Vans, Converse, Airwalk & Co – die Top 10 der Skateboardschuhe

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Vans, Converse, Airwalk & Co – die Top 10 der Skateboardschuhe

Skateboarden ist mehr als nur ein Freizeitsport. Darin dürften sich auch disziplinfremde Experten einig sein. Skateboarden stellt vielmehr ein Lebensgefühl dar, das eine geschickte Verknüpfung zwischen Kultur, Kunst und Sport darstellt. Skateboarder verstehen sich immer noch als Rebellen, die Ausübung der Tätigkeit ist mit einem großen Maß an Lässigkeit und Disziplin verbunden. Die Ursprünge des Sports in der kalifornischen Surferbewegung tragen Ihren Teil dazu bei.

Die Außenseiter-Haltung des Sports hat sich in den letzten Jahrzehnten auch immer stärker in einer eigenen Kultur manifestiert. Dazu gehören nicht nur der szeneinterne Slang mit eigenen Ausdrücken für die Tricks und Kniffe des Sports, sondern auch eigene Musik, Graffiti und eben Kleidung. Längst hat sich der Look der Skater dabei auch abseits von Skateparks und Halfpipes etabliert. Da sind coole Caps und tiefsitzende Hosen Pflicht. Gleiches gilt auch für bunte Hoodies und lässige Sonnenbrillen. Vor allem aber sind es Skaterschuhe, die immer mehr Einzug in den Mainstream erhalten haben. Der folgende Ratgeber geht näher auf die Geschichte und Faszination des Sports ein und gibt Ihnen einen Überblick über die aktuell gängigsten und wichtigsten Marken für Skaterschuhe.

Die Ursprünge des Skateboardens

Die Ursprünge des Skateboardens sind nicht exakt datiert, liegen aber mit großer Wahrscheinlichkeit in den USA der 1960er-Jahre. Genauer gesagt finden sich seine Wurzeln im klassischen Windsurfen. Die ersten Boards stellten eine Art Schlechtwettervariante dar, die immer dann von den Surfern genutzt wurde, wenn der Wellengang gerade etwas unzureichend ausfiel. Schnell verbreitete sich die Kunde des Fahrspaßes allerdings auch unter Nicht-Surfern. Bereits im Jahr 1964 wurde das erste industriell gefertigte Skateboard auf den Markt gebracht. Diese klassischen Bretter waren damals noch viel schmaler und flacher als die modernen Ausgaben.

In dieser Zeit wurden auch erste Meisterschaften zwischen den Jugendlichen ausgetragen, welche ihr Können unter Beweis stellen konnten. Einen wichtigen Schritt zur Professionalisierung markiert die Entwicklung der Polyurethanräder im Jahr 1972. Diese neuen Wheels ermöglichten einen besseren Halt und erzielten wesentlich schnellere Geschwindigkeiten. Neue Achsen garantierten eine bessere Lenkung, da sie auch viel sensibler auf Gewichtsverlagerung reagierten. Diese Eigenschaften machten das Skateboard auch zusehends für den Massenmarkt attraktiv. Auch für die Professionalisierung der bereits bestehenden Gruppierungen war dieser Effekt sehr hilfreich.

Das erste Kult-Team auf dem Gebiet war in den 1970er-Jahren das kalifornische Zephyr-Team. Sie entwickelten viele der Techniken, die auch heute noch zum Standardrepertoire jedes Skaters gehören. Dazu gehört der gängige „Street Style", dessen Inhalt es war, viele städtische Hindernisse, wie Treppen, Geländer oder Bänke durch geschicktes Manövrieren zu überwinden. Auch eroberten die Skater damals auf diese Weise auch andere Gegenden der Stadt. So waren besonders trockengelegte Swimming Pools in Kalifornien damals gängige Übungsterritorien für die Skater. Hier wurden auch erstmals vertikale Bewegungen ausprobiert und getestet. Später entstand somit auch die Halfpipe nach dem Prinzip leerer Pools.

Eine gewisse Eigensinnigkeit blieb trotz Professionalisierung erhalten

Den Geist des Andersdenkens sowie eine gewisse Aussteigermentalität hat sich der Skatesport dabei über die Jahre hinweg behalten. Die Kriminalisierung und Verbote städtischer Behörden in der damaligen Zeit stachelten die Skater nur an und sorgten dafür, dass diese sich in Ihrer Haltung bestätigt sahen. Skateboarder bestechen durch Disziplin und Durchhaltevermögen, wenn es darum geht, die vielseitigen Tricks einzustudieren und zu verfeinern.

