VW LT: Nicht nur Lieferanten finden den vielseitigen Lieferwagen gut

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VW LT: Nicht nur Lieferanten finden den vielseitigen Lieferwagen gut

Fahrzeuge gibt es seit der Erfindung des Automobils 1886 in allen erdenklichen Größenklassen und für die unterschiedlichsten Einsätze.
Grundsätzlich kann zwischen Fahrzeugen unterschieden werden, die überwiegend privat und zum Transport von maximal acht Personen genutzt werden, und Fahrzeuge, mit denen überwiegend diverse Lasten transportiert werden. Zu der ersten Fahrzeuggruppe zählen unter anderem Limousinen, Coupés, Cabrios, Sportwagen, Vans und SUVs. Fahrzeuge, die sich für die Beförderung von Lasten und mehreren Personen eignen, werden zu großen Teilen gewerblich genutzt. Sie finden auch als Nutzfahrzeug Bezeichnung. Diesen können zum Beispiel die Lkws, Omnibusse, die Kleintransporter und die Kleinbusse zugeordnet werden. Unter einem Kleintransporter versteht man in der Regel ein Pkw-ähnliches Fahrzeug, mit dem Güter befördert werden können.
Rein äußerlich unterscheidet sich ein richtiger Lkw von einem Kleintransporter meistens durch seine von der Ladefläche abgesetzte Fahrerkabine. Oftmals sind Kleintransporter als Kastenwagen konzipiert. Kastenwagen basieren in der Regel auf Kleinbussen, bei denen der Laderaum auf allen Seiten fest eingegrenzt ist. Im Normalfall wartet der Laderaum nicht mit Fenstern auf. Diese könnten durch die Ladung beschädigt werden. Kleintransporter von diversen Automobilherstellern findet man unter anderem bei eBay. Ein Fahrzeug, das dieser Kategorie zugeordnet werden kann, ist der VW LT. Für den Fall, dass Sie sich zum Ziel gesetzt haben, einen VW LT zu erwerben, sollten Sie sich sinnvollerweise vorab mit den verschiedenen Varianten und Eigenarten dieses Kleintransporters näher beschäftigen.

Kleintransporter wie der LT haben bei VW eine lange Tradition

VW zählt zu den größten Automobilherstellern auf dieser Welt. Das mit hoher Wahrscheinlichkeit bekannteste Fahrzeug dieser Marke ist wohl der VW Käfer, eine zweitürige Limousine mit luftgekühltem Boxermotor im Heck. Das Kultauto wurde ab 1938 gebaut und war lange Zeit das Auto mit den höchsten Verkaufszahlen. Doch nicht nur der VW Käfer, sondern auch der VW Bus der T-Reihe, der zu Anfang auch als Bulli Bezeichnung fand, wurde oft verkauft.
Das Fahrzeug war ab den Fünfzigerjahren erhältlich und konnte als Kleinbus, Kastenwagen und Pritschenwagen geordert werden. Das Fahrzeug wurde unter anderem von Handwerkern, Zustellbetrieben und in der Camping-Version als Familienfahrzeug genutzt. Das Thema Kleintransporter hat bei VW deshalb schon seit sehr langer Zeit eine große Bedeutung. Der VW LT kann als größere Variante des VW-Busses betrachtet werden. Das Kürzel LT steht dabei für Lasten-Transporter, was sehr schnell deutlich macht, für welchen Zweck dieses Fahrzeug konstruiert wurde. Der erste VW LT kam im Jahr 1975 auf den Markt. Im Jahr 1996 würde die erste Generation des LT durch die zweite Generation abgelöst. Etwa zehn Jahre später, im Jahr 2006, wurde die zweite Generation durch den VW Crafter ersetzt. Die LT- und Crafter-Modelle unterscheiden sich nicht nur in der ihrer Motorisierung, sondern auch durch ihr zulässiges Gesamtgewicht.

