VORSICHT! Imitation,Manipulation von Edelsteinen

Aufrufe 55 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
AZURIT-MALACHIT, ROSENQUARZ, SARDONYX, ACHAT, RUTHILQUARZ, RAUCHQUARZ, OPAL und viele andere Edelsteine/Schmucksteine werden heute leider "geschönt", manipuliert, gefälscht oder imitiert. Hier nur einige Beispiele

ONYX 

Der sehr hohe Bedarf an Onyx kann durch das natürliche Vorkommen nicht gedeckt werden. Daher ist ein Großteil der im Handel erhältlichen Onyx gefälscht. Achat wird gefärbt oder graue Schichten des Chalzedons in ein Säurebad getaucht. Manchmal wird auch der glänzend schwarze Obsidian poliert. Resultat ist dann eine matte, tiefschwarze Farbe. Echt von Unecht zu unterscheiden ist beim Onyx außerordentlich schwierig und im Grunde nur durch eine mineralologische Untersuchung möglich. Ein Stein der von weißer Farbe durchzogen, ist wahrscheinlich ein "echter" Onyx.

MALACHIT 

Malachit ein begehrter, recht weicher und poröser Schmuckstein. Daher werden Rohsteine durch Einbringen eines Malachitstaub-Kunstharz-Gemisches stabilisiert. Mit der gleichen Behandlungsmethode werden aber auch aus kleinen Bruchstücken größere, verwendungsfähige Malachite rekonstruiert. Bei Trommelsteinen und "Donuts" sind diese Methoden der Manipulation weit verbreitet. Malachit wird auch durch Jaspis, gefärbten Achat oder Marmor imitiert. Der „Rote Malachit“ ist tatsächlich roter Jaspis. Malachit wird auch synthetisch hergestellt. Malachit hat übrigens giftige Eigenschaften, daher niemals trinken. Zersägen oder Zerstoßen eines Malachits ohne geeignete Schutzmaßnahmen ist gefährlich, da der feine Staub giftig ist.

CITRIN 

Durch Brennen von Amethyst (ca. 400 °C) entsteht die gelbe bis goldene Färbung der Varietät Citrin. Bei vielen der im Edelsteinhandel irreführenderweise verkauften "Gold- oder Madeiratopase" handelt es sich in Wirklichkeit um gebrannte Amethyste. In der Regel werden nur Amethyste niedriger Qualität gebrannt, um sie so "aufzuwerten". Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass gebrannte Schmucksteine, die dann als Citrine bezeichnet werden, nicht als gebrannt deklariert werden müssen. Es handelt sich aber auch hierbei um eine Fälschung, da wesentliche Eigenschaften durch menschliches Zutun verändert werden. Echter Citrin ist meist nur hell gefärbt und hat immer eine bergkristallähnliche lange Form. Citrin bildet keine Drusen und ist auch um einiges seltener als Amethyst.

AMETHYST  

Eine billige, nicht sehr haltbare Methode, Amethyst farblich aufzuwerten, ist die Behandlung mit gefärbtem Wachs, da sich Amethyst im Gegensatz zu Achat nur oberflächlich färben lässt. Seit dem 19. und 20. Jahrhundert werden verschiedener Edelsteine, unter anderem auch Amethyst hergestellt, die allenfalls durch Abweichungen von Struktur und Reinheit von natürlichen Amethysten unterschieden werden können. Für Modeschmuck wird der Amethyst durch violettes Glas imitiert oder in zusammengesetzter Form als Dublette angeboten.

AQUAMARIN  

Da die für den Aquamarin begehrteste Farbe (intensives Blau und transparent) in der Natur nur selten vorkommt, wird durch Brennen bzw. erhitzen oft nachgeholfen. Gebrannte Schmucksteine sind nur schwer von ungebrannten zu unterscheiden. Eine weitere Imitation ist gefärbter Achat. Aquamarin wird oft durch synthetischen Quarz oder Spinell, aber auch durch blaues Glas imitiert. Eine weitere Farbimitation ist gefärbter Achat.

LAPISLAZULI 

Wenn die Farbe des Steins zu blass ist, wird entweder geölt oder gewachst, um ihn dunkler erscheinen zu lassen. Eine ungleichmäßige Farbe lässt sich mit farbigem Öl farblich einheitlich gestalten, ist aber leicht mit Nagellackentferner (acetonhaltig) nachweisbar. Lapislazuli von geringer Qualität oder in kleinen Bruchstücken wird zusammen mit Kunstharz zu größeren Steinen "rekonstruiert". Imitationen von Lapislazuli werden vor allem durch Einfärbung der Quarzvarietät Jaspis mit Berliner Blau hergestellt. So wird der sogenannte "Deutsche Lapis" "Blauer Onyx" oder "Nunkirchener Lapislazuli" aus Jaspis hergestellt. Behandelt man solcherart minderwertige Edelsteinimitationen im Ultraschallbad oder mit Salmiakgeist treten auf der Steinoberfläche Flecken auf, die sich nicht mehr entfernen lassen.

ACHAT  

Da der Achat ein sehr in Mode gekommener Schmuckstein ist, wird er in der Schmuckindustrie vielfach gefärbt. Vor der Verarbeitung wird der Stein oft gebrannt, um seine Farbe zu verändern, und dann noch 1-2 Wochen in Schwefel- oder Salpetersäure gelegt. Das Färben aber wird meist erst an den geschliffenen Steinen vorgenommen. Ist Achat in natürlich vorkommenden Farben umgefärbt, ist diese nur unter dem Mikroskop von einem echten Achat zu unterscheiden. Färbungen, die bei natürlichem Achat nicht vorkommen, sind: Kobaltblau, Magenta, Lila oder Pink und sind daher auch leicht als Fälschung zu erkennen. Es gibt auch "künstliche Achate" dem Achat ähnliches Glas. Leider ist Kennzeichnung "gefärbter Achat" nicht gesetzlich vorgeschrieben.

AZURIT  

Der Azurit ist als Schmuckstein zu weich und empfindlich und wird mit Kunststoff stabilisiert, was auch den Glanz erhöht. Auch Rekonstruktionen aus Azurit- und Malachitstaub, um die Verwachsung Azurit-Malachit nachzuahmen, sind bekannt.

Diese Erläuterungen zu den Schmucksteinen habe nicht ich erfunden. Sie sind oft im Internet und auch ausdrücklich in dem Lexikon der Heilsteine von Michael Gienger nachzulesen.

So könnte ich weitere Schmucksteine aufführen. Ich habe aber nur die bekanntesten Schmucksteine erwähnt, sonst würde das zu weit führen.

Vielleicht konnte ich mit diesem Ratgeber etwas Aufklärung über die genannten Edelsteine bzw. Halbedelsteine geben.


Danke für`s Lesen ....

Die Inhalte dieses Ratgebers sind geistiges Eigentum von my-lucky-buy. Das Kopieren von Texten oder Bildern ist ausdrücklich untersagt. Bei Zuwiderhandlungen werde ich abmahne

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden