Unverkleidet on the road: Streetfighter-Modelle im Überblick

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Unverkleidet on the road: Streetfighter-Modelle im Überblick

Bereits seit 1980 sind Streetfighter Bestandteil der Motorrad-Szene. Ambitionierte Zweirad-Fans setzen auf Eigenumbauten bekannter Supersportler wie der Suzuki GSXR 1100. Gleichzeitig lassen hauseigene Kreationen der großen Hersteller von Ducati bis Kawasaki die Herzen höher schlagen.

 

Streetfighter – Supersportler trifft auf maskulines Naked Bike

Ihren Ursprung haben die beliebten Zweiräder mit der markanten Optik im Großbritannien der späten 1980er. Gestürzte Supersportler-Fahrer machen aus der Not eine Tugend. Statt defekte Vollverkleidungen zu reparieren, entfernen sie diese komplett von der Maschine. Die Taufe zur Streetfighter (dt. „Straßenkämpfer“) folgt Anfang der Neunziger. Als Taufpate fungiert der Herausgeber und Redakteur eines britischen Costumbike-Magazins, Steven Myatt. Kennzeichnend für diese „Naked Bikes“ ist ihr aggressives Design, gepaart mit sportlichem Fahrwerk. Neben dem Kauf von der Stange bildet die Eigenkreation durch Umbauen vollverkleideter Motorräder eine gängige Alternative. Als Basis hierfür dienen ältere Modelle bekannter Marken aus dem Supersportler-Segment. Dadurch eröffnet sich ein breites Angebotsfeld an Streetfighter in verschiedenen Variationen.

 

Kawasaki Z1000 – das Superbike mit japanischem Stolz

Wer den Namen „Kawasaki“ hört, denkt automatisch an die Kawasaki Ninja. Ebenso rasant, aber deutlich markiger im Design ist die Kawasaki Z1000. Das Naked Bike aus dem Hause Kawasaki ist geprägt von der „Sugomi“-Philosophie: einschüchternde Ausstrahlung durch tief sitzende Maske und markante Scheinwerfer. Seit 1977 steht diese Kawa auf ihren zwei Rädern und erfährt seither immer neue Überholungen. Die 2013er Kawasaki-Streetfighter verfügt über den typischen Viertakt-Reihenvierzylinder mit 1.045 ccm Hubraum. Der bringt gut 138 PS auf das Hinterrad – und der Z1000 eine Geschwindigkeit bis zu 245 km/h. Im Modelljahr 2014 kommt das aktuelle Triebwerk auf erfreuliche 142 PS. Neben dieser sportlich-maskulinen Kawa geht seit 2004 die Z750 an den Start. Mit über 120.000 verkauften Einheiten zählt sie zu den europäischen Streetfighter-Lieblingen. Mit stabilem Kurvengefühl und G-Kat mit 78kW/106 PS Leistung spricht sie vor allem Einsteiger an.

 

Straßenkämpfer - die Triumph Speed Triple

In den 1990er-Jahren gehört die Speed Triple von Triumph zu den ersten serienmäßig produzierten Fightern. Der Name nimmt Bezug auf die Vorläuferin Speed Twin aus dem Jahr 1938. Das Gerüst der Triple basiert dagegen auf der Daytona 900. Ausschlaggebend für das Design dieser Fighter ist das runde Frontlicht, dem der vorgängige Doppelscheinwerfer weicht. Nach einiger Modellpflege wird die dritte Generation dieses Triumph Naked Bikes im Jahr 2002 lanciert. Ab 2005 setzt die Motorisierung auf 1050 ccm-Hubraum mit einer gesteigerten Leistung von 120 PS. 2007 kommen neuwertige Bremsen und Steuergeräte hinzu. Der näher an das Cockpit herangezogene Streetfighter-Scheinwerfer verstärkt das markige Aussehen.

 

Superbikes made in Italy – Streetfighter aus dem Hause Ducati

Im italienischen Bologna zu Hause, zollt der große Motorrad-Hersteller dieser Zweirad-Familie auf zweifache Weise Tribut. Die klassischen Ducati Streetfighter bauen auf die Leistung eines 90-Grad-L-Zweizylindermotors. Attraktive Einarmschwinge und innovative Bremsanlage aus dem Rennsport tragen ihren Teil dazu bei. Als aktuelle Stellvertreter aus dem Hause Ducati gelten die Ducati Streetfighter 848 und die Streetfighter S. Als Hommage an die ersten „Straßenkämpfer“ zeigt sich die Ducati-Monster-Reihe, deren Modelle Züge der klassischen Streetfighter in ihr Design aufnehmen.

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