampft. Verdampft sie binnen Sekundenbruchteilen ist der Motor zu heiß, verdampft sie nur langsam ist der Motor optimal eingestellt, verdampft sie sehr langsam oder gar nicht ist der Motor noch kalt, und hat noch Potential magerer gestellt zu werden.

- Mit Hilfe eines Thermometers: Für diese Messmethode sollte man die optimale Temperatur für den Motor herausfinden. Normalerweise liegt sie bei 100 – 115°C. Dies ist aber Motorspezifisch, manche Motoren überhitzen auch schon bei 90°C, dies ist aber eher selten.

Wenn der Motor nun irgendwann zu heiß ist, geht er aus. Wenn dann der die Temperatur zeigt dass der Motor zu heiß war, Stellt man die Hauptdüsennadel wieder auf den vorherigen Schritt, d.h. etwas fetter (gegen den Uhrzeigersinn drehen).

Wenn der Motor dann in dieser Einstellung nicht mehr überhitzt ist er optimal eingestellt. Die Einstellung der Hauptdüsennadel variiert allerdings pro Wetter, Glühkerze und Sprit. Die Einstellung muss immer wieder verbessert und korrigiert werden, wofür man aber mit der Zeit ein Gefühl bekommt, sodass man ab einem bestimmten Punkt nicht mal mehr gucken muss ob der Motor überhitzt, da man sein Potential kennt.

Leerlauf einstellen:

Die Einstellung wird nun fortgesetzt mit der Leerlaufeinstellung. Diese Einstellung muss auch oft schon während der Einstellung an der Hauptdüsennadel durchgeführt werden, damit der Wagen nicht ausgeht, oder im Leerlauf wegfährt. Die Leerlaufeinstellung sollte man vornehmen, wenn der Wagen auf dem Boden steht. Zudem sollte der Motor seine normale Betriebstemperatur haben.

Fährt der Wagen im Leerlauf weg, ist die Leerlaufdrehzahl zu hoch. Dann muss man die Leerlauf Luftbegrenzungsschraube gegen den Uhrzeigersinn drehen. Der Spalt des Drosselkükens wird kleiner, die Leerlaufdrehzahl sinkt. Wenn das Auto nun im Leerlauf nicht mehr wegfährt, und nicht ausgeht ist die Einstellung perfekt.

Bleibt das Auto stehen, aber geht jedoch nach ein paar Sekunden aus sollte man die Leerlaufluftregulierschraube im Uhrzeigersinn drehen. Der Spalt des Drosselkükens im Leerlauf wird vergrößert, die Leerlaufdrehzahl steigt.

Manchmal kann man nicht die perfekte Einstellung zwischen Losfahren und ausgehen finden, sodass entweder der Motor ausgeht, oder das Auto losfährt. Das liegt dann nicht an der Einstellung, sondern an der Kupplung, die viel zu früh einkuppelt. Man sollte sich dann nach einer härteren Kupplungsfeder oder nach einer Tuningkupplung informieren.

Für die Leute die nur einen Vergaser mit 2 Nadeln haben ist die Einstellung nun beendet. Für die Leute die jedoch einen Vergaser 3 oder noch mehr Einstellschrauben haben geht das Einstellen weiter.

Allerdings werde ich nur die Einstellung der Leerlauf-Gemischschraube erklären, denn falls noch weitere Schrauben am Vergaser sind, sind diese schon von Werk aus richtig eingestellt, und müssen somit auch nicht verstellt werden.

Bevor man mit der Einstellung der Leerlauf Gemischschraube anfängt, sollte man die Leerlaufschraube noch mal ein wenig im Uhrzeigersinn drehen, sodass der Wagen losfährt. Er sollte natürlich aufgebockt sein.

Nun dreht man die Leerlauf-Gemischverstellschraube so weit gegen den Uhrzeigersinn, bis die Drehzahl so niedrig wie gewünscht ist. Wenn der Motor bei dieser Aktion immer wieder ausgeht, sollte man einfach den Glühkerzenstecker aufsetzten.

Wenn diese Einstellung vorgenommen ist, sollte man sie Testen. Der Motor sollte, wenn der Kerzenstecker abgenommen ist, mindestens 20 Sekunden im Leerlauf zuverlässig laufen. Wenn er ausgeht gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Der Motor dreht langsam immer höher, um dann auszugehen.

- Das Leerlaufgemisch ist zu mager, die Leerlaufgemsichschraube

etwas fetter stellen (gegen den Uhrzeigersinn drehen)

2. Der Motor wird immer langsamer, und geht dann mit einem „Blopp“ Geräusch aus.

- Das Leerlaufgemisch ist zu fett, die Leerlaufgemischschraube etwas magerer stellen (im

Uhrzeigersinn drehen).

Aus diesen beiden extremen muss man mal wieder die perfekte Einstellung finden, bis der Leerlauf gut durchläuft, und mindestens 20 Sekunden ohne ausgehen überlebt.

Ich hoffe wir konnten mit dieser kleinen Erklärung eventuelle Einstellprobleme aus dem Weg räumen, und zu einer optimalen Einstellung verhelfen. Die Einstellerklärung mag zwar brutal kompliziert und vertrackt klingen, aber mit der Zeit bekommt man, wie bereits erwähnt, ein Gefühl für die Einstellung, sodass das alles sehr leicht von der Hand geht. Und bis dieser Zustand eintritt muss man keine 5 Jahre Modellbauer sein, denn nach spätestens 4 Litern verfahrenem Sprit kennt man die Auswirkungen der Einstellungen an seinem Motor so gut, dass das alles kein Problem mehr darstellt, und man immer und bei jedem Wetter in der optimalen Einstellung fahren kann.
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