Unterstützer im Gartenteich: Bewuchsmatten, Futterringe & Co

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10 wertvolle Unterstützer im Gartenteich: Bewuchsmatten, Futterringe, Laichschnüre & Co

Viele Gartenbesitzer träumen nicht nur von einem Gartenteich, sondern haben diesen Wunsch schon längst realisiert. Die Möglichkeiten der Größe und Formgebung sind dabei nahezu grenzenlos und orientieren sich lediglich an den Platzverhältnissen und dem vorhandenen Zeitkontingent. Das Schöne dabei ist, dass sich ein Gewässer im eigenen Garten schnell in ein lebendiges Biotop verwandeln kann, das ein ganz besonderes Flair ausstrahlt - nach vollbrachter Arbeit legt man die Füße hoch und schaut zu, wie sich die Natur hier mehr und mehr ein Stückchen Heimat für Insekten und viele weitere Tierarten erobert.

Einen zusätzlichen Reiz bietet der Gartenteich mit Fischbesatz - vom wertvollen Koi bis hin zu normalen Goldfischen - auch Moderlieschen oder der Bitterling fühlen sich hier bei richtiger Pflege schnell heimisch. Im nachfolgenden Ratgeber werden 10 wertvolle Unterstützer vorgestellt, die dabei helfen, den Gartenteich mit Leben zu füllen - einerseits handelt es sich dabei um notwendige Grundmaterialien, andererseits um nützliches Zubehör. Erfahrene Teichbesitzer wissen zudem, dass das Zubehör auch von den Jahreszeiten abhängig ist.

1. Teichfilter und Teichpumpe

Der Teichfilter gehört genau genommen zum elementaren Zubehör: Er hilft vor allem dabei, die Wasserqualität und das damit vorherrschende Milieu auf einem hohen Level zu halten, gerade wenn ein Fischbesatz vorhanden ist, was zunächst eine zusätzliche Belastung für das Gewässer bedeutet. Die Gründe liegen auf der Hand: Naturgewässer haben gegenüber einem künstlich angelegten Teich eine wesentlich höhere Selbstreinigungskraft. Hat man gerade erst das Wasser in einen neuen Teich einfließen lassen, tendiert die Selbstreinigungskraft zu Beginn sogar gegen Null. Sogenannte UV-Teichfilter sind besonders effektiv, sollte es unerwartet schnell zu einem vermehrten Algenwuchs kommen: Die Mikroorganismen verklumpen unter UV-Bestrahlung und bleiben erst dadurch im Filtersystem hängen. Einige Teichfilter sind dabei Kombi-Modelle mit einer integrierten Wasserpumpe – sofern nicht, wird eine separate Teichpumpe benötigt, die das Wasser anzieht und durch die Filteranlage fließen lässt. Beide sollten von der Kapazität und Größe her gut aufeinander abgestimmt sein, damit sie ihre Arbeit möglichst optimal verrichten können.

2. Starterbakterien

Im Zusammenhang mit dem Teichfilter sind auch die Starterbakterien erwähnenswert: Wie es der Name bereits sagt, dienen diese dazu, das Milieu in einem neu angelegten Teich zu verbessern, damit die Selbstreinigungskräfte möglichst schnell einsetzen. Bakterien können jedoch auch Abhilfe schaffen, wenn das Wasser zu kippen droht - Anzeichen sind etwa ein vermehrte Algenwuchs und/oder eingetrübtes Wasser. Letzteres muss nicht immer ein schlechtes Zeichen sein, jedoch möchte man seine Fische letztlich auch sehen, wenn sie schon im Gartenteich herumschwimmen.

3. Der Teichkescher

Der Teichkescher ist ein simples Zubehör und dennoch äußerst effektiv: Mithilfe des feinmaschigen Netzes kann man den Gartenteich zusätzlich säubern - kleine Partikel bleiben im Kescher, während das Wasser durchfließt. Mit dem Kescher können Sie zudem auch heruntergefallenes Laub von der Wasseroberfläche entfernen, bevor dieses versinkt und anfängt zu vermodern - im Herbst natürlich ein Geduldsspiel, aber zumeist notwendig. Auch Fische lassen sich mit dem Kescher einfangen, wenn man zum Beispiel das Wasser komplett ablassen muss, um Teichschlamm zu entfernen oder den Gartenteich schlicht winterfest macht. Wer es etwas mehr automatisiert bevorzugt, kann gegebenenfalls einen Skimmer einsetzen, um die Wasseroberfläche säubern zu lassen.