Der VW LT der ersten Generation wurde ab 1975 gebaut

Das Verhältnis von Ladevolumen zur Fahrzeuggröße beim ersten VW LT war für damalige Verhältnisse beachtenswert. Erreicht werden konnte dieses Verhältnis durch ein zwischen dem Fahrer und Beifahrer positioniertes Motoraggregat in Kombination mit einer Frontlenkerbauweise. Nutzfahrzeuge wurden damals oft noch mit einem Vorbau für den Motor versehen, was natürlich zulasten der Fahrzeuglänge ging. Durch das fortschrittliche Konzept wirkte der LT sehr kompakt.
Die erste Generation des VW LT war zu Anfang mit einem zwei Liter großen Ottomotor mit vier Zylindern mit 75 PS sowie mit einem Dieselaggregat mit 65 PS mit 2,7 Liter Hubraum verfügbar. Im Jahr 1979 wurde ein leistungsstärkerer Dieselmotor mit sechs Zylindern, 75 PS und 2,4 Litern Hubraum und mehr Laufkultur eingeführt. Rund vier Jahre später folgten Dieselaggregate mit Turboaufladung, die 90 und 102 PS leisteten. Darüber hinaus wurde der zwei Liter große Ottomotor durch eine Sechszylindermaschine mit 90 PS und 2,4 Litern Hubraum ersetzt. Im Rahmen der Modellpflege im Jahr 1993 wurde die Motorenpalette teilweise nochmals überarbeitet. Der VW LT der ersten Generation verfügte über eine Einzelradaufhängung mit Schraubenfedern oder über eine Starrachse mit Blattfedern. Beide Varianten haben ihre Vor- und ihre Nachteile. Die Einzelradaufhängung sorgte für ein für damalige Verhältnisse gutes Fahrverhalten, während die Starrachs-Versionen eine höhere Zuladung ermöglichten. Der VW LT 28, LT 31 und LT 35 der ersten Generation wartete standardmäßig mit einer Einzelradaufhängung auf. Der VW LT 35 war sowohl mit der Einzelradaufhängung als auch mit der Starrachse erhältlich.
Die Modelle, die mit einem höheren zulässigen Gesamtgewicht aufwarteten, waren serienmäßig mit der starren Vorderachse in Kombination mit Blattfedern ausgestattet. Dazu zählen zum Beispiel die Modelle VW LT 40, LT 50 und LT 55. An der Hinterachse wurden beim VW LT ausschließlich Starrachsen in Kombination mit Blattfedern verbaut. Der LT wurde obendrein mit einem Allradantrieb angeboten, der die Geländegängigkeit des Fahrzeugs verbessern sollte. Mit einem speziellen Verteilergetriebe waren mit dem sogenannten LT 4x4 beachtlicher Steigungen möglich. Der VW LT war mit insgesamt drei Radständen und diversen Karosserievarianten erhältlich. So gab es neben zwei verschiedenen Dachhöhen auch ein Modell mit Pritsche mit oder ohne Doppelkabine. Im Rahmen der Modellpflege im Jahr 1992 beziehungsweise 1993 wurden nicht nur die Motoren überarbeitet, sondern auch das äußere Erscheinungsbild. Neben neuen Scheinwerfereinfassungen wartete das Facelift-Modell unter anderem mit moderneren Stoßfängern und einem geänderten Kühlergrill auf. Bei eBay gibt es den VW LT der ersten Generation in den unterschiedlichsten Versionen.

Die zweite Generation des VW LT wartet mit zahlreichen Neuerungen auf

Die zweite Generation des VW LT kam 1996 auf den Markt und entstand in Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz. So ist der VW LT dem Sprinter von Mercedes aus technischer und optischer Sicht recht ähnlich. Rein äußerlich unterschied sich die zweite Generation des VW LT in erster Linie durch die kurze Haube von ihrem Vorgängermodell.
Der VW LT der zweiten Generation wurde mehreren Dieselmotoren und einem Ottomotor angeboten. Das Dieselbasisaggregat, der 2,5 Liter große Fünfzylinder hatte eine Leistung von 75 PS. Die anderen Dieselaggregate waren mit einem Turbolader und Direkteinspritzung versehen und leisteten zwischen 83 und 158 PS. Alle Dieselmotoren wurden mit einem manuellen Getriebe mit fünf Gängen angeboten. Der 2,3 Liter große Benziner, der auch mit einem Automatikgetriebe geordert werden konnte, hatte eine Leistung von 143 PS. Diese Motorvariante wurde jedoch relativ selten verkauft. Dementsprechend ist es auch schwierig, einen gebrauchten VW LT der zweiten Generation mit Ottomotor zu finden. Die zweite Generation des VW LT hatte vorne Blattfedern in Kombination mit Einrohrstoßdämpfern. An der Hinterachse waren ebenfalls Blattfedern verbaut.
Im Gegensatz zur Vorgängergeneration war der VW LT, der ab 1996 gebaut wurde, nicht mehr optional mit Allradantrieb, sondern ausschließlich mit Hinterradantrieb erhältlich. Eine mechanische Differentialsperre konnte jedoch geordert werden. Darüber hinaus wurden diverse Achsübersetzungen angeboten. Um auf die unterschiedlichen Nutzeranforderungen hinsichtlich des Ladevolumens eingehen zu können, gab es den VW LT der zweiten Generation mit drei unterschiedlichen Radständen. Zudem war der LT als Kastenwagen, als Kombi oder mit einer Pritsche mit oder ohne Doppelkabine zu haben. Die Kasten- und Kombivariante eignete sich für Zustellbetriebe, Speditionen oder Handwerkerbetriebe, die eine geschlossene Ladefläche benötigten. Als zusätzliche Ausstattung konnten damals neben einem Airbag-System auch eine Klimaanlage, eine Zusatzheizung und eine Zwillingsbereifung an der Hinterachse bestellt werden. Beim VW LT 46 war die Zwillingsbereifung an der Hinterachse Serie. Den VW LT der zweiten Generation findet man unter anderem bei eBay.