Wenngleich es viele Szene-Stars gibt und internationale Meisterschaften, organisiert sich der Skateboard-Sport nicht in internationalen oder nationalen Verbänden wie andere Disziplinen. Vielmehr verfolgt man auch in diesem Sektor einen eigenen Weg, der sich bis heute trotz spürbarer Professionalisierung und Kommerzialisierung gehalten hat.

Zweckmäßig und vielseitig – zur Geschichte der Skateschuhe

Mit dem Aufkommen des Skateboard-Trends in den 1960er-Jahren setzen sich die Skateschuhe auch zusehends auf dem Markt durch. Dies war allerdings nicht von Anfang an der Fall. Zu Beginn der Bewegung gab es diese noch nicht und so griffen die Fahrer auf traditionelle Turnschuhe zurück. Die Firma Vans brachte den ersten Skateschuh Mitte der 1960er-Jahre auf dem Markt. Diese Kombination erschien logisch, da Vans zu diesem Zeitpunkt bereits eine etablierte Surfermarke war.

Der erste Schuh war ein klassischer Low-Top-Sportschuh, der aber bis über den Knöchel ragte, um so dem Skater mehr Halt zu geben. Allgemein unterscheiden sich die Schuhe von normalen Turnschuhen durch eine flexiblere Sohle, die besseren Halt auf dem Brett gewährleistet. Zusätzlich werden häufig abgenutzte Stellen verstärkt. Komfortabler Sitz während des Fahrens markiert ein wichtiges Ziel der Sneaker.

Wichtige Erfindung: Ollie-Pads und Lace-Savers

Mit dem großen Boom an Skateboards zu Beginn der 1980er-Jahre vergrößerte sich auch der Markt an Schuhherstellern. Wichtigste Erfindung dieser Zeit waren Ollie-Pads und Lace-Savers (Schnürsenkel-Schutz), welche der Abnutzung bei Schuhen entgegenwirkten. Passend zum Jahrzehnt änderte sich auch der Look der Schuhe zusehends und knalligere Farben gewannen die Oberhand.

In den 1990er Jahren änderte sich der Trend hin zu Low-Cut-Sneakern, der auch erstmals dazu führte, dass viele Skater auf die Marken von konventionellen Schuhherstellern zurückgriffen. Die Beliebtheit der Modelle stieg stetig. So kamen immer mehr Schuhmarken auf dem Markt, welche sich speziell auf diese Form des Schuhs spezialisiert hatten.

Weit mehr als nur fürs Board geeignet - Sneakers im Skate-Design heute

Moderne Skateschuhe folgen dem Prinzip eines Low-Top-Sneakers, das heißt der Schuh endet unter dem Knöchel. Dennoch sind auch High-Top-Schuhe wieder stärker im Kommen. Moderne Sneaker aus dem Bereich kennzeichnen sich durch ein robustes Auftreten. Die Nähte sind im Gegensatz zu traditionellen Sportschuhen zwei- bis dreifach ausgeführt und somit unempfindlicher. Die Zunge des Schuhs fällt außerdem dicker aus. Dies ist sowohl eine Schutzmaßnahme als auch ein zusätzlicher Stabilitätsfaktor für den Fahrer auf dem Brett. Auch die Einlagen der Schuhe sind auf Fahrkomfort getrimmt, in dem sie aus Geleinlagen oder Silikon bestehen. Diese robusten Einlagen halten sich auch deutlicher als herkömmliche Luftpolster-Varianten.

Inzwischen haben sich Skate-Sneakers längst in den Mainstream geschlichen. Viele Großmärkte und Discounter bieten auch Modelle mit diesem Look an. Allerdings muss es sich dabei nicht immer um klassische Skateschuhe handeln, da hierbei oft nur der Look kopiert wird. Richtige Schuhe vom Fachhändler verlangen durchaus eine gewisse finanzielle Aufwendung, sind aber ihr Geld wert. Sogar komplett vegane Sneakers sind inzwischen vorhanden, da die Szene auch aus vielen Vegetariern und Veganern besteht.

