Upgrade für Dummys – passende Mainboard und CPU-Kombinationen einbauen

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Upgrade für Dummys – passende Mainboard und CPU-Kombinationen einbauen

Wenn Sie Ihren Computer aufrüsten möchten, führt häufig kein Weg an einem CPU-Upgrade vorbei. Die CPU ist die wichtigste Komponente im Computer und bestimmt die Leistungsfähigkeit des Systems maßgeblich. Leider bedeutet der Austausch der CPU häufig aber auch, dass das Mainboard gewechselt werden muss, was Laien in der Regel überfordert. Wenn Sie hier über das notwendige Hintergrundwissen verfügen, fällt Ihnen die Auswahl passender Komponenten leichter. Besonders einfach ist der Wechsel auch dann, wenn Sie sich für ein Bundle entscheiden.

Was beim Austausch der CPU zu beachten ist

Die Auswechslung der CPU ist kein kleiner Schritt, wenn es um die Aufrüstung Ihres Computers geht. Mit dem Hauptprozessor müssen häufig Entscheidungen für weitere Komponenten wie das Mainboard und in einigen Fällen auch Entscheidungen für Komponenten wie den Arbeitsspeicher getroffen werden. Diese Bestandteile des Systems sollten optimal zusammenarbeiten, damit Sie die Leistung der Komponenten auch tatsächlich ausschöpfen können. Besonders wichtig ist hierbei das Zusammenwirken von CPU und Mainboard. Die Anbindung der beiden Komponenten ist technisch so kompliziert, dass die CPUs anders als viele andere Teile eines Computers mit fast jeder neuen Generation einen neuen Sockel erhalten und damit eine andere Art des Anschlusses.

CPU und Mainboard müssen kompatibel sein

Sollten Sie eine neue CPU und ein neues Mainboard kaufen wollen, müssen Sie darauf achten, dass die CPU zum Sockel des Mainboards passt. Intel bietet hier zum Beispiel die Sockel 1150, 2011 und 1155 sowie 775 und viele andere an, bei AMD heißen die Sockel FM2, FM1 und AM3 usw. Auf jedem Sockeltyp laufen andere Prozessor-Generationen der Hersteller, die Sockel sind untereinander auf keinen Fall kompatibel. Möchten Sie nun auf einen neuen Prozessor aufrüsten, bedeutet das in vielen Fällen und gerade bei älteren Computern, dass Sie wegen des nicht mehr kompatiblen Sockels auch das Mainboard austauschen müssen.

Kauf von Bundles

Welcher Sockel-Typ passend ist, finden Sie stets in der Produktbeschreibung der Prozessoren. Wenn Sie sich für ein Mainboard-Bundle wie etwa ein Intel-Mainboard-Bundle oder ein AMD-Mainboard-Bundle entscheiden, machen Sie sich die Aufgabe einfacher. Hier werden von den Händlern die zueinanderpassenden Komponenten in einem Angebot kombiniert, so dass Sie beim Kauf keinen Fehler machen können. Hier können Sie sich einfach nach der gewünschten Geschwindigkeit des Prozessors richten, das Mainboard wird dann mit Sicherheit kompatibel sein.

Wichtig ist bei dem Kauf eines Mainboards in jedem Fall, dass Sie auch ein wenig an die Zukunft denken. Bei einigen Sockel-Typen werden Sie vielleicht auf Budget-Prozessoren beschränkt bleiben, eine Aufrüstung in der Zukunft fällt dann schwer. Umgekehrt macht es keinen Sinn ein Mainboard mit Hochleistungs-Chipsatz und entsprechendem Sockel zu kaufen, wenn Sie lediglich einen einfachen Bürorechner bauen möchten. Hier sollte sich die Auswahl des PC-Bundles am Bedarf orientieren.

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Die CPU und das Mainboard müssen unbedingt miteinander harmonieren, damit der Umbau Ihres Computers die gewünschten Ergebnisse zeigen kann. Möchten Sie zum Beispiel ein System verwenden, das auch Übertaktungen der Komponenten problemlos standhalten kann, benötigen Sie nicht nur eine schnelle CPU, sondern zum Beispiel auch ein Mainboard mit einer ausreichenden Kühlung des Chipsatzes. Bei der Auswahl des Arbeitsspeichers hingegen haben Sie größere Freiheiten, da die Speicherriegel in relativ großen Zeitabständen neue Spezifikationen erhalten und im Wesentlichen untereinander kompatibel sind.

Einbau der CPU

Beim Einbau der Komponenten sollten Sie beachten, dass Sie die Installationsschritte in der richtigen Reihenfolge vornehmen. CPUs sollten grundsätzlich verbaut werden, bevor Sie das Mainboard in das Gehäuse einsetzen. Der Grund hierfür ist darin zu sehen, dass sich mit dem Mainboard außerhalb des Gehäuses besser arbeiten lässt und Sie auch Zugriff auf die Rückseite der Platine haben. Nachdem das Mainboard einmal eingebaut ist, ist das nicht mehr der Fall. Einige Prozessoren-Typen und deren Kühlungen machen es erforderlich, dass Sie auf der Rückseite des Mainboards Halterungsplatten anbringen, sodass dieser Schritt unbedingt zuerst erfolgen muss. Praktisch sind hier in jedem Fall solche Gehäuse, bei denen sich die Mainboard-Lade auf der Rückseite des Gehäuses herausziehen lässt. In einem solchen Fall können Sie sogar einen Teil der Verkabelung außerhalb des PCs vornehmen und das Mainboard am Ende einfach in den Tower schieben.

Die ersten Schritte

Damit die CPU eingesetzt werden kann, muss auf dem Sockel zuerst eine Plastikabdeckung entfernt und ein Bügel hochgelegt werden, mit dem sich die Arretierung des Sockels verschieben lässt. Nur dadurch ist es möglich, die Pins auf der Unterseite der CPU in den Sockel zu stecken. Nachdem der Bügel wieder zurückgelegt wurde, müssen auf der CPU Wärmeleitpaste verstrichen und der Kühler montiert werden. Erst nachdem diese Schritte abgeschlossen sind, kann das Mainboard in das Gehäuse eingesetzt werden. Achten Sie darauf, dass Sie den Anschluss des Lüfters auf der CPU mit dem Mainboard verbinden. Die Anschlüsse hierfür werden zumeist als CPU-FAN bezeichnet.

Installation des Mainboards

Das Mainboard ist jene Platine in Ihrem Computersystem, an die sämtliche andere Hardware angeschlossen werden muss. An das Mainboard werden alle Laufwerke wie Festplatten und DVD-Player per SATA oder IDE angeschlossen, die Grafikkarte und Netzwerkkarten finden als Steckkarten Platz, und über USB werden Peripheriegeräte wie Mäuse und Tastaturen verbunden. Bei der Installation des Mainboards sollten Sie deshalb mit äußerster Vorsicht vorgehen, Fehler bei der Montage lassen sich später nur relativ umständlich beheben.

Das Mainboard darf auf keinen Fall direkt in das Gehäuse geschraubt und auf den Boden des Towers gelegt werden, sondern wird auf Distanzhaltern befestigt. Sollten diese Distanzhalter noch nicht verschraubt sein, müssen Sie diese entsprechend dem Layout Ihres Mainboards und dessen Bohrlöchern zuerst verschrauben. Der direkte Kontakt mit Metall über große Flächen des Mainboards könnte ansonsten zu Störungen des Betriebs führen. In der Regel werden Sie jedoch je nach Mainboard nur eine relativ kleine Anzahl aller Distanzhalter benötigen, die bei Ihrem Gehäuse mitgeliefert wurden.

Anschluss des Netzteils

Nachdem das Mainboard eingesetzt wurde, kann das Netzteil verbunden werden. Achten Sie neben dem großen ATX-Stecker auch auf optionale 4- oder 8-Pin-Konnektoren, die bei einigen leistungsfähigen Mainboards für eine ausreichende Stromversorgung benötigt werden können. Je mehr Komponenten Sie an das Mainboard anschließen, desto wichtiger werden diese optionalen Stromversorgungen. Nachdem das Netzteil angeschlossen wurde, können Sie zu den SATA-Anschlüssen übergehen und die Laufwerke verbinden. Zu diesem Zeitpunkt haben Sie im Gehäuse noch relativ viel Platz, da die Erweiterungskarten noch nicht eingesetzt wurden. Gerade die Grafikkarten können sehr ausladend sein und viel Platz in Anspruch nehmen, weshalb diese zuletzt eingesetzt werden sollten.

