Unzertrennliche / Agaporniden

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Unzertrennliche, Agaporniden, Liebesvögel - drei Namen für die putzigen Flattermänner, die durch ihr ausgeprägtes Sozialverhalten, ihre Turteleien und die vielfältige Farbenpracht ihres Federkleides die Herzen vieler Vogelfreunde erobern. Durch ihre Größe und die einfache Haltung der meisten Arten sind sie häufig Alternative zu den großen Papageien.

BIOLOGIE

Es gibt insgesamt 9 Arten AGAPORNIDEN (UNZERTRENNLICHE). Häufig gehalten werden die Rosen-, Schwarz- und Pfirsichköpfchen, seltener findet man Ruß-, Erdbeer-, Grau- und Orangeköpfchen und Tarante- Agapornieden. Grünköpfchen kommen in der Gefangenschaft nicht vor.

Die Heimat der Wildlebenden Agaporniden ist Afrika und Madagaska, wo sie als Hölenbewohner gesellig in Schwärmen leben.

  • Körperlänge: 10 - 15 cm
  • Gewicht: 40 - 50 g
  • Lebenserwartung: 12 - 16 Jahre

Bei den meisten Arten sind Männchen und Weibchen nicht unterscheidbar. Die Vögel werden mit ca. 6 Monaten geschlechtsreif. Ein Gelegen besteht aus 4 bis 6 Eiern, die Brutdauer beträgt 21 - 25 Tage. Die Jungtiere fliegen mit ca. 5 Wochen zum ersten Mal aus und sind nach etwa weiteren 5 Wochen Selbstständig.

ERNÄHRUNG

Neben der täglichen Versorgung mit Frischem Trinkwasser ist eine ausgewogene Ernährung wichtig:

  • Körnerfutter, 2 gehäufte Teelöffel pro Vogel und Tag
  • Obst und Gemüse
  • Futterpflanzen(Vogelmiere, Löwenzahn, Salat, Spinat, Rispengräser)
  • Mineralstoffe (Sepia, Muschelgrit, Gritstein)
  • Magengrit (Quarzkies zur Zerkleinerung der Körner im Magen)
  • tierisches Eiweiß in Form von Gekochtem Ei, Eifutter, Hüttenkäse während der Mauser, Wachstum oder Zucht

Nicht zu Speiseplan gehören

  • Speisereste vom Tisch
  • Milch
  • energiereche Knabberstangen
  • überlagerts und ranziges Futter
  • Grünfutter aus der Nähe Starkbefahrener Straßen 

Naturäste dienen nicht nur als Sitzsstangen, sondern auch als Knabbergelegenheit: es eigenen sich auch Zweige von Weide, Birke, Ahorn, Eiche, Linde, Kastanie und ungespritzten Obstbäumen.

UNTERBRINGUNG

Die Größe des Vogelkäfigs muß es den Tieren ermöglichen, kurze Strecken zu fliegen, ohne dabei mit den Flügeln an den Käfigwänden anzustoßten. Maße von mindestens 1,2 * 1,0 * 0,6 m (B * H * T) sind daher als Richtwert für 2 oder 4 Tieren enpfelenswert. Auch bei dieser Käfiggröße ist es notwendig. den Tieren unter Aufsicht Freiflug zu gewähren. Kunststoffbeschichtetete Käfiggitter sind für Agaporniden ungeeignet, da die Beschichtung verschuckt werden können. Der Käfig soll in einer ruhigen Ecke des Raumes, am besten in der Fensternähe postiert werden, so das die Tiere vor Zugluft, Tabakrauch, Kochdunstund vor Störungen durch den Menschen sicher sind. Die  unmittelbare Nähe eines Fernsehgerätes ist zu vermeinden. Die Vögel sollten Nachts abgedunkelt zu einer zehnstündigen Nachtruhe kommen. Es ist ratsam Tieren, die ausschließlich in der Wohnung gehalten werden, durch sog. Tageslichtlampen das komplette Spektrum des natürlichen Sonnenlichts, d.h. auch den für Wahrnehmung und Knochenbau wichtigen Ultraviolettbereich des Lichts, zur Verfügung zu stellen.

PFLEGE

Agaporniden sind Schwarmvögel, sie sind daher auf keinen Fall einzeln, sondern zu einem oder mehreren Paaren zu halten.Agaporniden sind recht Streitbar und in der Partnerwahl wählerich: die beste zusammenstellung, die daher ein friedliches Zusammenleben garantiert, ist die Haltung verschiedengeschlechtlicher Tiere. Hat sich einmal ein Pärchen gefunden, so besteht die Paarbindung ein Leben lang, die Tiere werden unzertrennlich. Allein die Anwesenheit des Partners bedeutet den Tieren alles. Auch als Pärchen können Agaporniden zahm werden, jedoch wird der  Mensch nie den Stellwert des Vogelpartners erreichen oder ihn gar ersetzen.Die Inneneinrichtung des Käfigs sollte ausschließlich aus Naturzweigen als Sitzstangenbestehen, die regelmäßig gereinigt und aufgrung des starken Nagetriebes der Vögel schnell ausgetauscht werden müssen. Naturzweige sorgen durch ihr unterschiedlichen Durchmesser für Fußgymnasik und sind gesund für den Bewegungsappart. Sie sollten nicht gänzlich starr im Käfig befestigt sein, sonder zur Schonung der Fußgelenke dem Gewicht des Vogels Nachgeben. Die Zweige sollen den Vogel das Landen ermöglichen, jedoch nicht so üppig sein, daß das Fliegen im Käfig unmöglich wird. in einem Käfig gehören mehrere Futter- bzw Wassernäpfe sowie eine Badegelegeheit (Badehäuschen, -schale oder nasses Grünzeug), welche so angebracht werden müssen, das sie nicht verschmutzt werden; man sollte sie daher nicht unter Sitzstangen stellen.Agaporniden benötigen zum schlafen keinen Nistkasten, denn er animiert zum Legen von Eiern. Wenn Sie Agaporniden züchten wollen, benötigen Sie dazu eine AMTLICHE GENEHMIGUNG!Anstelle von Nistkästen, kann man den Vögeln vorne komplett offnene Schlafhäuschen oder -brettchen zu Verfügung stellen.

WEITERE TIERSCHUTZASPEKTE

Spielzeug, welches dem Vogel nur vorgaukelt, es sei ein zweiter Vogel anwesend (Plastikvögel, Spiegel) und das zusätzlich den Bewegungsraum im Käfig einschränkt, ist als Partnerersatz ungeeignet und führt oft zu Verhaltensstörungen. Einzeln gehalten oder mit Plastikvögeln oder Spiegel als Partnererstatz neigen Agaporniden zu Verhaltensstörungen wie Rupfen, Aggressvivität oder Selbstverstümmelung. Ungeeignet als ausschließliche Sitzgelegenheiten sind Plastik-, Sandpapierumwicklung, denn sie verursachen Sohlengeschwüre. Sitzstangen mit Insektengiftfüllung gehören nich in den Vogelkäfig. Es erfolgt durch sie keine gezielte Bekämpfung von Milben und Gifte sollte niemals vorbeugend angewendet werden. 

Diese Vögel sollten auch immer mindestens zu "Zweit" gehalten werden!!!

Schon nach der ersten Mauser finden die jungen Pärchen zusammen. Sie sitzen und schlafen nebeneinander und suchen den engen Kontakt mit dem Partner. Solche Bindungen  halten die Unzertrennlichen (Agaporniden) bis zum Tod eines Paarteils.

  

So iche hoffe, das iche euch damit etwas weiterhelfen konnte!

MFG Scorpio-baerchen

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