4. Bewuchsmatten für die Uferbepflanzung

Es ist eine Selbstverständlichkeit, dass zu einem schön gestalteten Gartenteich die richtige Bepflanzung gehört. Welche Pflanzen dabei ausgewählt werden sollten, hängt von der Nutzung ab und inwieweit diese Teile der Selbstreinigung übernehmen sollen. Bei Fischbesatz müssen Sie besonders berücksichtigen, dass diese nicht alles anknabbern und wegfressen, was sich ihnen in den Wasserweg stellt. Bei der Bepflanzung selbst sind die Bewuchsmatten sehr hilfreich, die es in verschiedenen Variationen gibt: Für ein Steilufer etwa sind Bewuchsmatten mit Taschen die richtige Wahl, da man in die Taschen entsprechende Gewächse pflanzen kann, sodass mit der Zeit ein perfekter Übergang zwischen Gewässer und Uferbereich entsteht. Angebracht werden die Matten durch Stifte, die durch die Ösen führen und im Uferboden fixiert werden. Bei flach abfallenden Uferbereichen tun es einfachere Modelle, die den Wurzeln der Wasserpflanzen genügend Halt geben, diese werden auch als Krallmatten bezeichnet.

5. Vogelschutz für die Fische

Je nachdem, in welcher Region sich Ihr Gartenteich befindet, kann es durchaus Sinn machen, einen Vogelschutz anzubringen, um verschiedene Raubvögel davon abzuhalten, sich die Fische aus dem Teich zu angeln wie zum Beispiel Fischreiher - in der Stadt natürlich weniger ein Problem. Die einfachere Variante ist sicher das klassische Teichschutznetz, das nicht nur Vögel abhält, sondern auch herabfallendes Laub. Die zweite Variante ist in technischer Hinsicht etwas aufwendiger: Man benötigt einen Bewegungsmelder, über den ein Wasserstrahl aktiviert wird, sobald der Sensor eine Bewegung registriert: Ebenfalls eine recht zuverlässige Methode, um den Fischbestand zu schützen.

6. Der Eisfreihalter für die kalte Jahreszeit

Der Eisfreihalter ist vor allem wichtig für Gartenteichbesitzer, die ihren Fischbestand ganzjährig im Teich belassen möchten - dies kann je nach Region ein Problem werden, wenn die Gefahr besteht, dass das Gewässer komplett zufriert. Neben dem genannten Zubehör sollte die Tiefe des Teichs entsprechend mindestens 1,2 Meter betragen. Bei den Eisfreihaltern stehen Ihnen bei eBay verschiedene Systeme zur Auswahl: Dazu zählen etwa Teichheizer, die eine vorhandene Eisschicht wegschmelzen oder fernhalten oder das Wasser selbst wärmen, ganz ähnlich wie die aus dem Haushalt bekannten Tauchsieder. Daneben gibt es auch einfachere Modelle, die vor dem Kälteeinbruch auf der Wasseroberfläche abgesetzt werden und über ein darin angebrachtes Rohr verfügen, das unter die Wasseroberfläche reicht, um die Zufuhr von Sauerstoff zu ermöglichen. Eine weitere Option sind die sogenannten Teichbelüfter, über die dem Gewässer zuverlässig genügend Sauerstoff zugeführt werden kann, selbst wenn die Wasseroberfläche darum herum zugefroren sein sollte. Bei Bedarf können auch mehrere Lösungen miteinander kombiniert werden, um den Fischbesatz durch den nächsten Winter zu bringen.

7. Futterringe für den Fischbesatz im Gartenteich

Die Fütterung von größeren Fischen in einem Gartenteich ist immer eine heikle Angelegenheit, die viel Fingerspitzengefühl erfordert, da zusätzliche Nährstoffe ins Wasser gelangen, vor allem durch das übrig bleibende Futter, das schnell an den Grund sinkt. Da regelmäßig gefüttert wird, kann sich schnell so einiges ansammeln und die Wasserqualität wird beeinträchtigt. Abhilfe schaffen können Sie mit einem Futterring, der an einer geeigneten Stelle im Gartenteich platziert werden sollte. Die Verlustmenge wird durch den Futterring deutlich reduziert und die Fische selbst gewöhnen sich relativ schnell an diese neue Nahrungsquelle. Dazu noch ein kleiner Hinweis in diesem Zusammenhang, der Gartenteich-Profis vermutlich längst bekannt sein wird: Ab Wassertemperaturen von 8 bis 10 Grad sollte man die Fütterung der Fische einstellen, da sich deren Stoffwechsel-Aktivitäten deutlich verringern. In einem gut gepflegten Gartenteich finden die Tiere ausreichend leicht verdauliche Nahrung.