Verkabelung mit dem Gehäuse

Beim Anschluss des Mainboards ist jedoch nicht nur die Installation der Komponenten wichtig, sondern auch die Verkabelung mit dem Gehäuse selbst. Alle PC-Gehäuse wie Tower oder Desktops bringen eine Vielzahl von Anschlüssen mit sich beispielsweise für den Power-Schalter, den Reset-Knopf und Festplatten-Lampen sowie für viele weitere wichtige Funktionen. Diese Kabel sollten Sie als Letztes anschließen. Die entsprechenden Pin-Konnektoren finden Sie in der Regel auf der unteren Seite des Mainboards.

Welcher Stecker mit welchem Pin verbunden werden muss, hängt dabei von Ihrem jeweiligen Mainboard-Modell ab. Hier sollten Sie in jedem Fall das Handbuch des Mainboards konsultieren, in dem sich ein entsprechendes Anschluss-Diagramm finden lassen sollte. Sollten Sie bei dieser Verkabelung einen Fehler machen, kann es dazu kommen, dass sich der PC zum Beispiel nicht starten lässt oder eine andere Funktion nicht zur Verfügung steht. Sie können den PC oder das Mainboard mit einer falschen Verkabelung jedoch nicht beschädigen: Falls ein Fehler auftreten sollte, muss der Tower einfach noch einmal geöffnet und die Verkabelung geändert werden.

Praktische Produkt-Bundles

Viele Laien schrecken vor einem Austausch der CPU oder gar des Mainboards zurück, da sie nicht wissen, wie zueinander kompatible Komponenten eingekauft werden können. Ein Mainboard mit Prozessor, wie Sie es zum Beispiel in einem AM3-Mainboard-Bundle oder in einem beliebigen anderen Bundle finden können, ist jedoch eine einfache Möglichkeit, wie auch Laien zu einer gelungenen Aufrüstung finden können. Ein Motherboard mit CPU stellt ein praktisches Produkt-Bundle dar, bei dem Ihnen die wichtigsten Entscheidungen für die Zusammenstellung der Komponenten abgenommen werden.

Ein Bundle ist dabei immer bezogen auf den Hersteller, von dem die CPU stammt. Für die beiden größten Prozessoren-Hersteller Intel und AMD wird eine Vielzahl entsprechender Bundles angeboten, sodass Sie in jeder Leistungsklasse ein entsprechendes Angebot finden können sollten. In der Grundversion umfasst ein solches Bundle neben der CPU auch das Mainboard und sorgt so dafür, dass Prozessor und Mainboard hinsichtlich des Sockels stets zusammenpassen. Größere Bundles umfassen zusätzlich auch die Speicherriegel, bei denen es sich zumeist um DDR-Speicher handeln wird. Beim Kauf eines solchen Bundles sollten Sie darauf achten, dass nicht in jedem Fall ein Kühler für die CPU mitgeliefert wird. Viele Bundles enthalten auch einfach die nackte CPU, in einem solchen Fall müssten Sie einen passenden Kühlkörper dazu kaufen. In keinem Fall darf die CPU ohne Kühler installiert werden.

Bei den umfangreichsten Bundles wird deshalb neben Mainboard, CPU und Speicher auch ein passender Kühler mitgeliefert. Bei diesen Angeboten müssen Sie selbst keine weiteren Komponenten dazu kaufen, abgesehen von der Grafikkarte und den Laufwerken. Bevorzugen Sie beim Zusammenbau Ihres PCs eine Onboard-Lösung für die Grafikkarte, müssen Sie keine einzige weitere Steckkarte dazukaufen.

Bei der Auswahl des Bundles sollten Sie immer von dem ausgehen, was an Komponenten bereits vorhanden ist. Sollten Sie einen großen und leistungsfähigen Speicher besitzen, können Sie auf ein Bundle mit Arbeitsspeicher verzichten. Der Arbeitsspeicher lässt sich auch zu einem späteren Zeitpunkt problemlos erweitern, sodass Sie diese Entscheidung in die Zukunft verschieben können.

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