Die zehn wichtigsten Schuhmarken auf dem Markt

Mit steigender Popularität des Skateboardens hat sich auch die Entwicklung der Skaterschuhe vergrößert. Immer mehr Hersteller drangen vor allem in den 1990er-Jahren auf den Markt und bereicherten den Bestand um diverse Marken. Die zehn wichtigsten seien an dieser Stelle vorgestellt.

  1. Vans 

    Die kalifornische Marke Vans gehört zu den Klassikern der Branche. Der erste Shop wurde 1966 in Anaheim gegründet. Mit dem legendären Sk8-Hi veröffentlichte man 1966 auch den weltweit ersten Skateschuh. Dieser orientiert sich optisch an den beliebten Chucks der Firma Converse, war aber deutlich stabiler und fester gebaut. Auch heute wird das Modell immer noch hergestellt und erfreut sich großer Beliebtheit unter den Skatern.

  2. Fallen 

    Wenngleich die 2003 gegründete Firma „Fallen Footwear" noch verhältnismäßig jung ist, erfreut sie sich großer Beliebtheit und gilt inzwischen als eine der geschätztesten Marken. Gegründet von Profi-Skater Jamie Thomas wird der Fokus hier auf Qualität und Komfort gesetzt. In Kombination mit coolem Look und frei von tierischen Zusätzen führt dies zum Erfolg.

  3. DC Shoes 

    Die 1993 gegründete Firma hat sich nicht nur auf Skateboards spezialisiert. Auch Kleidung für Motorrad-, Snowboard- und BMX-Sport gehört in das Sortiment. Sie gelten als überaus komfortabel.

  4. Globe Shoes

    Diese Schuhfirma aus Australian gibt es bereits seit 1984. In den letzten Jahrzehnten hat sie Stück für Stück den internationalen Markt erobert und dabei auch einige externe Marken ins eigene Sortiment integriert.

  5. Emerica

    Die Schuhe dieser Firma haben sich auf klassisches Design spezialisiert, das oft ohne große Schnörkel auskommt. Stattdessen liegt der Fokus bei Emerica auf Funktionalität und ein robustes, vielseitiges Auftreten, das auch auf längere Anwendung ausgerichtet ist.

  6. Adio

    Die Schuhe dieses 1998 gegründeten Unternehmens bestehen aus Wildleder oder Nubuk, besitzen doppelte Nähte und eine Gel-Einlage. Mit Tony Hawk, Bam Margera und Shaun White haben bereits viele prominente Fahrer die Marke getestet und sich für deren Qualität verbürgt.

  7. Nike SB

    Die Skateschuh-Abteilung des Schuhgiganten Nike besticht mit einer sehr großen Auswahl an Modellen in einer Vielzahl von Formen und Farben. Für beinahe jeden Geschmack dürfte etwas dabei sein. Viele Skater schätzen die leichten und dennoch relativ unempfindlichen Schuhe der Marke sehr.

  8. Etnies

    Auch der amerikanische Hersteller Etnies besitzt ein vielfältiges Angebot an Schuhen. Davon zeugen auch unzählige Tochterfirmen, zu denen unter anderem auch Emerica zählt. Die Firma sponsort heutzutage nicht nur professionelle Skateboarder, sondern auch Musiker.

  9. Adidas

    Die deutsche Traditionsmarke Adidas ist einer der ganz großen Mitspieler im Sektor der Sportschuhe. Es verwundert nicht, dass auch Schuhe im Skate-Design sich großer Beliebtheit erfreuen. Dabei bietet das Unternehmen eine vielfältige Auswahl, die sowohl Schuhe bietet, die über die Knöchel langen, als auch nicht. Das Design gibt sich zweckmäßig und ist auch für den Alltagsgebrauch gut geeignet. Die Marke ist unter Skatern sehr beliebt. Bei eBay finden Sie viele unterschiedliche Modelle der adidas Herrensneaker.

  10. Converse

    Converse ist ein Klassiker unter den Schuhherstellern, sodass es nicht verwundert, dass die Marke auch im Segment der Skateboardschuhe stark vertreten ist. Auch hier gibt es sowohl High-Top- als auch Low-Cut-Varianten. Die Modelle von Converse besitzen vor allem eine große Auswahl an Farben.

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