8. Laichhilfen für den Gartenteich

Ist die Fischzucht eines der Ziele für den eigenen Gartenteich, können verschiedene Laichhilfen mit zum Erfolg beitragen oder machen diesen erst möglich. Ein gutes Beispiel etwa wäre die Vermehrung des in einigen Kreisen sehr beliebten Koi, eine Farbkarpfen-Art mit chinesischen Wurzeln: Als eine Hilfe, die von dieser Fischart in der Regel sehr gut angenommen wird, gelten Laichschnüre, auch als Laichbürsten bezeichnet. Es liegt auf der Hand, dass andere Fischarten andere Lösungen benötigen, die auch natürlicher Art sein können. Als Beispiel sei der Bitterling genannt, bei denen die Weibchen Teichmuscheln benötigen, um ihre Eier in diesen abzulegen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, externe Ablaichkästen oder Aufzuchtbecken zu verwenden, ähnlich wie in der Aquariumtechnik, sofern diese die geeignete Größe haben.

9. Der Teichschlammsauger als Reinigungshilfe

Es ist praktisch unvermeidlich, dass sich am Grund des Gartengewässers über die Zeit hinweg sogenannter Teichschlamm bildet. Prinzipiell ist das kein Fehler, da hier Pflanzen Halt mit ihren Wurzeln finden und einige Fischarten auf Nahrungssuche im Teichschlamm gehen und sich so mehr oder weniger selbst ernähren können. Bildet sich allerdings zu viel Teichschlamm, kann das wiederum schädlich für den Gartenteich werden. Um diesen zu entfernen, ohne dabei allzu viel oder überhaupt Wasser abpumpen zu müssen, ist der Teichschlammsauger sicher das geeignete Hilfsmittel. Hinsichtlich der Qualität sollte man möglichst darauf achten, dass diese zumindest über zwei Reinigungsstufen verfügen und zudem verschiedene Aufsätze mitgeliefert werden, um die verschiedenen Zonen des Teichs besser entschlammen zu können.

10. Teichpflege allgemein und Schutz des Fischbestands

In den vorigen Abschnitten wurden bereits Punkte zu diesem Thema aufgegriffen, jedoch ist die erfolgreiche Pflege eines Gartenteichs die Summe vieler Aktivitäten und Möglichkeiten, in das Geschehen mit einzugreifen. Hinsichtlich der Gestaltung und der Steigerung der Qualität des Wassers kann etwa ein Bachlauf sehr hilfreich sein: Je nach Größe übernimmt dieser ähnliche Funktionen wie der Zufluss in ein natürliches Gewässer und reichert den Gartenteich zusätzlich mit Sauerstoff an - gut für den Fischbestand. Ein überproportionaler Algenwuchs kann oft zum Problem werden, vor allem wenn die Sonneneinstrahlung zu groß ist und der Teich sich während der Sommermonate zu sehr aufwärmt. Mit der gebotenen Vorsicht kann man hier neben den bereits genannten Möglichkeiten zusätzlich mit Algenvernichter arbeiten. Einen ebenfalls recht positiven Effekt haben die sogenannten Milchsäure-Bakterien, die man dem Teichwasser bei Bedarf hinzufügen kann. Diese haben laut verschiedener Studien positive Effekte auf die Wasserqualität und können dabei etwa zur Reduzierung des Faulschlamms wie auch der Fadenalgen beitragen und sollen die Futteraufnahme der Gartenteichfische fördern. Der Vorteil insgesamt liegt darin, dass es sich um einen biologischen, statt einen chemischen Wasserzusatz handelt.

Insgesamt gesehen ist die Gartenteichpflege ein komplexes, aber nicht unüberschaubares Thema: Wer sich hier tiefer einarbeiten möchte, findet zahlreiche Ratgeber auf eBay, die ausführlich informieren und hilfreiche Tipps bieten, die über diesen Ratgeber hinausgehen.

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