Unterschiedliche Typen von Vibrationstrainingsgeräten

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Vibrationstraininggeräte lassen sich in folgende Klassen aufteilen:

  • Vertikal schwingenden Systeme die sich wiederum in reine Vertikalschwinger (z.B.: Powerplate) und in seitenalternierende Systeme (z.B.: Galileo) unterteilen lassen. Die seitenalternierenden System haben dabei aufgrund ihrer physiologischen Anregung (Imitation des menschlichen Ganges) den Vorteil wesentlich größere Trainingsreize (z.B. deutlich größere Bewegungsamplitude) setzten zu können. 
  • Rein horizontal schwingenden Systeme (in der Regel sehr günstige Geräte), dürften im Wesentlichen rein durchblutungsfördernd wirken und aufgrund ihrer geringen Amplitude keine wesentlichen Effekte auf Muskel und Knochen haben.

Neben der Geräteart können auch Anwendungsziele unterschieden werden. Anwendungsziele werde zum Einen durch die oben beschriebene Gerätevariante zum Anderen aber auch durch den Frequenzbereich der Vibration beeinflusst. Grob lassen sich aufgrund der internationalen Studien folgende Bereich muskelphysiologisch unterscheiden:

  • Niedrige Frequenzen (ca. 5-12Hz): Geeignet um den Gleichgewichtssinn zu Trainieren beispielsweise zur Sturzprophilaxe aber auch zur Mobilisation (z.B. ReHa) und zur Lockerung.
  • Mittlere Frequenzen (ca. 12-20Hz): Geeignet um Muskelfunktion und Koordination innerhalb des Muskels aber auch das Zusammenspiel der Muskeln untereinander  zu trainieren (Beispiel ReHa aber auch allgemeine Fitness), aber auch zur Lockerung der Muskulatur wie auch zur Dehnung.
  • Hohe Frequenzen (ca. 20-35Hz): Geeignet um eine Leistungssteigerung der Muskulatur (sog. schnelle Muskulatur) zu erzielen. Gerade hierbei kann es auch sinnvoll sein zur Steigerung des Trainingsreizes bei Trainierten Personen Zusatzgewichte von bis zu  50% des Körpergewichtes einzusetzen.

Nur wenige i.d.R. seitenalternierende Geräte erlauben es in allen drei Frequenzbereichen zu trainieren. Rein vertikal schwingende Systeme konzentrieren sich meist bauartbedingt auf Frequenzen oberhalb von 20 Hz und somit auf das Leistungstraining. Spezielle sog. stochastisch schwingende Systeme hingegen auf den Frequenzbereich unter 12Hz und somit auf Balance.

Zum Abnehmen sind alle Geräteklassen nur bedingt geeignet da aufgrund der schnellen Bewegung und der kurzen Trainingsdauer von wenigen Minuten im Wesentlichen die schnelle Muskulatur und nicht wie beim Ausdauersport (z.B. Joggen) der Fettstoffwechsel angesprochen werden kann. Was jedoch erriecht werden kann ist eine verbesserte Durchblutung und eine Erhöhung der Muskelmasse beispielsweise im Falle des Leistungstrainings bei Frequenzen oberhalb von ca. 20Hz (siehe oben).

Einen ausführlichen Artikel zu den Hintergründe und eine Übersicht über internationale Studien zum Thema Vibrationstraining findet sich im unabhängiggen Internetlexikon Wikipedia (wikipedia.de  Schlagwort: Vibrationstraining)

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