Der VW Crafter löste im Jahr 2006 die zweite Generation des LT ab

Wie die zweite Generation des VW LT, so weist auch der Crafter Ähnlichkeiten mit dem Mercedes Sprinter in technischer und optischer Hinsicht auf. Äußerlich unterscheidet sich der VW Crafter vom Vorgänger LT durch eine größer dimensionierte Haube in Kombination mit einem markanten Kühlergrill. Die Leistung der Dieselmotoren des VW Crafter reicht von 89 bis 163 PS. Darüber hinaus sind die Aggregate mit Common-Rail-Technik und Rußpartikelfiltern versehen. Ein manuelles Sechsganggetriebe ist beim Crafter serienmäßig. Bei Bedarf kann bei einigen Motorvarianten auf ein automatisiertes Schaltgetriebe, auch SMC genannt, zurückgegriffen werden.
Die Achsen des VW Crafter sind mittels Gummilager vom Aufbau akustisch entkoppelt, was für einen guten Fahrkomfort spricht. Darüber hinaus ist der Kleintransporter in Form des VW Crafter 4MOTION auch wieder mit einem Allradantrieb verfügbar, was für ein breites Anwendungsspektrum spricht. Ein spezielles Verteilergetriebe ermöglicht eine variable Kraftverteilung und eine Geländeuntersetzung. So eignet sich der VW Crafter zum Beispiel für den Einsatz im ansteigenden Gelände, auf Baustellen oder auf schlechten, von Wasser überfluteten Straßen. Der VW Crafter, den es im gebrauchten Zustand zum Beispiel bei eBay gibt, ist wieder als Kastenwagen, Kombi und als Pritschenwagen verfügbar. Einige Karosserievarianten sind sowohl mit Normaldach als auch mit Hochdach zu haben. Zudem sind manche Karosserievarianten mit drei verschiedenen Radständen erhältlich.

Diese Dinge sollten Sie bei gebrauchten VW LT- und Crafter-Modellen beachten

Der Zustand eines Nutzfahrzeugs steht nicht immer im direkten Zusammenhang mit der Laufleistung. Das Problem bei Nutzfahrzeugen wie Kleintransportern ist die Tatsache, dass die diversen Nutzer dieser Fahrzeuge sehr unterschiedlich mit den Fahrzeugen umgehen. Der Kauf eines gebrauchten Kleintransporters kann deshalb ein schwieriges Unterfangen sein. Bei mehreren Vorbesitzern könnte die Problematik noch verschärft werden. So kann zum Beispiel der Betrieb, aus dem das Fahrzeug stammt, Hinweise über den Zustand des Kleintransporters geben. Oftmals sind Fahrzeuge, die auf Baustellen genutzt wurden, aufgrund der rauen Umfeldbedingungen in einem etwas schlechteren technischen und optischen Zustand als Fahrzeuge, die ausschließlich auf befestigten Straßen gefahren wurden. Bei Baustellenfahrzeugen kann zudem ein Blick unter das Fahrzeug sinnvoll sein, um eventuelle Schäden am Unterboden ausfindig zu machen. Bei relativ jungen gebrauchten VW LT und VW Crafter sollte darauf geachtet werden, dass die Wartungsintervalle und Kundendiensttermine vom Vorbesitzer oder von den Vorbesitzern eingehalten wurde. Ein Reparatur- oder Wartungsstau könnte unter Umständen hohe Folgekosten mit sich ziehen.

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