Unterwegs nach Cold Mountain, Nicole Kidman, Jude Law

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bei "Ride with the Devil" war's die Freundschaft, hier ist es Liebe ...

... oder mal anders, etwas ausführlicher gesagt, - beschränkt man die filmische Aussage und Botschaft auf diesen simplen gemeinsamen Nenner, - dann bleibt ein Film der großen, opulenten Bilder übrig. Der sowieso meißt nur Fans dieser geschichtlichen Epoche, - dh. eher, durchgehend gefallen wird.

Ebenfalls gut dazu vergleich ist auch, trotzdem noch, "Fackeln im Sturm" ... keinesfalls aber "vom Winde verweht". Höchstens, was den Schmalz - Faktor betrifft. Und die recht schwülstigen, - wenig zum historischen Hintergrund passenden, teilweise langatmigen wie sinnentleerten, romantischen Dialoge.

Über den Inhalt bzw. die eigentlichen Fakten der Story ist hier ja bereits alles wesentliche angegeben worden. Daher möchte ich nun nur noch mal etwas hier zum Verständnis und Sichtweise (meiner bescheidenen Person) darüber kommentieren.

Was hier, - wie so oft bei gehypten und schon im vorraus hoch und mit Vorschußlorbeeren geehrten Werken, auch wieder einmal passiert ist, war ... das sich entweder (a) - mit extremer Erwartungshaltung gesehen wurde und dementsprechend natürlich Enttäuschungen vorprogrammiert gewesen sind, oder (b) - das sich der kühle Verstand eben nicht solange ausschalten lassen hat.

Und dadurch jedes, aber auch wirklich jedes (zugegeben) negative Detail noch extremer kritisch dabei gefunden wurde. Und so, - dh. in der Meinungsbildung, regelrecht nur noch alles darauf beschränkt worden ist. So das nichts mehr richtig gefallen konnte. Ironischerweise dürfte dabei aber jedem nur allzu gut bekannt sein, das Filme eben diese gehobenen Ansprüche schlicht niemals erfüllen können. Und wer so etwas anschaut, tja, - wird wschl. niemals richtig zufrieden sein.

Mir jedenfalls hat's ausgesprochen gut gefallen, - als simple Faustregel sollte dabei aber immer gelten: zurücklehnen, entspannen und zuerst mal nur davon berauschen lassen. Und zwar, - ohne sofort gleich völlig analysieren zu wollen bzw. alles mögliche hinein interpretieren. Kurz nachwirken lassen und dann bitte erst damit anfangen, darüber richtig nachzudenken. Sowie, - die reinen Fakten hinterfragen und sich sonst ein Gesamturteil bilden.

Es wurden anfangs sehr gut der ziemlich ungeschönte Schrecken und auch der Irrsinn des Krieges mit schonungslosen Bezug zur Realität ausreichend abschreckend genug dargestellt. Ebenso die dadurch zwangsläufig in der (und ebenfalls jeder anderen, - völlig egal ob damals oder heute) Gesellschaft enstehenden sehr bekannten Entmenschlichungen bzw. Verrohungen.

Wie beispielsweise Raub, Mord, Vergewaltigung, Lynchjustiz usw. usf., - deutlich genug gezeigt. Nur, und in dem einen Punkt unterscheidet sich meine Meinung von den übrigen. So auch hier abgegebenen, - aber nicht unbedingt zur nebenbei völlig kitschigen Lovestory, was wirklich persönlich für mich schwer einzuschätzen war.

Weshalb wurde Renee Zellweger's Schauspiel so dermaßen besonders gelobt wurde / später mit dem Oscar dafür geehrt ? Wo liegt denn dabei ein mal wirklich an zu erkennendes Talent, - oder besser, was gehört für einen professionellen Schauspieler denn nun groß(artig) dazu, wenn er oder sie einfach nur ein "Original" (einen Bauerntrampel - Dorftrottel) darzustellen hat.

Und hier völlig egal, ob nun realistisch mit dem Südstaaten - Akzent oder wesentlich schlechter auf deutsch nachsynchronisiert. Solch' ein übertriebenes Lob konnte ich schon bereits bei Tom Hanks und seiner Rolle als "Forrest Gump" nicht so ganz (unkritisch) nachvollziehen. Obwohl der Film selbst dabei natürlich mit Recht als fast durchgehend positiv angesehen wird.

Wie auch bereits in anderen Rezensionen zu lesen war, kommt das natürlich beim heimischen US - Publikum wesentlich besser an als weltweit betrachtet. Kann an der Stelle dann aber zur Verteidigung des Streifens nur zugeben, das ich vorher auch nichts von der Vorlage gewußt habe. Und vom Film hier selbst erst zufällig durch's hören - sagen etwas erfahren habe. Auch lediglich durch die ganzen Haupt, - wie Nebendarsteller extrem neugierig geworden bin. Und so das ganze beim ersten mal mit völlig falschen (anderen, und wschl. unkritischeren) Erwartungen gesehen habe.

Die immer auch erst von der Vorstellung ausgingen, dies hier wäre eine Art von Neuverfilmung oder wenigstens nur eine Adaption des Thema's vom oben genannten Klassiker aus dem Jahre 1939 mit Clark Gable und Vivien Leigh. Obwohl auch hier Ansichten sich teilen werden. Egal, ob nun unbedingt gut oder nicht, trotz aller eingeheimster Oscars (Nominierungen).

Wie auch immer, - als (und nun endlich auch abschließendes) Fazit: bleibt hier zumindest die uneingeschränkte Empfehlung als Ausleihtip übrig. Um so z.B. dann selbst darüber zu urteilen. Allerdings, - richtig kaufen, und vor allem vorher noch ungesehen sollten allerdings nur die bereits hier öfters angesprochenen Zielgruppen. Historie Fans, Anhänger dieser Filme mit opulenten Bildern und anrührender Musik, - sowie überhaupt alle diejenigen, - für die hier beteiligte Stars zu ihren gern gesehenen Idolen zählen sollten. Und natürlich auch in erster Linie vorwiegend das weibliche Klientel unter den ganzen DVD - Konsumenten. ;-)
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